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Neue Manga Comic Con – neue Regeln. Ein Erfolg? Mal sehen. Wir waren dieses Mal wieder von Freitag bis Sonntag vor Ort und haben uns neben Halle 1 natürlich auch allgemein auf der LBM umgesehen. Wer was an diesen Tagen erlebt hat, lest ihr hier.

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Metal Gear Solid V: The Phantom Pain

 
Es ist das epische Ende einer langen Geschichte: Metal Gear Solid V: The Phantom Pain soll Snake seine letzten Missionen bringen und einen Punkt hinter dem Ganzen setzen. Diesmal hat Snake im Gegensatz zu seinen Vorgängern eine offene Welt zu erkunden. Wie sich das auf Spielgeschehen auswirkt, erfahrt ihr hier.
Inhalt
Alle glaubten, dass Snake bei der letzten Mission ums Leben gekommen war, doch da irrten sich alle. Er war schwer verletzt und lag seitdem in einem Krankenhaus in Zypern. Den Ärzten war er kein Unbekannter, dennoch waren sie auf seiner Seite. So wurde er neun Jahre gepflegt. Die Ärzte staunen nicht schlecht, als Snake nach all den Jahren aus dem Koma aufwacht, wenn man sich seine Röntgenbilder mit den Granatsplittern im ganzen Körper und den verlorenen linken Arm ansieht. Doch gerade in diesem Prozess kommen die Feinde Snake auf die Spur und senden Killer, um ihn umzubringen. Viel zu früh, denn Snake kann sich noch nicht einmal selbst verteidigen. Doch neben ihm im Bett liegt ein Soldat, der die ganze Zeit über ihn gewacht hat und beschützt ihn. Zudem hilft er ihm, aus dem Krankenhaus zu flüchten, welches zum Ziel eines grausamen Massakers wird. Denn Snakes Gegner kommen mit vielen Soldaten und Hubschraubern und töten alle Kranken und das gesamte Krankenhauspersonal auf bestialische Art und Weise. Dabei suchen sie gezielt nach Snake.
 
Snake wird gerettet und eingezogen. Denn neben seinen Freunden sind ebenfalls etliche Feinde hinter ihm her und wissen nun genau, dass dieser wieder im Einsatz ist. Snakes Aufgabe lautet nun: Er soll seine „Armee ohne Nation“ wieder aufbauen und Rache an dem mysteriösen Skull Face und dessen XOF-Truppe nehmen. Bevor das geschehen kann, muss Snake seinen alten Freund Miller aus den Fängen der Russen befreien. Seine Reise führt Snake daher nach Afghanistan.
Metal Gear Solid V: The Phantom Pain
Erscheinungstermin:01.09.2015
Preis (Amazon):23,83 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Action, Adventure
Konsole:PC
Dt. Publisher:Konami
Entwickler:Konami
Sprache:Deutsch, Englisch
Altersfreigabe:USK: keine Freigabe
PEGI: keine Freigabe
Multiplayer-fähig:Über Netzwerk
Spieleranzahl:1-16 Spieler
Spielzeit:+60 Stunden
Vergleichbares:Metal Gear Solid: Peace Walker

UmsetzunG
Mit „Metal Gear Solid V: Phantom Pain“ wurde das Gamedesign zum ersten Mal grundlegend verändert. Jedes Metal Gear Spiel, seit der ersten Veröffentlichung im Jahr 1998 zu Zeiten der PlayStation 1, beinhaltete ein lineares Spiel, welches der Spieler durchläuft. Auch wenn die Geschichte hier und da einen Dreher erfährt, so gibt es keinen anderen Ablauf. Mit der neuen Veröffentlichung wurde das Spielgeschehen etwas auf den Kopf gestellt, bevor Koijima das Entwicklerteam bei Konami verließ. Man ließ ab von dem starren, reinen und linearen Spielgeschehen und gestaltete eine Welt, groß und offen und daher für jeden Spieler erkundbar.
 
Zuerst durchläuft der Spieler die Einleitung zum Spiel, um mit der Steuerung vertraut zu werden. Wenn man diese durchgespielt hat und zur Basis gelangt ist, kann man von dort aus zu jeder Mission starten. Missionen sind eingeteilt in Haupt- und Nebenmissionen, wobei die Hauptmissionen die Geschichte des Spiels fortsetzen. Dennoch kommt man nicht darum herum, auch die Nebenmissionen zu lösen, denn ihr müsst Ressourcen finden, um euch besser ausrüsten zu können oder aber Menschen rekrutieren, um eure Untersuchungsgruppen auf der Basis zu formieren und so neue Techniken und Waffen zu entwickeln, die euch aufrüsten. Bevor ihr jedoch zu einer der Missionen durchstartet, solltet ihr euren Begleiter auswählen. Zu Anfang habt ihr nur euer Pferd D-Horse, das euch möglichst schnell zu abgelegeneren Bereichen bringen kann. Dennoch könnt ihr später zwischen eurem Wolf Diamond Dog (kurz DD) oder Quiet, einer Scharfschützin, die Snake nach einem Gefecht zur Basis mitgebracht hat, wählen.
Diamond Dog ist dabei sehr nützlich, wenn es darum geht, die Gegner im Bereich zu markieren und Quiet hält euch bezüglich Soldaten und Scharfschützen den Rücken frei.
 



 
Neben euren Begleitern solltet ihr eure Ausrüstung bedenken, bevor ihr die Mission antretet. Dennoch habt ihr während der Mission noch Möglichkeiten, um euren Begleiter auszuwechseln oder gegebenenfalls eine Lieferung an Munition oder Waffen anzufragen. Diese werden an dem Ort abgeworfen, den ihr ausgesucht habt. Habt ihr einmal eure erste Missionen erfolgreich abgeschlossen, so merkt ihr, dass jede Mission wie eine Episode gehandhabt wird. Ihr seht Credits mit all den Leuten erscheinen, die an dieser Mission gearbeitet haben. So scheint sich „Metal Gear Solid V“ wie eine Serie zu vermarkten.
 
Wenn man dagegen die Vermarktung von „Metal Gear Solid V“ vor der Erscheinung betrachtet, so kam es fast rüber, als wäre der Spieler komplett frei, zu wählen, seien es nun Missionen oder die „unendliche“ Größe der Karte. Kommt man dennoch auf den Boden der Tatsachen, so müssen hier und da bestimmte Missionen erst gespielt werden, bevor es weiter gehen kann. Auch die Karten sind in irgendeiner Hinsicht etwas beschränkt. Manche Missionen sind an Orten, die man bereits wegen einer anderen Mission zuvor erkundet hat.
 
Einmal in Afghanistan angekommen, habt ihr trotzdem die Freiheit, die Mission so zu spielen, wie ihr es wollt. Sei es nun komplett im Stealth-Mode oder in frontaler Auseinandersetzung. Das Spiel lernt ein wenig von eurer Spielweise. Dennoch kann es von Vorteil sein, nicht direkt frontal rein zu rennen, denn die Wachen schlagen direkt Alarm und so werden alle im Bereich durch ihre Walkie-Talkies informiert. Wenn ihr versucht, nicht erwischt zu werden, das Fernglas benutzt, die Feinde markiert und die Betäubungsmunition an den Wachen ausprobiert, könnt ihr zusätzlich Menschen per Fulton-Ballon rekrutieren. Dieser Ballon wirkt wie ein Mini-Heißluftballon und transportiert Menschen oder Container zu eurer Basis. Das Wichtigste dabei ist, das ihr lernt, mit euren Ressourcen auszukommen. Denn die Basis kann zur Entwicklung nur einen gewissen Teil an Mitarbeitern Platz geben. Das Rekrutieren kostet Geld, ebenso das Benutzen und Entwickeln der Ballons. Zum Glück gibt es hier und da Diamanten und andere Vorräte bei den Feinden zu ergattern. Beim Schleichen gibt es jedoch ebenfalls hier und da einige Tücken. Ihr müsst aufpassen, dass ihr die Türen leise öffnet und nicht gegen irgendwelche Objekte im Raum lauft, da diese anders genauso verdächtige Geräusche machen. Dies führt dazu, das nahe stehende Wachen aufmerksam werden und nachsehen.
 
Im Allgemeinen lernt man sich einen gewissen Umgang mit der Steuerung an, denn im Prinzip ist diese, wenn man sie einmal gelernt hat, logisch und verständlich. Nur die Steuerung der Fahrzeuge mit einer schlechten Kamerafahrt, kann ab und zu einige Frustrationsmomente hervorlocken.
 
Auch wenn man viele Missionen erledigt hat, bleibt jede Mission einmalig und spannend. Es ist dabei jedes Mal anders, da das Wetter kontinuierlich zirkuliert. Mal ist es Tag, mal Nacht, mal sonnig, mal stürmisch und so weiter. Ihr werdet jedoch stets einige Minuten vor einer Wetterveränderung informiert. Außerdem gibt es noch Wachen, die ständig um die Arsenale patrouillieren. Oder falsche aufblasbare Soldaten, die an seltsamen Orten platziert wurden, die euch erstaunen lassen, wenn ihr auf diese schießen solltet.
Ab und an müsst ihr euch an den Soldaten (im Idealfall) von hinten anschleichen, um diese so in den Schwitzkasten packen zu können. Nur so bekommt ihr nützliche Informationen aus ihnen heraus. Gerade am Anfang habt ihr Probleme mit der Kommunikation. Niemand spricht Russisch oder irgendeine andere nützliche Sprache. Daher besteht am Anfang eine besonders hohe Nachfrage an Dolmetschern.
 
Leider bekommt die Geschichte um Snake nur langsam Fahrt. Gerade anfangs ist es recht mühsam, der Geschichte zu folgen, da kaum etwas bekannt ist. So auch dann, wenn man eine Spitze im Spannungsbogen erreicht haben soll, ist diese eher unspektakulär, wie die Enthüllung gewisser Identitäten. Der Moment beispielsweise, in dem man mit Kindersoldaten konfrontiert wird, hätte so viel dramatischer gestaltet werden können. Hier sieht es eher aus, wie ein kleines Detail in der Geschichte.
Neben einigen Cutscenes wurden viele geschichtliche Inhalte auf Audiokassetten aufgenommen. Diese sammelt ihr während des Spiels und könnt sie auch während einer Mission laufen lassen. Es gibt davon so viele, dass man denken kann, die Hälfte der Geschichte von „Metal Gear Solid V“ befinde sich auf Audiokassetten. Man sollte sie daher nicht unterschätzen und ab und an eine anhören. Viele wichtige und aufschlussreiche Informationen befinden sich auf diesen Kassetten. Es sind Interviews, Verhöre oder Erzählungen gewisser Charaktere.
 
Dennoch zaubern einem die kleinen Momente immer ein Grinsen ins Gesicht: Der Moment, wenn ihr ein Kamp infiltriert und an einem Radio vorbei schleicht, auf dem achtziger Jahre Musik rauf und runter läuft, bricht den Moment ziemlich auf. Oftmals hält man hier inne und singt gewisse Passagen von David Bowie, a-ha oder Cindy Lauper mit. Oder die witzigen Momente mit den altbekannten Pin-up Girls, das Verstecken in den Spins - und natürlich darf der Pappkarton nicht fehlen.
 
Dennoch fühlt man in jeder Situation mit Snake mit. Die spektakulären Bosskämpfe rauben einem hier und da den Atem. Die Beziehungen, die Snake zu alten bekannten Charakteren führt ebenso, wenn man mit ansehen muss, was aus ihnen geworden ist. Das spielt geradewegs auf den Gefühlen. Dies in Kombination mit den absurden Momenten oder Charakteren macht das Spiel so liebenswert.
 
Von einigen geschichtlichen- oder Steuerungspatzern mal abgesehen, ist das Spiel schön anzusehen. Grafik und Ton untermalen das gesamte Szenario.
 
Neben dem eigentlichen Spiel gibt es noch das FOB (Online-Infiltrationen). Hierbei handelt es sich um kleine Missionen zwischendurch, die online gespielt werden. Doch die Basiskämpfe verlieren nach einiger Zeit ihren Reiz, da es sich alles gleich gestaltet und wenig Abwechslung in das Spielgeschehen bietet. Hinzu kommen lange Ladezeiten durch iDroid-Bedienungen, die das Erlebnis negativ beeinträchtigen.
 






 
 
MINIMUM:
  • Betriebssystem: Windows 7x64, Windows 8x64, Windows 10x64 (64-bit OS notwendig)
  • Prozessor: Intel Core i5-4460 (3.40 GHz) oder besser; Quad-core oder besser
  • Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
  • Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 650 (2GB) oder besser (DirectX 11 Karte notwendig)
  • DirectX: Version 11
  • Festplattenspeicher: 28 GB freier Speicher
  • Soundkarte: DirectX 9.0c kompatible Soundkarte
 
EMPFOHLEN:
  • Betriebssystem: Windows 7x64, Windows 8x64, Windows 10x64 (64-bit OS notwendig)
  • Prozessor: Intel Core i7-4790 (3.60GHz) oder besser; Quad-core oder besser
  • Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
  • Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 760 (DirectX 11 Grafikkarte notwendig)
  • DirectX: Version 11
  • Festplattenspeicher: 28 GB freier Speicher
  • Soundkarte: DirectX 9.0c kompatibel Soundkarte (Surround Sound 5.1)
Verpackung Wir können leider keine Verpackung bewerten, da wir das Spiel via Steam erworben haben.
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+ Riesiger Umfang: Story, Waffen, Zubehör
+ Im Allgemeinen starke Geschichte und tolle Charaktere
+ Dynamisches Wettersystem
 
- Manche Passagen in der Geschichte sind schwach
- Frustrierende Fahrzeugsteuerung
- Wiederholende Umgebungen in Missionen
Fazit
Bei „Metal Gear Solid V: The Phantom Pain“ handelt es sich wahrhaftig um eines der besten, wenn nicht sogar das beste Spiel seiner Reihe. Sicherlich gibt es hier und da auch Momente, wo man gewisse Dinge in der Steuerung oder dramaturgisch in der Geschichte besser gestalten hätte können. Dennoch wird man nach den ersten Stunden im Spiel so in die Geschichte gezogen, dass man mit jedem der Charaktere mitfühlt – auch mit den Tierbegleitern. Wenn D-Dog verletzt wird, lässt man als Snake schnell alles liegen und verändert das Ziel vom Infiltrieren dazu, seinem besten und treusten Freund helfen. Es gibt zu dem Spiel sicherlich noch so viel zu berichten, welches in diesem Bericht zu kurz kam, doch das Beste ist es, alles selbst zu erleben. Also, auf ins Getümmel!
 
Grafik
Grafik
1.5

Sound
Sound
1.5

Steuerung
Steuerung
2

Story
Story
2

Gesamtnote


1.9
Gamedesign
Gamedesign
1.5

Multiplayer-<br>modus
Multiplayer-
modus
3



Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
2

Autor: /  Reh-Baecker
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 01.10.2016
Bildcopyright: Kojima Productions / Konami Digital Entertainment


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