Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Wir haben uns einmal den Roman "Brüste und Eier" von Mieko Kawakami genauer angeschaut und für euch rezensiert...

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Last Game

ラストゲーム
 

Naoto ist der Meinung, er hat alles, kann alles und gehört zu den Gewinnern. Zumindest, bis ihm Mikoto über den Weg läuft, die sich von alldem so gar nicht beeindrucken lassen will. Was als Rivalität beginnt, wird für ihn bald schon zu einem ganz andere Gefühl, doch Mikoto scheint einfach nur gleichgültig zu sein. Somit beginnt für ihn ein letztes Spiel...

Inhalt

Bereits in der fünften Klasse war Naoto vor allem eines bewusst – er gehört zu den Gewinnern des Lebens. Nicht nur besitzt sein Vater eine große Kette Luxus-Hotels, wodurch er sich um Geld keine Sorgen machen muss, sondern er ist auch noch sehr intelligent und gutaussehend. Seine Mitschüler beneiden ihn und wollen sich gut mit ihm stellen und so ist er einfach überall beliebt, trotz seiner Überheblichkeit. Er ist glücklich, denn niemand ist besser als er. Doch als eines Tages die junge Mikoto in seine Klasse kommt, steht ihm eine schwere Zeit bevor.

Auf den ersten Blick scheint sie unnahbar, kalt und arm zu sein. Eine richtig graue Maus. Und dieser Eindruck bestätigt sich auch, denn anscheinend findet sie nicht einmal Freunde. Doch trotz allem verändert sie seit diesem Tag Naotos Leben. Sie bekommt bessere Noten und im Sport ist sie ebenfalls besser als er. Sie verdrängt ihn von so vielen ersten Plätzen, dass er es nicht mehr aushält. Als sie ihn zudem noch ignoriert, platzt dem Jungen der Kragen und er gibt mit seiner Familie an. Mikoto zeigt sich davon jedoch vollkommen unbeeindruckt, immerhin sind das die Erfolge seines Vaters und nicht seine eigenen.
Von dieser Realität schockiert, beschließt Naoto sich zu ändern und noch mehr zu pauken – so sehr, dass er irgendwann mitten auf der Straße das Bewusstsein verliert. Mikoto sammelt ihn auf und nimmt ihn mit nach Hause. Dort versteht er, was hinter der ruhigen Mikoto steckt. Ihr Vater kam bei einem Unfall ums Leben und ihre Mutter arbeitet bis spät in die Nacht. Sie selbst schmeißt den Haushalt und lernt, um ihrer Mutter irgendwann das gute Leben zu geben, welches sie verdient. Durch diese Erkenntnis wird Naoto ein bisschen erwachsener.

Als er Mikoto auf die gleiche Mittelschule folgt, verlieren die beiden sich ein wenig aus den Augen. Naoto wird als Prinz angehimmelt und an Verehrerinnen fehlt es ihm nicht, während Mikoto anscheinend noch immer keine Freunde hat. Ihm wird bewusst, dass er in ihrem Gedächtnis keine so wichtige Rolle spielt, wie sie für ihn. Daher nimmt er sich fest vor, das zu ändern. In der Oberschule „erkauft“ er sich ihre Zeit und lernt auch ihre verletzliche Seite kennen. Von diesem Moment an wird ihm klar, dass seine Rivalität schon lange in andere Gefühle ausgeartet ist. Er hat sich in Mikoto verliebt. Nun, auf der Universität, versucht er, seinen Stolz zu wahren, gegen sie zu gewinnen und ihr trotz allem klar zu machen, dass sie ihn doch sicherlich auch liebt. Wenn er gewinnt, bekommt sie einen Ring an den Finger. Doch wird er dieses letzte Spiel gewinnen?

Details

„Last Game“ ist ein Manga, der sich sehr viel Zeit lässt und die Vergangenheit nicht in einigen Seiten zusammenfasst, sondern sie direkt zeigt. Mikoto, für die Naoto ein wichtiger Teil ihres Lebens ist, weiß nicht, was für Gefühle sie für ihn hat und eigentlich denkt sie darüber auch nicht nach, während Naotos Stolz sein Leben öfter einmal schwerer macht, als es eigentlich sein müsste. So treffen diese beiden sehr ungleichen Charaktere aufeinander und ergänzen sich in einer unglaublich lustigen und herzerwärmenden Geschichte.
Die Geschichte erschien im berühmten „LaLa“ Magazin des Hakusensha Verlags, das bereits seit 1976 verlegt wird und unter anderem Serien wie „Vampire Knight“ und „Ouran High School Host Club“ beherbergte.
Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Rouja Rikvard
Veröffentlichung:
26.10.2017
Shinobu Amano, Hakusensha, Kazé


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