Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Und auch dieses Jahr hat unsere Redaktion keine Mühen gescheut, euch ihre Highlights des ausklingenden Jahres 2018 zu präsentieren und damit dem einen oder anderen vielleicht einen Denkanstoß zu geben, was er seinen Liebsten zu Weihnachten unter den Baum legen könnte...!

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Kanagawa – Spieltipp für die kalte Jahreszeit

 
Das schlechte Wetter hält euch zuhause und ihr sucht vergeblich nach Entertainment? Wir hätten mit dem Brettspiel Kanagawa eine Idee, die euch begeistern wird!
Wenn die Tage wieder kürzer werden und das kalte Wetter dafür sorgt, dass wir es uns am liebsten mit einer Tasse Tee unter unserer Lieblingsdecke zuhause gemütlich machen, stellt sich die Frage nach einem unterhaltsamen Zeitvertreib. Brettspiele erfreuen sich noch immer großer Beliebtheit und halten neben ihrem programmierten Bruder wacker die Stellung, wenn es darum geht, für Spielspaß zu sorgen. Darum möchten wir euch hier das visuell herausstechende Brettspiel Kanagawa der Autoren Bruno Cathala und Charles Chevallier vorstellen.

In Kanagawa schlüpfen die Spieler in die Rolle von Malschülern, welche die Schule des berühmten Malers Hokusai besuchen. Ziel ist es, anhand von Lektionen des Malers sein eigenes Atelier zu erweitern, um mit den Spielkarten ein harmonisches Bild zu erstellen, dabei Diplome zu sammeln und für all das Harmoniepunkte zu erhalten. Der Spieler mit den meisten Harmoniepunkten gewinnt das Spiel. Dabei ist strategisches Denken gefragt: Die zu malenden Bilder sind in vier Jahreszeiten unterteilt. Je länger eine Bildfolge die gleiche Jahreszeit beinhaltet, umso mehr Harmoniepunkte erhält ein Spieler am Ende. Erfüllt man die Voraussetzungen für bestimmte Diplome, erhält man die auf den Diplomkarten aufgedruckte Punktzahl. Mithilfe der Malpinsel-Figuren entscheidet sich, welche Motive ihr zeichnen dürft. Die Spielkarten werden bei jeder neuen Runde zuerst auf den Schulbogen gelegt, wobei die Spieler mehrmals vor die Wahl gestellt werden, ob sie Karten ziehen oder noch abwarten wollen. Die Spielregeln hier zu vertiefen oder auf weitere Einzelheiten des Spiels einzugehen, würde den Rahmen sprengen, denn tatsächlich muss man sich ein wenig mit der Spielanleitung beschäftigen, bis man alle Regeln durchschaut hat. Dann ist es Learning by Doing. Das Spiel endet, wenn der Kartenstapel leer ist oder mindestens ein Spieler nicht weniger als elf Karten in der Grafik hat.




Kanagawa ist ein ruhiges Spiel, das Mitdenken erfordert und durch seine wunderschönen, japanisch angehauchten Illustrationen besticht. Der Schulbogen ist eine Bambusmatte, die Karten wirken hochwertig, die Figuren sind aus Holz. Für diese Ausstattung und die grafische Visualisierung erhielt das Brettspiel im Oktober 2017 den deutschen Spielgrafikpreis „Graf Ludo“. Bis zu vier Mitspieler erlaubt Kanagawa. Erfüllt man nur die Mindestanzahl von zwei Spielern, tut das der Sache keinen Abbruch, denn hierdurch wird der Spielspaß nicht im Mindesten geschmälert. Empfohlen ist das Brettspiel ab 10 Jahren. Wer Freude an schön gestalteten Spielen hat und gewillt ist, sich in die zunächst etwas komplex anmutenden Regeln hineinzufuchsen, der wird Kanagawa bestimmt mehr als nur einmal zocken – das Schöne daran: Jedes Spiel verläuft unvorhersehbar anders als das vorherige, sodass Eintönigkeit erst gar nicht aufkommt.
Autor: /  Yanis
Lektor: Anja Matter / Cami
Grafiker: Denise Augustin /  Sunny-Ray
Datum d. Artikels: 21.11.2018
Bildcopyright: IELLO, Mirjam Maier


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