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Andreas Neuenkirchen ist bekannt für seine Japanbücher, sowohl in Romanform wie auch als Reiseliteratur. Mit „Kawaii Mania“ hat er ganz frisch einen neuen Titel auf den Markt gebracht – und uns Rede und Antwort gestanden!

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The Hakkenden

The Hakkenden (THE 八犬伝)
 

Um seinen Erzrivalen zu besiegen, bietet Yoshizane Satomi jedem die Hand seiner Tochter an, der ihm dessen Kopf bringt – sogar dem Hund Yatsufusa.

Inhalt

Japan im 15. Jahrhundert. Halb im Wahn, halb im Scherz bietet der Fürst Yoshizane Satomi dem Haushund Yatsufusa die Hand seiner Tochter, wenn dieser den Clan Satomi vor der drohenden Vernichtung durch den Clan Anzai bewahrt. Yatsufusa hält seinen Teil der Abmachung und bringt dem Fürsten den Kopf des Feindes.

Zum Schrecken aller besteht Prinzessin Fuse darauf, dass beide Seiten des schrecklichen Paktes ihr Versprechen einhalten. Nachdem Fuse das elterliche Haus verlassen hat, macht sich ihr ehemaliger Verlobte, Daisuke Kanamari, auf den Weg, seine Angetraute zu finden und vor dem Monster zu retten. Doch als er Yatsufusas Aufenthaltsort ausfindig macht, ist es schon zu spät: Prinzessin Fuse ist bereits schwanger. Doch bevor sie ihren Kindern das Leben schenken kann, begeht sie aus Scham über die Schande, die sie über ihre Familie gebracht hat, Selbstmord. Im Tod lösen sich aus ihrer Gebetskette die acht großen Perlen und tragen die Geister ihrer Kinder davon. Diese werde Jahre später getrennt voneinander als normale Menschen wiedergeboren. Das einzige, was sie in Verbindung bringt, sind das Geburtsmahl in Form einer Pfingstrose und das Zeichen für Hund (Inu) in ihren Nachnamen. Jeder der acht Hundekrieger besitzt je eine der Gebetsperlen, die jede für sich eine spezielle Bedeutung hat - Nämlich jeweils eine der traditionellen konfuzianischen Tugenden: brüderliche Liebe, kindliche Frömmigkeit, Vertrauen, Treue, Weisheit, Formvollendetheit sowie Pflichtgefühl und Mitgefühl. In Zweier- und/oder Dreiergruppen agierend, versuchen sie ihr gemeinsames Schicksal zu erfüllen.

Details

Mit diesem Werk ist den Machern ein Meilenstein in der Anime-Geschichte gelungen, obwohl der Zeichenstil inmitten der Serie deutlich zwischen zwei Stilen schwankt. Einerseits besitzt The Hakkenden ein detailliertes und ausgereiftes Design und auf der anderen Seite eine stilistisch simplizierte und sparsame Form
The Hakkenden basiert auf dem Roman "Nanso Satomi Hakkenden" von Kyokutei Bakin, einem der ersten Schriftsteller Japans. Sein richtiger Name war Takizawa Okikuni, ursprünglich als Samurai zur Welt gekommen. Gekonnt beherrschte er beides, Schwert und Stift. Es entstanden zahlreiche Realverfilmungen, von denen der Kinofilm „Satomi Hakkenden" von 1984 der erfolgreichste war.
Autor:
Lektor: Kathrin Hommel
Grafiker: Rebecca Bertram
Veröffentlichung:
16.04.2010
AIC, Pioneer LDC, Mediacs


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