Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Die Bandgeschichte von X Japan wurde mit "We are X" verfilmt und kommt am 12. Oktober nun auch endlich in die deutschen Kinos. animePRO durfte vorab schon einmal einen Blick darauf werfen...!

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Box of Spirits

Mouryou no Hako (魍魎の匣)
 

Eine grausame Mordserie. Eine beinahe schon fanatische Freundschaft. Ein von Frauen ungerührter Kommissar und ein seltsamer Unfall. Menschen, die besessen scheinen. Die wunderschöne Frau mit dem Geheimnis. Der freundliche Polizist vom Lande und eine Gruppe Redakteure. Alles wegen der lebenden Puppe in der Kiste.

Inhalt

Kanako und Yoriko sind Freundinnen oder vielleicht auch mehr als das. Denn in Yorikos Augen ist Kanako perfekt und sie vergöttert sie geradezu. Schuld daran ist wahrscheinlich ihr Elternhaus. Nicht nur sind ihre Eltern geschieden, sondern ihre Mutter, bei der sie lebt, ist total verarmt und lässt sich vollständig gehen. So sehr, dass sich Yoriko selbst vor ihr ekelt. Ihre Mitschülerinnen finden sie und ihre Situation nur peinlich und meiden sie daher, so gut es geht. Nur die engelsgleiche Kanako ist anders und hat sich ihrer angenommen.
Sie teilt mit ihr ihre Welt aus klassischer Musik und Fantasy-Romanen, nimmt sie mit in Cafés und auf Nachtspaziergänge. Als Yoriko überlegt, weshalb sie beide befreundet sind, geht sie sogar so weit zu sagen, dass sie gegenseitig ihre Reinkarnationen sind, die zufälligerweise in der gleichen Zeit geboren wurden.
Als sie jedoch eines Tages nachts einen Ausflug machen wollen, scheint Kanako sehr bedrückt und dreht ihr selbst am Bahngleis nur den Rücken zu. Sie sagt etwas von wegen sie wird langsam … Doch zum Ende ihres Satzes kommt sie nicht.
Zum einen, weil Yoriko geschockt ist und ihr nicht zuhört. Warum? Sie hat einen Pickel an Kanakos Hals entdeckt – an ihrer perfekten Kanako! Zum anderen, weil sie plötzlich auf den Gleisen vor dem Zug landet. Doch warum? An den Grund erinnert sich das Schulmädchen gar nicht mehr. Sie ist nur geschockt.

Kommissar Kiba ist zufällig im Zug, der Kanako schwer verletzt – wenn auch nicht tötet. Er versucht sich erst einmal mit Yoriko zu unterhalten, jedoch vergeblich. Alles, wovon sie stammelt, ist ein Pickel und dann möchte sie nur noch ihre Freundin sehen und bettelt ihn an, sie zu ihr zu bringen. Glücklicherweise gibt es einen freundlichen Polizisten in der Nähe, der sich bereit erklärt, sie zum Krankenhaus zu bringen. Auf dem Weg dorthin erzählt er, die berühmte Schauspielerin Kinuko Minami wohne in der Gegend und Kiba erinnert sich, dass sie die einzige Frau war, für die er geschwärmt hatte. Doch Moment – sieht sie nicht genau wie Kanako aus?
Das bestätigt sich im Krankenhaus, als die berühmte Dame tatsächlich erscheint.

Doch irgendetwas an diesem ganzen Fall ist faul. Kanako wird in ein äußerst seltsames Gebäude verfrachtet. Jemand droht an, sie zu entführen. Die Leute, die sich um sie sammeln, sind mehr als nur ein wenig eigenartig und plötzlich scheint sich auch Yoriko daran zu erinnern, dass Kanako von einem Mann in Schwarz auf die Gleise geschubst wurde. Kiba kann sich nicht von Kinuko lösen und auch eine Gruppe Redakteure rutscht zufällig hinein. Und das alles nur, weil jemand im Zug einmal eine lebendige Puppe in einer Box gesehen hat?

Details

„Box of Spirits“ ist ein besonderer Manga in vielerlei Hinsicht. Zum einen ist der erste Band dicker als viele seiner Artgenossen. Zum anderen sieht man die Figur auf dem Cover erst am Ende des ersten Bandes auf der letzten Seite – und hier wird seine Identität nicht gelüftet. Alles wirkt irgendwie verstörend und wird zunehmend psychopathischer und mysteriöser. Die Charaktere wirken teils wie in einem Grusel- und Kuriositäten-Kabinett und der eine oder andere scheint ein wenig geistig verwirrt zu sein. Der Tod ist allgegenwärtig, wenn auch anfangs noch nicht sichtbar und immer wieder bekommt man Szenen von jemandem, dessen Identität nicht preisgegeben wird, der jedoch in einem Zug eine lebendige Puppe mit der Optik einer jungen Dame in einer Box sieht und sich nun selbst eine machen möchte …
Autor:
Lektor: Daniela Würdig
Grafiker: Denise Augustin
Veröffentlichung:
20.03.2014
Aki Shimizu, Natsuhiko Kyogoku, Kadokawa Shoten, Tokyopop


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