Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Am 24.06.2018 durften wir im Werkstattkino in München im Rahmen des Nachtschatten Festival die Dokumentation Boys for Sale sehen. Anschließend stellte sich der Filmemacher Ian Thomas Ash noch den Fragen der Zuschauer. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis für uns.

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Süßigkeiten-Special Teil 1

 
Japanische Süßigkeiten sind...anders. Wie anders, das haben fünf unserer Redakteure in "spektakulären Selbsttests" herausgefunden und die Ergebnisse wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten...!
Angeknuspert ... Jenny testet ...

Japan ist ein wahres Eldorado für Fans des, sagen wir speziellen Geschmacks (ich sage nur Natto). Während sich deutsche Schleckermäulchen (sie verzehren im Jahr etwa 8,4 Kg Schokolade pro Kopf und gehören damit zu den Top 5 Schokoladenkonsumenten im internationalen Vergleich / Quelle: ekitchen) mit profanen Sorten wie Karamell oder, wenn man ganz wagemutig ist, Kaffee zufriedengeben müssen, toben sich japanische Schokoladenhersteller regelmäßig aus. Besonders beliebt, auch im Ausland, ist dabei die breite Vielfalt an KitKat-Variationen.

Für unseren Artikel durften wir uns durch diverse KitKat-Sorten knuspern. Dabei hat das hellgrüne Matcha-KitKat besonders gut abgeschnitten. Es handelt sich hierbei um das relativ neue KOI MATCHA KitKat - "koi" bedeutet in diesem Fall "besonders intensiv". Die Geschmacksrichtung ist die Weiterentwicklung des normalen Matcha-KitKats ("Otona no Amasa") und hat einen wirklich starken Matcha-Geschmack, der durch die Mischung mit süßer Schokolade seinen typischen bitteren Nachgeschmack verloren hat. Der Matcha ist aber nicht zu dominant, sodass man noch die knusprige Waffel im Innern und die Schokolade herausschmecken kann. Sehr lecker, nicht nur für Matcha-Liebhaber!

Weniger herausragend stellt sich das HALLOWEEN BREAK KitKat dar. Es hat eine helle gelbe Farbe und schmeckt nach... ja, wonach eigentlich? Vielleicht soll es Kürbis sein, das würde die Farbe zumindest nahelegen. Aber wirklich definieren kann man es nicht. Es schmeckt süß und etwas künstlich. Alles in allem nicht schlecht, aber eben auch nicht besonders.

Süß anzusehen sind die kleinen Schokokekse mit Pandagesicht: die KABAYA SAKUSAKU PANDA. Den Keks schmeckt man unter der ganzen Schokolade nicht wirklich, dafür knackt es schön beim Draufbeißen. Die Schokolade hat einen sehr kakoalastigen Geschmack und erinnert irgendwie an die kleinen Täfelchen aus dem Adventskalender, die wir erst kürzlich wieder verdrückt haben (schöne Weihnachtszeit).

Nach all' dem Süßkram gab es abschließend noch etwas Herzhatfes auf die Faust! Die UMAIBO sind in Japan sehr beliebte gepuffte Maissnacks, die es ebenfalls in einer Fülle von Geschmacksrichtungen gibt. Heute auf dem Speiseplan: Rindfleischspieß mit Pflaumensauce! Unter uns: Ohne es zu wissen, hätte ich das nicht rausgeschmeckt, aber es war dennoch super lecker! Die Umaibo hatten einen leicht rauchigen (Fleisch-)Geschmack und waren leicht süßlich im Nachgeschmack (hallo Pflaume?). Ein sehr leckerer Snack, der nicht nur knuspert, sondern auch auf der Zunge knistert. Wer die „Leicht & Cross"-Knäckebrotscheiben von Goldweizen kennt, kann sich in etwa die Konsistenz vorstellen. Eine klare Kaufempfehlung von uns, wenn ihr die Chance habt, ein paar Umaibo zu bekommen.



Robertos süßer Film noir

Es war ein Tag wie jeder andere auch, die Kälte des Winters zog nicht nur durch die Straßen, sondern auch durch meinen müden Körper. Dann kam es. Ein Päckchen aus der Redaktion. Vage erinnerte ich mich daran, zwischen Suff und Dates, mich für Süßigkeiten zum Testen gemeldet zu haben.

Nach dem Öffnen lagen sie nun vor mir: Vier Verdächtige, dreimal KitKat, einmal Toppo. Ich musterte sie eindringlich, spürte ihre Angst hinter der Verpackung. Dann machte ich mich ran.

Das rosa KitKat mit Himbeergeschmack verhielt sich sanft und dezent im Mundraum, verfügte aber auch über eine angenehme Säure. Es erinnerte an meine unschuldige Jugend mit weißer Schokolade mit demselben Aroma. Ein angenehmer Einstieg. Der Inhalt des roten KitKats mit Erdbeergeschmack zeigte sich im selben Gewand der Unschuld, zu spät bemerkte ich allerdings den Chemieangriff. Es schmeckte nur entfernt nach Erdbeere, stattdessen machten sich ein künstlicher Fettfilm und eine starke Säure in meinem Mundraum breit. Ein starker Kontrast zur ersten Probe.

Nach Insiderinformationen sollte der nächste Kandidat am besten unter kalten Bedingungen verhört werden. Gesagt, getan. Ein kurioses Kerlchen mit pastellblauem Mantel irritierte meine Augen. Nichtsdestotrotz folgte die Probe. Nahezu kein Geschmack. Erst nach dem ersten Biss entfaltete sich das versprochene Aroma von Vanilleeis – verschwand aber zu schnell, um einen Eindruck zu hinterlassen. Viel Drama um Nichts.

Ähnlich den bekannteren Pockys oder auch Mikados, präsentierten sich die Toppos mit Frucht-Tarte-Geschmack als dünne Gebäckstangen – mit einem entscheidenden Unterschied: Der Geschmack steckt in der ganzen Stange. Parfüm, vielleicht von der letzten Liebschaft? Ich weiß es bis heute nicht, aber nach Fruchttorte schmeckte es nicht, vielleicht doch der Geschmack von Traube? Nicht jedes Rätsel hat eine Lösung.

Noch immer fand keine Wärme in mein Herz und dennoch erlebte ich an jenem Abend ein Potpourri für meine Geschmackssinne. So bin ich weder gänzlich zufrieden noch gesättigt und dennoch reicher an Erfahrungen.



Das war der erste von insgesamt drei Teilen unseres Süßigkeiten-Specials. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei momochi.de, die uns freundlicherweise mit einer Ladung Süßigkeiten zum testen versorgt haben! Übrigens: Mit dem Gutscheincode "aPmo" bekommt ihr künftig 7% Preisnachlass ab einem Warenwert von 40,00 Euro. Den Code tragt ihr beim Bestellvorgang auf der "Check Out Page" von momochi.de ein.
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 15.01.2018
Bildcopyright: momochi.de, Jennifer Brox, Roberto Czumbil


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