Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Mit "Carrier of the Mask" hat Vinny-Vieh aka Anna Hörner einen äußerst ungewöhnlichen Manga erschaffen. Wir haben es uns nicht nehmen lassen und der Künstlerin ein paar Fragen zu ihrer Arbeit gestellt...!

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Sakae Esuno im Interview

 
Wer „Mirai Nikki“ kennt, der kennt auch den Mangaka hinter der Geschichte um das Zukunftstagebuch: Sakae Esuno. Dieser besuchte zur Veröffentlichung seines weiteren Mangaerfolges „Big Order“ die Leipziger Buchmesse 2014. Wir durften ihm unsere Fragen stellen.
animePRO: Wird “Big Order” in naher Zukunft als Animeserie adaptiert?
Sakae Esuno: Es gibt noch keine konkreten Pläne, aber ich hoffe, es wird noch umgesetzt.

animePRO: War es schon immer Ihr Traum, Mangaka zu werden? Wann fingen Sie mit dem Zeichnen an?
Sakae Esuno: Ja, es war schon immer mein Traum, Mangaka zu werden. Ich habe mit 15 Jahren angefangen zu zeichnen. Ich war damals begeistert von Rumiko Takahashis Zeichnungen.

animePRO: Wie viele Manga von „Big Order“ wird es insgesamt geben?
Sakae Esuno: Ungefähr zehn Bände. Kann aber auch etwas mehr werden.

animePRO: Welchen Charakter aus “Big Order” zeichnen Sie am liebsten und warum?
Sakae Esuno: Rin. Es macht mir Spaß sie zu zeichnen. Sie ist ein einfacher und verständlicher Charakter.

animePRO: Haben Sie schon andere Projekte nach „Big Order“ in Planung?
Sakae Esuno: Bisher noch nicht. Ich bin noch auf „Big Order“ konzentriert.

animePRO: Wie viel Assistenten haben Sie als Unterstützung?
Sakae Esuno: Drei Stück.

animePRO: Gibt es lustige Geschichten über die Arbeit mit Ihren Assistenten?
Sakae Esuno: Die Popularität der Charaktere bei meinen Lesern und meinen Assistenten ist sehr unterschiedlich. In „Mirai Nikki“ gibt es eine Statistenfigur namens Shiraishi. Er ist total unwichtig. Aber bei meinen Assistenten ist er total beliebt. Sie fragen immer wieder, wann er denn wieder vorkommt.

animePRO: Wie wählen Sie Ihre Assistenten aus? Dürfen Sie das selbst machen?
Sakae Esuno: Ich arbeite in Japan für den Kadokawa Verlag. Dort gibt es immer wieder Newcomer, welche auch Mangaka werden möchten und welche mir der Verlag vorstellt. Sie haben schon etwas Erfahrung mit Zeichnen und Geschichten. Unter ihnen wähle ich dann meine Assistenten aus.

animePRO: Wie ist die Arbeit als Mangaka so? Was sind Ihre persönlichen Vor- und Nachteile?
Sakae Esuno: Das Gehalt, wenn ich einen Hit lande, ist sehr gut. –lacht- Ich bin für alles, was meinen Manga angeht, verantwortlich. Außer natürlich für redaktionelle Dinge. Daher kann ich alles selbst bestimmen und das mag ich.

animePRO: Haben sie eine/n Lieblingsanimeserie/Lieblingsmanga, die Sie im Moment sehen/lesen?
Sakae Esuno: Leider habe ich derzeit kaum Raum für so etwas. Aber ich mag noch immer „Neon Genesis Evangelion“.

animePRO: Konnten Sie bisher schon etwas von der Messe betrachten?
Sakae Esuno: Bisher hatte ich leider noch keine Zeit für die Messe.

animePRO: Können Sie uns etwas von Ihrem Werdegang berichten?
Sakae Esuno: Ich habe selbst als Assistent bei Kadokawa angefangen. Dort habe ich immer wieder meine eigenen Werke gezeigt und Kontakte geknüpft. Als ich dann den „Ace & Next Newcomer Förderpreis“ gewann, wurde ich Mangaka.

animePRO: Wo holen Sie sich Inspiration für Ihre Projekte wie “Big Order” oder “Mirai Nikki”? Die Ideen sind so einzigartig, dass uns interessiert, wo sie herkommen.
Sakae Esuno: Woher? Gute Frage. –lacht- Es ist schwer, eine Geschichte zustande zu bekommen. Die Idee kommt mir einfach in den Kopf. Dann spreche ich mit meiner Redakteurin und die Geschichte entwickelt und formt sich weiter, bis sie fertig ist.

animePRO: Gab es etwas, dass Sie kaufen wollten, wenn sie einen großen Erfolg zu verbuchen haben? Und haben Sie es gekauft?
Sakae Esuno: Ich wollte meinem Vater ein besseres Auto kaufen, aber er wurde dann zu alt fürs Autofahren, daher habe ich es nicht gekauft.

animePRO: Was sind Ihre Hobbies, wenn Sie nicht gerade zeichnen?
Sakae Esuno: Ich habe keine Zeit für andere Hobbies. Ich zeichne eigentlich nur.

animePRO: Gibt es ein Land, das sie wirklich gern besuchen würden?
Sakae Esuno: In Europa gerne die Schweiz.

animePRO: Wie fühlt es sich an, Fans aus der ganzen Welt zu treffen, die Ihre Manga gelesen haben?
Sakae Esuno: Es ist etwas merkwürdig. Ich zeichne normalerweise allein in meiner Wohnung. Da ist es komisch, plötzlich weltweit Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber ich bin sehr dankbar, dass ich so viele Fans auf der Welt habe.

animePRO: Arbeiten Sie in einem stillen Raum oder schauen Sie gerne Serien oder hören Musik beim Arbeiten?
Sakae Esuno: Eigentlich arbeite ich im stillen Raum ohne Musik oder Fernsehen. Aber wenn meine Assistenten da sind, scherze ich gerne zwischendurch mit ihnen.

animePRO: Was mögen Sie persönlich an Ihren Manga und was nicht?
Sakae Esuno: Ich mag eher meine seltsamen Figuren. –überlegt- Eigentlich gibt es nichts, dass ich nicht mag.

animePRO: Wird es in näherer Zukunft große Überraschungen in “Big Order” geben?
Sakae Esuno: Wäre schön. –lacht-

animePRO: Wo sehen Sie sich in zehn Jahren? Beim Zeichnen? Was erwarten Sie?
Sakae Esuno: Wenn ich dann noch arbeite, sehe ich mich immer noch beim Zeichnen, weil ich sehr gerne zeichne.



Wir bedanken uns herzlich bei EMA für die Möglichkeit dieses Interviews. Und natürlich auch bei Sakae Esuno für seine Zeit, Geduld und das Autogramm mit Zeichnung für unsere Leser. Wir wünschen Esuno-sensei weiterhin viel Erfolg. Herzlichen Dank!
Autor: /  Subaru
Lektor: Aylin Hoffmann /  Tuulikki
Grafiker: Denise Augustin /  Sunny-Ray
Datum d. Artikels: 02.04.2014
Bildcopyright: Sakae Esuno / EMA / Kadokawa Shoten


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