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Neue Manga Comic Con – neue Regeln. Ein Erfolg? Mal sehen. Wir waren dieses Mal wieder von Freitag bis Sonntag vor Ort und haben uns neben Halle 1 natürlich auch allgemein auf der LBM umgesehen. Wer was an diesen Tagen erlebt hat, lest ihr hier.

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Shin Megami Tensei: Persona 3 Portable

Originaltitel: ペルソナ3ポータブル, Perusona 3 Pōtaburu
 
Memento Mori – Gedenke des Todes – beschreibt die ursprüngliche Handlung von „Shin Megami Tensei: Persona 3“. Doch was passiert, wenn eine andere Person die Rolle des ursprünglichen Helden übernimmt und so einen Butterfly-Effekt auslöst? Lest es hier nach!
Inhalt Ihr befindet euch in einem Zug nach Gekkoukan, wo ihr als Austauschschüler die Gekkoukan High School besuchen werdet. Als der Zielort erreicht ist und ihr aus dem Abteil steigt, erlebt ihr sogleich eure erste Überraschung: Sämtliche Stromleitungen fallen von einem Moment auf den nächsten aus, sodass lediglich der Schein des unheimlich wirkenden Mondes als einzige Lichtquelle der Stadt dient. Auch von Menschen ist weit und breit keine Spur. Stattdessen seht ihr überall schwarz-rote Särge aufgestellt. Trotz dieser markerschütternden Umgebung begebt ihr euch zum Wohnheim, wo ihr euch zuvor angemeldet habt.
Dort angekommen, werdet ihr von einem Jungen im Schlafanzug aufgefordert, einen mehr als eigenartigen Vertrag zu unterschreiben. Als ihr fertig seid, verschwindet er genauso plötzlich, wie er gekommen war, ehe ihr zwei eure Mitbewohnerinnen - Yukari Takeba und Mitsuru Kirijo - kennenlernt. Diese scheinen überrascht und wissen auch nichts von einem Vertrag oder Jungen, doch helfen sie euch mit eurem Gepäck und zeigen euch euer Zimmer. Bereit für eine ruhige Nacht legt ihr euch schlafen, doch auch eure Träume warten mit Überraschungen auf.
So gelangt ihr in den „Velvet Room“, wo euch der langnäsige Igor und seine Assistentin Elizabeth über euer schlafendes Potenzial aufklären. Doch für Fragen eurerseits bleibt keine Zeit, denn euer erster Tag auf der Gekkoukan High beginnt. Alles scheint normal zu sein. Statt Särge sind Menschen zu sehen und ihr gewöhnt euch langsam an euren Alltag.
Mit dem nächsten Vollmond soll sich jedoch euer Leben in eine Symbiose aus Erfahrungen und Tragik wandeln…
Shin Megami Tensei: Persona 3 Portable
Erscheinungstermin:28.04.2011
Preis (Amazon):39,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:RPG, Simulationen Allgemein
Konsole:Playstation Portable
Dt. Publisher:Ghostlight
Entwickler:Atlus
Sprache:englischer Bildschirmtext, teilweise englische Sprachausgabe
Altersfreigabe:USK: 12
PEGI: 12
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:ca. 35+ Stunden
Vergleichbares:Star Ocean - The last Hope -International-

UmsetzunG Der Spielablauf von „Shin Megami Tensei: Persona 3 Portable“ teilt sich in zwei Phasen ein.

In einem dieser Abschnitte begleitet ihr euren Charakter durch den Alltag zwischen Schule und Freizeit. Meist gliedert sich der Tag in verschiedene Abschnitte, wie morgens oder abends.
Während ihr vormittags lediglich mit wichtigen Szenen im Stil einer Visual Novel und gelegentlichen Schulaufgaben, die aus Fragen mit unterschiedlichen Antwortmöglichkeiten bestehen, konfrontiert werdet, könnt ihr eure Freizeit nach der Schule frei gestalten. Per Point’n’Click könnt ihr aus der Vogelperspektive mit Gegenständen oder euren Mitmenschen in der Umgebung interagieren.
So könnt ihr auch mit diversen Personen Freundschaften schließen und Beziehungen aufbauen. Das „Social Link“ genannte System ordnet dabei jedem dieser besonderen Individuen eine der „großen Arkana“ des Tarots zu - entsprechend ihrer Persönlichkeit oder Schicksale. Verbringt ihr eure Zeit mit ihnen, erzählen sie euch von ihren Problemen und bitten euch um Rat. Seid ihr der Empathie mächtig und könnt befriedigende Vorschläge erteilen, steigt der Social Link möglicherweise einen Rang auf. Dies kann zur Folge haben, dass ihr neue Social Links freischaltet, exklusive Items erhaltet oder Vorteile für den Kampf erspielt. Falls euch der Sinn allerdings nicht nach Leuten und ihren Sorgen steht, könnt ihr in Gekkoukan auch verschiedene Einrichtungen besuchen, um eure soziale Fertigkeiten – Wissen, Charme und Mut – zu steigern, welche wiederum wieder für Social Links oder auch Schultests benötigt werden. Sobald ihr einer Tätigkeit nachgeht, verbringt ihr mit dieser bis zum Abend eure Zeit. Auch zu später Stunde habt ihr ähnliche Möglichkeiten wie tagsüber, allerdings mit weniger Auswahl. Exklusiv abends könnt ihr auch Tartarus und damit den zweiten großen Spielbereich besuchen.







Tartarus ist ein diabolischer Turm, welcher nur in der „dunklen Stunde“ jeden Tages erscheint. Um Licht in die Vorkommnisse von Gekoukkan zu bringen, erkundet ihr das trügerische Gemäuer, da ihr dort alles Übel vermutet. Mit eurer Gruppe aus maximal vier Personen, die ihr aus vorhandenen Gruppenmitglieder individuell zusammenstellen könnt, bewegt ihr euch im Inneren des Turmes und steuert die Protagonisten aus der dritten Person in einer isometrischen Perspektive. Euer Hauptziel besteht darin, durch Treppen auf die höchste Ebene zu gelangen, doch dabei findet ihr auch Schatztruhen und Schatten – die Gegner dieses Spiels. Könnt ihr sie angreifen, bevor sie euch entdecken, agiert ihr im Kampf zuerst; das Gegenteil ist aber auch möglich.
Im Gefecht könnt ihr mit eurer Waffe angreifen, die Fähigkeiten eurer ausgerüsteten Persona oder Items einsetzen, Taktiken für Gruppenmitglieder beordern oder fliehen. Der Hauptcharakter kann zudem einmal pro Runde die ausgerüstete Persona wechseln. Viele Feinde besitzen auch Schwächen, welche ausgenutzt werden können, um mehrmals hintereinander in einer Runde agieren zu können. Nach erfolgreichen Kämpfen erhalten die teilgenommenen Mitglieder Erfahrungspunkte für ihre Persona. Weiterhin kann zufallsbedingt die „Shuffle Time“ aktiviert werden, welche vielerlei Boni für euch bereithält.
Neben Schatztruhen und Schatten findet ihr auch Teleporter, welche euch zum Eingang und zurück befördern, um auch Pausen zu ermöglichen. Leider ist Tartarus der einzige besuchbare Dungeon und bietet kaum Abwechslung. Einzig die monatlichen Missionen an Vollmonden in und um Tartarus bieten kurzzeitig eine neue Umgebung.









Ein weiterer Aspekt ist der „Velvet Room“, zu welchem euer Protagonist sowohl aus Tartarus als auch Gekkoukan Zutritt hat. Einerseits könnt ihr Igor bitten, zwei oder drei eurer Personas zu einer neuen zu fusionieren. Durch initiierte Social Link können diese Personas direkt nach ihrer Entstehung im Level aufsteigen und so neue Fähigkeiten erlernen.
Andererseits bietet euch Igors Assistent ein Kompendium und zusätzliche Aufträge an. Im Kompendium könnt ihr eure gegenwärtigen Personas registrieren und mit genau diesen Attributen gegen eine Gebühr abrufen. Die zusätzlichen Aufgaben verlangen meist die Beschaffung seltener Gegenstände und belohnen euch dafür ebenfalls mit exklusiven Objekten.

Grafisch polarisiert „Shin Megami Tensei: Persona 3 Portable“ stark. Während die Personen auf der Oberwelt stark vereinfacht sind und 90 Prozent der Schlüsselsequenzen lediglich in Standbildern der Akteure stattfinden, werden die Effekte in Tartarus und den Gefechten in 3D-Modellen dargestellt, welche wiederum verhältnismäßig gut in Szene gesetzt werden.
Auch der Sound polarisiert stark - im positiveren Sinne. Hauptsächlich ist japanischer Pop mit unterschiedlichsten Nuancen zu hören, welcher selten allerdings auch mal unglücklich eingesetzt wird. Sämtliche Dialoge im Kampf und ein Großteil der Storysequenzen werden dabei in Englisch gesprochen. Leider ist auch der gesamte Bildschirmtext ausschließlich auf Englisch verfügbar. Da die Sprache in der Regel einfach gehalten ist, sind hervorragende Kenntnisse allerdings nicht vonnöten.
Verpackung Das Rezensionsexemplar wurde über Sonys PlayStation Store heruntergeladen. Eine Bewertung der Verpackung ist daher nicht möglich.
Das Spiel selbst ist allerdings mit vielen Extras gespickt. Fünf Schwierigkeitsgrade und die Auswahl eines weiblichen Charakters mit exklusiven Social Links und teilweise verändertem Storyverlauf bieten langfristig Spaß. Nach dem ersten Durchgang sind zudem besondere Herausforderungen bestreitbar.
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+ innovative Mischung zwei unterschiedlicher Genres
+ ansprechender Plot
+ langer Spielspaß
- kleinere Makel in Grafik und Sound
- ausschließlich englischer Bildschirmtext
- Wenig Abwechslung bei der Erkundung
Fazit „Shin Megami Tensei: Persona 3“ überzeugt mit einem ansprechend gestalteten Plot und einer innovativen Kombination aus Dating Sim und Dungeon Crawler. Wer sich mit den kleineren Makeln in den Bereichen Grafik und Sound anfreunden kann sowie Spaß an langwierigen Erkundungen hat, wird sich an diesem Spiel lange Zeit erfreuen können.
Grafik
Grafik
2.5

Sound
Sound
2.5

Steuerung
Steuerung
1

Story
Story
1.5

Gesamtnote


2.1
Gamedesign
Gamedesign
2.5





Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
2.5

Autor: /  RobbPlus
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 25.01.2012
Bildcopyright: Atlus


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