Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Im Herbst 2020 hat der cass Verlag den herausstechenden Roman "Chor der Pilze" von Hiromi Goto veröffentlicht. Wir wollen euch dieses ungewöhnliche Buch mit seinen ungewöhnlichen Protagonisten gerne einmal vorstellen...

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Show me your Gun

Yondaime Ooyamato Tatsuyuki (四代目・大和辰之)
 

Einst trafen sich zwei Jungen auf unerwartete Weise. Was der eine vergaß, veränderte das Leben des anderen. Nach Jahren treffen sie wieder aufeinander und dieses Mal lernen beide, das Weglaufen zwar manchmal in Ordnung ist, aber nicht alles löst.

Inhalt

Tatsuyuki wurde in eine Yakuza Familie geboren, womit er mittlerweile gar nicht mehr klar kommt. Er ist einfach viel zu fürsorglich und nett. Was er natürlich nie zugeben würde. Er spielt stets denn gelangweilten, faulen Anführer. Denn durch den Status seines Vaters ist ihm eine Gruppe unterstellt. Dazu kommt, dass er jemanden verloren hat, der stets das Licht an seiner Seite war. Um den jungen Yakuza auf andere Gedanken zu bringen und damit er sich seiner Verantwortung bewusst wird, schickt ihn sein vertrauter Untergebener aus Tokyo weg nach Fukuoka. Er soll sich dort um eine Gruppe kümmern. Daran hat Tatsuyuki allerdings kein Interesse. Er will seinen verehrten Sensei nur vergessen und besäuft sich lieber. Betrunken landete er auf einer Parkbank und wird von einem jungen Mann aufgegabelt, der ihn zu kennen scheint. Total weggetreten treiben es die beiden jungen Männer die ganze Nacht. Als Tatsuyuki am nächsten Morgen erwacht, ist er schockiert. Ganz im Gegensatz zu dem jungen Mann namens Nozomi, der ihn mehr als gut zu kennen scheint, erinnert sich Tatsuyuki gar nicht an ihn. Anscheinend haben sich die beiden in ihrer Kindheit getroffen. Unter nicht gerade schönen Umständen, aber wie stets bot Tatsuyuki Nozomi seine Hilfe an und veränderte damit dessen Leben. Seitdem ist der junge Mann ihn Tatsuyuki verschossen und überglücklich über die gemeinsame Nacht. Doch der Yakuza Sohn hat kein Interesse. Zunächst zumindest. Er muss schauen, wie er sein Leben auf die Reihe bekommt. Denn bisher ist er immer nur weggelaufen. Doch langsam geht das nicht mehr.

Details

Auffällig an Beriko-senseis Zeichenstil sind die Ohren, die vor allem beim Hauptcharakter schon einem Elf gleichen. Ansonsten ist ihr Stil detailliert und schwungvoll. Bei den Augen mischt sie gerne. Neben typischen Manga-Augen gibt es ebenso die natürlichere asiatisch-schmale Variante.
Obwohl die Geschichte einige Dramen aufweist, gibt es dennoch immer wieder lustige Szenen, die die Mangaka richtig einsetzt, so dass das Ganze nicht lächerlich wirkt.
Ein Manga, der im deutschen Druck endlich mal keine Reklame am Ende aufweist, die einen glauben lässt, man hätte noch mehr zu lesen. Bis auf die letzte Seite gibt es hier Yaoi. Allerdings ist der deutsche Titel unpassend.
Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Julia Kefenhörster
Veröffentlichung:
25.05.2017
Scarlet Beriko / Egmont Manga / Shinshokan


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