Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

2013 rief der Halbamerikaner, Halbjapaner Samuel Kaylor das Musikprojekt „Home Sessions“ ins Leben. Was genau es damit auf sich hat könnt ihr in unserem Interview mit dem sympathischen Künstler erfahren.

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Ganz verschieden gleich

Docchi mo Docchi (どっちもどっち)
 

Zwei gutaussehende Männer in Führungspositionen, umschwärmt von der Frauenwelt, treffen zum ersten Mal aufeinander und schon ist nichts mehr, wie es einmal war.

Inhalt

Spielort des Geschehens ist ein erfolgreicher, japanischer Konzern. Zwei Türme überragen das sonstige Gelände und jeder dieser Türme hat sozusagen einen Herrscher. Auf der einen Seite steht der erfolgreiche Mitarbeiter Tsuburaya, welcher weitgereist ist, viele Instrumente beherrscht und ein Sprachentalent ist. Dem gegenüber steht Ozaki. Absolvent einer Eliteuniversität, sportlich und draufgängerisch. Beide sind zudem noch gesegnet mit einem blendenden Aussehen. Kein Wunder also, dass die Frauen ihnen zu Füßen liegen.

Als die beiden Topmanager sich das erste Mal begegnen, sind die Frauen auch nicht weit. Auf der Männertoilette findet Ozaki und Tsuburaya etwas Ruhe, um sich zu unterhalten. Wobei es vielmehr Stichelleien sind, die sich austauschen. Ozaki baggert unvermittelt seinen Gegenüber an und meint, er würde ihn am liebsten gleich vernaschen. Doch Tsuburaya macht ihm einen Strich durch die Rechnung und bringt den taffen Ozaki in Verlegenheit.

Das Katz und Maus Spiel beginnt und schließlich entscheiden sie sich dazu, sich in einem Hotel zu treffen, um miteinander zu schlafen. Beide Parteien sind fest entschlossen, den aktiven Part zu übernehmen, immerhin tut nur dies ihrem Stolz Genüge. Am Ende versinkt alles im Chaos und der Geschlechtsverkehr wird verschoben. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben….

Details

Das Gezänke zwischen Ozaki und Tsuburaya lassen „Ganz verschieden gleich“ zu einem humorvollen Yaoi-Manga werden. Obwohl der Witz eindeutig im Vordergrund steht, bleiben aber auch ernste und gefühlvolle Szenen nicht aus. Die Zeichnungen sind zwar einfach und es wird viel mit Rasterfolie gearbeitet, was vielleicht nicht jedem gefallen wird, jedoch zur Geschichte passt. Gerade die Gesichtsausdrücke harmonieren gut mit den Sticheleien. Es treten allerdings kaum Nebencharaktere auf. Was zwar schade ist, dafür wirkt der Manga auch nicht zu überladen und Hiiragi konnte sich ganz ihren Hauptprotagonisten widmen. Was gerade bei einer kurzen Serie von drei Bänden sicher eine gute Entscheidung war. Die Handlung ist dadurch nicht überladen und wirkt nie gehetzt.
 
Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Julia Kefenhörster
Veröffentlichung:
02.03.2015
Tokyopop, Kaiousha Publishing Co., Nozomu Hiiragi


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