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Dope HEADz - Planet of the Dope

Wer ein Faible für Rock in Kombination mit Elektronik hat, der kann in Dope HEADz seinen Herren und Meister finden. „Planet of the Dope“ stellt ihr zweites Album dar.
Künstler
Infobox

Label
Unlimited Group / Massive Recording

Erscheinungstermin
24.07.2002

Anzahl CDs
1

Preis (UVP)
0,00 €

IMPORT

Das Projekt Dope HEADz wurde im Jahre 2000 ins Leben gerufen. Gitarrist Pata, Bassist Heath und Programmierer I.N.A. kannten sich schon seit Jahren durch vorherige Zusammenarbeit bei X Japan und hide with Spread Beaver. Für den Posten des Sängers entschied man sich damals ganz bewusst für den noch jungen JO:YA, der jedoch nur beim ersten Album mitmischte. Diese Aufgabe übernahm auf dem zweiten Album „Planet of the Dope“ dann Shame, dessen Band Ravecraft sich erst kurz zuvor aufgelöst hatte.

Dope HEADz wollten gezielt junge, unverbrauchte Sänger engagieren, um einen Kontrast zu ihrer bereits vertrauten Eingespieltheit untereinander zu setzen. Zudem war die Band von Anfang an mehr ein „just for fun“-Projekt gewesen, ohne größere Ziele im Fokus gehabt zu haben. Daher verliefen die einzelnen Wege nach erscheinen des zweiten Albums auch teils wieder separat – eine offizielle Bandauflösung hat es jedoch auch nie gegeben.
CD Das Album beginnt mit dem energiegeladenen und gutgelaunten „Plastic Smile“. Die Synthesizer und Gitarren stehen sich hier direkt gegenüber und der Hook des Refrains hat gute Chancen auf einen Ohrwurm.
Scheinbar etwas gesetzter geht es im Anschluss mit „Reincarnation“ weiter, doch der erste Eindruck täuscht: Nach dem Intro ist hier eine ähnliche Stimmung – energiegeladen und mitreißend – vorzufinden wie auch schon beim vorherigen Stück.
Bei „Move“ sind es diesmal die Drums und die Gitarre, die den Song einläuten. Allgemein hat dieser Track eine klassischere Melodic-Hard-Rock-Konstruktion als die vorangegangenen Lieder. Manche Passagen erinnern dabei an Patas Projekt p.a.f.

„46 Okunen no kyoku“ enthält wieder mehr Synthesizeranteil und auch der Rhythmus ist hier ein klein wenig gezügelt worden. Hält sich die Gitarre während des gesamten Liedes eigentlich sehr im Rahmen, wird ihr mittig ein verspieltes aber nicht zu langes Solo gegönnt. I.N.A. hören wir stellenweise rappen, was in der Abmischung jedoch mehr in den Hintergrund verlegt wurde; wäre dieser Part in den Vordergrund platziert worden, hätte es einen „catchy“-Effekt erzielen können.
Das Intro von „with“ besteht zunächst aus elektronischen Geräuschen, deren Folge sich nach ein paar Sekunden verlangsamt, so als würde man ein Tonband immer gezügelter abspielen. Doch kaum droht das Intro zu ersterben, setzt der Song mit Gute-Laune-Rock ein. Ähnlich wie schon bei „Move“ steht auch bei diesem Track die klassische Rock-Konstruktion im Vordergrund.

Eine maschinell klingende, monotone Stimme ertönt am Anfang von „Freak out“, bevor die Synthesizer (die ansatzweise an I.N.A.s Zeiten bei hide with Spread Beaver erinnern) und schlussendlich auch alle übrigen Instrumente einsetzen. Der Titel ist Programm: Das ganze Lied wirkt durchgehend ein wenig überdreht, was sich jedoch mehr auf die Stimmung bezieht, denn die Instrumente werden allesamt passend zueinander bedient. Man könnte auch von „organisiertem Chaos“ sprechen.

„Planet of the Dope“ stellt die einzige Ballade des Albums dar. Nach „Freak out“ und auch den anderen dynamischen Songs ist „Planet of the Dope“ wie pures Balsam für die Seele. Es mutet ein wenig psychedelisch an (was bei dem Titel nicht wundern dürfte), jedoch ohne anstrengend zu erscheinen. Das Outro besteht aus wiederholt sanft angeschlagenen Gitarrensaiten und einem Geräusch, das sowohl als weit entferntes Gewittergrollen wie auch beruhigendes Wasserblubbern (vielleicht sogar angelehnt an das Geräusch, welches ein Fötus im Mutterleib vernimmt) interpretiert werden kann.
Dass die Jungs von Dope HEADz nach dieser Nummer aber trotzdem noch Power haben, beweisen sie im Anschluss mit dem letzten Track „You know?“: Hier haben wir wieder den knackigen Rocksound, den wir von Pata auf so vielfältige Art und Weise gewohnt sind. Wie die meisten anderen Lieder auf diesem Album trägt auch „You know?“ eine positive Stimmung und entlässt den Hörer somit fußwippend und gutgelaunt.



Ausstattung Die CD erscheint in einem gewöhnlichen Jewel Case und bringt ein 20-seitiges Booklet mit. In jenem sind alle Songtexte in ihrer Originalsprache vorzufinden, ebenso die Credits und mehrere Fotos der Bandmitglieder sowie thematisch passende Grafiken. Hinter dem durchsichtigen Inlay der Hülle ist auch nochmal ein farbiges Bandbild vorzufinden.
Sonstiges Als Songwriter hat sich überwiegend I.N.A. betätigt. Als Gastmusiker konnten die Schlagzeuger Joey Castillo, Ryuichi Nishida und Eiki „Yana“ Yanagita gewonnen werden. Sänger Shame betätigte sich zudem bei den Tracks „Freak out“ und „Planet of the Dope“ zusätzlich als Gitarrist.
Fazit Auch, wenn das Album nur acht Tracks enthält, ist „Planet of the Dope“ eine runde Sache. Wenn auch die Texte nicht durchgehend Friede-Freude-Eierkuchen symbolisieren, ist der generelle Sound meist recht positiv gehalten und versprüht jede Menge Energie.Vielleicht hätte man sich, neben dem Titeltrack, noch für ein zweites ruhiges Stück entscheiden können, um ein wenig mehr Ausgleich zu schaffen, aber das ist Geschmackssache. Schlussendlich ist das Album für jeden zu empfehlen, der melodischen Rock mit einer guten Portion Elektronik mag!
Tracks
# Name
1 Plastic Smile
2 Reincarnation
3 Move
4 46 Okunen no kyoku
5 with
6 Freak out
7 Planet of the Dope
8 You know?
Songqualität
Songqualität
1

Songauswahl
Songauswahl
1.5

Verpackung<br>& Extras
Verpackung
& Extras
2.5

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
0

Gesamtnote

1.7
Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 18.07.2018
Bildcopyright: Unlimited Group / Massive Recording


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