Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Gigantische Wale am Nachthimmel, Clans, die um die Vorherrschaft kämpfen - all das sind Elemente des Fantasy-Romans "Die Clans von Tokito" von Caroline Brinkmann. Im Interview sprechen wir mit der Autorin über Freund und Feind und welchem Clan sie sich anschließen wollen würde.

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Ein Zeichen der Zuneigung

Yubisaki to Renren (ゆびさきと恋々)
 

Ihr Leben ist wie fallender Schnee, denn Yuki ist gehörlos.

Inhalt

Im Leben der jungen Studentin Yuki gibt es kaum Geräusche: Ein allgemeines Mischmasch aus Tönen, deren Herkunft sie jedoch nicht orten kann, so beschreibt sie es. Und das auch nur, wenn sie das Hörgerät trägt. Nimmt sie es ab, hört sie gar nichts. Yuki ist von Geburt an taub.

Das hindert sie jedoch nicht daran, Spaß am Leben zu haben, sich für Modetipps auf Instagram zu interessieren oder mit ihrer besten Freundin Rin auszugehen. Ihre Welt gerät erst ins Wanken, als sie auf den großgewachsenen Itsuomi trifft: Er ist ein Mitstudent an ihrer Uni und Mitglied der AG für interkulturellen Austausch. Er ist ständig auf Reisen in die unterschiedlichsten Teile der Welt und spricht mehrere Sprachen, sodass er sich mit ausländischen Touristen in Japan besonders gut versteht. Das kommt ihm auch bei seinem Job als Kellner zu Gute. Und dieser Itsuomi bringt seither das Herz Yukis schneller zum schlagen (und sie hofft, dass er es nicht hört).

Natürlich bleibt Itsuomi nicht lange verborgen, dass Yuki mit Menschen anders kommuniziert als andere es tun: via Zeichensprache. Und da Itsuomi ein weltoffener und neugieriger Mensch ist, bekundet er Interesse, die Zeichensprache von Yuki gelehrt zu bekommen. Darüber freut Yuki sich zunächst sehr, fragt sich gleichzeitig aber auch, was der Grund für seine Wissbegierde ist. Er äußerte schon mehrfach, er fände sie „süß“, doch macht er das nur, weil sie als Gehörlose mit ihrer Gebärdensprache exotisch auf ihn wirkt? Oder hegt er tatsächlich größeres Interesse...?

Details

„Ein Zeichen der Zuneigung“ ist ein herausragender Shojo-Manga, der das Thema Gehörlosigkeit und Gebärdensprache sehr sensibel aufnimmt. Schon die Art, die Geschichte um Yuki und ihre Freunde zu erzählen, mit all den Gefühlen junger Erwachsener, wird sehr subtil vermittelt. Die Emotionen sind sehr gut von den Gesichtern der Charaktere abzulesen und die verwendete Zeichensprache basiert auf der japanischen Lautsprachbegleitenden Gebärdensprache, zu der es im Manga mehrere Anmerkungen gibt.

Von Suu Morishita sind in Deutschland neben „Ein Zeichen der Zuneigung“ außerdem noch „Daily Butterfly“ und „Short Cake Cake“ erschienen.

Autor:
Grafiker: Denise Augustin
Veröffentlichung:
29.03.2021
©Suu Morishita, Kodansha, altraverse


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