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Wale, die durch die Galaxie schwimmen, süße Fanasy-Girls oder hübsche Visual Kei Jungs. Das alles und noch vieles mehr kann man von der Künstlerin Kia Rose erwarten, die wir euch in unserer Artist Alley vorstellen.

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Interview mit Caroline Brinkmann

 
Gigantische Wale am Nachthimmel, Clans, die um die Vorherrschaft kämpfen - all das sind Elemente des Fantasy-Romans von Caroline Brinkmann. Im Interview sprechen wir mit der Autorin über Freund und Feind und welchem Clan sie sich anschließen wollen würde.
animepro: Frau Brinkmann, vielen Dank für das Interview! Wie geht es Ihnen derzeit?

Frau Brinkmann: Super! Danke, dass ich beim Interview dabei sein darf.


animepro: Die Clans von Tokito“ reiht sich in das Genre der "Urban Fantasy" ein – Gibt es da für Sie Elemente, die ein "must have" sind?

Frau Brinkmann: Urban Fantasy spielt ja in der Regel in der heutigen Zeit und in unserer Welt. Tokito spielt eher in einer alternativen Welt, ist aber der unseren gar nicht so unähnlich. Ich mag es, bekannte Elemente mit Fantastischen zu mischen und so etwas zu kreieren, das gleichzeitig neu und vertraut ist. Ich glaube, an sich ist da alles möglich. Ich persönlich mag das Großstadt-Setting sehr gerne und die modernen Komponenten, die es mitbringt. Zur Fortbewegung bevorzuge ich in meinen Geschichten Luftschiffe. Die faszinieren mich einfach.


animepro: Woher kam die Inspiration für die Welt und Megacity Tokito?

Frau Brinkmann: Die Idee kam mir tatsächlich in Japan. In der ersten Szene des Buches sitzt ein Mädchen auf dem Dach eines Hochhauses und wartet auf einen Methanwal (einen fliegenden Gasriesen), der durch die Wolkendecke bricht. Das war auch das allererste Bild, das mir gekommen ist, als ich in Tokio unterwegs war. Dort gibt es vor einem Museum (dem National Science Museum im Ueno Zoological Garden) eine Blauwal-Figur in Lebensgröße und es sah aus, als würde sie zwischen den Hochhäusern fliegen. Ich hatte sofort die Szene aus dem ersten Kapitel vor Augen, die mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Um diese Idee herum entstand dann Tokito.


animepro: Wie gehen Sie beim Schreiben vor? Sind Sie eher jemand, der am Tag oder in der Nacht kreativ sein kann?

Frau Brinkmann: Eigentlich bin ich eine Nachteule, aber im Moment schreibe ich immer, wenn ich Zeit habe. Ich weiß bereits im Vorfeld, was passiert und wie das Buch enden soll, darum hangele ich mich beim Schreiben an diesem Faden entlang.


animepro: Wie lange hat es von der ersten Idee/dem ersten Entwurf bis zum fertigen Buch gedauert?

Frau Brinkmann: Das Plotten war bereits nach wenigen Wochen abgeschlossen, das Schreiben hat ein paar Monate gedauert. Allerdings hat es dann bis zur Veröffentlichung noch mal über 1 1⁄2 Jahre gedauert. Die Pause tat dem Manuskript aber ganz gut, da ich im Lektorat noch mal einen anderen Blickwinkel reinbringen konnte.


animepro: Sie sind auch auf Instagram recht aktiv, hat Ihnen diese Plattform bei der Promotion geholfen oder war es eher ein zusätzlicher Stressfaktor? Ab wann „durften“ Sie über das Buch berichten?

Frau Brinkmann: Beides. Instagram frisst sehr viel Zeit. Gerade jetzt, nachdem das Buch draußen ist, kommen unglaublich viele Rückmeldungen und ich versuche, auf alles zu antworten. Gleichzeitig macht es Spaß, sich mit Lesern auszutauschen und Hintergründe zu beleuchten. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das erste Mal über Tokito berichtet habe. Ich glaube, es war ungefähr ein halbes Jahr vor Erscheinen.


animepro: Wenn es Sie nach Tokito verschlagen würde, welchem Clan würden Sie sich am ehesten zugehörig fühlen?

Frau Brinkmann: Das Fiese ist, dass ich als Autorin natürlich die finstersten Clangeheimnisse kenne. Das macht es schwer, mich für einen zu entscheiden. Ich mag den Lotusclan. Allerdings könnte ich mir eine Mitgliedschaft dort nicht wirklich vorstellen (und die würden mich wahrscheinlich auch nicht wollen). Ich wäre wohl am Ehesten eine heilende Hand. Oder würde in den Bibliotheken des Federclan arbeiten.


animepro: Welcher Ihrer Charaktere wäre in der Realität Ihr bester Freund? Wer Ihr schlimmster Feind?

Frau Brinkmann: Mikko wäre mein bester Freund. Er ist offen, gutherzig, tierlieb und neugierig. Ich glaube, ich würde mich sehr gut mit ihm verstehen. Als beste Freundin würde ich mir wahrscheinlich Erin aussuchen. Sie ist mutig, lustig und loyal. Allerdings bringt sie einen bestimmt auch gerne mal unfreiwillig in Schwierigkeiten. Der Distelkönig bringt dem Leben sicherlich die richtige Prise an Sarkasmus. Und Kirans Schweinswalspirit nehme ich auch gerne noch mit in meine fiktive WG auf. Onkel Joe und ich wären sicherlich keine Freunde. Er wertet Frauen ab, lässt nur seine eigene Meinung zu und ist auch sonst ein recht skrupelloser Mensch.


animepro: Sie arbeiten auch als Ärztin, wie schaffen Sie es, beide Tätigkeiten unter einen Hut zu bringen?

Frau Brinkmann: Ich liebe das Schreiben sehr. Es ist mein Ausgleich nach einem anstrengenden Tag und darum freue ich mich auf die Stunden, in denen ich in meinen Welten versinken kann. Tatsächlich helfen mir meine Anatomiekenntnisse aber auch bei der ein oder anderen Action-Szene. Zeitlich muss man immer gucken. Das kann, gerade wenn ich Deadlines einhalten muss, sehr anstrengend und stressig werden, aber dann gibt es ja auch wieder ruhige Phasen.


animepro: Haben Sie Tipps für angehende Autor*innen?

Frau Brinkmann: Habt Spaß beim Schreiben und erzählt die Geschichten, die ihr erzählen wollt.


animepro: Vielen Dank für das Interview! Wir wünschen alles Gute und bleiben Sie gesund!

Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Datum d. Artikels: 12.04.2021
Bildcopyright: Caroline Brinkmann


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