
In einer Welt voller Magie und Rätsel gilt es wieder einmal, ein Held zu sein. Doch eigentlich hat Yuri das gar nicht vor. Denn erneut schlägt das Schicksal zu und zieht ein paar wenige Menschen in seinen Bann. Willkommen in der Welt von Tales of Vesperia", einer Welt, die RPG-Spieler mit Sicherheit in ihren Bann ziehen wird
Inhalt/Story
Terca Lumireis war einst ein friedlicher Planet. Doch in letzter Zeit gehen schlimme Dinge vor sich. Nicht nur, dass sich die Monsterangriffe auf Menschen häufen, nein, seit neustem verschwinden auch viele Blastia-Kerne. Diese sind überlebenswichtig für Menschen, denn sie bilden Ba

rrieren über den Städten, die sie vor Angriffen der Monster schützen, oder sorgen dafür, dass sie Wasser haben. All diese Probleme interessieren Yuri Lowell nicht. Wieso auch, er hat wieder einmal andere Sorgen
Er ist ein ungewöhnlicher Mann, der in der Unterstadt von Zaphia wohnt. Und als solcher fühlt er sich für die Menschen um ihn herum verantwortlich. Kein Wunder also, dass er zwar murrend, aber immerhin sofort hilft, als ein weiteres Mal der Brunnen, der den Menschen hier Wasser spendet, kaputt geht und alles zu überschwemmen droht. Aber etwas stimmt nicht. Erst vor kurzem hatten die Leute hier unten einen Magier engagiert, damit eben solche Dinge nicht wieder passieren. Yuris Blick entgeht auch nicht, dass hier etwas fehlt nämlich der Blastia-Kern. Und er kann sich auch schon denken, wo er ihn finden kann - bei dem Magier Mordio, der alles hier reparieren wollte und in der Oberstadt bei dem Adel wohnt. Dort ist er zwar nicht wirklich beliebt, doch wen interessiert das? Er schwört, dem Betrüger den Kern abzunehmen und ihm mit einer kräftigen Tracht Prügel einzubläuen, dass man keine Leute bestiehlt. Zur Seite steht ihm sein treuer Hund Repede, der Mordio auch schnell gefunden hat. Eher weniger als mehr eingeladen, tritt Yuri also durch das Fenster und findet schon bald einen Mann mit Mantel vor, der den Aque Blastia in der Hand hält. Zwar gelingt es Repede ihm den Beutel mit den Schätzen der Bewohner abzunehmen, doch Mordio selbst verschwindet mit dem wichtigen Schatz in einer Rauchwolke. Das soll bei weitem nicht sein einziges Problem sein. Denn die vertrottelten Ritter kennen ihn und werfen ihn als erstes in den Kerker, aus welchem er jedoch ausbrechen kann. Sein Leben verändert sich allerdings drastisch, als er Estellise über den Weg läuft. Sie versucht ebenfalls, aus dem Schloss zu fliehen, nur dass sie die Prinzessin des Reiches ist und einem Ritter namens Flynn eine Warnung überbringen will, die über Leben und Tod entscheiden kann. So beginnt eine Hetzjagd mit Mördern, Rittern und sonstigen Gestalten, die für die beiden bald schon weit mehr bedeuten sollte, als sie sich jemals hätten denken können
Umsetzung
Wer auf RPGs steht, der dürfte an diesem Spiel wohl genau sowenig vorbeikommen wie Fans der Tales of
"-Reihe, denn mit Tales of Vesperia" ist ein großes Werk des

Genres geschaffen worden. Was die Spielgrafik betrifft, darf man sich hier ein schönes und gut gelungenes Cel-Shading-Game ansehen, das Freunden dieser Technik mit Sicherheit gefallen dürfte. Ebenso sind die englischen Synchronsprecher wirklich gut gewählt und bringen Stimmung in die manchmal etwas langen Storyabschnitte. Wer nicht gut mit dem Englisch umgehen kann, darf jederzeit auf die deutschen Untertitel zurückgreifen, die sich separat auch ausschalten lassen. Jedoch muss man leider sagen, dass diese in Videosequenzen leider etwas klein und weiß sind, was zur Folge hat, dass man sie vor allem auf hellen Hintergründen manchmal schwer lesen kann. Die Sequenzen selbst sind im Animestil und von keinem geringeren Künstler als Kosuke Fujishima, dem Macher von Oh! My Goddess" und den Designs der vorherigen Ableger der Gamereihe. Auch bei dem Openingsong Ring a bell" haben sie sich berühmte Unterstützung in der Sängerin Bonnie Pink geholt. Dieser wurde natürlich auch in Japanisch von ihr gesungen und hatte dort den Titel Kane o Narashite". Was die Spielsteuerung betrifft, so können sowohl Anfänger als auch Profis aufatmen. Denn man findet sich sehr schnell zurecht und kann somit sofort in das interessante Geschehen stürzen. Auch das Kampfgeschehen ist schnell zu erlernen. Sobald es zu Feindkontakt kommt, wird man in einen separaten Bildschirm geleitet, und ein Echtzeit-Kampf beginnt. Hier geht dann alles ein wenig rasanter zu, egal ob es Abwehr, Angriff, Fähigkeiten oder Zauber ist, man muss schnell und gut koordiniert handeln. Anfangs mag das ein wenig gewöhnungsbedürftig sein, doch mit etwas Übung kommt schnell Routine in den Ablauf. Fans der Spieleserie sollten sogar noch besser damit zurecht kommen, da das Kampfsystem auf dem der älteren Games basiert. Wer eine Pause braucht oder sich nicht gerne im Menü abhetzt, sei beruhigt, hier steht das Kampfgeschehen erst einmal still. Während man im normalen Spielmodus mit nur" einem

Spieler auskommen muss, kann man sich mit bis zu drei Freunden in die Kämpfe stürzten, um nicht allein den bösen Monstern gegenüber zu stehen. Diese Gegner laufen im normalen Spielbildschirm einfach etwas unkoordiniert durch die Gegend und sind zum Teil auch ein wenig primitiv in ihrer Handlungsweise. Steht beispielsweise eine Kiste zwischen Spieler und Gegner, so rennt der Feind einfach immer weiter gegen diese, bis man außer Reichweite ist, oder ihn selbst in einen Kampf verwickelt. Auf der Weltkarte tauchen die Monster in kleinen Rauchwolken auf und verschwinden nach einer Zeit wieder, oder wenn man aus ihrer Reichweite verschwindet. Auch die Spielfigur ist nicht festgelegt. Man kann also immer mit seinem Lieblingscharakter durch die Welt von Terca Lumireis reisen. Und hier heißt es: Augen auf! Denn es gibt viele Details zu entdecken und versteckte Gegenstände an beispielsweise Kaminen oder Schränken zu finden. Wer bereits andere Teile von Tales of
" kennt, wird auch den Wunderkoch wiedererkennen, der dem Spieler Rezepte beibringt, die nach einem harten Kampf wahre Wunder bewirken können. Das Menü ist einfach zu bedienen und hält unter anderem viele Einstellungen bereit, wie die Farbe der Spielfenster, die Einstellung des Sounds, der Textgeschwindigkeit und Untertitel. Außerdem findet man hier viele Spielinformationen, beispielsweise, wie viele Kämpfe man bestritten hat. Was für die Spieler auch noch interessant sein sollte, ist, dass jedes Item sein eigenes Bild hat und neue Waffen auch in Sequenzen und Kämpfen gezeigt werden. Ein besonderes Highlight sind auch die sogenannten Skits kleine synchronisierte Gespräche, die sowohl erheitern, als auch manchmal interessante Hintergrundinformationen zeigen. Auch gibt es Erfolge" für die Xbox 360 freizuschalten. Interessenten sollten bei diesem Spiel sofort Zugreifen, denn es warten über 40 Stunden Spielspaß der besonderen Art auf euch.
Extras/Verpackung
Das Spiel kommt in einer normalen, giftgrünen Xbox 360-Spielhülle. Auf dem Cover sehen wir die Hauptfiguren in einer schönen Anordnung. Die Farben sind etwas leicht, doch schön anzusehen. Auf der Rückseite finden wir Screenshots, ein paar grundlegende- und Hintergrundinformationen sowie eine Zeichnung von Yuri Lowell. Zu dem Handbuch kann ich leider nichts schreiben, da bei unserer Testversion keines vorhanden war, doch das Spielsystem lässt sich auch ohne diesen kleinen Helfer gut erlernen.

Fazit
Ein wahres Juwel in Händen eines RPG-Spielers. Man kann wirklich sagen, dass dieser Ableger der Tales of
"-Reihe seinem Namen wieder einmal alle Ehre macht. Die spannende Story fesselt von der ersten Minute an den Bildschirm, ebenso, wie die interessanten Charaktere immer wieder für Überraschungen gut sind. Auch an der Grafik und dem Gameplay lässt sich nicht meckern. Sogar der Soundtrack nervt nicht und passt sich perfekt in das Spielgeschehen ein. Ein rundum interessantes und lohnenswertes Game.

+ Interessante Story und Charaktere
+ Leichte Spielsteuerung
+ Viele kleine Extras im Spiel
- Schlechter Untertitel bei Videosequenzen
- Der Untertitel bei Skits flackert hin und wieder
- Etwas primitive Gegner
Originaltitel: テイルズ オブ ヴェスペリア Teiruzu obu Vesuperia
Konsole: Xbox 360
Genre: RPG
Altersfreigabe: 12
Spieleranzahl: 1 (bis zu 4 in Kämpfen)
Sprache: Deutsch (englische Synchronisation)
Spielzeit: über 40 Stunden
Hersteller/Publisher: Namco Bandai/Atari
UVP: 59,99
Erscheinungsdatum: 02.07.2009
Benotung:
Grafik: 2
Sound: 2
Steuerung: 1,5
Mehrspielermodus: 2,5
Gamedesign: 1,5
Story: 1
Umfang/Bonus: 1,5
Preis/Leistung: 3
Gesamt: 2