Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Die Vorfreude der Amuro-Fans ist groß: Endlich gibt es den gutaussehenden jungen Mann, der nicht nur ein Geheimnis verbirgt, in Großaufnahme auf den deutschen Kinoleinwänden zu sehen. Ob sich der Besuch im Kino lohnt, verraten wir euch hier, denn wir durften bereits im Vorfeld in die deutsche Version eintauchen.

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Pressevorführung: Big Fish & Begonia

 
„Es gibt Fische, die nie gefangen werden können, weil sie zum Himmel gehören.“
Mit diesen zauberhaften Worten startet der chinesische Anime „Big Fish & Begonia“ auch in Deutschland im Kino (durch).
Am 3. Februar 2019 ist es in 120 Kinos in Deutschland und Österreich soweit. (Wo genau könnt ihr hier nachsehen.) Die Geschichte von zwei Welten, die – laut Presse – eine Mischung aus „Arielle, die Meerjungfrau“ und „Chihiros Reise ins Zauberland“ ist, kann beginnen.
Wir haben uns den Film schon einmal vorab für euch angesehen. Natürlich nicht, um zu Spoilern, aber, um euch zu sagen, für wen und inwiefern es sich lohnt, sich ein Ticket für diese eine, exklusive Vorstellung zu sichern.

Gleich mal zu Beginn: Dieses Meisterwerk auf der Leinwand bewundern zu dürfen lohnt sich definitiv! Aber eins nach dem anderen. Beginnen wir mit einer kleinen Zusammenfassung der Geschichte:

Neben der Menschenwelt existiert eine weitere Welt, die „die Anderen“ als zu Hause ansehen. Sie sind weder Götter noch Menschen. Ihre Aufgabe ist es, das Wetter und die Natur in der Menschenwelt im Gleichgewicht zu halten und zu kontrollieren. Damit die junge Generation begreifen kann, was das bedeutet, gibt es die Volljährigkeitszeremonie. Mit 17 Jahren reisen die Anderen also für sieben Tage in die Menschenwelt, um deren Umwelt zu verstehen. Der Himmel der geheimnisvollen Welt ist mit dem Meer der Menschenwelt verbunden. Einen Weg kann allerdings nicht jeder öffnen. Neben den Gefahren, getarnt als roter Delphin durch die Menschenmeere zu schwimmen, ist ein Verbot Gesetz für die Anderen: Kein Kontakt zu den Menschen.
Die siebzehnjährige Chun tritt diese Reise an. Sie soll später einmal die Aufgabe ihrer Mutter übernehmen und die Hüterin der Begonien werden. Doch als sie in der Menschenwelt von einem jungen Mann gerettet wird und dieser für sie stirbt, möchte Chun nur noch eines: Den unbekannten Jungen ins Leben zurückholen. Ein direkter Verstoß gegen die Natur. Doch Chun nimmt es auf sich, um ihre Schuld zu sühnen. Mit ihrem Verstoß löst sie Dinge aus, die ihrer eigenen Welt Unheil bringen. Unterstützt von ihrem Freund Cho gibt Chun jedoch nicht auf. Sie will ihren als kleiner Fisch wiederbelebten Freund, wenn er groß ist, unbedingt in die Menschenwelt zurückbringen. Doch zu welchem Preis?





Wer bei dieser Geschichte nicht irgendwann zu Tränen gerührt ist, der hat die Aufopferung der einzelnen Charaktere wohl nicht verstanden. Leute, die Nahe am Wasser gebaut sind, sollten sich daher entweder überlegen ins Kino zu gehen oder sich genügend Taschentücher mitnehmen, denn es wird sehr emotional.

Wie auch das Filmplakat, so ist ein Großteil des Films in der Farbe rot gehalten, was die Geschichte noch einmal mehr zu einer Lebensgeschichte macht. Denn rot ist bei den Chinesen die Farbe des Lebens. Sie bedeutet Kraft, Glück und Wärme, allerdings auch Wachstum und Energie. Passender geht es also gar nicht, da es ja immer wieder um Leben und Tod und ebenfalls die Natur geht. Chuns Kräfte sind durch ihre Familie dazu noch im Pflanzenbereich angesiedelt. Wirklich sehr schöne Metaphern, die es im Film übrigens zuhauf gibt, wenn man genauer hinsieht. Das Werk ist eindeutig dazu da, um es nicht nur bildtechnisch zu genießen, sondern zudem, um sich über das Leben Gedanken zu machen. Dazu kommt die Verantwortung, die Chun für ihren neuen Freund Kun übernimmt und die nicht nur Gutes mit sich bringt. Im Gegenteil. Einzelne Entscheidungen beeinflussen das Schicksal.

Zwölf Jahre lang haben die Macher Chun Zhang und Xuan Liang zusammen mit dem koreanischen Produktionsstudio „Mir“ und dem japanischen Komponisten Kiyoshi Yoshida (bekannt für seine Musik zu „Das Mädchen, das durch die Zeit sprang“) an dem chinesischen Animewerk gearbeitet. Es wurde durch die größte Crowfunding-Campange Chinas ermöglicht und begeistert durch die Fans aufgenommen. Zu Recht, wie wir finden.
Die deutsche Umsetzung ist dem Synchronstudio scalamedia wirklich sehr gut gelungen und die gewaltigen Bilder der Natur, von den Tieren und Fabelwesen sind beeindruckend.

Wer sich vorher noch einmal einen Eindruck vermitteln will, der kann sich den Trailer zum Film hier ansehen. Falls er das nicht schon getan hat.




Unser Fazit: Klasse, dass Universum Film/Anime sich dieses Fantasymärchen geschnappt und nach Deutschland gebracht hat. Wer auf emotionale, fantasievolle Coming-of-Age-Geschichten mit einer großen Portion Drama steht, der sollte diesen Film nicht verpassen. Vor allem nicht auf der großen Leinwand.

Ach ja, noch ein kleiner Tipp: Nach dem ersten, kurzen (roten) Abspann nicht gleich aufstehen und gehen. Da folgt noch eine Szene.

Wir danken Universum Film und S&L Mediannetworx für die Pressevorführung und freuen uns auf eine DVD und Blu-ray Version des Abenteuers.

Viel Erfolg am 3. Februar 2019!
Autor: /  Subaru
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Denise Augustin /  Sunny-Ray
Datum d. Artikels: 21.01.2019
Bildcopyright: Biantian (Beijing) Media, Universum Anime


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