Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Und auch dieses Jahr hat unsere Redaktion keine Mühen gescheut, euch ihre Highlights des ausklingenden Jahres 2018 zu präsentieren und damit dem einen oder anderen vielleicht einen Denkanstoß zu geben, was er seinen Liebsten zu Weihnachten unter den Baum legen könnte...!

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Sex Pot Revenge

 
Nieten, Spitze, provozierende Motive – und das alles in düsterer Stimmung, meist Schwarz mit knallig bunten Farben kombiniert. Das steht dann unter dem Logo eines Totenkopfes, der anstatt der gekreuzten Knochen zwei Sicherheitsnadeln unter sich hat. Die Rede ist von Sex Pot Revenge. animePRO hat für euch einen Blick auf das Punk-Label geworfen.
Sex Pot Revenge ist ein japanisches Modelabel, das sich auch in Deutschland bereits einen Namen gemacht hat. Im Gegensatz zu Labels wie „Angelic Pretty“, das sich eher auf den Lolita-Stil spezialisiert hat oder „Evisu“, das vorwiegend kommerziellere Kleidung anbietet, ist Sex Pot Revenge bekannt für den Punk-Stil.
Gegründet wurde das Label im Sommer 2000 in Harajuku. Das ist nicht verwunderlich, denn das Stadtviertel, das sich um den Bahnhof Harajuku in Tokio ausbreitet und eigentlich offiziell zu Jingumae gehört, ist einer der Modeschauplätze in Japan. Besonders junge Japaner mögen den Stadtteil, da es zum Shoppen und zum Staunen einlädt: Die Brücke zwischen dem Bahnhof und dem Eingang des „Yovogi-Parks“ gilt als der größte Treffpunkt für Cosplayer und Lolitas. Außerdem spielen in den Parks oft Bands, hauptsächlich aus dem Rock-Genre.
Aber zurück zu Sex Pot Revenge. Takashi Eto, ein bekannter japanischer Designer, gilt als der Gründer des Labels. Das Ziel des Designs ist es, auf eine einfallsreiche, neue Art und Weise ein Zeichen gegen die dummen und banalen Dinge in der Gesellschaft und der Welt im Allgemeinen zu setzen, aber gleichzeitig auch Coolness auszustrahlen. Ein verbreiteter Faktor in der Kleidung sind absichtliche Risse und Löcher. Da das kein ausschlaggebendes Merkmal ist, wird es nur zur Betonung einzelner Entwürfe eingesetzt.
Sex Pot Revenge ist besonders bekannt für T-Shirts mit niedlichen, aber teils auch sehr aggressiv wirkenden Motiven. Unter anderem finden sich Tiere als Motive, aber auch Text, der scheinbar zufällig gesetzt wurde. Was immer man sich auch wünscht, –sei es nun ein Rock, ein Kleid, eine Hose oder ein Pullover– man kann sich bei Sexpot Revenge komplett einkleiden. Accessoires und Taschen, Krawatten oder Armbänder dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Wenn man über dieses Label spricht, darf man auch die Verbindung zur Musik nicht außer Acht lassen. In vielen Kleidungsstücken, besonders den neueren, findet man immer wieder Elemente, die auf die Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstlern hinweisen. Tatsächlich hat Sex Pot Revenge den relativ schnellen, kommerziellen Erfolg größtenteils dieser Zusammenarbeit zu verdanken. An Café, Stance Punks und Under Code Production arbeiteten bereits mit den Designern zusammen, um neue Klamotten zu entwerfen, was den Jugendlichen in Japan natürlich umso mehr zusagt.






An Café halfen bei der Produktion eines Tank Tops mit dem Namen „The Beach*K/o(U v U)o“ und einer Cap, welche die Aufschrift „I Love Beach“ trägt. Die Band sagte dazu, dass beide Produkte ein Symbol für das „fünfte Mitglied“ der Band seien – nämlich des Fans. Außerdem gab die Band ein Konzert in Partnerschaft mit dem Klamottenshop „Marui Young“, der auch Sex-Pot-Revenge-Produkte verkauft. Ein Konzert für wenige, ausgewählte Fans, welche die Produkte erworben hatten.
Unter dem Thema „Subete no Wakaki Kuso Yaro“, eines Songs der Band, entwarfen Stance Punks das „The Young Bastards“ T-Shirt.
Das Label „Under Code Production“ produzierte mit Sex Pot Revenge zusammen das „I Love Under Code“ T-Shirt, auf dem ein Herz mit dem Logo des Modelabels zu sehen ist. Under Code Production kennt man unter anderem durch die Bands „Phantasmagoria“, „Vidoll“ und „12012“. Die Farben für das Design suchte der Musiker und Besitzer des Labels Kisaki aus.
Außerdem veröffentlicht Sex Pot Revenge regelmäßig eine neue Ausgabe ihres kostenlosen Musikmagazins „V!NYL SYNDICATE“, in denen man Informationen über neue sowie bekannte Musiker und über Entwicklungen in der Szene findet.
Die Preise für die Kleidung liegen bei etwa 7.000 bis 12.000 Yen, was etwa 70 bis 120 Euro entspricht. Was in Deutschland nun als teuer gilt, bewegt sich in Japan im mittleren Bereich, so können sich viele Jugendlichen die Produkte auch leisten.
An dieser Stelle soll es genug Theorie sein. Wer sich für die vielfältigen Produkte von Sex Pot Revenge interessiert, kann diese direkt aus Japan importieren lassen, aber man wird auch in Deutschland fündig. Neo Tokyo bietet diese Marke an, die man direkt im Onlineshop bestellen kann. Man kann auch einfach eine der beiden Filialen in München oder Berlin besuchen.





Autor: Teresa Schießl /  toastbrot95
Lektor: Aylin Hoffmann /  Tuulikki
Grafiker: Nathalie Schöps /  Trollosaurus
Datum d. Artikels: 24.09.2012
Bildcopyright: Neo Tokyo, Sex Pot Revenge


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