Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Am 10. September ist "Welttag der Suizid-Prävention". Aus diesem Anlass veröffentlichte Egmont Manga jüngst den Einzelband "My broken Mariko" von Waka Hirako. Wir möchten euch dieses besondere Werk nicht vorenthalten und stellen es hiermit vor...!

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Never ever love

Dounimo Nannai Soushi Souai (どうにもなんない相思相愛)
 

Jeder kennt den Spruch: Was sich liebt, das neckt sich. Nichts beschreibt „Never ever love“ treffender.

Inhalt

Schon in der Grundschule hat es Genji nicht leicht und ist Hänseleien ausgeliefert. Ausgang der Hänselei ist stets sein Klassenkamerad Keita. Als eines Tages dann der Bogen überspannt ist, fordert Genji ihn auf dem Schuldach zu einem Duell. Zu einer Prügelei kommt es allerdings nicht, denn Keita beginnt plötzlich stark zu schwitzen und gibt zu, Höhenangst zu haben.

Nachdem sie das Dach verlassen haben, will Genji wissen, warum er dann überhaupt gekommen sei. Keita sagt ihm, dass er nicht für jeden aufs Dach gekommen wäre, aber für ihn eine Ausnahme gemacht habe. Genji, der immer gedacht hat, sein Klassenkamerad würde ihn hassen, ist verständlicherweise verwirrt. Auch erfährt er bei der Gelegenheit, dass Keita deswegen Höhenangst hat, weil seine Mutter ihn die Treppe heruntergestoßen hat. Als Genji schon befürchtet, dass sie sich am Ende noch anfreunden, besucht Keita nicht mehr die Schule.

Sechs Jahre später kommt es zu einem Wiedersehen in der Oberschule. Genji ist mittlerweile ein richtiger Schürzenjäger geworden, wenn auch eher mit mäßigem Erfolg. Er versucht es bei jedem Mädchen. Allerdings ist er dabei nur auf Sex aus, was er auch offen sagt. Keita hingegen wirkt erhaben und erwachsen, was ihm gleich die Mädchen zu Füßen liegen lässt und Genjis Temperament immer wieder zum Überkochen bringt. Als Keita seine Gefühle für Genji preisgibt, glaubt dieser, dass Keita ihn nur wieder quälen will. Doch Keita lässt nicht locker, ihm seine Liebe zu beweisen oder sie ihm vielmehr aufzudrängen…

Details

„Never ever love“ ist das Debüt auf dem deutschen Markt von Papiko Yamada. Der Einzelband ist sich unterhaltsam, wenn stellenweise auch der Humor überzogen wird. Leider wird Keitas Vergangenheit zu wenig beleuchtet, als das seine Haltung wirklich nachvollzogen werden kann. Auffällig dürfte sein, dass der Manga eine sehr lässige Sprache hat, die wohl nicht jedermanns Sache ist. Im Original erschien „Never ever love“ im Osaka-Dialekt geschrieben, was EMA so gut wie möglich versucht hat, beizubehalten. Die Zeichnungen sind stets detailliert und wirken nie hingeschmiert.
Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Julia Kefenhörster
Veröffentlichung:
13.02.2015
Papiko Yamada, Ichijinsha, EMA


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