Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Was, wenn man imaginäre Welten aus Fantasy-Games im realen Leben erforschen könnte? Shimizu Daisuke hat sich auf den Weg gemacht und zahlreiche Photographien von den verschiedensten Orten eingefangen, die magisch wirken…

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Der Junge und das Biest

Bakemono no Ko (バケモノの子)
 

Ein Junge lernt in einer Welt voller Tierwesen Mitgefühl wie Kampfkunst zu schätzen und muss sich letztlich einer elementaren Frage stellen: was füllt die Leere in seinem Herzen aus?

Inhalt

Der neunjährige Ren hat es schwer: sein Vater ist unauffindbar, seine Mutter bei einem Verkehrsunfall gestorben. Nun soll der neunjährige Junge bei einer Pflegefamilie ein neues Zuhause finden. Dort will der Wildfang jedoch partout nicht hin und buchst kurzerhand aus. Alleine und traurig streift er durch die Straßen Shibuyas, als er auf ein handgroßes, weiß-geplüschtes Wesen trifft. Dieses quiekt, um zu kommunizieren, und sieht Ren verwundert an. Als der Junge dem Tierchen etwas zu Essen gibt, ist es hellauf begeistert und frisst fleißig los. Von nun an läuft es Ren nach, der dem Wesen schließlich den Namen Chiko verpasst…
 
Diese Begegnung soll nicht das einzige mysteriöse Ereignis bleiben: während sich Ren zwischen ein paar Fahrrädern verkriecht, entdeckt ihn ein Passant und bleibt stehen. Er wird schroff angesprochen, schaut entnervt auf und ist vollends schockiert: ein gut zwei Meter, aufrecht gehendes wie rothaariges Wolfstiermonster in einem Mantel spricht zu ihm! Dieser fragt ihn forsch, ob er nicht sein Schüler werden möchte? Nach ein bisschen Gebrüll, Gegenwehr und Reis mit rohen Eiern zum Frühstück entscheidet sich Ren dafür, von dem Tiermonster namens Kumatetsu Kampfkunst zu erlernen. Dieser gibt dem Neuzugang schnurstracks einen neuen Namen, da Ren sich weigert, seinen zu nennen. Ab jetzt heißt er jedenfalls Kyūta und müht sich von nun an mit seinem launischen Lehrmeister ab…
 
Die Zwei befinden sich gegenwärtig in einem Tierreich, das parallel zu unserer Welt existiert. Hier sind alle Tierwesen sanft wie zahm und Menschen generell nicht erwünscht. Diese sind in der Lage negative Gefühle wie Wut oder Hass als Dunkelheit im Herzen zu tragen und dies ist letztlich dem Frieden in ihrer Welt nicht dienlich. Doch der Großmeister macht dieses Mal eine Ausnahme – extra für Kumatetsu. Dieser Herrscher ist ein weißer wie weiser Hase, der den Titel Großmeister trägt und demnächst als Gottheit wiedergeboren wird. Das beschließt er jedenfalls und lässt offen, wer seine Herrscherrolle beerbt. Zur Auswahl stellt er jedoch zwei Kämpfer: auf der einen Seite den faulen, jedoch bärenstarken Kumatetsu und auf der anderen Seite den besonnenen wie gerechten Iōzen. Dieses Wildschweintiermonster hat zwei Söhne namens Jirōmaru und Ichirōhiko. Die zwei sind ungefähr im gleichen Alter wie Kyūta und kommen mit dem Neuankömmling so gar nicht aus – allein bereits deswegen, da sich ihre Väter beziehungsweise Lehrmeister als Rivalen gegenüberstehen. Da stellt sich die spannende Frage, wer kann den Kampf für sich entscheiden und wie ergeht es dabei ihren Schülern?

Details

Dieser knapp zweistündige Film wurde von Mamoru Hosoda kreiert, der das Drehbuch schrieb sowie Regie führte. Mit Werken wie „Das Mädchen, das durch die Zeit sprang" und „Ame & Yuki – Die Wolfskinder" erlangte er international Ansehen. Diese Erzählung reiht sich in seine Erfolge ein: „Der Junge und das Biest“ gewann beim Japanese Academy Award den Preis für den besten Animationsfilm. Inzwischen wurde die Geschichte rund um Kyūta und Kumatetsu bereits als Manga adaptiert. Dieser erscheint in deutscher Sprache unter gleichnamigen Titel bei Tokyopop.
Autor:
Lektor: Roberto Czumbil
Grafiker: Rouja Rikvard
Veröffentlichung:
03.09.2017
Dentsu, Yomiuri Telecasting, Kadokawa Shoten, Toho, Nippon Television Network, Studio Chizu, Mamoru Hosoda


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