Die Braut des Magiers

Geschrieben von
Bildcopyright: Kore Yamazaki, Mag Garden, Tokyopop

Wer eine übernatürliche Begabung hat, kann diese als Segen oder als Fluch wahrnehmen. Für Chise war sie bislang ein solcher Fluch, dass sie irgendwann die Lust am Leben verlor. Schließlich beschloss sie, sich an jemandem verkaufen zu lassen, der mehr mit ihr anfangen kann und fand so ein magisches neues Leben.

Inhalt

Gerade einmal fünfzehn Jahre jung, schon so vom Leben so gestraft, dass sie es gar nicht mehr haben möchte. Die junge Chise ist am Ende ihrer Nerven. Von klein auf hat sie Wesen um sich herum gesehen, die nur sie wahrnehmen konnte. Sprach sie mit diesen, wurde sie als seltsames Ding angesehen, dass mit sich selbst sprach und unheimlich war. Das ging so weit, dass sogar ihre Eltern nichts mehr von ihr wissen wollten und eine Tragödie passierte.
Als sie an einem Punkt ankommt, bei dem sie selbst keine Verwendung mehr für ihr eigenes Leben hat, tritt ein ungewöhnlicher Mann vor sie und stellt ihr die Frage, ob sie es dann nicht jemandem geben möchte, der mehr Verwendung dafür findet. Trotz dieser sehr seltsamen Frage stimmt Chise ein und findet sich schon bald auf einem Markt wieder, auf dem nicht nur Menschen, sondern auch Werwölfe, Zwerge und andere übernatürliche Kreaturen wie Vieh versteigert werden. Darunter sie selbst.

Kaum betritt sie die Bühne, wird sie als eine Slay Vega bezeichnet und als etwas so Besonderes beginnt ihr Preis bei einer Millionen Pfund. Auch wenn viele interessiert an ihr scheinen, durchdringt ein Gebot das Stimmengewirr: Fünf Millionen Pfund. Damit ist sie an jemanden verkauft, hinter dessen Rücken viel getuschelt wird. Er scheint ein besonderer Magier, allerdings auch Misanthrop zu sein. Elias Ainsworth ist sein Name und seine Gestalt ist imposant. Er ist groß und stämmig und sein Kopf, meist von einem Tuch verdeckt, ähnelt einem riesigen Tierschädel.

Als sie in ihrem neuen Zuhause ankommt, befreit Elias sie von ihren Fesseln und eröffnet ihr ihre neue Zukunft. Er hat sie als seinen Lehrling gekauft, denn sie ist eine Slay Vega, jemand, der von Geistern geliebt wird. Dabei kann diese Liebe gefährlich sein, denn nicht immer stimmen die Ansichten der Geister um sie herum mit ihren eigenen überein, trotzdem hat sie große Begabung. Doch nicht nur sein Lehrling, auch seine Braut soll sie werden...

Fazit!

Kore Yamazaki hat mit „Die Braut des Magiers“ ein besonderes Werk geschaffen. Während die Zeichnungen sehr aufwendig, liebevoll und voller Details stecken, nimmt die Story sich jede Menge Zeit, sich zu entfalten. Dabei wird sie keinesfalls langweilig. Sie nimmt sich für Entwicklungen die Zeit, die sie braucht, um glaubhaft und realitätsnah zu wirken. Dabei gibt es in der Welt, in der Chise sich nun bewegt und die ebenfalls in unserer existiert, so viel geheimnisvolles zu entdecken, dass es niemals langweilig wird.
Dazu kommen ein paar Geheimnisse, etwas Action, Comedy und liebevolle Charaktere, die alles andere als konform wirken.
Dieses so ungewöhnliche Werk hat Tokyopop in seiner Umsetzung zu würdigen gewusst. Nicht nur bekommt es ein größeres Format, sondern auch Farbseiten, eine kleine Dankeskarte des Mangaka und zwei Sonderseiten auf der Innenseite des Einbands.

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