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Benjamin: One Day

One Day (一天)
 

Mit „One Day“ erscheint mittlerweile das dritte Werk des Ausnahmekünstlers Benjamin. Und wieder ist es etwas ganz Besonderes.

Inhalt

„One Day“ – jeder kennt ihn, den lieben Alltag. Oftmals ist er nicht so, wie man ihn gerne hätte. Und manche Menschen können und wollen einfach nicht akzeptieren, sich einer geregelten Ordnung zu Füßen zu legen. Immerhin sind sie keine Roboter, sie wollen frei sein und tun, was sie wollen.

So auch der junge Mann aus der Kurzgeschichte „One Day“. Er steht morgens auf und alles läuft, wie es schon immer war, mit Nasen- und Zahnfleischbluten. Unten hört sein halb-tauber Opa Radio – viel zu laut. Er hört jeden Morgen den Wetterbericht. Es soll zu Regenschauern kommen. Also stellt sein Großvater ihm einen Schirm an die Tür. Einen äußerst hässlichen und alten Schirm. Da verzichtet er doch lieber. Und auf dem Weg zur Arbeit sieht er sie wieder. Dasselbe Mädchen, das jeden Morgen zur gleichen Zeit an ihrem Waschbecken steht und sich die Zähne putzt. All das ist für ihn das Schlimmste, was es geben kann. Ein tagtäglich gleich ablaufender Ablauf. Doch, ist sein Leben wirklich so viel anders und so viel besser? Und wird er vielleicht bald alles anders sehen?

In „Eine Blume, die den Sommer nicht überlebt“ – eine weitere Kurzgeschichte des Bandes, geht es um einen Künstler, der eine heimliche Liebe für eine Frau hegt, welcher er immer vor dem Fenster sieht. Eines Tages erblickt er sie jedoch mit einem anderen Mann. Vor lauter Verzweiflung will er schon all seine Zeichnungen verbrennen, als gerade das Schicksal an seiner Tür klingelt. Das Besondere an dieser Geschichte ist vor allem, dass sie, wie auch die nachfolgende Story „Nachmittagsgeschwätz“, fast gänzlich ohne Worte auskommt. Gespräche entstehen so überhaupt nicht und es wird viel mehr mit dem Ausdruck der Menschen gearbeitet. Hier geht es darum, dass sich sowohl Liebe, als auch Schönheit nicht aufhalten lassen.

In der letzten Geschichte „Die Tauben schweben in der Stille“, dreht sich alles um einen jungen Mann, der einen alten Gitarrenladen geerbt hat. Jeden Tag spielt er in seinem Hinterhof, doch er hat weder Geld noch Talent. Viele Menschen beschweren sich, nur eine junge Frau hört ihm immer beim Spielen zu. Doch warum? Und wie kommt er aus seiner Krise?

Details

Wieder einmal ist mit „One Day“ ein außergewöhnliches Werk des Ausnamekünstlers Benjamin auf den Markt gekommen. Während in „One Day“ nur der Text farbig ist und in „Eine Blume, die den Sommer nicht überlebt“ auf Farbe verzichtet wurde, sind „Nachmittagsgeschwätz“ und „Die Tauben schweben in der Stille“ in Bejamins bekanntem farbigen Stil gehalten. Auch findet man hinten im Buch 31 Farbillustrations-Seiten, welche auf den nächsten Seiten betitelt, beschrieben und einem Jahr zugewiesen werden. Danach folgen Bilder und Essays des Autors aus den Jahren 1999 – 2005. Weitere bekannte Werke sind „Remember“ und „Orange“.
Autor:
Lektor: Michael Leible
Grafiker: Nathalie Schöps
Veröffentlichung:
19.07.2010
Zhang Bin, Tokyopop, Xiao Pan


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