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Mit "Carrier of the Mask" hat Vinny-Vieh aka Anna Hörner einen äußerst ungewöhnlichen Manga erschaffen. Wir haben es uns nicht nehmen lassen und der Künstlerin ein paar Fragen zu ihrer Arbeit gestellt...!

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Last Window: Das Geheimnis von Cape West

Originaltitel: Last Window: Mayonaka no Yakusoku (ラストウィンドウ 真夜中の約束)
 
Das „Cape West“ ist ein Apartment mit einer nicht ganz normalen Geschichte. Der Ex-Cop Kyle Hyde bekommt eines Tages einen mysteriösen Auftrag von einem Unbekannten. Er soll den „Scarlet Star“ finden. Doch zu dieser Zeit ahnt er noch nicht, dass die ganze Suche mehr mit ihm zu tun hat, als er anfänglich glaubte.
Inhalt Wir schreiben das Jahr 1980. Ein normaler Dezember-Tag in Los Angeles beginnt, während Kyle Hyde sich eine kleine Ruhepause in seinem Auto gönnt. Allerdings sollte die Ruhe nicht von langer Dauer sein. Sein Chef Ed, ein früherer Freund seines Vaters, meldet sich bei ihm und dem Ex-Cop wird kurzerhand gekündigt. Allerdings ist das nicht das einzige Problem für den rauen Kerl. Als er am Abend in das Apartment „Cape West“ zurück kehrt, begegnet er zunächst einer dunkel gekleideten Frau, die sofort seinen Spürsinn wieder ins Leben ruft. Da diese aber gleich wieder abreist, betritt er das Apartment, wo er dann erfährt, dass er nicht nur Mietschulden hat, sondern auch noch bis zum Ende der Woche ausgezogen sein muss. Ein herber Schlag für den gerade gefeuerten Ex-Cop. Schließlich an seiner Wohnung angekommen, findet er einen Brief von einem unbekannten Absender vor und eine ebenso unbekannte Männerstimme hat auf seinen Anrufbeantworter eine Nachricht hinterlassen. „Finden sie den Scarlet Star“, so heißt es. Kyle lässt den Tag erst einmal ausklingen, macht sich aber dennoch Gedanken über den mysteriösen Auftrag.

Im Laufe der Woche soll das aber nicht das Einzige sein, was ihm Sorgen bereitet. Nicht nur, dass ein gewisser Rex Foster Nachforschungen über ihn und die Bewohner anstellt, sondern auch, dass das ehemalige Hotel seine ganz eigene und nicht gerade friedliche Geschichte hat. Vor dreizehn Jahren ereignete sich in dem Hotel ein Mord, der noch immer ungelöst ist. Hat einer der Bewohner etwas damit zu tun gehabt? Was ist mit dem Scarlet Star und welche Absichten hat überhaupt dieser Rex Foster? Aber vor allem, was hat Kyles Vater damit zu tun? Diese Fragen gilt es durch Rätsel und Gespräche zu beantworten und die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Last Window: Das Geheimnis von Cape West
Erscheinungstermin:17.09.2010
Preis (Amazon):19,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Adventure, Interactive Fiction
Konsole:Nintendo DS
Dt. Publisher:Nintendo
Entwickler:Cing
Sprache:Deutsch (Bildschirmtext)
Altersfreigabe:USK: 6
PEGI: 12
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:ca. 14+ Stunden
Vergleichbares:Another Code: R – Die Suche nach den verborgenen Erinnerungen

UmsetzunG „Last Window: Das Geheimnis von Cape West“ ist der Nachfolger des Spiels „Hotel Dusk: Room 215“. Beide stammen aus dem nicht mehr existierenden Entwicklerhaus CING. Man kann also von Glück reden, dass es überhaupt eine Fortsetzung der Story um Kyle Hyde gibt, erfreute sich „Hotel Dusk“ schon großer Beliebtheit bei den Fans eines interaktiven Romans.
In „Last Window“ geht die Geschichte um den rauen Ex-Cop Kyle Hyde weiter. Ein Jahr nach den Vorfällen im „Hotel Dusk“ sollen sich erneut Fragen um ein Gebäude und dessen Geschichte und Bewohner drehen. Viel hat dieses Spiel inhaltlich aber nicht mehr mit seinem Vorgänger gemein. Lediglich ein paar Anspielungen sind in diesem Spiel noch vorhanden. So findet man beispielsweise das berühmte Bild des Engels auf seinem Lesezeichen für den Roman oder als Puzzle an der Wand in einer Mietwohnung. Auch tauchen neben Rachel und Ed von Red Crown keine bereits bekannten Charaktere auf. Ansonsten ist es eine komplett neue Story, mit neuen Personen und neuen Rätseln.

Da dieses Spiel ein interaktiver Roman ist, wird der Nintendo DS nicht nur wie ein Buch gehalten, sondern besteht auch hauptsächlich aus langen Textpassagen. Gedanken, die der Hauptcharakter dabei hat, werden blau und Stellen, an denen Kyle nachfragen will, werden orange hinterlegt. Die Fragen kann man den Personen dann entweder gleich nach dem Gespräch stellen oder aber auch erst später. Es gibt aber auch Situationen, in denen man selbst handeln und sich entscheiden muss, ob man hilft oder nachfragt oder ob es besser wäre, wenn man es nicht tun würde. Denn manchmal kann es vorteilhaft sein oder aber auch nicht, da man aufpassen muss, dass man es sich nicht mit den Bewohnern verscherzt und am Ende noch früher vor die Tür gesetzt wird, sodass man die Geheimnisse um das Hotel gar nicht mehr lösen kann. Denn dann heißt es Game Over. Somit erfordern die langen Textpassagen, selbst wenn sie in einfacher Sprache gehalten sind, viel Zeit und Aufmerksamkeit. Zumeist sind in den Gesprächen auch immer wieder versteckte Hinweise gegeben.
Ob man sich auf einem gefährlichen Pfad befindet oder nicht, kann man an der guten grafischen Darstellung der anderen Personen erkennen. Personen im Gespräch sind schwarzweiß-Zeichnungen, die deutlich ihre Stimmung am Gesicht zeigen können. Je nach Aussage und Handlung verändert sich deren Gesichtsausdruck, sodass man auch daran erkennen kann, was sie bedrückt, erfreut oder verärgert. Mit der Zeit kann man aber auch feststellen, wie weit man bei den einzelnen Personen in seinen Aussagen gehen kann. Denn was Kyle Hyde auf jedenfall nicht ist, ist sehr freundlich in seiner Wortwahl zu sein. So kann es also schnell vorkommen, dass man die falsche Aussage wählt und einem der Bewohner damit auf den Schlips tritt.

Aber nicht nur die Mimik der gezeichneten Charaktere zeigt, was diese gerade fühlen. Auch die Musik gibt das auf ihre Weise wieder und spiegelt in sich die Emotionen und Gefühle der Personen. Nicht nur die Gespräche bekommen ihre Musik, auch die Umgebung. So ist es im Keller zum Beispiel auch, dass die Schritte des Charakters im Raum nachhallen, was gleichzeitig eine gewisse gruselige Atmosphäre schafft. Schlüsselmomente und Gedanken werden mit auffälligen Tönen hinterlegt und generell passt sich die Musik an den 1980er Jahre-Stil an. So wie auch die Umgebung.
Die Umgebung in „Last Window“ ist ein Apartment im alten Stil. Das Meiste ist relativ dunkel und sieht auch eher ein wenig abgenutzt aus. Die Entwickler wussten, wie man eine Umgebung für einen Krimi schafft. Gesteuert wird Kyle mit dem Stylus auf dem Touchscreen. Man bewegt sich auf der rechten Bildschirmseite in der Vogelperspektive durch die Umrisse des Raumes. Aber auch schon da kann man Dinge erkennen, die relevant für die Story sind. So fällt es auf, wenn etwas auf dem Boden liegt, was nicht dort hin gehört. Auf dem linken Bildschirm sieht man dann die Umgebung aus der Sicht von Kyle Hyde. In dreidimensionaler Optik bewegt er sich durch den Raum. Somit werden auf dem linken Bildschirm die Dinge aus dem Umriss dargestellt. Bewegt man sich im Zimmerumriss, bewegt sich auch die Sicht im Zimmer an sich mit, was einem schnell das Gefühl gibt, als wäre man direkt dabei.












Die Steuerung ist aber nicht nur mit dem Stylus. Bei den vielen Rätseln in diesem Spiel werden die Funktionen des Nintendo DS voll ausgeschöpft. So kommt es auch schon einmal vor, dass man das Mikrofon zur Lösung des Rätsels nutzen muss oder aber auch die Klappfunktion des DS. Manche Rätsel mögen einfach und manche Rätsel auch schwierig sein. Insgesamt muss man sich durch zehn Kapitel rätseln und reden, um den Geheimnissen immer weiter auf die Spur zu kommen. Am Ende eines jeden Kapitels fasst Kyle die Ereignisse vom Tag noch einmal zusammen. Wenn ein Kapitel abgeschlossen ist, wird die Geschichte sowie die gewählten Handlungen als Roman im Spiel zusammengefasst, in dem man notfalls nachlesen kann, sollte man nicht mehr wissen, was in einem vorherigen Kapitel passiert ist. Aber das ist nicht die einzige Möglichkeit sein Wissen wieder aufzufrischen. In dem Notizbuch kann man die Handlung der Kapitel auch nochmal in kleinen Zusammenfassungen nachlesen. Außerdem kann man dort wichtige Dinge aufschreiben, damit man diese nicht vergisst, Informationen über Personen einholen und eine Karte öffnen.

Da das Spiel wie ein Roman ist, ist es ausschließlich ein Singleplayer-Spiel. Die Spielzeit kann vierzehn Stunden und länger betragen. Ansonsten ist es eine übersichtliche Handlung mit viel Stoff zum rätseln und nachdenken. Manchmal kann aber selbst das ganz schön anstrengend sein. Kommt man an einer Stelle einmal nicht mehr weiter und findet auch keine Anhaltspunkte, dann kann es auch schon einmal vorkommen, dass man alles noch mal nach einem winzigen Detail absuchen muss, um dann festzustellen, dass man es bei der ersten Suche einfach übersehen hat. Demnach sollte man immer aufmerksam sein. Spannend bleibt das Spiel aber trotzdem bis zum Ende, durch die ganzen ungeahnten Ereignisse und Wendungen.
Verpackung Die Verpackung von „Last Window: Das Geheimnis von Cape West“ ist die übliche Hülle der Nintendo DS-Spiele. Das Cover ist in dunklen Farben und zeigt den Hauptcharakter Kyle Hyde, der in einer dunklen und schaurigen Nacht die Straße entlang geht. Im Hintergrund sieht man das ehemalige Hotel im Licht der Laternen, um welches sich die Geschichte dreht.
Der Titel des Spieles ziert die Mitte des Covers und auf der Rückseite kann man eine kleine Einleitung in die Handlung lesen. Außerdem zeigen sich dort schon einmal alle Gesichter der Charaktere, die in der Handlung auftauchen und es werden die zwei Hauptaspekte des Spieles dargestellt: Das Führen von Gesprächen und das Lösen von Rätseln. Außerdem wird auch darauf hingewiesen, dass sich das Spiel nach jedem gespielten Kapitel in einem Ingame-Roman zusammenfasst.

Das Handbuch ist im gleichen Design wie das Spiel gehalten und gibt schon vorab eine leicht ältere Stimmung, passend zum 1980er-Stil. Das Handbuch ist in deutscher Sprache und zeigt einem nicht nur Schritt für Schritt eine Einführung in das Spielgeschehen und in die Steuerung, sondern hat auch noch ein paar kleine zusätzliche Features. Zum Beispiel werden einem die Charaktere genauer mit ihrer Zugehörigkeit vorgestellt, die im Spiel vorkommen. Auch gibt es den Prolog noch einmal zum nachlesen und ein paar gute Tipps, um das Spielen ein wenig einfacher zu gestalten. Das Ende der Spielanleitung ziert eine „vertrauliche Akte“ mit gesammeltem Material zum Charakter Kyle Hyde, die man sogar erst aufschneiden muss, wenn man Einsicht in diese haben möchte.
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+ spannende Handlung in düsterer Atmosphäre
+ Abwechslung durch viele verschiedene Rätsel und Aufgaben
+ einfache Handhabung der Steuerung
- lange Textpassagen ohne Sprachausgabe
- kein Spiel für Ungeduldige
- zumeist schwer sich wieder in die Handlung einzufinden bei längeren Spielpausen
Fazit „Last Window: Das Geheimnis von Cape West“ ist genau das richtige Spiel für all diejenigen, die gerne auch mal ein gutes Buch zur Hand nehmen und Spaß an Rätseln und Krimis haben. Das Spiel schafft es, spannend bis zur letzten Minute zu sein und seinen Spieler zu fesseln. Außerdem hat es nicht nur eine einzigartige Darstellung der Charaktere, sondern schafft durch Sound und Umgebung auch noch eine passende Atmosphäre zur Geschichte. Allerdings muss man wohl sagen, dass dieses Spiel nichts für Lesefaule und Ungeduldige ist, die lieber mehr Kampfaction auf dem Bildschirm haben, als bei schwachem Licht zu 'lesen'. Demnach ist es ein gut gelungenes letztes Spiel aus dem Entwicklerhaus CING.
Grafik
Grafik
2

Sound
Sound
2

Steuerung
Steuerung
1

Story
Story
1

Gesamtnote


2.1
Gamedesign
Gamedesign
2



Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
5

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
2

Autor: /  Trudilicious
Lektor: Kathia Krüss
Grafiker: Nathalie Schöps /  Trudilicious
Datum d. Artikels: 21.10.2012
Bildcopyright: CING


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