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Neue Manga Comic Con – neue Regeln. Ein Erfolg? Mal sehen. Wir waren dieses Mal wieder von Freitag bis Sonntag vor Ort und haben uns neben Halle 1 natürlich auch allgemein auf der LBM umgesehen. Wer was an diesen Tagen erlebt hat, lest ihr hier.

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Shin Megami Tensei: Persona 2: Innocent Sin

Originaltitel: ペルソナ2 罪, Perusona 2: Tsumi
 
Träume sind Schäume und Gerüchte heiße Luft? Nicht in „Shin Megami Tensei: Persona 2: Innocent Sin“! Dies merkt auch der junge Einzelgänger Tatsuya Suou, als seine Schule nur durch die Verbreitung eines Gerüchts von einem Fluch heimgesucht wird. Die Begegnung mit dem unheilvollen Joker bürdet Tatsuya schließlich ein auswegloses Schicksal auf, welches weitaus komplexer ist, als es zunächst den Anschein hat…
Inhalt Die japanische Großstadt Sumaru City wird zum Ziel ungewöhnlicher Umstände: Gerüchte werden plötzlich zu Tatsachen und der enigmatische „Joker“ treibt sein Unwesen. Scheinbar erfüllt er Menschen ohne Gegenleistung ihren sehnlichsten Wunsch, wenn diese ihre eigene Handynummer wählen.

Der Einzelgänger Tatsuya Suou schert sich jedoch nicht um die Geschehnisse in der Stadt. Auch den Unterricht schwänzt der Oberschüler der Seven Sisters Highschool nur allzu gerne und kümmert sich lieber um sein Motorrad – auch an jenem schicksalhaften Tag.
Als zwei Mitschüler Suous Fürsorge um sein treues Gefährt abwertend kommentieren, wird das Opfer des Spotts plötzlich von Schmerzen in seiner Brust heimgesucht und meint, eine Stimme aus seinem Inneren zu hören. Das von Schmerzen verzerrte Gesicht Tatsuyas vertreibt zwar seine irritierten Mitschüler, sogleich begegnet dem noch Geschwächten jedoch ein weiterer Mitschüler. Dieser empfiehlt ihm, seine Klassenlehrerin Ms. Saeko auf Grund des stets verpassten Unterrichts zum Gespräch aufzusuchen, da sie sich um Suous Zukunft Gedanken macht.
Nach einer umständlichen Suche findet Tatsuya schließlich die gesuchte Person. Während des eher einseitigen Gesprächs taucht jedoch die kaukasische Mitschülerin Lisa Silverman auf und überbringt Ms. Saekos passivem Gesprächspartner einen Erpresserbrief. Sollte er sich nicht unverzüglich zum „Sumaru Prison“ begeben, sei es um die gehaltene Geisel nicht gut bestellt. Durch den verursachten Tumult entlässt Ms. Saeko den erpressten Suou früher als geplant. Gemeinsam mit Lisa als Navigatorin begibt er sich ohne Umwege zum Zielort.
Im verlassenen „Sumaru Prison“ ist die Lage jedoch harmloser als erwartet: Die übrigen Mitglieder der neugegründeten Band „Gas Chamber“ wollten für ihren Bandleader Eikichi „Michel“ Mishina Tatsuya als neues Mitglied werben und baten die vollschlanke Reporterin der Seven Sisters Highschool Miyabi „Kozy“ Hanakouji sie bei diesem Vorhaben zu unterstützen. Michel, überhaupt nicht über die vorgetäuschte Erpressung erfreut, verliert nach Lisas hämischem Spott endgültig die Geduld und greift sie und Tatsuya mit Rhadamanthus - seinem selbsternannten Todesgott, welcher wie ein Hologramm über Eikichi erscheint - an. Dies lässt die beiden ebenfalls ihre “Personae” aufrufen, was im Eifer des Gefechts zur Ohnmacht der drei führt.
In ihrem Unterbewusstsein erscheint ihnen Philemon, der sie über die Personae – das andere Selbst – und die sich erfüllenden Gerüchte aufklärt.

Wieder in der Realität angekommen können die drei Oberschüler das Unfassbare nicht glauben. Lisa schlägt daher vor, zum Test ihre eigene Handynummer zu wählen – mit fatalen Folgen, wie sich herausstellt…




Shin Megami Tensei: Persona 2 - Innocent Sin
Erscheinungstermin:04.11.2011
Preis (Amazon):39,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:RPG
Konsole:Playstation Portable
Dt. Publisher:Ghostlight
Entwickler:Atlus
Sprache:Deutsch
Altersfreigabe:USK: 12
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:40+ Stunden

UmsetzunG „Shin Megami Tensei: Persona 2: Innocent Sin“ für Sonys PlayStation Portable ist ein Remake des Japano-Rollenspiels „Persona 2: Tsumi“, welches 1999 ausschließlich in Japan für die PlayStation erschien.

Grafisch merkt man dem Spiel sein Alter leider schon an. Obwohl Atlus mit einem neuen Opening, pixelfreien Charakterporträts und überarbeiteten Menüs versuchte, grafisch auf einen aktuellen Stand zu kommen, wirken insbesondere im Kampf Animationen und Sprites der agierenden Charaktere nicht in Einklang mit den zuvor genannten Neuerungen. Zwar sind die Charaktere deutlich zu unterscheiden, dennoch kommt die Kombination aus Alt und Neu zu keinem optimalen Ergebnis.

Musikalisch setzt „Persona 2: Innocent Sin“ dagegen hohe Maßstäbe an. Zu jedem Anlass verstärkt ein passender Track die Atmosphäre um ein Vielfaches und verleitet mitunter auch zum Mitsummen– ganz gleich, ob es sich um eine ausweglose Lage, die Ruhe vor dem Sturm oder eine Slapstick-Einlage handelt. Neben dem Soundtrack des originalen Releases besteht auch die Möglichkeit zum Wechsel eines neu komponierten Remixes der ursprünglichen Tracks.
Anders sieht es leider mit den ausschließlich englischen Synchronstimmen aus. Diese wirken oft monoton und teilweise sogar unpassend.

Weiterhin negativ fällt die ausschließlich englische Lokalisierung auf. Zwar ist ein Großteil der Dialoge für Fremdsprachler mit ausreichenden Kenntnissen verständlich, aber einige Story-Elemente sind trotzdem schwer zu erfassen.

Im Spiel steuert ihr Tatsuya über eine isometrische Perspektive durch die verschiedensten Dungeons, wie beispielsweise der Seven Sisters Highschool, verlassene Gebirge oder idyllische Parkanlagen. Oft sind die Orte wie Labyrinthe aufgebaut, was sie nicht selten langwierig erscheinen lässt, allerdings auch einen Anreiz zum Sammeln der zahlreichen Schätze in den verwinkelten Gängen schafft.
In der unteren rechten Ecke des Bildschirms befindet sich ein verkleinerter Ausschnitt der Karte der nahen Umgebung sowie ein Indikator für den nächsten Kampf, welcher durch gelaufene Schritte in mehreren Stufen von blau auf rot wechselt und mit jedem Stufenwechsel ein Kampf wahrscheinlicher wird. Im Menübildschirm, welcher sich außerhalb von Zwischensequenzen und Gefechten immer aufrufen lässt, kann man neben Items auch die Fähigkeiten der ausgerüsteten Persona einsetzen, Charaktere ausrüsten, deren Persona wechseln und bezwungene Gegner analysieren. Zudem können in den ebenfalls dort befindlichen Optionen unter anderem der Soundtrack gewechselt und der Schwierigkeitsgrad zwischen Easy, Normal und Hard gewählt werden. Besonders erfreulich ist, dass zu jedem Zeitpunkt gespeichert werden kann, was auch kurze Spielsessions ermöglicht.

Die Kämpfe sind zufallsbedingt und hängen unter anderem vom farbigen Indikator ab. In einem Gefecht wechselt der Bildschirm zu einem abstrakten Hintergrund mit einer meist einfachen Bodenplatte, wo die eigenen Gruppenmitglieder und die Feinde relativ wahllos platziert sind. In Runden bekämpfen sich beide Seiten, bis eine besiegt ist.
Neben Angriffen mit der equipierten Waffe ist es auch möglich, mit der ausgerüsteten Persona Zauber und sonstige Fertigkeiten einzusetzen. Das Besondere: Jede Persona kann durch häufigen Einsatz in Ränge aufsteigen oder Mutationen auslösen und so neue Fertigkeiten erlernen, Boni erhalten oder sich komplett zu einer neuen Persona entwickeln. Weiterhin ist interessant, dass nicht die Fertigkeit selbst die Kosten dieser bestimmt, sondern die ausführende Persona. Da jede Persona verschiedene Kompatibilitäten zu den Gruppenmitgliedern besitzt, können so beispielsweise starke Zauber mit geringem Aufwand eingesetzt werden.
Wenn bestimmte Fertigkeiten in einer bestimmten Reihenfolge benutzt werden, können Charaktere Fusionszauber einsetzen – besonders starke Fertigkeiten.
Allerdings muss der Gegner nicht zwingend besiegt werden. Durch verschiedene Interaktionen der einzelnen Charaktere und deren Kombination können Gegner dazu gebracht werden, Items zu spendieren, zu flüchten – oder aber auch aggressiver zu werden.








Während und zwischen den Dungeons können durch Gerüchte Sidequests bestritten werden. Eine Schwierigkeit besteht darin, die gut verborgenen Auslöser zu finden, eine andere darin, diese Nebenaufgaben rechtzeitig zu lösen.
Weiterhin können in den zahlreichen Malls von Sumaru City Ausrüstungsgegenstände erworben, Heilungen durchgeführt und Snacks gegessen werden, welche die Attribute der Charaktere kurzzeitig steigern.
Außerdem können im „Velvet Room“ neue Personae mit Karten beschworen werden, welche aus den Kontakten mit den Gegnern zu erhalten sind.
Verpackung Die in Europa erhältliche Collector’s Edition von „Shin Megami Tensei: Persona 2 – Innocent Sin“ besticht durch ein rotes Design mit einem Ausschnitt Sumaru Citys im Hintergrund und den beiden Protagonisten Tatsuya Suou und Maya Amano mit ihren Personae im Vordergrund. Auf der Rückseite wird das Spiel in kurzen Worten beschrieben und in Bildausschnitten präsentiert. Leider ist die Box auf Grund des Inhalts etwas groß geraten und unterscheidet sich darum im Regal stark von übrigen Titeln, was optisch etwas suboptimal ist.
Inhaltlich enthält die Box natürlich das Spiel im gleichen Design, sechs stilvoll gestaltete Kunstkarten, ein Poster im A3-Format sowie ein Mini-Soundtrack auf einer Audio-CD. Glücklicherweise beinhaltet die Spielhülle neben der UMD auch eine schön gestaltete Anleitung in deutscher Sprache, sodass auch ohne hervorragende Englischkenntnisse ein Spielen zumindest möglich ist.

Auch im Spiel selbst sind einige Extras vorhanden. So können über das Startmenü bereits angesehene Videosequenzen und nach dem Durchspielen auch beide Soundtracks angesehen bzw. angehört werden. Im Spiel selbst befindet sich noch das „Sumaru Climax Theatre“, wo optionale Sidequests aus der Feder von anderen Autoren bei Atlus angenommen werden können.




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+ Fesselnde Musik
+ Gut durchdachter Plot
+ Umfangreiches Extra
- Größtenteils veraltete Grafik
- Ausschließlich englischer Bildschirmtext
- Sidequests mit viel Aufwand verbunden
Fazit „Shin Megami Tensei: Persona 2: Innocent Sin“ überzeugt zwar nicht grafisch, aber sehr wohl durch qualitative Musik und einen spannenden Plot. Selten wird der Verlauf vom Schulchaos bis zur Rettung der Menschheit so fesselnd und einfühlsam zugleich erzählt.
Allerdings ist die USK ab 12 Jahren nicht nachvollziehbar. Zu Beginn mag alles harmlos wirken, doch im Spielverlauf werden vielerlei gesellschaftlich heikle Themen erwähnt und behandelt.
Nichtsdestotrotz gehört „Persona 2: Innocent Sin“ zu den seltenen Titeln für die PSP, welche durch eine ernstere Story überzeugen können und dabei nicht zu einer Depression führen.
Grafik
Grafik
4

Sound
Sound
2

Steuerung
Steuerung
1.5

Story
Story
1

Gesamtnote


1.9
Gamedesign
Gamedesign
2



Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
2

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
1

Autor: /  RobbPlus
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Andreas Williger /  Minorou
Datum d. Artikels: 19.12.2011
Bildcopyright: Atlus


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