Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Gigantische Wale am Nachthimmel, Clans, die um die Vorherrschaft kämpfen - all das sind Elemente des Fantasy-Romans "Die Clans von Tokito" von Caroline Brinkmann. Im Interview sprechen wir mit der Autorin über Freund und Feind und welchem Clan sie sich anschließen wollen würde.

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是-ZE-
 

Wie ist es wohl, wenn man nur lebt, um die Wunden anderer auf sich zu nehmen. Hat man einen Sinn im Leben und kann man mit diesem überhaupt glücklich werden?

Inhalt

Nach dem Tod seiner Großmutter verliert Raizo wegen der Erbschaftssteuer das Haus. Doch zum Glück findet er bei der Familie Mito Arbeit als Haushälter und ein neues Zuhause. Wirklich akzeptiert wird er aber nicht. Schon zur Begrüßung wird davon gesprochen, Raizo mit einem Fluch umzubringen, sollte etwas nicht passen.

Am ersten Abend steckt Raizo all seine Mühe in das Essen. Doch großes Interesse besteht nicht daran. Nur zwei kommen an den Tisch, Kotoha Mito, der offenbar jeden mag der ihm etwas zu Essen gibt und Konoe, ein eher gruselige Geselle. Aber dann beißt sich Kotoha vor lauter Gier. Konoe faselt etwas von Wunde heilen und nach einem leidenschaftlichen Kuss verschwinden die beiden.

Gleich am nächsten Abend möchte er wieder sein Bestes geben und endlich alle an einen Tisch bekommen. Also übertrifft er sich selbst und bereitet Nabe, Krebs, zu. Und tatsächlich, der Duft scheint zu funktionieren, es kommen alle zum Essen. Der Koch freut sich schon, aber diese hält leider auch nicht lange an, denn plötzlich purzeln die Ereignisse regelrecht übereinander. Auf einmal reißt ohne jede Vorwarnung Konoes Arm ab und landet im Essen. Seine einzige Sorge scheint allerdings zu sein, dass sein Arm gerade mitgekocht wird. Kurzerhand wird er aus dem Essen geholt und er setzt ihn sich wieder an. Raizo versucht noch das alles zu realisieren - offenbar ist er der einzige, der es für nötig sieht, einen Krankenwagen zu rufen. Und weshalb ist überhaupt nicht ein Tropfen Blut geflossen? Konoe erklärt, dass in seinem Körper kein Blut fließt, da er ein Kami ist. Nicht das Kami von Gott, sondern von Papier. Und dann wird Raizo endlich aufgeklärt, mit wem er hier eigentlich zusammen wohnt. Die Familie Mito sind so genannte Kotodama. Sie können Flüche über andere aussprechen, allerdings nur böse. Wenn ein solcher Fluch ausgesprochen wird, kommt aber immer etwas auf den Kotodama zurück, er wird also dadurch verletzt. Und dafür sind die Kami da, sie übernehmen die Wunden ihrer Kotodama.

Erst jetzt, nachdem Raizo diese Geheimnisse kennt, versteht er die Situationen, in denen sich seine Mitbewohner befinden. Was muss das für ein Gefühl sein, ein Kami zu sein? Besonders Kon, mit dem Raizo das Zimmer teilt, scheint damit nicht gut klar zu kommen. Ob er etwas daran ändern kann?

Details

Die Idee, die Yuki Shimizu hier hatte, ist sehr interessant. Leider wirkt der Manga aber etwas verwirrend. Vor allem auch, da bei der Übersetzung ein paar Fehler gemacht wurden und die Begriffe Kotodama und Kami ab und zu verdreht wurden. An sich ist die Geschichte aber schön zu lesen.
Autor:
Lektor: Kathrin Hommel
Grafiker: Julia Kefenhörster
Veröffentlichung:
09.09.2010
Shinshokan, Egmont Manga und Anime (EMA), Yuki Shimizu


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