Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Wir haben uns Halloween zum Anlass genommen, euch auf ein paar dämonische Wesen, die in Japan ihr Unwesen treiben, aufmerksam zu machen. Wie ihr ein Aufeinandertreffen vermeidet und was ihr im Fall der Fälle tun könnt, erfahrt ihr in unserem Special!

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Danganronpa 2: Goodbye Despair

Originaltitel: Sūpā Dangan Ronpa 2: Sayonara Zetsubō Gakuen / スーパーダンガンロンパ2 さよなら絶望学園
 
Hajime Hinata kann sein Glück kaum fassen, als er die Bestätigung bekommt, dass er an einer der besten Schulen aller Zeiten aufgenommen wurde. Sein erster Schultag gestaltet sich jedoch bereits alles andere als normal und nach nur wenigen Stunden wird sein komplettes Leben auf den Kopf gestellt. Ein Spiel auf Leben und Tod beginnt.
Inhalt Ein neues Schuljahr bricht an und ein junger Mann freut sich besonders auf dieses Event: Hajime Hinata. Seit er klein war träumte er davon, an der Hope's Peak Academy aufgenommen zu werden – eine Schule, die nur den Besten vorbehalten ist. Wer absoluter Spitzenreiter in seinem Gebiet ist, bekommt von der Schule eine Einladung und dies ist der einzige Weg, dort angenommen zu werden. Wer hier seinen Abschluss macht, der hat für sein Leben ausgesorgt.

Doch das neue Schuljahr beginnt für Hajime anders, als er es sich hätte erträumen können. Während er vor dem Eingang noch seinem Wunschtraum und dessen Erfüllung nachhängt, scheint sein Bewusstsein langsam zu verschwimmen. Er bemerkt, dass ihn eine Tür magisch anzieht. Warum hat er das Gefühl, dass er sie unbedingt öffnen muss?
Als er wieder komplett zu sich kommt, befindet er sich in einem Klassenzimmer mit 15 anderen Schülern, denen das Gleiche widerfahren ist.
Während sie noch versuchen, ihre Situation zu verstehen und feststellen, dass sie das Zimmer nicht wieder verlassen können, taucht ein kleiner, magischer Stoffhase auf, der sich als Usami vorstellt und vorgibt, die Lehrerin der Klasse zu sein. Und als wäre das nicht schon Schock genug, verfrachtet sie die Klasse für einen Schulausflug kurzerhand auf eine malerische Insel.
Benommen von den Vorkommnissen fällt Hajime plötzlich in Ohnmacht und bemerkt beim Erwachen, dass er etwas Wichtiges verloren hat: Teile seiner Erinnerungen.

Die erste Zeit auf der Insel verläuft einigermaßen ruhig, doch schon bald mischt sich ein monochromer Bär ein, der - im Gegensatz zur freundlichen Usami - auf Chaos aus zu sein scheint.

Er erklärt den Schülern, dass er nun hier das Kommando übernehme und wenn sie jemals wieder nach Hause möchten, würde ihnen nur eine Möglichkeit bleiben: sein Spiel zu spielen und zu gewinnen. Für dieses muss man jedoch lediglich einen Mitschüler töten und dann in der folgenden Gerichtsverhandlung nicht von den Überlebenden als Mörder enttarnt werden...
Ihre einzige Alternative scheint zu sein, den Rest ihres Lebens friedlich zusammen zu wohnen, ohne die Insel jemals wieder zu verlassen zu können.

Während die Klasse am Anfang noch Hoffnung darauf hat, selbst einen Ausweg zu finden, wird schon bald klar, dass es wirklich nur diese eine Lösung gibt. Und wenig später finden sie die erste Leiche...
Danganronpa 2 - Goodbye Despair
Erscheinungstermin:05.09.2014
Preis (Amazon):39,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Adventure
Konsole:Playstation Vita
Dt. Publisher:NIS America
Entwickler:Spike Chunsoft
Sprache:Englisch, Japanisch
Altersfreigabe:USK: 16
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:35 – 40 Stunden
Vergleichbares:Danganronpa: Trigger Happy Havoc

UmsetzunG Das Spiel nimmt den Spieler behutsam bei der Hand und erklärt ihm, wie er sich zu verhalten hat. Dabei darf man erst einmal zwischen drei Schwierigkeitsstufen wählen, die zum einen die Schwierigkeit der Rätsel, zum anderen die der Aktionen in den Verhandlungen festlegt. Das hat natürlich auch zur Folge, dass man sich sehr lange in einer Art „Tutorial-Phase“ befindet. Wer jedoch eines der „Danganronpa“ Spiele spielen möchte, der muss von vornherein viel Geduld mitbringen, denn natürlich findet sich zwischen den Handlungsphasen jede Menge Text.

Optisch wurde die 2,5D Optik des Vorgängers aufgegriffen und es zeigt sich eine verbesserte Version des originellen Designs, bei dem jede Menge knall-pinkfarbenes Blut natürlich auch nicht fehlen darf.

Wie bereits im Vorgänger „Danganronpa: Trigger Happy Havoc“ dreht sich auch im zweiten Teil wieder alles um die Morde, die den Schülern die Freiheit versprechen. Die Regeln zu diesen „Vorfällen“ stehen dabei in den Schulregeln und sind schnell erklärt.




Wer von der Insel und zurück in sein normales Leben möchte, der muss einen seiner Mitschüler töten, ohne dabei gesehen zu werden. Sobald drei Schüler gleichzeitig bei der Leiche sind, wird eine Durchsage getätigt, die verkündet, dass jemand verstorben ist. Danach bleibt den Schülern ein wenig Zeit, Beweise zu sammeln, bevor es Zeit für die Verhandlung wird. Wird während dieser der Mörder entlarvt, wird er selbst mit dem Tode bestraft. Passiert dies nicht, so werden alle anderen getötet und der Mörder ist frei.

Der Spieler schlüpft in diesem Singleplayer-Game nun in die Rolle Hajimes, der noch immer keine Erinnerungen hat. Man spielt mehr oder minder immer die gleichen drei Phasen, durch die man langsam vom Spiel geleitet wird.

Erst einmal ist natürlich die Freizeit angesagt. In dieser Phase gibt es nichts Vorgegebenes zu tun. Man kann seine sehr skurrile Umgebung untersuchen und dabei Monokuma-Coins finden oder seine Zeit mit seinen Mitschülern verbringen. Beides hat Vorteile, denn kennt man seine Mitschüler besser, so bekommt man Punkte, die man später bei Monomi für bestimmte Skills eintauschen kann.
Findet man hingegen Coins und versteckte Monokuma-Kuscheltiere, so kann man sich mit einer Art Gashapon Maschine Geschenke kaufen, die bei der Verbesserung der Beziehung helfen können.
Und wer auch darauf keine Lust hat, der kann sich immer noch mit dem kleinen Tamagochi beschäftigen, dass im E-Handbook der Schule installiert ist.

Jedes Treffen mit Mitschülern kostet Zeit und es dauert immer nur eine bestimmte Weile, bis etwas passiert, das Hajime seiner Freizeit beraubt. Meist ist dies natürlich vor allem eines: ein Mord.

Ist ein solcher passiert, folgt die nächste Phase: die der Ermittlung. Mit Hajime und seinen Mitschülern sucht man Beweise dafür, wie der Mord passierte und natürlich dadurch auch letztlich, wer der Mörder ist.
Diese Phase läuft letztlich ähnlich wie die Freizeit, indem man seine Umgebung genau untersucht, mit den anderen redet und so Beweise in Form sogenannter „Truth Bullets“ findet.




Sind davon genug vorhanden, wird man zur Klassen-Verhandlung gerufen – natürlich erneut in einer sehr ungewöhnlichen Art und Weise. Hier gilt es nun, mehrere Minispiele zu meistern und so den Mörder zu überführen.
Die Funktionen der Playstation Vita kommen dem Spiel dabei zugute. Es gibt mehrere Runden, in denen die ultimativen Schüler ohne Stop reden. Hier ist besondere Aufmerksamkeit geboten, denn nun kommen die Truth Bullets zum Einsatz.
Vor jeder Diskussion werden eine bestimmte Anzahl anscheinend wahlloser Argumente in den „Argumentations-Revolver“ geladen. Nun muss man bei dem Gespräch genau aufpassen, denn es gibt immer eine Aussage, der man entweder mit einer Truth Bullet widersprechen oder zustimmen kann, da sie die Aussage untermauert oder widerlegt. Es gilt nun, diese anhand des Touchscreens oder des Sticks und der X Taste auf die Aussage zu schießen.
Später kommt hier erschwerend noch ein Nebel hinzu, welchen man mit dem hinteren Touchpad „durchschneiden“ muss, bevor man auf die Aussage feuern kann.

Doch damit ist es nicht getan. Es gibt beispielsweise noch ein Hangman Spiel, bei dem wir ein bestimmtes Wort – meist sogar mehrere Worte - zusammensetzen müssen. Hierfür fliegen einzelne Buchstaben über den Bildschirm, die gefangen und auf gleiche Buchstaben geschossen werden müssen. Diese kann man mit einem weiteren Schuss ausschalten oder mit einem Wischen in das gesuchte Wort einfügen. Kollidieren unterschiedliche Buchstaben miteinander, nimmt der Spieler, beziehungsweise seine Glaubwürdigkeit, Schaden. Bei Null glaubt man Hajime nicht mehr und der falsche Verdächtige wird des Mordes bezichtigt. Da die Buchstaben in richtiger Reihenfolge aufgesammelt werden müssen, kann diese Phase ziemlich fordernd sein.

Auch einfache Fragen, auf die man Antworten haben oder bei denen man Beweise zeigen muss, ein Rhythmus-Spiel und letztlich ein Anime-Comic, bei dem fehlende Szenen eingesetzt wurden, gehören zur Verhandlung, bevor diese hoffentlich ein „gutes“ Ende nimmt.

Danach nimmt das Leben wieder seinen Lauf und die Freizeit beginnt, wenn auch etwas betrübter.




Wer nun aber denkt, dass es letztlich nur darum geht, wer am Ende übrig ist, der hat weit gefehlt. Im Hintergrund baut sich immer und immer mehr eine interessante und fesselnde Geschichte auf, die ungewöhnlicher kaum sein könnte.
Wer den Vorgänger noch nicht gespielt hat, kann sicherlich auch Spaß an „Dangan Ronpa 2: Goodbye Despair“ finden, doch wenn man es genau nimmt schließt die Geschichte an das recht schockierende Ende des ersten Teils an, weswegen Vorwissen sicherlich von Vorteil ist. Auch sieht man das eine oder andere bekannte Gesicht wieder. Es ist also empfohlen, erst einen Blick in den ersten Teil zu werfen.

Das Spiel hat, je nach dem wie viel man herumläuft und mit anderen redet, natürlich eine breit gefächerte Spielzeit. Man kann allerdings von guten 35 bis 40 Spielstunden ausgehen. Wer alles haben möchte, wird ohne Probleme auf über 50 Stunden Spielzeit kommen.
Der Wiederspielwert ist natürlich, wie bei den meisten Spielen dieser Art, recht gering, denn wenn man die Geschichte erst einmal durch hat, weiß man natürlich wer die Morde begangen hat, wie man sie beweisen kann und worum es überhaupt geht. Daher wird man als Spieler das Spiel wohl für einige Jahre beiseite legen müssen, bevor man es erneut genießen kann. Das ist jedoch etwas, das bei allen Spielen der Fall ist, die sich stark auf ihre Geschichte konzentrieren.

Die Steuerung und vor allem auch der Soundtrack sind sehr gut gelungen. Lediglich einige Songs können in der Endlosschleife, in der sie gespielt werden, durchaus ein wenig anstrengend werden. Auch kann man meist wählen, ob man lieber per Touch-Funktion, oder mit Stick und Taste spielt – was sich jedoch ein wenig schwerer gestaltet.
Verpackung Verpackt wurde das Spiel in einer herkömmlichen Playstation Vita Spielhülle. Da sich das USK Zeichen nicht an die Spielhülle anpasst, nimmt es einen großen Teil des Covers ein. Ein Wendecover gibt es nicht. Innen gibt es bis auf eine kleine Spielkarte auch nicht mehr zu finden.
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+ Interessante und individuelle Charaktere
+ Spannende und überraschende Morde und Verhandlungen
+ Originelles Design
- Leider keine deutsche Text- oder Sprachausgabe
- Viele nicht synchronisierte Szenen
Fazit Alles in allem ist „Danganronpa 2: Goodbye Despair“ ein würdiger Nachfolger, der die guten Ansätze des ersten Teils nimmt und noch ein wenig weiter verbessert. Es ist skurril, fesselnd und die Minispiele sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt und ein wenig Aktion in das sonst sehr textlastige Spiel gebracht wird.
Dazu kommt eine Steuerung, die Gebrauch von den Vita-Funktionen macht und die Spaß macht sowie ein interessanter Soundtrack. Das Spiel lässt sich allein durch seine Aufmachung und auch wegen des vielen schwarzen Humors nur schwer mit anderen Spielen vergleichen. Wer ein wenig interessiert ist, der wird die Stunden mit diesem Spiel sicherlich nicht bereuen.
Grafik
Grafik
1

Sound
Sound
2

Steuerung
Steuerung
2



Gesamtnote


1.7
Gamedesign
Gamedesign
1.5

Multiplayer-<br>modus
Multiplayer-
modus
1.5

Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
2

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
2

Autor: /  Celest_Camui
Lektor: Anja Matter / Cami
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 03.07.2018
Bildcopyright: NIS America, Spike, Spike Chunsoft


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