Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Und auch dieses Jahr hat unsere Redaktion keine Mühen gescheut, euch ihre Highlights des ausklingenden Jahres 2018 zu präsentieren und damit dem einen oder anderen vielleicht einen Denkanstoß zu geben, was er seinen Liebsten zu Weihnachten unter den Baum legen könnte...!

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Manga-Test: Mauri und der Drache

 
Dieser Manga erzählt von Göttern, die durch die Welt wandern, Glück verbreiten und sich verlieben.

Inhalt/Story

Mauri und der Drache:
Mauri wird anstelle einer Frau zum Götterdrachen geschickt, um als Opfergabe zu dienen. Der Gott ist zunächst verwirrt, versteht die Sache aber, als er erfährt, dass es keine Frauen im Dorf gibt, und Mauri dort die Befriedigung der Männer übernimmt. Er will den Jungen jedoch nicht fressen, sondern nur jemanden zum Reden haben.

Der Regengott:
Matsuri lebt in einem Tempel und kann wohl deswegen viele Dinge sehen, die andere Leute nicht wahrnehmen. Daher sieht er seinen regelmäßigen Besucher Shiramine, den Regengott, der Matsuri immer noch wie ein kleines Kind behandelt, was diesem total auf die Nerven geht. Immerhin gibt es nur einen für ihn.

Jäger des ewigen Frühlings:
Schon lange weiß der Jäger Gene von dem Vogel, der jedes Jahr den Frühling bringt. Dieser kleine Vogel war sich bisher seiner Gefühle jedoch nicht bewusst und ist unvorsichtig, als er menschliche Gestalt annimmt. Skrupellose Banditen fangen ihn und zwingen ihn zum Singen. Nur gut, dass Gene das Verschwinden des Vögelchens bemerkt.

Wanderer:
Nachdem Kios Familie brutal ermordet wird, ist der Junge auf sich gestellt. Umherziehende Nomaden lesen ihn auf. Darunter sind Kitsune und Orfeu, ein hübscher junger Mann und ein Gott in Pferdegestalt. Sie kümmern sich um Kio, bis das Lager überfallen wird und der Junge die Mörder seiner Familie wiedererkennt.





Hauptcharaktere

Mauri:
Der junge Mauri ist ein schüchternes Kerlchen, dass sich seinem Schicksal hingibt und trotzdem oder gerade deswegen doch lebensfroh erscheint. Er jammert nie und hat einen ausgeprägten Helferinstinkt. Das alles lässt ihn sehr niedlich erscheinen.

Drache:
Der wandernde Götterdrache wirkt nur nach außen so furchteinflößend. Eigentlich ist er den Menschen sehr zugetan und hilft ihnen gerne. Es sei denn, sie tun Böses. Somit ist er ein gerechter Gott, der schnell seine Schwäche für Mauri erkennt und sein Wanderdasein aufgibt.

Der Kleine:
Das Drachenkind ist süß und wird nach seiner Geburt natürlich sofort von Mauri verwöhnt. Sein erstes Wort ist „Mauri“ und seine Anhänglichkeit ist zu goldig.

Charakterentwicklung/Handlungsverlauf

Diese Mangareihe macht nicht nur die Geschichte um Mauri und den Götterdrachen aus, sie zeigt ebenfalls viele verschiedene Götterbegegnungen mit Menschen. Sie alle handeln von Zuneigung und Hilfsbereitschaft und natürlich Liebe in den verschiedensten Formen. Da lernen nicht nur die Menschen etwas hinzu, sondern vor allem auch der ein oder andere Gott.
Die einzige Geschichte, die immer wieder aufgenommen wird, ist jene um Mauri und wie sich sein Leben mit dem Gott gestaltet. Entwicklung zeigt hier besonders der Gott, da sich an Mauris lebensfroher Art nicht viel ändert. Außer, dass er sich selbst mehr zu schätzen weiß.
Es geht um Zuneigung und den einen Partner, der nicht nur in der Liebe eine große Rolle spielt, er bringt die Götter ebenfalls dazu, sich in einen Menschen zu verwandeln. Wobei es hin und wieder nicht nur um Menschen geht, denn egal in wen sich ein Gott verliebt, ist sein Partner für ihn bestimmt, kann er dessen Art annehmen.




Sonstiges

Im zweiten Manga tauchen noch weitere neue Pärchchen auf, die im selben Universum spielen und sich teils mit der Hauptgeschichte von „Mauri und der Drache“ verbinden.
Bisher sind nur zwei Bände veröffentlicht worden, in Japan läuft die Serie allerdings noch also wird es wohl auch in Deutschland irgendwann weiter gehen. Hoffentlich, denn die verschiedenen Geschichten sind wirklich schön zu lesen, liebevoll und mit dem beiliegenden Poster beim ersten Band, hat Kazé Manga den Fans eindeutig eine Freude bereitet.
Der zweite Band ist etwas dicker als der Erste und bietet damit ein längeres Lesevergnügen, zu dem eine kleine Extrageschichte zu „Mauri und der Drache“ zählt. In Japan erschien im Jahre 2014 zu der mehrgeschichtigen Serie eine Drama-CD, die eine Länge von knapp zwei Stunden hat und im Internet verbreitet ist.



Fazit

Wer auf romantisches Shonen-Ai mit ein bisschen Yaoi steht und dazu noch fantastische Wesen, wie Götter mag, der ist hier genau richtig. Die Reihe hat ihren Charme nicht allein durch die Hauptgeschichte sondern ebenfalls durch die vielen abwechslungsreichen Begegnungen gewonnen. Dazu kommt der zarte Zeichenstil der Mangaka, der zwar nicht viele detaillierte Hintergründe aufweist, dennoch die Zuneigung der Pärchen untereinander sehr schön herüber bringt. Gerne mehr davon, sollte es in Japan einmal weiter gehen.


Shortcuts

Originaltitel: Mauri to Ryuu
Titel in Kanji/Kana: マウリと竜
Art: Manga
Autor: Haruhira Moto
Zeichner: Haruhira Moto
Erstveröffentlichung: 2017 (D) / 2013 (J)
Bände: 2
Genre: Fantasy, History, Yaoi
Verlag: Kazé Manga (D) / Libre Shuppan (J)
Rezension: Mauri und der Drache
Autor: /  Subaru
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 03.04.2018
Bildcopyright: Haruhira Moto, Kazé Manga, Libre Shuppan


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