Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Neue Manga Comic Con – neue Regeln. Ein Erfolg? Mal sehen. Wir waren dieses Mal wieder von Freitag bis Sonntag vor Ort und haben uns neben Halle 1 natürlich auch allgemein auf der LBM umgesehen. Wer was an diesen Tagen erlebt hat, lest ihr hier.

Weiterlesen

Datenbank: 123 | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Twittern Auf Facebook teilen

Fist of the North Star – Ken's Rage

Originaltitel: Hokuto Musō, 北斗無双
 
Nachdem nach und nach alle „Fist of the North Star“ Anime auf DVD erscheinen, versucht nun der überaus muskulöse Kenshiro seine Gegner auch auf der PS3 zu bestreiten. Ein Beat'em Up mit Storymodus des alten Anime aus den 80ern.
Inhalt In einer nicht allzu fernen Zukunft herrschen Gewalt und Anarchie auf der Erde, ganz nach dem Prinzip: Der Stärkere gewinnt!
Die Menschheit hat sich ihren eigenen Planeten durch einen Atomkrieg zerstört. Die letzten Menschen, die überlebt haben, leben in kleinen Dörfern und Kolonien und werden ständig durch miese Typen tyrannisiert.
Kenshiro ist einer der wenigen Personen, die für das Gute in der Welt kämpfen. Er ist einer der wenigen Nachkommen des Arts-Meisters, der die hohe Kunst des Hokuto-Shinken beherrscht.
Kenshiro wurde von einer der Gangs halb verdurstet in der Wüste aufgegriffen und in ihr Gefängnis eingeschlossen. Trotz der Tatsache, dass er seine geliebte Frau Yuria verloren hat, fasst er all seinen Lebensmut zusammen und setzt sich für die Armen und Unterdrückten des Landes ein. Doch ist Yuria wirklich tot? Shin, sein Freund, entwickelte damals solche Eifersucht, dass er Yuria entführte und Ken gegen ihn antreten musste.
Sein Bruder Raoh hat andere Pläne mit der erlernten Kampfkunst. Er macht sich diese zu eigen und will die gesamte Welt unterdrücken und beherrschen.
Toki, sein blinder Bruder, hingegen setzt sein Hokuto Shinken ein, um Menschen zu heilen. Auf seinem Weg gegen seinen Bruder greift ihm Toki unter die Arme. Ken selbst ist in ständiger Begleitung der beiden Waisenkinder Bat und Lin, die ihm damals auch aus dem Gefängnis halfen.
Auf seinem Feldzug gegen seinen Erzfeind Raoh werden einige nicht gerade zimperliche Kämpfe ausgetragen, ganz wie im blutigen Anime.




Fist of the North Star: Ken's Rage
Erscheinungstermin:05.11.2010
Preis (Amazon):59,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Action, Adventure
Konsole:Playstation 3
Entwickler:Tecmo Koei
Sprache:Englisch, deutscher Untertitel
Altersfreigabe:USK: keine Freigabe
Multiplayer-fähig:Am selben Gerät
Spieleranzahl:2
Spielzeit:ca. 12 Stunden
Vergleichbares:God of War: Ghost of Sparta

UmsetzunG Kommen wir zum Eingemachten des Prügelspiels. Als langzeitiger Fan der Anime-Serie freut man sich natürlich über den Titel, denn der Anime enthält einiges an Potential für ein gutes Spiel. Doch hält das Spiel das, was der Anime verspricht?!
Man hat sich hier für das Spielprinzip Brawler entschieden, indem man sich mit z.B. Kenshin durch Horden von Gegnern prügelt, bis man zum Endgegner kommt und diesen in seine Einzelteile zerlegt.
Euch stehen zwei Menüpunkte zur Verfügung, um euch auszutoben. Einmal der „Legenden Modus“, in dem ihr die Saga des „Fist of the North Star“ Universums durchspielt, und der „Traum Modus“, in dem ihr mögliche fiktive Kämpfe austragen könnt. Im Traum Modus könnt ihr auch mit einem Freund im Splitscreen Gegnermengen niederstrecken. Je nachdem wie weit ihr im „Legenden Modus“ kommt, desto mehr Figuren der Story stehen euch zum Spielen zur Verfügung. Zudem könnt ihr Kenshiro skillen, sodass er noch härter austeilen kann und noch resistenter gegen Angriffe ist als zuvor. Diese Punkte sammelt ihr während der Kämpfe. Zudem liegen in der Umgebung des Öfteren Schutt oder riesige Raketen herum. Diese könnt ihr aufheben und gegen anrennende Gegnermassen schmeißen. Von geregelten Verhältnissen zueinander kann man hier nicht sprechen. Kenshiro ist abnormal groß und muskulös, sodass wenn er einen Pfahl aufhebt, es aussieht, als wenn er mit einem übergroßen Wattestäbchen die Gegner vermöbelt. Die normalen kleinen Gegner halten in der Regel nichts aus, diese könnt ihr schon mit normalen Schlägen niederstrecken. Auch die Bandenanführer bedürfen nicht vieler Schläge. Sowieso seid ihr als Kenshiro, dem Muskelmann persönlich, den Gegnern überlegen. Solche Überlegenheit kann schnell in Langeweile ausarten, dennoch geschieht das hier nicht. Es artet auch nicht in ein Ein-Tasten-Prügeln aus, denn selbst im Anfängermodus merkt ihr schnell, dass ihr nach kurzer Zeit nicht ohne Kombos auskommt. Ihr besitzt auch Angriffe, die energieabhängig sind, sodass man diese nur mit einem gefüllten Energiebalken ausführen kann. Oder ihr gebt Kenshiro selbst Energie, sodass er noch übermenschlich stärker ist als sonst schon. Nun zerstört er alles, was ihm im Weg steht, in der hälfte der Zeit. Sei es wegen einer Zeitbegrenzung oder wegen einem Endboss. Beim Ausführen der Kombos schlägt Kenshiro mit gezielten starken Schlägen auf die Gegner ein, die danach nur noch rot anlaufen und platzen. Das war die berühmte Hokuto Shinken Attacke, bei der man bestimmte Punkte im Körper treffen muss, damit dieser explodiert. Einige Gegner werden nur noch in Einzelteilen auf dem Boden wiederzufinden sein. Wenn ihr auf einen Boss trefft, streckt ihr diesen mit Kombos nieder, bis zu Kenshiros finalem Schlag. Hier erscheint ein Quick Time Event, in dem Kenshiro seine letzte Energie versammelt, um diese seinem Gegner um die Ohren zu hauen. Das Spiel enthält viel Blut und Brutalität, genau wie der Anime aus den 80ern. Selbst dort waren die Hauptcharaktere Kenshiro, Raoh oder Toki mächtige, muskelbepackte Menschen, bei denen man sich gelegentlich dachte, dass der Zeichner nicht viel mit menschlichen Proportionen am Hut hatte. Doch diese abstrakte Postapokalypse macht gerade „Fist of the North Star“ aus.

Leider gibt es auch schlechte Facetten des Spiels. Die Umgebung und die Gegner protzen nicht gerade vor Abwechslung und Augenschmaus. Ihr durchquert die immer gleich aussehenden Szenarien in ihren immer gleichen braun-grau Tönen und kämpft gegen Mobs, die hunderte von Zwillingen beinhalten.
Das Spiel selbst ist in englischer Sprache und mit deutschen Untertitel versehen.







Verpackung Das Spiel erhaltet ihr in der üblichen PS3 Verpackung, wahlweise auch in der grünen Xbox 360 Verpackung. Auf dem Cover seht ihr den Muskelprotz Kenshiro in seiner üblichen gepanzerten Kleidung. Als kleines Extra beinhaltet das Spiel eine Galerie, in der ihr natürlich Fotos und dergleichen von „Fist of the North Star“ betrachten könnt.
<br />
<b>Notice</b>:  Undefined variable: labelalt in <b>/www/htdocs/w01589a5/animepro.de/test-game-artikel.php</b> on line <b>222</b><br />
+ Anime Adaptation
+ Brutal wie der Anime
+ gutes Haupt-Characterdesign
- Monotoner Levelaufbau
- Immer gleiche Umgebung / Gegner
- Kaum Abwechslung bei den Kämpfen
Fazit „Fist of the North Star“ bleibt, was es ist und war: Brutal. Die Figuren der Geschichte sehen exakt wie aus dem Anime geschnitten aus. Auch die Umwandlung von 2D auf 3D ist wunderbar gelungen. Man fühlt sich wieder in seine Kindheit versetzt und kann diesmal selbst das Spiel beeinflussen und vor allem dabei sein. Dennoch hätten die Entwickler mehr Auge aufs Detail legen sollen. Die Gegnermassen sehen gleich aus und die Szenarien allemal. Dennoch ist das kein Grund, das Spiel im Ladenregal stehen zu lassen. Wer die Anforderungen nicht ganz so hoch schraubt, wird positiv überrascht sein.
Grafik
Grafik
2.5

Sound
Sound
2

Steuerung
Steuerung
3.5

Story
Story
1.5

Gesamtnote


2.8
Gamedesign
Gamedesign
4

Multiplayer-<br>modus
Multiplayer-
modus
3

Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
3

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
3

Autor: /  Reh-Baecker
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Rebecca Bertram /  Reh-Baecker
Datum d. Artikels: 21.03.2011
Bildcopyright: Tecmo Koei


X