Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Seit dem 15. Februar ist der Debütroman "Jeder geht für sich allein" von Chisako Wakatake auf dem deutschen Buchmarkt erhältlich. Wir haben ihn uns einmal angeschaut und stellen euch den Titel hiermit vor.

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Leipziger Buchmesse 2009

 
Für die einen ist es nur eine Buchmesse, für die anderen jedoch der schönste Start in die Con-Saison: die Leipziger Buchmesse!
Und diese fand 2009 natürlich in der Leipziger Messe vom 12. bis 15. März statt. Wie bereits an den vollen Gängen spürbar war, ist die Besucherzahl von 2008 um 14 Prozent gestiegen. Insgesamt verzeichnete die Buchmesse daher 147.000 Besucher, davon 43.000 Fachbesucher.
Preislich gesehen ist die Veranstaltung im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben. In den Tickets ist zudem eine Rückfahrkarte, gültig für die Region Leipzig, enthalten.

Wie jedes Jahr konnten die Anime- und Manga-Fans von den 65.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche die Halle zwei ihr Eigen nennen und teilten sich diese mit den Kinderangeboten sowie dem Comicbereich, welcher jedoch im Vergleich zum vorigem Jahr sehr stark geschrumpft zu sein schien.
Selbst der Manga-Bereich schien, bezogen auf die Händler, ein bisschen an Größe verloren zu haben. Doch dafür entstanden besonders im hinteren Bereich der Halle große freie Flächen, die zum Ausruhen, Con-Hon zeichnen, Fotos machen oder erzählen genutzt wurden. Den Raum, den der Besucher dort hatte, vermisste er wohl am Samstag, wenn er sich versuchte durch die menschenüberfluteten Gänge zu schieben. Wer Pech hatte, bekam neben zuviel Körperkontakt auch die ein oder andere Waffe an den Kopf, was auf die fehlenden Waffenbeschränkungen zurückzuführen ist. Mittig im Ausstellerbereich, konnte man sich außerdem noch in Richtung Glücksrad schieben lassen und dort Fortuna auf die Probe stellen. Ein Spiel, welches starken Andrang bekam. Trotzdem ist zu hoffen, dass dieses Angebot nächstes Jahr ein bisschen weiter abseits vorzufinden ist, damit die vorbeiziehenden Besuchermassen ein wenig mehr Platz haben. Ansonsten war die Stimmung im Händlerbereich sehr ausgelassen, was vor allem an den freundlichen Verkäufern lag, die vereinzelt sogar am Sonntag dazu bereit waren, die Preise drastisch zu senken!

Neben den Händlerangeboten gab es natürlich noch viel zu erleben: Wie wäre es zum Beispiel mit dem eigenen Namen als japanischen Schriftzug? Dies war die Idee eines Standes im Bereich Jap@com. Dort konnte der Besucher gegen ein kleines Entgelt seinen Namen oder Nicknamen in Kanji, Katakana oder Hiragana gezeichnet bekommen. Gemütlich und leicht überfüllt ging es im Teegarten zu, der zum Ausruhen einlud.
Für weitere Unterhaltung sorgte das Schwarze Sofa, welches dieses Jahr auf einer imposanten Bühne aufgebaut wurde und Zuschauern auf Rängen oder Parkettsitzen sehr viel Platz zum Zuhören bot. Auf diese Weise konnten unzählige Matsuri Hino-Fans einen Blick auf ihre Lieblingsmangaka werfen, die am Samstag von 15:00 bis 16:00 Uhr geduldig viele Interview-Fragen beantwortete und auch über die Redakteure sprach, die ihr öfters im Nacken sitzen. Hörbar lauter klopfte dann das Herz vieler Fans, als die begehrten Signierstunde-Tickets verlost wurden, die auf ca. 150 Stück limitiert waren.
Weiter ging es zum Cosplaywettbewerb, welcher am Samstag leicht verspätet stattfand. Mit einer witzigen Performance und spektakulären Effekten brachte besonders die Pokémon-Gruppe inklusive Pikachu und Arkani den Saal zum toben. Der erste Platz im Gruppencosplay war ihnen damit sicher.
Im Einzelcosplay überzeugten Kururugi Suzaku und Zero, besser bekannt durch die Serie „Code Geass“. Damit lagen sie vor den wohl jüngsten Teilnehmern der Geschichte des Leipziger Buchmesse Cosplays, die mit ungefähr sieben Jahren als Chihiro und Haku aus „Chihiros Reise ins Zauberland“ antraten. Das Rahmenprogramm des Wettbewerbes bildeten Tsuki no Senshi, die mit viel Glitzern ihr Kingdom Hearts Musical aufführten und damit sogar in die Verlängerung gingen.
Eine Verlängerung mussten zudem einige Zeichner in den Autogrammstunden eingehen, da die Schlangen vor den neu strukturierten Signierbereichen schier endlos erschienen. Diese befanden sich nun gleich im linken Eingangsbereich des Mangasektors Wer es verpasst hat, seinem Lieblingszeichner zu begegnen, der braucht sich allerdings nicht zu ärgern, denn animePRO führte für euch exklusive Interviews mit den beiden Mangakas Christina Plaka (Yonen Buzz) und Robert Labs (Domicile).
Von den Mangakas zu den Manga-Talenten ist es meist nur eine Ehrung entfernt! Deswegen fand dieses Jahr die Siegerehrung des Manga-Talente Wettbewerbs am Schwarzen Sofa statt. Anstatt wie immer ein Highlight des Tages zu werden, wurden am Samstag die Gewinner allerdings recht schnell in 20 Minuten abgefertigt. An sich war dieses Jahr das Programm am Schwarzen Sofa zusätzlich scheinbar weniger geworden, obwohl die neue Atmosphäre viel Potential hatte. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch und so wurde es am Samstagabend rockig mit der Visual Kei Band Runa! Einen ausführlichen Bericht findet ihr natürlich auch bei animePRO. Zusätzlich haben wir mit der Band gesprochen, die selbst Titel wie Y.M.C.A. spielte und die Zuhörer so zum Toben und Mittanzen veranlasste.

Sonntag ging es dann ruhiger zu. Der Händlerraum war jetzt sogar in Minuten passierbar, obwohl den Besuchern, wie in den letzten zwei Jahren zuvor auch, das Congress Center nicht zur Verfügung stand, da es für Kinderveranstaltungen reserviert war. In den Hallen ging es trotzdem weiter heiß her, unter anderem weil wieder eine Signierstunde mit Matsuri Hino anstand. Musikalisch stimmte Tsubomi, eine deutsche Sängerin, den Nachmittag mit ihren Liedern ein. Die letzten Stunden wurden dann noch für Schnäppchenjäger interessant und für das Abschiednehmen genutzt. Langsam leerten sich die Hallen und eine Kavallerie an Trolleys rollte gen Bahnhof.
Zusammengefasst war die Leipziger Buchmesse 2009 ein gelungener Auftakt in diesem Jahr und zeigte vor allem, dass es trotz der vielen Jahre immer noch Innovationen geben kann. Höhepunkte bildeten natürlich wieder einmal die Ehrengäste, unter anderem Matsuri Hino, für die sogar extra eine große Artwork-Wand aufgebaut wurde, die zum Fotografieren einlud. Der einzige negative Punkt ist wahrscheinlich das Schrumpfen des Ausstellerbereiches, was aber als positive Auswirkung neuen Platz für die Besucher bereithielt. So konnte an diesen ruhigen Plätzen mit Freunden geplaudert oder gezeichnet werden und das ist ja der Punkt, der eine Convention so sympathisch macht.
Autor: /  Schrobbe
Lektor: Laura Schubert /  lour
Grafiker: Rebecca Bertram /  Reh-Baecker
Datum d. Artikels: 21.04.2009
Bildcopyright: Steffi Rehfeld


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