Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Am 24.06.2018 durften wir im Werkstattkino in München im Rahmen des Nachtschatten Festival die Dokumentation Boys for Sale sehen. Anschließend stellte sich der Filmemacher Ian Thomas Ash noch den Fragen der Zuschauer. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis für uns.

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Spirit Camera – Das verfluchte Tagebuch

Originaltitel: 心霊カメラ ~憑いてる手帳 / Shinrei Camera - Tsuiteru Techou
 

Düstere Legenden ranken sich um das violette Tagebuch. Wie viel ist Wahrheit und wie viel Dichtung? Hast du den Mut, dich dem violetten Tagebuch und seinen Schrecken zu stellen? Durchschreite die Pforte zur Welt der Geister, jetzt!

Inhalt

Eines Tages erhältst du ein sonderbares Päckchen, den Absender suchst du vergebens. Darin befindet sich ein violettes Tagebuch, welches Legenden nach verflucht sein soll. Deine Neugierde ist geweckt und du beginnst das Tagebuch genauer zu untersuchen.

Die Seiten sind gefüllt mit unheimlichen Fotos und Kritzeleien, nur die erste Seite ist vollkommen leer, aber nicht für jeden. Man erzählt sich, dass es Menschen gibt, die darauf deutlich eine Schrift gesehen haben sollen. Angeblich wurden sie von dem Fluch heimgesucht, litten unter schaurigen Visionen und hörten, wie eine Frau immer wieder nach ihnen rief. Schließlich verschwanden diese Menschen und in der irdischen Welt blieben von ihnen nichts weiter als ein Leichnam mit vernähten Augen und Münder zurück. Aber das sind doch alles nur Geschichten, um Kindern Angst einzujagen, denkst du.





Genauso wenig glaubst du, dass die „Camera Obscura“, die sich in deinem Besitz befindet, das Übernatürliche sichtbar machen kann. Was jedoch ist das für ein komisches Geräusch, welches die Kamera von sich gibt, als du mit dem Tagebuch in ihre Nähe kommst? Unbehagen macht sich in dir breit und langsam kommen dir Zweifel. Hat sie vielleicht doch etwas eingefangen, was nicht von dieser Welt stammt? Bevor du weiter darüber nachdenken kannst, findest du dich in einem düsteren Haus wieder. In den engen Gängen suchst du nach dem Ausgang, wobei du einem Geistermädchen mit dem Namen Maya begegnest. Auch wenn du nicht genau weißt wie, aber euch beiden gelingt die Flucht. Welche Geheimnisse wird das Tagebuch offenbaren und kann Maya dir helfen, den Fluch zu brechen?
Spirit Camera: Das verfluchte Tagebuch
Erscheinungstermin:29.06.2012
Preis (Amazon):12,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Adventure, Survival-Horror
Konsole:Nintendo 3DS
Dt. Publisher:Nintendo
Entwickler:Tecmo Koei
Sprache:jap./engl. Sprachausgabe, deutsche Untertitel
Altersfreigabe:USK: 16
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:vier Stunden (erster Durchgang)
Vergleichbares:Project Zero 2: Wii Edition

UmsetzunG

Mit der Veröffentlichung des Remakes „Project Zero 2: Wii Edition“ erschien auch zeitgleich der Serienableger „Spirit Camera – Das verfluchte Tagebuch“ für den „Nintendo 3DS“. Für das Spiel wurde die Technologie der „Augmented Reality“ (AR) verwendet. Dabei handelt es sich sozusagen um eine erweiterte Realität, in der sich die Spielwelt mit der Realität vermischt und teilweise überlappt.

Die Steuerung gestaltet sich zum größten Teil dadurch, dass man die Konsole entsprechend bewegen muss. Also anstatt mit dem Circlepad zu steuern, bewegen wir den „Nintendo 3DS“ nach links oder rechts, oben oder unten und oft darf der Spieler auch Drehungen um die eigene Achse vollbringen. Gespielt wird in der First-Person-Perspektive.

Das Kampfsystem wurde aus der „Project Zero“-Reihe übernommen, so dient als einzige Waffe die „Camera Obscura“. Durch das Fotografieren der Geistererscheinungen fügt man ihnen Schaden zu. Der Sucher wird durch einen Kreis angezeigt und in diesem gilt es den Geist zu zentrieren. Am besten fotografiert man erst, wenn der Geist einen angreifen will. Der Sucher färbt sich dann rot und dann heißt es schnell die „L-Taste“ oder „R-Taste“ drücken. So wird nicht nur dem Geist Schaden zugefügt, sondern auch der Angriff abgewehrt. Im Spiel gibt es fünf verschiedene Linsen für die Kamera, dabei handelt sich um folgende: „Zero-Linse“, „Violettspiegel-Linse“, „Finsternis-Linse“, „Rekonstrukt-Linse“ und die „Umkehrlinse“. Für den Kampf wird hauptsächlich die „Zero-Linse“ verwendet, diese hat die Fähigkeit den Geistern Kraft abzusaugen und zu speichern. Beim Auslösen der Kamera wird dann der Geist zusätzlich mit dieser Energie attackiert und der zusätzliche Schaden hängt davon ab, wie viel Geisterenergie die Linse gespeichert hat. Mit der „Violettspiegel-Linse“ ist es möglich, Siegel zu brechen, die „Finsternis-Linse“ besitzt die Fähigkeit, die Dunkelheit zu durchdringen und dort verborgene Dinge sichtbar zu machen. Wie der Name auch schon vermuten lässt, kann man mit der „Rekonstrukt-Linse“ Objekte wiederherstellen und die Funktion der „Umkehrlinse“ erinnert an die Entwicklung eines Negativs. Die Kamera ist von Anfang an mit der „Zero-Linse“ ausgestattet, während man die anderen Linsen nach und nach im Laufe der Geschichte automatisch erhält.






Sehr wichtiger Bestandteil des Spiels ist das AR-Buch, welches dem Spiel beiliegt und das violette Tagebuch darstellt. Die einzelnen Seiten müssen mit Hilfe der „Camera Obscura“ untersucht werden. Die Kamera reagiert immer nur auf die gerade relevante Seite. Nun erscheinen zwei Kreise auf dem 3D-Bildschirm, ein weißer und ein blauer Kreis. Der Handheld muss vorsichtig so geführt werden, dass beide Kreise übereinanderliegen, dann verschmelzen die Kreise und ein Ereignis wird eingeleitet
Die von der Kamera eingefangenen AR-Seiten werden optisch verändert, was entweder zur Lösung eines Rätsels oder einem Kampf führt.
Die Kommunikation zwischen dem Buch und der Konsole funktioniert ohne Probleme. Allerdings muss die Umgebung gut beleuchtet sein, es darf weder zu dunkel sein noch darf das Licht so das Buch bestrahlen, dass die Seiten es reflektieren.

Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln erzählt, am Ende jedes Kapitels speichert die Konsole automatisch. Dem Spieler ist es nicht möglich, selbstständig zu speichern, auch eine temporäre Schnellspeicher-Datei ist nicht erstellbar. Außerdem ist es nicht möglich, mehrere Spielstände zu sichern. Bei Bedarf kann der Spieler die bereits abgeschlossene Kapitel einzeln anwählen und erneut spielen.

Neben dem Hauptmodus gibt es noch zwei weitere Modi, die gleich zu Beginn zur Verfügung stehen. Der Modus „Geisterkamera“ ist noch einmal in drei Bereiche eingeteilt.
Die „Geisterfotografie“ dient dazu Schnappschüsse von Umgebung oder Personen zu erstellen und unter Umständen paranormale Erscheinungen auf den Fotos zu entdecken.
Bei der „Geisteranalyse“ fotografiert man sich selbst oder einen Mitmenschen, anschließend betrachtet man die erste Seite des AR-Buches. Das erstellte Bild wird auf die Seite projektziert. Nachdem man auch hier die beiden Kreise übereinander geführt hat, erscheint die Analyse über den Geist, von dem man heimgesucht wird. Der dritte Bereich ist der „Exorzismus“, hier fotografiert man erneut eine Person. Neben dem Portrait werden Statuswerte wie Angriffskraft und Lebenskraft angezeigt und schließlich beschreitet man den Kampf und exorziert im besten Fall die betreffende Person.
Der Modus „Besessene Seiten“ erhält insgesamt vier Minispiele in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Beispielweise muss man bei „Fluch der Puppen“ unter Beweis stellen, wie sehr man auf Details achtet. Dem Spieler wird das Bild einer Puppe im Kimono gezeigt. Anschließend muss man diese Puppen im Raum wiederfinden und dreimal fotografieren.

Nach erfolgreicher Beendigung der Hauptgeschichte wird eine erweiterte Hauptgeschichte freigeschaltet. Im Großen und Ganzen bleiben die Handlung und die Dialoge identisch, allerdings können nun weitere Dokumente entdeckt werden. Innerhalb des Spiels erscheinen nun von Zeit zu Zeit Irrlichter und gelingt es diese zu fotografieren, erhält man ein Dokument, welches neue Informationen enthält. Außerdem verändert Maya ihr Aussehen, sie trägt ihre Haare nun blondiert und ihre Kleidung entstammt dem Gothic-Stil, während sie vorher schwarze Haare hatte und ein weißes Kleid trug.




Auch wird ein weiterer Modus freigeschaltet. Bei „Fotografieren/Kämpfen“ kann man entweder Charaktere aus der Geschichte fotografieren oder gegen sie kämpfen. Wählt man den Punkt „Fotografieren“ kann man auch die Perspektive, aus der man den Auslöser betätigen will, frei wählen. Nicht nur die Kamera kann man bewegen, sondern auch den Charakter selbst. Die Fotos können, wie auch die Fotos aus den oben genannten Modi, auf dem „Nintendo 3DS“ gespeichert werden.

Die grafische Umsetzung weiß zu überzeugen, besonders die Zwischensequenzen sind hochwertig animiert worden. Hintergrundmusik und Geräusche sind stimmig und kommen stets klar aus den Boxen des „Nintendo 3DS“. Ebenso verhält es sich mit der Sprachausgabe, die sowohl in Japanisch als auch in Englisch enthalten ist. Allerdings wurden nicht die gesamten Dialoge eingesprochen, was schade ist, meistens sind es pro Dialog nur ein paar Sätze. Die deutschen Untertitel sind stets gut zu lesen und auch die japanischen Schriftzeichen wurden mit einer Übersetzung versehen.
Verpackung

„Spirit Camera – Das verfluchte Tagebuch“ wird in der üblichen weißen Plastikbox der „Nintendo 3DS“-Spiele ausgeliefert. Das Frontcover zeigt eine Hand, die nach dem Betrachter zu greifen scheint und aus dem aufgeschlagenen Tagebuch kommt. Am oberen Rand des Covers befindet sich der Titel, wobei die Farbgebung des Schriftzugs an ein Blitzlicht erinnert. Während der Mittelpunkt hell erstrahlt, werden die Buchstaben zum äußeren Rand hin dunkler. Unter dem Wort „Camera“ befindet sich wesentlich kleiner der Untertitel „Das verfluchte Tagebuch“, wobei die Schrift blutrot ist und an den letzten beiden Buchstaben Blutropfen herunterfließen. Neben einer Schnellanleitung liegt dem Spiel das AR-Buch bei. Die Aufmachung des Buches ist mit den der Anleitungen vergleichbar, so ist das Buch viereckig und die Doppelseiten zusammengetackert worden. Insgesamt enthält es 16 Seiten, die Außenseiten sind selbstverständlich violett und die Innenseiten sind wie alte Papierseiten gestaltet worden.





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+ stimmiger Sound/schöne Grafik
+ interessante Steuerung
+ Augmented Reality – Prinzip
- kurze Spielzeit
- nur bei guter Beleuchtung spielbar
- es wird viel Platz benötigt
 
Fazit

Trotz der kurzen Spielzeit bietet „Spirit Camera – Das verfluchte Tagebuch“ eine interessante und unheimliche Geschichte. Das Gesamtpaket macht Spaß, auch wenn dem Spieler die Arme manchmal schon schwer werden können. Da das Spiel eine Menge Bewegungsfreiheit voraussetzt, ist es nicht für alle Gelegenheiten geeignet. Man könnte merkwürdige Blicke ernten, wenn man sich im Zug ständig im Kreis dreht. Auch wenn die Spielzeit beschränkt ist und auch das große Gruseln sich nicht einstellen will, sollte man einen Blick riskieren, denn auch die zusätzlichen Modi machen Spaß und lassen das Spiel noch etwas aufleben. Alles in allem könnte man das Spiel als schöne AR-Erlebniswelt für Zwischendurch bezeichnen, die für den Releasepreis von knapp vierzig Euro eindeutig zu teuer gewesen wäre, aber mittlerweile ist der Preis stark gesunken.

Grafik
Grafik
1

Sound
Sound
1

Steuerung
Steuerung
2

Story
Story
3

Gesamtnote


2.1
Gamedesign
Gamedesign
2



Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
3

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
3

Autor:
Lektor: Regina Liebersbach /  Chimi-mimi
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 25.08.2012
Bildcopyright: Tecmo Koei, Nintendo


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