Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Seit dem 15. Februar ist der Debütroman "Jeder geht für sich allein" von Chisako Wakatake auf dem deutschen Buchmarkt erhältlich. Wir haben ihn uns einmal angeschaut und stellen euch den Titel hiermit vor.

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kogure

 
animePRO traf die deutsche Visual Kei-Band kogure auf der Visual Culture No. 09 und führte ein exklusives Interview mit ihnen!
animePRO: Wie hat sich eure Band zusammengefunden? Woher kennt ihr euch alle und wie kam es dazu, dass ihr gemeinsam Musik machen wolltet?
hide: Es hatte damit angefangen, dass Raya (drums) und ich aus Spaß mal angefangen hatten, zusammen Musik zu machen. Damals haben wir Sachen von diversen Rockbands gecovert – aber irgendwann wurde uns das zu langweilig. Wir haben viele Aushänge gemacht, um Vocalisten, Bassisten und einen zweiten Gitarristen zu suchen. Leider meldete sich darauf wirklich niemand. Als ich auf der Connichi 2004 unsere damalige Keyboarderin kennengelernt habe, stellte sich heraus, dass sie selber in einer Band spielt bzw. etwas am anbandeln war. Am 07.01.2005 haben wir uns dann das erste Mal alle zusammen in Köln zum Essen getroffen – und es passte einfach. Auf einer Convention im Januar 2008 trafen wir dann endlich durch einen glücklichen Zufall unsere jetzige Sängerin.

animePRO: Wie seid ihr auf euren Bandnamen Kogure gekommen?
Kogure: Der Name „Kogure" leitet sich aus dem englischen „Colored grey" ab. Wir wollten einen Namen, der zu uns passt. Also etwas, was nicht direkt kategorisierend wirkt und uns musikalisch einschränkt. „Colored grey" passte unserer Meinung sehr gut, da es einen großen Mix darstellt. „Grau", die Mischung aus Weiß und Schwarz – zweier Extreme - und dann natürlich die „Einfärbung", die dem ganzen Leben verleiht. Unser Musikstil erstreckt sich immerhin über balladige Songs, genauso wie über sehr wilde und auch fröhliche Lieder. Der Name „Colored grey" wurde im Nachhinein nur noch abgekürzt und mit einer japanischen Aussprache versehen.

animePRO: Visual Kei ist unter den J-Music Fans ein sehr populärer Stil. Wie seid ihr dazu gekommen das Prinzip des Visual Kei Musikers zu adaptieren? Was fasziniert euch am meisten daran?
Kogure: Für mich persönlich bedeutet Visual Kei grundsätzlich sehr viel, da Visual Kei meiner Meinung nach nicht nur einen optischen Faktor hat. Visual Kei hat mit Toleranzförderung zu tun – zumindest nach meiner Meinung. Abgesehen davon, dass mich der Stil auf ästhetischer Basis sehr anspricht, ist das für mich eine Möglichkeit zu zeigen, dass es auch noch etwas anderes gibt, als das „Normale", und dass man sich nicht aufgrund irgendeiner Gesellschaft durch ein Raster pressen lassen soll, um so zu sein, wie Andere einen haben wollen, sondern viel eher um genau dagegen zu arbeiten. Zudem empfinde ich das Visuelle als Unterstützung für einige Songs. Somit arbeiten Optik und Akustik Hand in Hand.

animePRO: Habt ihr Vorbilder, die euch sowohl optisch, als auch musikalisch beeinflusst haben?
hide: Mein „Vorbild", wenn man es denn so nennen kann, ist Hideto Matsumoto (von Spread Beaver, Zilch, X-Japan). Dieser Mann hat nicht nur tolle und sehr kreative Musik gemacht, sondern hat auch viel bewegt in seinem Leben. Wegen ihm habe ich damals angefangen Gitarre zu spielen, deswegen habe ich auch meinen Spitznamen bekommen. Ich möchte mich musikalisch nicht an ihn anlehnen, auch, wenn mich seine Musikart und seine Texte schon in einigen Punkten sehr beeinflusst haben.
Raya: Mein Vorbild ist Joe von Spread Beaver, weil ich seinen vielseitigen und kreativen Drumstil sehr bewundere.
Kuma: John Petrucci, wobei ich mich musikalisch nicht an ihm orientieren will, sondern einfach sein musikalisches Level anstrebe.
Saku: Zunächst einmal Kyo von Dir en grey. Das, was er macht, ist nun mal „er selbst", er lässt sich nicht verbiegen und hat schon viel in seinem Leben vollbracht, auch viele andere Musiker hat er sehr beeinflusst. Zudem respektiere ich seine Schreibkünste sehr: Gerade, weil er sagt, was er denkt. Aus den selben Gründen fasziniert mich auch Johnny Rotten (Ex. Sex Pistols), weil er auch diese Provokation durch seinen starken Charakter und seine Attitude herausgebracht hat.

animePRO: War die Musik schon immer ein Teil in eurem Leben oder seid ihr erst später dazu gekommen?
hide: Ich war schon als kleines Kind fasziniert von Musik. Ich habe viel Musik von meinem Vater abbekommen, wie „Deep Purple", „Led Zeppelin" oder ähnliches, die mich denke ich schon sehr geprägt haben, auch, wenn ich diese Bands nicht explizit höre. Als ich ganz klein war, habe ich dann ein Mini-Keyboard von Casio bekommen, das ich sogar immer noch besitze. Ich habe dieses Gerät abgöttisch geliebt. Natürlich kann man nicht sagen, dass ich „von klein auf" ein Instrument gelernt habe. Aber es hat mich schon immer fasziniert – und schon als Kind wollte ich irgendwann mal auf einer Bühne stehen und Musik machen.
Ishi: Musik hat mich schon mein ganzes Leben lang begleitet. Seitdem ich das erste Mal damit begann, ein Instrument zu lernen, stand es für mich außer Frage, dass ich irgendwann mal in einer Band spielen möchte.
Saku: Als ich etwa 12 war, stand ich das erste Mal auf einer Bühne. Für mich war das wie eine Offenbahrung. Als ich ein Mikro in der Hand hatte, drehten sich alle zu mir um. Das war ein unbeschreibliches Gefühl. Als ich in meiner ersten Band war und wir auch unseren ersten eigenen Song hatten, da wusste ich: DAS ist es, was ich machen will.
Kuma: Musikalisch orientiert habe ich mich ungefähr zu der Zeit, als ich begonnen habe, Gitarre zu spielen. Seitdem spielt Musik eine ziemlich wichtige Rolle in meinem Leben: Es gibt keinen Tag, an dem ich keine Musik mache oder höre.

animePRO: Wie kam es dazu, dass die Veranstalter der Connichi im Jahre 2005 auf euch aufmerksam geworden sind?
Kogure: Das ist eigentlich eine sehr gute Frage. So ganz genau weiß das glaube ich niemand. Es befand sich nur kurze Zeit vor der Connichi eine E-Mail in unserem Posteingang, in der diese Anfrage auftauchte. Unsere Band existierte zu dem Zeitpunkt noch nicht sonderlich lange und wir hatten auch kaum gemeinsame Proben gehabt.

animePRO: Ihr spielt am Samstag auf dem „Visual Culture" in Münster, das sich unter den deutschen J Music Fans immer größerer Beliebtheit erfreut und schon als heißer Tipp gilt. Wie ist es dazu gekommen, dass ihr dort auftreten werdet?
Kogure: Wir hatten eigentlich schon vorher auf der „Visual Culture" auftreten wollen, am Anfang des Jahres, aber zu diesem Zeitpunkt war wohl einiges noch zu knapp. In den letzten paar Monaten wurden wir dann allerdings noch mal gefragt, ob wir auf der kommenden „Visual Culture" gerne spielen würden. Und, klar, was gibt es für eine Band tolleres, als aufzutreten?

animePRO: Seid ihr auch des Öfteren als Privatperson auf dem „Visual Culture" oder wird es am Samstag eine Premiere für euch sein?
hide: Ich selber war ehrlich gesagt noch nie persönlich auf der „Visual Culture", was wohl auch daran liegt, dass Münster von meinem Wohnort nicht gerade um die Ecke liegt. So gesehen handelt es sich für mich definitiv um eine Premiere und ich bin auch gespannt, was da so los sein wird.
Ishi: Ich war schon zweimal auf der „Visual Culture". Als ich das erste Mal da war, stand ich auch schon auf der Bühne, allerdings befand sich zu dem Zeitpunkt dort eine Sitzecke. Es war allerdings so ein Moment, in dem ich dachte: Wow, hier könnte man mal auftreten. Daher bin ich so begeistert, dass wir tatsächlich dort auf der Bühne stehen.
Raya: Bei mir verhält es sich genau so, wie bei hide.
Saku: Ich selber war auch noch nie dort, aber ich bin auch gespannt, was uns erwarten wird.

animePRO: Eine Band bedeutet einen sehr hohen Zeitaufwand, wie Proben, komponieren und das Auftreten. Inwieweit hat das Einfluss auf euer Leben in Bezug auf Familie, Freunde oder Freizeit?
hide: Meine Freizeit dreht sich fast nur um Musik. Ob ich Musik höre, selber schreibe oder gerade selber Gitarre spiele. Für mich war Musik immer da – und ich denke, das wird sich auch so schnell nicht mehr ändern. Die meisten meiner Freunde unterstützen mich auch bezüglich der Musik, hören sich gerne mal meine neuen Stücke an und gebe ihren Senf dazu. Das alles soll allerdings nicht heißen, dass ich nur in meinem Stübchen sitze und Musik höre oder schreibe. Ich unternehme auch gerne was draußen, mit Freunden, und fahre besonders gerne in die Stadt – und am allerliebsten zu Konzerten.
Saku: Meine Familie unterstützt mich im Bezug auf Musik nicht sonderlich, weswegen ich öfter mal mit meiner Familie aneinander gerate. Auch Band und Studium unter einen Hut zu bekommen, ist nicht gerade das einfachste. Allerdings hat die Band Priorität, und deswegen bin ich bereit, dafür Opfer zu bringen.
Ishi: Alltag und Band sind in meinem Leben so miteinander verschmolzen, dass sich beides zusammen unter einen Hut bringen lässt. Die Band ist für mich eine zweite Familie und mein engster Freundeskreis.
Raya: Bis zum jetzigen Zeitpunkt habe ich es immer geschafft, die Waage zwischen Schulalltag und Bandleben zu halten. Abgesehen davon, dass es sich bei der Band um meinen Freundeskreis handelt.
Kuma: Das einzige Problem, was ich habe, ist manchmal das Studium im Bezug auf die Band. Bisher habe ich das allerdings sehr gut geschafft.

animePRO: Wer wird in Zukunft dauerhaft für die Vocals zuständig sein? Habt ihr jemanden in Aussicht für diesen Posten oder ist es jemand von euch?
Kogure: Auf dem Konzert im Rahmen der Visual Culture wird unser Debüt mit unserer neuen Sängerin Saku sein. Sie ist schon einige Monate bei uns, aber wir wollten den Leuten nicht die ganze Überraschung von vorne herein vermiesen. Dieses Konzert wird das erste sein, was wir mit ihr spielen – und es wird auch nicht das letzte sein.

animePRO: Habt ihr andere Berufswünsche außer dem des/der Musiker/in? Wenn ja welche?
hide: Ich brauche auf jeden Fall einen Job, der mit Musik zu tun hat. Ich würde gerne in der Eventbranche arbeiten, wo ich schon einige Erfahrungen habe sammeln können. Wenn ich mein Geld nicht mit Musik verdienen kann, möchte ich also gerne in die Richtung Eventmanagement.
Saku: Nein.
Raya: Ich würde gerne Grundschullehrerin werden. Allerdings auch wirklich nur, wenn das mit der Musik nicht klappen sollte. Ansonsten beides zusammen.
Ishi: Da die Musik mein Leben ist, würde ich dafür jeden anderen Beruf niederlegen.
Kuma: Ich würde gerne in der Programmierung Fuß fassen.

animePRO: Was sind eure Pläne für die Zukunft? Wo seht ihr euch in 10 Jahren?
hide: In 10 Jahren? Hoffentlich immer noch auf der Bühne
Raya: Im fetten Tourbus – während unserer Welttournee! ;D
Saku: Ich hoffe, dass sich alle unsere Träume erfüllt haben werden!
Ishi: Egal wo, aber Hauptsache mit den anderen vieren hier zusammen!
Kuma: Ich denke nicht sonderlich viel über die Zukunft nach, aber alles bereits Genannte trifft es schon ziemlich gut.

animePRO: Habt ihr eine besondere Message an euer Publikum?
hide: Rockt das Leben und lasst euch nicht unterkriegen! Steht zu euch selber und haltet an euren Träumen fest!
Kuma: Stay cool but don t freeze!
Saku: Werft euer Leben nicht sinnlos weg, sondern versucht etwas zu erreichen, was euch glücklich macht.
Raya: Wir sehen uns auf dem nächsten Konzert!
Ishi: IHR SEID PARTY!
Autor:
Datum d. Artikels: 22.09.2008
Bildcopyright: kogure, animePRO


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