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Die Bandgeschichte von X Japan wurde mit "We are X" verfilmt und kommt am 12. Oktober nun auch endlich in die deutschen Kinos. animePRO durfte vorab schon einmal einen Blick darauf werfen...!

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Matenrou Opera im E-Mail-Interview

 
Wie ein Phönix aus der Asche - unter diesem Motto startete die mittlerweile seit zehn Jahren bestehende Visual-Kei-Größe Matenrou Opera letztes Jahr nach dem Ausstieg ihres Gitarristen Anzi neu durch. Wir hatten die Gelegenheit, im Hinblick auf ihre anstehende Europatour ein kurzes E-Mail-Interview mit Keyboarder Ayame und Schlagzeuger Yu zu führen. Lest selbst, welche Pläne sie für ihre musikalische Zukunft in Aussicht stellen und was sie an Deutschland besonders begeistert!
animePRO: Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit nehmt, dieses Interview mit uns zu führen! Bitte stellt Euch doch einmal ganz kurz vor.
Ayame: Freut mich, euch zu treffen! Ich bin Ayame, der Keyboarder und ein totaler Fußballfanatiker! Ich schaue oft die europäischen Fußballübertragungen im Fernsehen.
Yu: Ich bin Yu, der Schlagzeuger. Ich bin 34 Jahre alt.


animePRO: Es ist ja schon eine ganze Weile her, dass Ihr das letzte Mal Europa besucht habt; umso mehr freuen wir uns, dass Ihr uns diesen Sommer mit einer recht langen Tour beehrt! Wie fühlt es sich an, Japan mal wieder zu verlassen? Freut Ihr euch auf etwas besonders, oder seid Ihr wegen etwas besorgt?
Ayame: Ich mache mir wegen nichts Sorgen, weil unsere Europatour vor neun Jahren fantastisch war und wir positive Erfahrungen gemacht haben. Ich bin mir sicher, unsere europäischen Fans warten schon auf uns!
Yu: Ich freue mich auch schon und bin überzeugt, dass die Tour klasse wird. Ich habe unsere erste Tour wirklich genossen.

 
animePRO: Gleich im Anschluss daran eine stets beliebte Frage: Was ist das Erste, was Ihr mit Deutschland in Verbindung bringt? Habt Ihr vor, Euch hier ein wenig umzutun, sofern der dichte Zeitplan es zulässt, oder wollt ihr zum Beispiel etwas „typisch Deutsches“ zu Essen probieren?
Ayame: Wenn es um Deutschland geht, fällt mir als Erstes Fußball ein. Ich bin echt begeistert, dass einige unserer japanischen Spitzenspieler, Hasebe und Kagawa, in der Bundesliga spielen. Und dann das berühmte deutsche Bier… Darauf freuen wir uns besonders. Wir lieben Alkohol! (lacht)
Yu: Meine erste Assoziation mit Deutschland ist die Band HELLOWEEN, meine absolute Lieblingsband! Wenn es uns zeitlich möglich ist, würde ich auch gerne Schloss Neuschwanstein besuchen. Und ich erinnere mich immer noch an das Bier und die Würstchen, die ich bei unserem letzten Deutschlandbesuch probiert habe. Das möchte ich unbedingt wiederholen!


animePRO: Seit Eurem letzten Aufenthalt in Europa hat sich in Eurer Diskografie ja einiges getan: Wir dürfen uns auf viele Songs freuen, die wir noch nicht live gehört haben, plus Ihr habt am 12. April Euer neues Album „Pantheon -Part 1-“ veröffentlicht. Mögt Ihr uns schon einmal verraten, ob wir uns auf neues Material in Eurem klassischen Musikstil freuen dürfen, oder habt Ihr auch mit Stilbrüchen und neuen Elementen experimentiert?
Ayame: Unsere neuen Songs orientieren sich viel mehr in Richtung Heavy Metal. Hoffentlich gefällt das unseren europäischen Fans gut.
Yu: Es ist ein Album, dass unsere Orientierung in die härtere Richtung noch konsequenter umsetzt als sein Vorgänger „PHOENIX RISING“. Es ist melodiös und ziemlich flott, also freut euch auf besten Heavy Metal!
 

animePRO: Euer im Oktober 2016 veröffentlichtes Minialbum „PHOENIX RISING“ war, wie der Titel schon sagt, ja schon ein Schritt in Richtung eines geänderten Bandkonzeptes, was man auch musikalisch merkt. Wollt Ihr Euch in Zukunft noch weiter neu erfinden oder gar eine andere musikalische Richtung einschlagen?
Ayame: Ich habe nicht vor, unseren Stil in Zukunft neu zu definieren oder gar gänzlich über den Haufen zu werfen. „PHOENIX RISING“ hat die „neue“ Richtung schon sehr gut definiert, weil es in einem Guss entstanden ist und sich schon während der Produktion richtig angefühlt hat.
Yu: Ich bin mit dieser Musikrichtung zufrieden, weil ich Heavy Metal einfach klasse finde!
 

animePRO: Letzten Juli ist Gitarrist Anzi nach acht Jahren Bandbestehen ausgetreten, und bisher habt Ihr noch keinen neuen Gitarristen aufgenommen. Für die Aufnahme von „PHOENIX RISING“ habt ihr mit LEDA von FAR EAST DIZAIN zusammengearbeitet. Was war das für eine Erfahrung; seid Ihr gut damit zurechtgekommen?
Ayame: Neben der Tatsache, dass er ein fantastischer Gitarrist ist, ist LEDA vor allem einer unserer alten Freunde. Sein Einsatz für die Aufnahme von „PHOENIX RISING“ war unglaublich! Die gemeinsame Zeit im Studio hat echt total viel Spaß gemacht!
Yu: Wir waren auch mal mit einer seiner früheren Bands gemeinsam auf Tour und sind immer in freundschaftlichem Kontakt geblieben. Als er von Anzis Ausstieg hörte, hat er sich gleich dazu bereit erklärt, mit uns zusammenzuarbeiten.
 

animePRO: Aber Ihr werdet über kurz oder lang doch bestimmt einen neuen Gitarristen aufnehmen, richtig? Gibt es dazu schon Pläne, oder unterliegt das alles der Geheimhaltung?
Ayame: Wir wissen noch nicht, ob ein und wenn ja welcher Gitarrist in Zukunft bei uns spielen wird. Das entscheiden die Musen. (lacht)
Yu: Wir bleiben erstmal zu viert, aber ich hoffe schon, dass wir bald wieder fünfköpfig mit neuem Gitarristen am Start sein werden.
 

animePRO: Aber nun freuen wir uns erst einmal auf Eure Europatour und werden Euch herzlich in Deutschland willkommen heißen! Habt Ihr zum Abschluss noch eine Botschaft an Eure Fans?
Ayame: Als die Entscheidung fest stand, dass wir nach neun Jahren wieder durch Europa touren werden, hat uns das alle sehr gefreut. Wir wollten schon viel zu lange mal wieder herkommen – umso mehr freuen wir uns jetzt auf euch!
Yu: Ich freue mich auch total auf Europa, vor allem weil die neun Jahre ohne Tour dort echt viel zu lang waren… Eines Tages würde ich auch gerne auf einem großen Metal-Festival auftreten, weil ich hauptsächlich mit europäischem Heavy Metal aufgewachsen bin.
Auf jeden Fall, kommt zu unseren Shows und lasst uns gemeinsam eine tolle Zeit haben!
Autor:
Lektor: Kathia Krüss
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 19.05.2017
Bildcopyright: Matenrou Opera / OHP


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