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Silent Hill Downpour

 
Zum bereits achten Mal bricht der Spieler in die Horrorstadt „Silent Hill“ auf. Doch ob „Downpour“ wirklich Schauer bereithält, haben wir uns für euch angesehen.
Inhalt Der Sträfling Murphy Pendleton wacht nach einem Alptraum in seiner Zelle auf. Kurz darauf öffnen sich die Gittertüren und ein Wärter führt ihn aus dem Gefängnis zu einem Transport. Murphy soll in einen Hochsicherheitstrakt verlegt werden, doch wie Hollywood uns schon lehrte, kommen diese nur selten ans Ziel.

Nachdem der Bus das Ortseingangsschild zu Silent Hill passiert hat, tut sich plötzlich eine Schlucht in der Straße auf und der Fahrer lenkt den Sträflingsbus über die Leitplanke hinaus. Als Murphy wieder wach wird, muss er feststellen, dass er scheinbar als Einziger überlebt hat. Er macht sich auf den Weg in die Stadt, in der Hoffnung dort ein Auto kurzschließen zu können und die Flucht anzutreten.

Doch schnell muss er feststellen, dass dies nicht so leicht ist, denn überall scheinen die Straßen ins Leere zu führen. Wen Silent Hill einmal in seinen Fängen hat, den lässt er nicht mehr so einfach gehen….




Silent Hill: Downpour
Erscheinungstermin:29.03.2012
Preis (Amazon):27,78 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Adventure, Survival-Horror
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:Konami
Entwickler:Vatra Games
Sprache:englische Synchronisation, deutsche Untertitel
Altersfreigabe:USK: keine Freigabe
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:20+ Stunden
Vergleichbares:Resident Evil

UmsetzunG Als Vorbild für die Entwicklung von „Downpour“ diente dem tschechischen Entwickler „Vatra Games“, der bei Fans besonders beliebte zweite Teil der Reihe. Der Fokus wurde weg vom Kampf wieder mehr in Richtung Psychohorror justiert. Anstatt alte Geschichte immer wieder aufzuwärmen, wird Murphys Leben in den Vordergrund gerückt und das auch schon spannend genug. Denn immerhin würde der Spieler nun wirklich gerne wissen, was der Hauptprotagonist, der eigentlich recht sympathisch wirkt, ausgefressen hat. Eine Lappalie war es wohl nicht, wenn man ihn in einen Hochsicherheitstrakt verlegen wollte.

Zu Beginn des Spiels kann man den Schwierigkeitsgrad auswählen, dieser wirkt sich nicht nur auf die Kämpfe, sondern auch auf die Rätsel aus. Außerdem können gewisse Justierungen, wie beispielsweise Kontrast oder Helligkeit, vorgenommen werden. Die Steuerung von Murphy mag vielleicht auf den ersten Blick erschrecken, da wirklich jede Taste ausgenutzt wurde. Aber wie üblich wird uns die Steuerung durch ein Tutorial beigebracht und dies geschieht innerhalb des Spielverlaufs zu gegebener Stelle. Hat man die Steuerung erst einmal gelernt, dann ist sie handlich und geht ins Blut über, was nicht zuletzt daran liegt, dass auf komplizierte Tastenkombinationen verzichtet wurde. Wenn man mal etwas vergessen sollte, kann man auch in Murphys Tagebuch nachschlagen. In diesem Buch werden auch die Quests aufgeführt, Lagepläne und Hinweise gesammelt.




Die Handlung wird in Zwischensequenzen erzählt, die grafisch der Konsole würdig sind und nicht nur durch die Dialoge, sondern auch durch Musik dramaturgisch unterstützt werden. Aber natürlich wird die Geschichte nicht einfach auf einem Silbertablett serviert, denn „Downpour“ ist eine klassiche Mischung aus erkunden und rätseln, gewürzt mit Actionszenen. Herzrasen taucht vor allem in der Anderswelt auf, wenn Murphy ein gewaltiger Sog im Nacken sitzt, während er sich durch die Gänge hetzen muss, die auch noch ein paar Rätsel bereithalten. Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel ist gut dosiert, auch wenn es keine wirklichen Kopfnüsse sind, sind sie teilweise schon kniffelig.

Selbstverständlich muss der Spieler sich auch gegen Monster verteidigen, die Murphy ans Leder wollen. Insgesamt gibt es zwar elf unterschiedliche Arten von Kreaturen, direkt kämpft man allerdings nur gegen fünf. Als Waffen kann praktisch fast alles dienen, was man findet, vom Stein über Stühle und Feuerlöscher bis hin zu Messern und Äxten. Im Spielverlauf findet man auch Schusswaffen, allerdings muss man hier dann die entsprechende Munition finden, eine leere Schusswaffe kann aber immer noch zum Schlagen verwendet werden. Waffen, die einen Holzstiel haben, wie beispielsweise die Äxte, gehen jedoch nach einer gewissen Zeit kaputt und der zurückgebliebene Stiel ist schwächer als einfache Waffen wie ein Eisenrohr. Außerdem sollte man vermeiden bei stürmischen Wetter vor die Tür zu gehen, weil die Monster sich auf den Straßen vermehren und auch aggressiver handeln.




Was die Ingame-Grafik betrifft, sieht „Downpour“ auf den ersten Blick gut aus und weist hochwertiges Charakterdesign und Landschafttexturen auf. Doch leider fallen einem recht bald auch verschwommene Texturen oder Zeilenverschiebungen ins Auge. Stellenweise kommt es auch zu Rucklern und sollten sich zwei Vorgänge überschneiden, wie das automatisches Speichern und das auftauchende Dialogfeld über eine gewonnene Trophäe, friert das Bild kurzzeitig ein. Die Abstände zwischen den Speichernvorgängen sind nicht allzu lang, was natürlich den Vorteil birgt, dass man, nachdem man gestorben ist, keine größeren Passagen erneut spielen muss. Eine Schnellspeicherfunktion wäre ganz praktisch gewesen, falls man beim Suchen doch mal die Zeit vergessen hat.

Neu sind auch die Nebenmissionen, die Zusatzinformationen bringen, aber wie bei den meisten anderen Spielen nicht für das Verständnis wichtig sind. Davon gibt es rund zwölf Stück, die unterschiedlich aufwendig sind. Insgesamt sechs Enden kann man in „Downpour“ erleben, wobei eines erst nach dem ersten Durchlauf freigeschaltet wird. Welches Ende man schließlich zu sehen bekommt hängt zum Teil von den im Spiel getroffenen Entscheidungen ab. Es sind allbekannte Entscheidungen wie: hilft man jemandem oder nicht? Verschonen oder töten? Aber auch die Art der Spielweise ist entscheidend, schlägt man die Gegner einfach nur nieder und tritt dann die Flucht an oder setzt man darauf den Todesstoß zu setzen?




Verpackung Zum Test wurde uns eine Presseversion bereitgestellt, daher können wir nichts weiter über die Verpackung schreiben. Das Spiel wird in der üblichen Hülle verkauft, ob es allerdings eine ausführliche Anleitung oder ähnliches gibt, ist uns nicht bekannt.
<br />
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+ spannende Handlung
+ packende Atmosphäre
+ gelungene Dialoge

- teilweise weniger gute Texturen
- wenig Abwechslung bei den Gegnern
- gelegentliche Ruckler

Fazit Wer über die Mängel hinwegsehen kann, bekommt ein packendes Survival-Horrorgame geliefert. Auch wenn die Grafik hätte besser sein können, sorgt diese in Verbindung mit dem stimmigen Soundtrack für eine dichte Atmosphäre und lässt den Spieler, der sich auf das Spiel einlässt, schon den einen oder anderen Schauer über den Rücken laufen. Die größte Stärke von „Downpour“ ist aber die fesselnde Handlung und ein nachvollziehbarer Hauptprotagonist. Fans der Spielereihe werden wohl ohnehin nicht um den Teil herumkommen, aber auch Neueinsteiger können beruhigt zugreifen, denn es werden keine Vorkenntnisse benötigt. Auch wenn es natürlich die ein oder andere Anspielung auf vorige Teile gibt, die dem Neuling zwar nichts sagen, aber auch nicht stören werden.
Grafik
Grafik
2.5

Sound
Sound
1

Steuerung
Steuerung
3

Story
Story
1.5

Gesamtnote


2.2
Gamedesign
Gamedesign
3





Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
2

Autor:
Lektor: Hannah Hohmann
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 26.04.2014
Bildcopyright: Konami, Vatra Games


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