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Was, wenn man imaginäre Welten aus Fantasy-Games im realen Leben erforschen könnte? Shimizu Daisuke hat sich auf den Weg gemacht und zahlreiche Photographien von den verschiedensten Orten eingefangen, die magisch wirken…

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Regenbogenkind

 

Wie schnell sich das ganze Leben doch verändern kann. Nach der Scheidung hat Tobias bei seiner Mutter gelebt. Doch plötzlich soll er zu seinem Vater ziehen – seinem schwulen Vater…

Inhalt

Tobias ist ein Scheidungskind und lebt bei seiner Mutter. Zumindest war dies bisher so. Seine Mutter hat einen neuen Partner und plötzlich soll er bei seinem Vater leben, obwohl er ihn schon ewig nicht mehr gesehen hat. Dies spielt für seine Mutter keine Rolle. Immerhin habe sie nun lange genug auf ihr eigenes Leben verzichtet und am besten würde Tobias ganz bei seinem Vater einziehen.

So muss sich Tobias von heute auf morgen nicht nur in einer neuen Umgebung sondern auch in einer Patchwork-Familie zurechtfinden. Sein Vater ist schwul und gemeinsam mit seinem Freund Thomas haben sie ein Mädchen adoptiert, die heute sechzehnjährige Claudia. Obwohl er herzlich aufgenommen wird, ist es nicht verwunderlich, dass er sich dort nicht sonderlich wohl fühlt. Gerade mit Thomas kann sich Tobias nicht anfreunden. Am liebsten hätte es Tobias natürlich, dass seine Eltern wieder zusammenkommen.

Schon der erste Schultag nach seinem Umzug zeigt, dass sich Tobias fortan einigen Hürden stellen muss. Beeinflusst von dem Gerede der Eltern, wenden sich Tobias Freunde von ihm, da sie glauben, Tobias würde nun ebenfalls schwul werden und es sei etwas Ekliges und Abnormales. Obendrein wird er noch aus dem Fußballteam geschmissen. Frustriert und traurig zieht er sich in sein Zimmer zurück. Claudia gesellt sich zu ihm und führt ein offenes Gespräch mit ihm, welches Tobias zum Nachdenken anregt…

Details

Spielt das Geschlecht eine Rolle, wenn es um Liebe geht? Was macht eigentlich eine Familie aus? Das sind die zentralen Fragen mit denen sich „Regenbogenkind“ beschäftigt. Aufgrund der knappen Seitenzahl werden die Fragen nur kurz angeschnitten. Denn wie M. Lang selbst sagt, könnte man damit ganze Bücher füllen und eine Patentlösung gibt es nicht. Dennoch regt das Werk zum Nachdenken an und man kann sich in die Figuren einfühlen. Im Jahr 2016 schloss M. Lang ihr Illustrationsdesign-Studium ab und „Regenbogenkind“ war Teil ihrer Abschlussarbeit.
→ Zum Dōjinshi
Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Julia Kefenhörster
Veröffentlichung:
24.07.2016
M. Lang


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