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Interview mit Ichiro Hazama

 
Dieses Jahr auf der Gamescom hatten wir erstmalig die Chance den Produzenten der "Theatrhythm Final Fantasy"-Reihe und "Final Fantasy VII: G-Bike", Ichiro Hazama, zu treffen und gemeinsam mit anderen aus der Banche ein Interview zu führen. Dabei erzählte er uns unter anderem über das neue "Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call", aber auch über weitere Zukunftspläne...
"Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call" wird hierzulande am 19. September. Vorab bekamen wir auf der Gamescom ein Interview mit dem Entwickler Ichiro Hazama.
Nintendo MiNation: Wie teuer werden die europäischen DLC’s zu Theatrhythm sein?
Ichiro Hazama: Wir haben noch keine Preise für die europäischen DLC Versionen festgelegt. Wir wollen es den Spielern möglich machen, die Songs zu kaufen, die sie gerne haben wollen und davon so viele wie möglich. Wir werden es daher nicht zu teuer machen - es wird wohl ein durchschnittlicher Preis werden.

Gameplay Gamers: Der zweite Teil des Spiels Theatrhythm erscheint demnächst. Damit kommt er kurz nach dem Japan-Release auf den europäischen Markt. Warum ging das so schnell?
Ichiro Hazama: Ich hatte früh die Idee, einen zweiten Teil von Theatrhythm herauszubringen. Wegen des Versus-Modus haben wir uns entschieden, dass Spiel so schnell weltweit herauszubringen, da man ja auch weltweit gegeneinander antreten kann.

animePRO: Welche Unterschiede gibt es beim ersten zum zweiten Spiel der Theatrhythm-Reihe?
Ichiro Hazama: Also der größte Unterschied ist der Versus-Modus, den wir jetzt beim zweiten Spiel eingebaut haben. Einer der Produzenten kam in der Planungsphase zu mir und sagte, dass es wirklich wichtig sei, diesen Modus beim zweiten Teil zu haben. Durch den Versus-Modus können Spieler weltweit gegeneinander antreten - also auch japanische gegen deutsche. Es gibt keine lokalen Begrenzungen. Wir wollen es jedem möglich machen, das Spiel in vollen Zügen weltweit gegeneinander zu genießen.

Nintendo MiNation: Was war die schwierigste Aufgabe in der Entwicklung des Spiels und gab es irgendwelche Probleme?
Ichiro Hazama: Bei der Entwicklung des ersten Spiels gab es viel „Trial and Error“-Versuche, um es auf einen guten Nenner zu bringen. Es gibt viele Menschen, die „Final Fantasy“ lieben, aber zu dem Zeitpunkt wussten wir nicht, wer die Zielgruppe sein und wie es reagieren würde. Das erste Spiel war also mehr experimentieren als Teil zwei. Die Entwicklung des zweiten Teils war insofern anders, da wir das erste Spiel schon hatten und darauf aufbauen konnten. Wir kamen während der Entwicklung auf neue Ideen, wie wir das Spiel auf eine gute Weise erweitern können. Wie zum Beispiel: Es wäre cool, das Spiel mit den Tasten zu spielen anstatt nur mit dem Touch-Screen oder welche andere „Final Fantasy“-Songs sollen wir in dem neuen Spiel einbauen.

Gameplay Gamers: Werden Sie das Konzept des Spiels auch auf andere Serien übertragen können, wie zum Beispiel Theatrhythm: Kingdom Hearts?
Ichiro Hazama: Genau deswegen habe ich von Anfang an den Titel „Theatrhythm: Final Fantasy“ gewählt und nicht „Final Fantasy: Theatrhythm“. So können wir unter derselben Marke neue Spiele zu anderen Serien erstellen. Im Moment gibt es aber nichts, was ich für die Zukunft ankündigen kann. Doch wir denken selbstverständlich darüber nach.

Nintendo MiNation: Was macht das Spiel so außergewöhnlich, sodass es sich nach einem klassischen Final Fantasy anfühlt?
Ichiro Hazama: Eine der Herausforderungen war es, das Spiel so zu gestalten, dass es auch RPG-Fans mögen. Es gibt viele, die Final Fantasy mögen, aber wir waren uns nicht sicher, wie viele unser Spiel mögen werden. Wir dachten viel darüber nach, wie wir RPG-Elemente, die RPG ausmachen, in das Spiel einbauen können. Das war sicher eine der größten Herausforderungen in der Entwicklung. Um euch mal ein extremes Beispiel zu geben: In dem Spiel Theatrhythm kann man seine Charaktere trainieren, um einen echten Top-Level Charakter zu bekommen. Aber man kann den 3DS ebenso einfach hinlegen und dennoch diese Etappe gewinnen, ohne irgendeine Taste zu drücken. Dies ist eine Möglichkeit für Spieler, die nicht sonderlich gut im Spiel sind, aber dennoch das Ende des Spiels sehen wollen. Wenn man das in der Art macht, wird man zwar zum Ende gelangen, aber keine sehr gute Punktewertung erhalten.
Ich glaube, es gibt nicht viele Spiele, die man gewinnen kann, ohne auch nur eine Taste zu drücken! ☺

animePRO: Gab es Kriterien, um die Songs für den zweiten Teil auszusuchen?
Ichiro Hazama: Diese Frage wird uns oft gestellt! Die „Final Fantasy“-Serie besitzt viele Songs, zwischen denen man wählen kann.
Jeder in unserem Team hat einen bestimmten Lieblingssong aus der Serie. Wenn wir nur unsere Lieblingssongs für das Spiel ausgesucht hätten, würde es nicht für die große Mehrheit der „Final Fantasy“-Fans sprechen. Wir wollten daher Songs im Spiel haben, welche die komplette Serie repräsentieren. Daher haben wir viele Umfragen und Online-Ratings gestartet, um eine gute Mischung zusammenstellen zu können.

Gameplay Gamers: Warum haben Sie sich dazu entschieden, das Spiel für den 3DS zu entwickeln?
Ichiro Hazama: Ich wollte schon vor langer Zeit ein Theatrhythm-Spiel erstellen. Zu dem Zeitpunkt gab es viele Probleme, die wir nicht lösen konnten und vor allem die Musik und die Visualisierungen so zu gestalten, wie wir es gerne hätten. Wir konnten nicht entscheiden, welches die richtige Plattform für solch ein Spiel sei. Doch als wir von der ersten Ankündigung vom Nintendo DS hörten, dachten wir sofort darüber nach, dass dies wohlmöglich die geeignete Plattform sein könnte. So erstellten wir einen Plan und gingen in die Entwicklung.

Nintendo MiNation: Viele Fans des Spiels sind an einer WiiU-Version des Spiels interessiert. Wird es so eine Version in der Zukunft geben?
Ichiro Hazama: Es wäre eine Möglichkeit, aber im Moment gibt es noch keine Pläne dazu. Wenn wir uns entschließen, eine WiiU-Version zu erstellen, werden wir nicht einfach die 3DS-Version kopieren, sondern eine eigenständige entwickeln. Wer weiß.
Einer der größten Änderungen wäre die Grafik von einer Pixelgrafik zur HD-Auflösung. Aber es wäre schön, eine WiiU-Version erstellen zu können.

Gameplay Gamers: Diesen Samstag auf der Gamescom werden Sie erneut gegen Yoshida-san antreten. Haben Sie schon einen Plan, wie Sie ihn besiegen werden?
Ichiro Hazama: Ich dachte niemals daran, gegen ihn zu verlieren. Doch leider habe ich nie gegen ihn gewonnen. Wenn ich meine normalen Fähigkeiten hervorbringen kann, die ich zu Hause habe, wenn ich Theatrhythm spiele, würde ich mit Leichtigkeit gegen Yoshida-san gewinnen. Doch leider werde ich nervös, wenn ich vor einem Publikum gegen ihn antreten muss. Aber diesmal werde ich versuchen, ruhig zu bleiben und Yoshida zu vernichten und das als gute Erinnerung an Deutschland mit nach Hause tragen.

animePRO: Gibt es schon ein Erscheinungsdatum für „Final Fantasy VII – G-Bike“?
Ichiro Hazama: In Japan werden wir es innerhalb eines Jahres herausbringen. Leider können wir noch nichts über das europäische Erscheinungsdatum sagen. Wir haben uns nämlich noch nicht entschieden, wann es in Europa herauskommt.

Nintendo MiNation: Wie wird die Zukunft von „Theatrhythm“ aussehen? Wird es neue DLC’s geben und wie werden Sie den Franchise fortsetzen?
Ichiro Hazama: Wir wollen auf jeden Fall alle DLC’s, die in Japan erschienen sind, weltweit veröffentlichen. Auch für die Zukunft möchte ich die Auswahl der DLC’s erweitern. Wir haben uns noch nicht komplett entschieden, aber vielleicht werden wir andere Songs des Square Enix Franchise in „Theatrhythm“ einarbeiten.
Wie vorhin gesagt, würden wir gerne andere Serien als „Theatrhythm“ herausbringen.

Gameplay Gamers: Was ist ihr Lieblingssong in dem neuen „Theatrhythm“-Spiel?
Ichiro Hazama: Es gibt so viele gute Songs! Einen aus 13 mag ich besonders, aber ich habe leider den Titel vergessen. Mir gefällt zum Beispiel auch „Movement in Green“ aus „Final Fantasy X“. Der Song, der mich inspiriert hat, „Theatrhythm“ zu entwickeln, war „Terras Theme“ von „Final Fantasy VI“.

Nintendo MiNation: Werden Sie andere Spin-of Songs bei „Theatrhythm“ einbauen?
Ichiro Hazama: Es ist sicherlich etwas, das wir umsetzen wollen, doch wir haben uns noch nicht entschieden, welche Songs wir einbauen werden.

animePRO: Können Sie uns mehr über „Final Fantasy VII - G-Bike“ erzählen?
Ichiro Hazama: „Final Fantasy VII - G-Bike“ wird ein Free-to-play Spiel für mobile Geräte sein. In G-Bike werdet ihr den Hauptcharakter Cloud spielen. Es wird sich etwas anders spielen lassen als das Original. Wir wollen daher auch noch eine Abschnitte aus anderen Spielen sowie andere Charaktere vorstellen.

animePRO: Wird es zu „Final Fantasy VII – G-Bike“ auch DLC’s geben? Und wenn ja, hat der Spieler dadurch Vorteile gegenüber den anderen Spielern?
Ichiro Hazama: Sicherlich werden wir als Free-to-Play Spiel Inhalte haben, die man zusätzlich kaufen kann. Free-to-Play Spiele sind perfekt, um Menschen schnell dazu zu bewegen, das Spiel zu erwerben und zu spielen. Doch ich will ein Spiel erstellen, das bereits von Anfang an genug Inhalt besitzt, um es spielen zu können und Spaß zu haben. Wir wollen kein Spiel erstellen, indem man nur mit Kaufzwang Spaß haben kann. Aber mit den DLC’s wollen wir etwas für diejenigen erstellen, die noch tiefer in das Spiel eintauchen und mehr erfahren wollen.

Nintendo MiNation: Haben Sie Pläne „Theatrhythm“, ebenfalls für mobile Geräte heraus zu bringen?
Ichiro Hazama: Wir haben im Moment keine Pläne, um das Spiel auch für mobile Geräte herauszubringen. Im Moment ist es nur für den 3DS erhältlich.

animePRO: Warum haben Sie sich entschieden, das Spiel zu entwickeln, nach so vielen Jahren seit der Veröffentlichung von „Final Fantasy VII“?
Ichiro Hazama: Es ist im Prinzip das gleiche mit „Theatrhythm“, es enthält auch Sequenzen aus älteren Spielen. Die Besonderheit bei „Final Fantasy VII“ ist aber wohl, dass das Spiel eines der besten der Serie ist. Es war die Idee, den Fans etwas Neues zu geben. In den letzten Jahren gab es immer wieder mal irgendwelche Erweiterungen zum Spiel. Wir wollten daher etwas für „Final Fantasy VII“ erschaffen.

Gameplay Gamers: Einige Fans warten immer noch auf einen Remake von „Final Fantasy VII“. Wird es dieses in Zukunft geben?
Ichiro Hazama: Wenn es geschehen wird, würden wir das so schnell nicht bekannt geben - wie wir das machen, wann wir es machen oder wie wir es entwickeln würden. Wahrscheinlich würde es sowieso nicht an mir liegen, das Spiel zu entwickeln. Denn der originale Entwickler, Produzent sowie der Charakter-Designer sind immer noch bei Square Enix tätig. Es wäre an ihnen, das Spiel zu entwickeln. Aber wenn es zu einer Entwicklung kommen würde, wäre es definitiv super, wenn der Produzent des damaligen Spiels zu mir kommen und mich zur Entwicklung des Spiels einladen würde ☺ - aufgrund meiner Arbeit an G-Bike.

Nintendo MiNation: Haben Sie noch eine Nachricht an die Fans?
Ichiro Hazama: Ich bin überzeugt, das Fans des ersten Spiels und der „Final Fantasy“-Reihe das Spiel mögen werden. Daher probiert es aus – ihr werdet nicht enttäuscht werden!
animePRO: Wir bedanken uns herzlichst für das Interview!
Autor: /  Reh-Baecker
Lektor: Aylin Hoffmann /  Tuulikki
Grafiker: Rebecca Bertram /  Reh-Baecker
Datum d. Artikels: 24.08.2014
Bildcopyright: Interview Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call & Final Fantasy VII: G-Bike


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