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Ob Schauspieler, Regisseur oder Komponist: Nur der Nihon Media e.V. schafft es, dreißig Filmschaffende aus Japan an einem Abend gleichzeitig in Hamburg auf die Bühne zu bringen. Wir wurden eingeladen, um über diese großartige Veranstaltung und die erste von ihnen ausgeführte Preisverleihung zu berichten.

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Das 19. Japan-Filmfest Hamburg

 
Ob Schauspieler, Regisseur oder Komponist. Nur der Nihon Media e.V. schafft es, dreißig Filmschaffende aus Japan an einem Abend gleichzeitig in Hamburg auf die Bühne zu bringen. Wir wurden eingeladen, um über diese großartige Veranstaltung und die erste von ihnen ausgeführte Preisverleihung zu berichten.





Pünktlich um 19:00 Uhr, am Abend der Eröffnungsfeier, sammelten sich fast alle der dreißig eingeladenen Gäste aus Japan vor dem, in der Innenstadt gelegenen Kino, Metropolis. Hier standen unter anderem die Schauspielerin Kaori Ikeda, der Komponist Yuzuru Jinma und der Regisseur Shinichiro Ueda sofort für Fotos bereit. Während sich immer mehr der Gäste und Kinobesucher an der Bar versammelten, gaben einige Gäste bereits die ersten Interviews oder unterhielten sich mit Bekanntschaften von der letzten Veranstaltung. Kurz vor acht Uhr am Abend läutete der Gong, um alle auf den Beginn der Vorstellung aufmerksam zu machen.
Der Saal füllte sich und nur wenige Plätze blieben noch frei, als die Lichter erloschen und ein Trailer zur Einleitung des Filmfestes begann. Nach der Begrüßung der beiden Moderatoren, die auf deutsch und japanisch sprachen, folgte eine Ansprache der amtierenden Generalkonsulin von Japan Frau Fumie Maruyama in Hamburg, sowie des Leiters der Abteilung Kunst, Kreativwirtschaft, Musik und Kulturprojekte der Behörde für Kultur und Medien Herrn Dr. Pit Hosak. Im Anschluss wurden alle Ehrengäste einzeln auf die Bühne gebeten und den Zuschauern vorgestellt. Zum ersten Mal in der Geschichte des Japan-Filmfestes Hamburg fand eine Preisverleihung in drei Kategorien statt. Diese wurden wie folgt vergeben:

Beste Genreproduktion: Katsumi Sasaki (Regisseur u.a. „Dead Cook“)
Außergewöhnliche künstlerische Leistung: Takuya Fukushima (Produzent u.a. „Modern Love“)
Nachwuchspreis: Rei Yatsuka (Schauspielerin „Violator“)






Auch die Mitwirkenden des Filmfestes wurden nicht vergessen. Diese wurden ebenfalls unter tosendem Applaus auf die Bühne geholt. Nun sollte es aber mit der Deutschland-Premiere „Gintama“ beginnen, die als Auftakt des Filmfestes gewählt wurde. Hier kurz etwas über die Handlung:

Außerirdische haben im japanische Kaiserreich in der Edo-Zeit die Herrschaft übernommen und verbieten das Tragen von Schwertern, um jeglichen Widerstand zu verhindern. Der Niedergang der Samurai war vorprogrammiert. Doch Gintoki Sakata fühlt sich diesem Leben immer noch verbunden und trotzt mit einem Holzschwert an seiner Seite. Als sein Jugendfreund und ehemaliger Kampfgefährte Katsura getötet wird, macht sich der nasebohrende Tunichtgut mit seinen Freunden, dem tollpatschigen Shimura und der Außerirdischen Kagura, auf die Jagd nach dem Täter.






Dieser Film war für die Eröffnung und das diesjährige Thema „Zeichentrick ist nicht genug – Japans bunte Welt der Manga- und Anime-Realverfilmungen“ perfekt gewählt. Auch „Gintama“ basiert auf dem gleichnamigen Manga von dem Autor Hideaki Sorachi. Der von Yuichi Fukuda verfilmte Manga ist eine ausgewogene Mischung aus Comedy, Science-Fiction und Fantasy, der sogar Sprechblasen von Fantasiefiguren gekonnt umgesetzt hat. Mit vielen Andeutungen anderer Mangas und Animes hat man das Gefühl, als Eröffnungsfilm ein gesammeltes und actionreiches Werk zu sehen.






Mit etwa 90 Filmproduktionen waren drei Kinos und fünf Tage gefüllt, die schnell verflogen. Wir dürfen gespannt sein, welches Thema im kommenden Jahr gewählt wird.

Wir danken dem Nihon Media e.V., ein Teil dieses tollen Events gewesen sein zu dürfen!





Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 05.06.2018
Bildcopyright: Nihon Media e. V.


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