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Yōkai, Fantasy und moppelige Katzen: Mit leuchtenden Pastellfarben probiert sich Carolilly durch verschiedene Techniken. In unserem Artist Alley-Interview stellen wir sie euch vor!

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Artist Alley: Interview mit Momothep3ach

 
Als Künstler auf Conventions und zur selben Zeit als Musiker auf der Bühne stehen. Wie das funktioniert verrät uns Momo aus der Band GAZTREA.
animePRO: Hallo Momo, vielen Dank, dass du dir Zeit für uns nimmst. Bitte erzähle uns doch etwas über deine Bilder. Was inspiriert dich? Gibt es nur bestimmte Dinge/Personen, die du zeichnest?

Momo: Ich glaube man selber versucht immer offen für Inspiration aus allen Richtungen zu sein. Ich kann immer erst weit im Nachhinein sagen was wirklich zum Vorankommen und Wirkung geführt hat. Zumal sich Inspiration auch nicht forcieren und kontrollieren lässt.
Aber natürlich habe ich auch Vorbilder wie Takeshi Obata ("Death Note") oder die ehemalige Final Fantasy Artists denen ich auf gewisse Art nacheifere und die zum Teil hoffentlich wiederzukennen sind.  
Zur Frage was ich Zeichne ist eher davon abhängig welche Gelegenheiten sich ergeben. Ich bin manchmal verwirrt, dass Leute noch überrascht sind wenn ich eher Kinderbuchartig kleine Tiere voll koloriert zeige, da es für mich eigentlich immer noch mein etabliertester Bereich ist. Aber wenn ich mir dann anschaue was für einen spezifischen Bereich ich online zeige sollte es mich eigentlich auch nicht wundern, dass viele nur über andere Ecken davon mitbekommen.


animePRO: Unter welchen Umständen bist du am kreativsten? Hast du einen Lieblingsort an dem du zeichnest?

Momo: Ich bin massiv eigenbrötlerisch und zurückgezogen und habe das Glück in meiner Wohnung ein kleines Büro zu haben. Also klar ist das mein präferierter Ort. Ich bin ein Mensch, der sehr über Rhythmus und Regelmäßigkeit funktioniert.
Ich kann mich aber an einen Moment hier vor Ort im Gewächshaus (?) von Planten und Bloomen erinnern wo ich beim skizzieren komplett die Zeit vergessen habe und mich ein Angestellter zum Glück noch entdeckt hat bevor das Haus geschlossen hätte. Das Spricht zumindest dafür, dass es auch woanders geht.




animePRO: Inwieweit hat die Pandemie deine Kunst beeinflusst? Was vermisst du am meisten?

Momo: Eigentlich gar nicht so besonders. Die meisten Dinge unter denen ich zu kämpfen habe sind immer noch allein auf mich zurückzuführen und liegen nur an mir etwas zu ändern. Aber natürlich vermisse ich die Conventions die einem immer wieder ein greifbares Ziel vor Augen geben. Jedoch als Band in einer Pandemie zu agieren nach dem überraschend tollen Jahr 2019 war natürlich der bitterste Drop denke ich.


animePRO: Neben deinem Talent als Künstler bist du auch noch in der Visual Kei Band GAZTREA tätig und hast unter anderem die Covers und Videos zu den Singles "Sunrise" und "Moonlight" gestaltet. Ist diese Kombination aus Künstler und Musiker nicht unheimlich anstrengend, wenn man Konzerte gibt und auch noch seine Illustrationen bei Conventions und Messen präsentiert?

Momo: Ich denke wir agieren in beiden Fällen immer noch in einem überschaubaren Rahmen was Aufwand und Konzentration angeht auch wenn der Anspruch in beiden Fällen ganz oben steht und sich auch immer weiter zuspitzt wie es zeitlich realisierbar bleibt. Man muss aber dazu sagen, dass ich Anfangs stark dagegen war mich gestalterisch einzubringen. Dies lag aber eher daran, dass sich die Band noch in der Findungsphase befand was Identität und Konzeptfundament angeht und ich mir unsicher war ob es passt. Mit dem Lineup jetzt ist es aber sehr einfach Dinge zu erstellen, da ich sehr viel Konkretes aus allen Richtungen bekomme und ich mir nicht den Kopf von 0 auf zerbrechen muss was Motive angeht. Das hilft enorm.


animePRO: Hast du für dich schon einen Plan nach der Pandemie?

Momo: Wie bereits erwähnt gilt für mich: Nach der Pandemie ist vor der Pandemie. So abgedroschen das auch klingt. Ich habe bereits Ende 2019 unabhängig von der Pandemie in vielen Sachen zurückgerudert und mich neu positioniert damit ich und auch die, die meine Sachen verfolgen langfristig von besseren und regelmäßigeren Ergebnissen profitieren können. Ich bin aber noch nicht so glücklich mit allem, dass ich mich schon an den Sprung wagen möchte um zu schauen wo ich lande.





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Autor:
Lektor: Saskia Haber
Grafiker: Denise Augustin /  Sunny-Ray
Datum d. Artikels: 24.05.2021
Bildcopyright: Momothep3ach


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