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Was, wenn man imaginäre Welten aus Fantasy-Games im realen Leben erforschen könnte? Shimizu Daisuke hat sich auf den Weg gemacht und zahlreiche Photographien von den verschiedensten Orten eingefangen, die magisch wirken…

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Ghost Tower

Yuureitou (幽霊塔)
 

In einem Uhrenturm Japans gehen seltsame Dinge vor sich: Menschen werden auf grausame Weise getötet, ein unbekannter Täter geht um und alle, die mit dem Gebäude zu tun haben, verfolgt das Unglück. Ausgerechnet an diesem Ort geht der junge Mann Taichi mit einem geheimnisvollen Fremden auf Schatzsuche!

Inhalt

Japan in den 50er Jahren: Taichi ist eigentlich immer pleite. Das wenige Geld, das er hat, gibt er für fragwürdige Magazine voll mit leicht bekleideten Damen und Spukgeschichten aus. Mit der Miete ist er immer im Rückstand. Kurzum: Taichi ist ein Versager.

Als er eines Tages den mysteriösen Tetsuo trifft, nimmt sein Leben jedoch eine überraschende Wende. Der junge Mann ist auf der Suche nach einem Schatz, der angeblich im alten Uhrenturm der Stadt versteckt sein soll. Der Turm wird von allen Einwohnern gemieden, seit dort vor ein paar Jahren ein grausiger Mord stattgefunden hat: Ein junges Mädchen soll damals seine Adoptivmutter an die Zeiger der Turmuhr gefesselt haben. Als die Zeiger auf dem Ziffernblatt herumwanderten, hat es die alte Frau buchstäblich zerrissen. Das Mädchen beging danach Selbstmord. Seitdem steht der Turm im Verdacht, verflucht zu sein.

Tetsuo glaubt aber nicht an den Fluch. Vielmehr ist er sich sicher, dass der Turm einen Schatz beherbergt, den jemand mit allen Mitteln zu schützen versucht. Er bittet Taichi, ihn bei der Suche zu unterstützen – und dieser stimmt zu, nicht ahnend, welches Grauen er damit heraufbeschwört ...

Details

„Ghost Tower“ präsentiert sich als Horrorstory mit Krimielementen, die ihre Leser fortwährend im Dunkeln tappen lässt und damit die Spannung gekonnt aufrechterhält. Keiner der Protagonisten scheint der zu sein, als der er sich ausgibt. Jeder hat Geheimnisse und dann ist da noch der mysteriöse Täter, der im Uhrenturm umgeht und Morde begeht. Ist er ein Geist oder doch ein Mensch aus Fleisch und Blut? Abgerundet wird der Lesegenuss durch die klaren und detaillierten Zeichnungen von Mangaka Tarou Nogizaka, der nicht nur den Grusel perfekt transportiert, sondern ebenso gut die Atmosphäre der frühen 50er Jahre einfängt.
Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Julia Kefenhörster
Veröffentlichung:
24.01.2016
Tarou Nogizaka, Carlsen, Shougakukan


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