Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Neue Manga Comic Con – neue Regeln. Ein Erfolg? Mal sehen. Wir waren dieses Mal wieder von Freitag bis Sonntag vor Ort und haben uns neben Halle 1 natürlich auch allgemein auf der LBM umgesehen. Wer was an diesen Tagen erlebt hat, lest ihr hier.

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Buddha

ブッダ
 

Osamu Tezuka erzählt die Geschichte eines indischen Prinzen, der in den Wirren seines kriegsgebeutelten Landes den vorgegebenen Weg verlässt und schließlich zu dem Mann wird, der in die Geschichte als „Buddha“ eingehen soll.

Inhalt

Der Manga beginnt in dem Landstrich, den wir heute Indien nennen, vor etwa 2500 Jahren. Dort leben die beiden Jungen Chapra und Tatta, die im indischen Kastensystem (soziale Hierarchie) ganz unten stehen. Chapra ist ein Sklave und Tatta ein Paria, ein Unberührbarer, der in Armut mit seiner Familie lebt. Der Zufall führt die beiden Jungen zusammen, als Chapra mit einem ganzen Ballen Stoff unterwegs ist, den er zu seinem Herren bringen soll. Doch er schafft es nicht mehr bis nach Hause, da er zuvor von Tatta und seiner Bande überfallen wird. Ohne den kostbaren Stoff will sein Herr Chapras Mutter auf dem Sklavenmarkt verkaufen und so bleibt dem Jungen nichts anderes übrig, als sich Tatta und seine Bande vorzuknöpfen. Natürlich ist Chapra den Straßenjungen unterlegen und so endet er als Gefangener in den Slums.

Aber der „Streit“ der beiden Jungen währt nicht lange, denn schon bald hat Tatta den Sklavenjungen davon überzeugt, dass er sich ihm anschließen soll, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Gemeinsam befreien sie Chapras Mutter und fliehen zurück in die Stadt, die allerdings von feindlichen Truppen angegriffen wird. In der Hitze des Gefechts fasst Chapra eine folgenschwere Entscheidung: Er wird versuchen, seinem Leben als Sklave endgültig zu entkommen, indem er sich der Armee anschließt und zum größten Helden des Landes aufsteigt.

Einige Jahre später hat Chapra tatsächlich einen beachtlichen, gesellschaftlichen Aufstieg hinter sich und gilt als bester Kämpfer des Landes. Zur gleichen Zeit wird dem Herrscher von Kapilavastu ein Sohn geboren. Der Ankunft des Kindes gehen mehrere Wunder voraus und zur Geburt versammeln sich sämtliche Tiere des Waldes, um den Jungen zu begrüßen. Die Mutter stirbt bei der Geburt, gibt ihrem Sohn zuvor jedoch noch den Namen Siddharta. Viele Jahre später wird Siddharta zum Erleuchteten werden und eine ganze Religion begründen

Details

Mit „Buddha“ ist in Deutschland eines der wichtigsten Werke von Osamu Tezuka, dem „Gott des Manga“ erschienen (u.a. „Astroboy“). Die Graphic Novel widmet sich in zehn Bänden, die Carlsen als dickes Hardcover und in gespiegelter (westlicher) Leserichtung herausbringt, der historischen Figur des Siddharta Gautama. Tezuka arbeitete zehn Jahre lang an dem Epos, das zunächst in Episodenform von 1972 bis 1983 im „Kibō no Tomo“ Magazin erschien. Die Geschichte richtete sich ursprünglich an ein jüngeres Publikum zwischen zehn und 16 Jahren, und sollte als eine Art Lehrwerk fungieren. Dementsprechend lockert Tezuka seine teilweise doch drastischen Gewaltdarstellungen mit Witz und Humor auf, vergisst dabei aber nicht den harten Alltag des Kastensystems zu schildern. 2011 wurde der Manga außerdem in einen von Tōei produzierten Anime mit dem Namen „Tezuka Osamu no Buddha – Akai Sabaku yo! Utsukushiku“ (手塚治虫のブッダ -赤い砂漠よ!美しく-) umgesetzt.

Autor:
Lektor: Sabine Losert
Grafiker: Julia Kefenhörster
Veröffentlichung:
20.12.2012
Osamu Tezuka, Carlsen, Kodansha


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