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Deponia

 

Müll – Müll – Müll! Genau, überall nur Müll! Wenn euch das nicht an zuhause erinnert, werdet ihr wahrscheinlich kaum verstehen können, wie der arme Rufus sich fühlt. Er lebt verkannt von seinen Mitmenschen auf einer Müllhalde, von der er fliehen möchte. Doch so einfach gestaltet sich das nicht. Willkommen in „Deponia“ einem reinrassigen Point-and-Click-Adventure.

Inhalt Es ist schon irgendwie deprimierend. Alles was Rufus zu sehen bekommt, ist Müll. Darum träumt er auch schon seit langem davon, dieses Land zu verlassen und in das schwebende Land Elysia zu gelangen, in dem es mit Sicherheit paradiesisch zugeht – auch wenn es natürlich noch niemand bis dorthin geschafft hat. Allerdings werfen die doch schließlich ihren Müll hier herunter, also dürften sie dort doch keinen haben.

Doch nicht nur die gefährliche Reise zu diesem unbekannten Land ist ein Problem, sondern auch seine Mitmenschen verkennen den selbsternannten Erfinder der Oberklasse. Allerdings ist er auch kein einfacher Charakter. Er arbeitet nie, macht anderen gerne Vorwürfe, ist total von sich selbst überzeugt und egozentrisch. Außerdem verursacht er mit seinen „Fluchtversuchen“ die meisten Unfälle und Schäden in seinem Dorf; und selbst wenn er der Sohn des Dorfgründers ist, der ihn an seinem achten Geburtstag verließ, wären die meisten wahrscheinlich doch froh, wenn er einfach verschwinden würde. Doch davon lässt Rufus sich nicht beirren. Wie könnten diese beschränkten und eifersüchtigen Menschen denn auch sein Genie verstehen? Irgendwann wird es ihm gelingen, das Paradies zu erreichen und dann wird er mit allen hier unten Mitleid haben… vielleicht.

Und nun ist es endlich an der Zeit! Dieses Mal ist Rufus sich sicher! Er wird diese stinkende Müllhalde verlassen! Seine Mitbewohner sehen seinen Plan natürlich ein wenig anders und kommen nur vorbei, um zu sehen, wie er sich dieses Mal verletzt. Doch bis auf kleinere Startschwierigkeiten wie fehlende Gegenstände in seinem Koffer oder die fehlenden Schrauben an seiner Fluchtkapsel und einigen Schmerzen schafft er es, sich an ein Transportmittel zu heften, welches ihn endlich an sein Ziel bringen soll! Und tatsächlich hat er es nach so langer Zeit und so vielen Versuchen geschafft.

Da lauscht er zufällig einer Unterhaltung. Goal, ein wunderschönes Mädchen, scheint von einigen Männern in Bedrängnis gebracht zu werden, weil sie anscheinend etwas entdeckt hat, das sie nicht sehen sollte. Um sie zu retten, fummelt er wieder einmal ohne großes Wissen an einer Maschine herum und sorgt somit dafür, dass Goal zusammen mit ein bisschen Müll vom Himmel hinunter gespült wird - mitten in die Mülldeponie - und er folgt ihr, wenn auch nicht freiwillig.

Doch wer ist dieses Mädchen? Wird sie ihn an sein Ziel bringen und welches Abenteuer wartet nun während der Erfüllung seines Traumes auf ihn? Und noch viel wichtiger: welche Belohnung erwartet ihn?



Deponia
Erscheinungstermin:27.01.2012
Preis (Amazon):27,90 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Adventure
Konsole:PC
Dt. Publisher:Daedalic Entertainment
Entwickler:Daedalic Entertainment
Sprache:Deutsch
Altersfreigabe:USK: 6
PEGI: 12
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:ca. 10 Stunden
Vergleichbares:Another Code: R – Die Suche nach den verborgenden Erinnerungen

UmsetzunG Bereits während des Tutorials merkt man, auf was dieses Spiel abzielt, nämlich auf ein klassisches Comedy-Point-and-Click-Adventure, wie man es vielleicht noch von „Discworld“ oder „Monkey Island“ kennt. Die Steuerung ist schnell erklärt: Erst einmal kann man wählen, ob man das Inventar einfach und praktisch mit dem Mausrad aufrufen möchte oder ob man es lieber „klassisch“ möchte und es per Klick am oberen rechten Rand öffnet. Nun folgt die Erläuterung zu dem Maus-Cursor und auch hier ist „einfach" nicht unbedingt schlecht. Sieht man im Zahnrad oben rechts ein Auge, kann man per rechtem Mausklick ein Objekt untersuchen, erscheint die Hand unten links, kann man den Gegenstand per linkem Mausklick in das Inventar stecken. Klickt man dann ein Objekt im Inventar an, kann man es mit einem anderen auf dem Spielbildschirm oder im eigenen Besitz kombinieren oder verwenden. Damit wäre die ganze Steuerung auch schon erklärt. Wer schon einmal ein Spiel dieses Genres gespielt hat, wird sich schnell zurechtfinden.




Während Gesprächen hat man in den allermeisten Fällen mehrere Optionen zur Auswahl. Entweder man stellt Fragen, die in der Geschichte weiterhelfen können, tätigt gewagte Aussagen oder holt sich einfach ein paar Hintergrundinformationen. Hier liegt an und für sich auch der eigentliche Charme des Spiels verborgen – der Humor. Rufus ist oft genug ein Hitz- und meist auch ein Dummkopf, der nie um eine Ausrede oder dumme und meist auch gefährliche Aktion verlegen ist. Und hier steckt die Liebe im Detail! Jede Unterhaltung, jede Beobachtung einfach alles wurde deutsch synchronisiert und mit verschiedenen Farben untertitelt. Die Untertitel lassen sich immer und überall gut lesen und haben eine angenehme Geschwindigkeit. Per Mausklick lassen sie sich überspringen und im Menü sogar gänzlich ausschalten, sollte man sie als störend empfinden und sowieso „nur“ zuhören. Die Synchronsprecher geben sich wirklich alle Mühe, den Figuren etwas „Eigenes“ zu geben, sie individuell zu gestalten und ihnen so noch ein wenig mehr Leben einzuhauchen. Sie unterstreicht den Comedy-Faktor auf jeden Fall noch einmal.

Die Umgebung, die auf das Genauste untersucht werden muss, um wichtige und viele Gegenstände zu finden, ist sehr detailverliebt und die Farben sind alle sehr klar und satt. Am Design wurde allgemein sehr auf klare Linien geachtet, was natürlich alles ein wenig erleichtert. Allerdings sind die Rätsel meist so positiv abnormal, dass man nicht gleich auf die Lösung kommt und somit erst einmal ein bisschen rätselt, bevor es tatsächlich ans Beheben eines Problems geht, welches dann meist eine unvorhergesehene Wendung mit sich bringt.

Alle Zeichnungen wurden von Hand in 2D Grafik erstellt und in HD-Auflösung für die Spielbegierigen bereitgestellt. Denn auch wenn man das absolute Retro-Gefühl hat, so bekommt man es doch in höchster Auflösung und mit allen Vorzügen der heutigen Technologie - wenn man es so ausdrücken möchte. Sollte man einen Rechner haben, der damit ein bisschen überfordert ist, kann man die HD-Videos in den Einstellungen auch in niedrigere Auflösung umstellen, damit diese während des Spiels nicht ruckeln oder gar nicht angezeigt werden.




Auch die Musik ist ein Pluspunkt. Hier wurde im Normalfall auf eher dezente und nicht ablenkende Hintergrundmelodien zurückgegriffen, die sich angenehm anhören. Ab und an ist jedoch der eine oder andere deutsche Comedy-Song zu hören, die einfach nur Spaß macht, weil er die Thematik so herrlich trifft und dabei auch noch gut klingt.

Wie bei jedem guten alten Retro-Point-and-Click ist das Spiel natürlich im Singlemodus zu genießen und ihr spielt euch offline durch die Zweckentfremdung von Gegenständen und Streichen. Das Spiel ist zwar laut der USK ab sechs Jahren freigegeben, allerdings werden kleinere Kinder manche Witze und Andeutungen einfach nicht verstehen. Jugendliche und Erwachsene haben sehr wahrscheinlich mehr Spaß daran.

Gut ist, dass ihr die Handlung nicht immer in einer bestimmten Reihenfolge abgehen müsst. Solltet ihr zum Beispiel mehrere Zutaten für etwas sehr Abstraktes suchen, müssen diese nicht nach einer bestimmten Reihenfolge eingesammelt werden, somit kann man sich eher ein bisschen „frei“ bewegen. Das Spiel bietet, je nachdem wie schnell man sich durch die Rästel lacht und kämpft, etwa zehn Stunden Story, die allerdings mitten im Geschehen abbricht und jetzt schon verrät, dass es eine Fortsetzung geben wird. Der Wiederspielwert ist bei solchen Spielen immer sehr schwer zu beurteilen. Wenn einige Zeit ins Land gestrichen ist und man einige Witze und Lösungen vergessen hat, machen solche Spiele mit Sicherheit immer wieder großen Spaß; allerdings werden die wenigsten Spieler das Game direkt nach Abschluss noch einmal spielen wollen, weil einfach die Spannung, die Rätsel und der Knobelfaktor nicht mehr gegeben sind, solange man sich noch an alles erinnert.

Für alle, denen das „normale“ Spielen irgendwann vielleicht zu langweilig werden könnte, wurden auch kleine Minispiele eingebaut.

Dank der einfachen Steuerung, in die man sich auch sehr schnell einfindet, ist das Game eigentlich für jedermann schnell und nervenschonend spielbar. Wer allerdings keine Geduld hat, wird vielleicht hin und wieder bei kniffligeren Lösungen etwas verzweifeln. Man sollte also durchaus ein wenig Durchhaltevermögen mitbringen, es lohnt sich und die Lachmuskeln werden sich sicherlich auch über das Training freuen.

Eine kleine Information noch am Rande: Wenn ihr das Spiel erfolgreich abgeschlossen habt, dürft ihr euch nicht nur auf den zweiten und dritten Teil des Spiels freuen, sondern auch über einen Sondermodus, mit dem Namen „Droggelbechermodus". Wer ein anderes Spiel dieses Publishers kennt, wird sich darunter vielleicht schon etwas vorstellen können, alle anderen sollten sich überraschen lassen.





Systemanforderungen:
Betriebssystem: Windows XP/Vista/7
Prozessor: 2,5 GHz (Single Core) oder 2 GHz (Dual Core)
Arbeitsspeicher: 2 GB RAM für Windows XP, 2,5 GB RAM für Windows Vista/7
Grafikkarte: OpenGL2.0-kompatible Grafikkarte mit 512 MB RAM (Shared-Memory nicht empfohlen)
Soundkarte: DirectX-kompatible Soundkarte
Sonstiges: Maus und DVD-Laufwerk
 
Verpackung Die limitierte Version des Spiels kommt in einem schönen Schuber, der sich vorn aufklappen lässt, wenn man den Klettverschluss öffnet. Hier sieht man jetzt schon ein paar der Charaktere, die den Spieler auch durch das Abenteuer begleiten. Das Design ist optimal an das Spiel angepasst und macht sich auch gut in einer Sammlung. Die Rückseite gibt einen interessanten Rückentext und viele Screenshots frei.

Nun darf man also oben oder unten an der Hülle den Kleber lösen, die Klappe öffnen und das Spiel herausnehmen. Eingepackt und sicher verwahrt wird es in einer handelsüblichen, schwarzen Amaray-Hülle, die mit dem gleichen Cover versehen ist wie schon der Schuber. Öffnet man diese, darf man sich erst einmal das Handbuch ansehen. Hier findet man alles, was man wissen muss. Die Seiten sind angenehm dick und erklären dem Spieler noch einmal alles, was er wissen muss und vielleicht auch mehr. Man wird davon auf jeden Fall nicht im Stich gelassen. Es ist voll in Farbe und auch hier findet sich schon der „Deponia“ Humor, der auch im Spiel vorhanden ist. Außerdem gibt es ein Poster, ebenfalls mit dem Covermotiv, das auf der Rückseite zwar auch bedruckt ist, hier aber ein Bild von „Botanicula“ zeigt.

Ein weiteres Highlight ist wohl der beiliegende Soundtrack, der zwar leider auch kein neues Design aufweist, dafür aber insgesamt 13 klasse Songs, die man entweder – instrumental – gut neben irgendwelchen Tätigkeiten laufen lassen kann oder, bei den gesungenen Titeln, zum Lachen einlegen kann „Deponia“ beweist also auch in der Verpackung Farbenvielfalt und Witz.




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+ Story und Setting originell gestaltet
+ Sehr viel Humor
+ Schöne Grafik
- Für junge Spieler eventuell zu anspruchsvoll
- Abruptes Ende, das auf Fortsetzung schließen lässt, was sich jedoch auf der Hülle nicht erahnen lässt
Fazit Ein Angriff auf die Lachmuskeln und ein Retro-Feeling der Spitzenklasse. Wer reinrassige Point-and-Click Adventures mit eigensinnigem Humor mag, wird „Deponia“ sehr wahrscheinlich lieben. Es ist einfach zu handhaben und überzeugt mit schönen handgezeichneten Grafiken, einem lustigen und sehr passendem Soundtrack, der Liebe zum Detail, hoher Auflösung und jeder Menge Knobelspaß. Auch die Extras der limited Edition können sich sehen lassen. Fans des Genres sollten nach einer längeren Durststrecke also auf jeden Fall zugreifen.
Grafik
Grafik
1

Sound
Sound
1

Steuerung
Steuerung
1

Story
Story
1.5

Gesamtnote


1.4
Gamedesign
Gamedesign
1



Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
2

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
2

Autor: /  Celest_Camui
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 01.03.2012
Bildcopyright: Daedalic Entertainment


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