Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Im Rahmen der KAZÉ Anime Night präsentierte Anime on Demand von 29. - 31.05.2020 den ersten Kino-Ableger der Erfolgsreihe "DanMachi" erstmals in Deutschland. Wir haben ihn uns für euch einmal angeschaut - vom heimischen Sofa aus.

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Blame!

Originaltitel: ブラム!, Buramu!
 
Killy ist kein Mann vieler Worte. Er ist ein Wanderer und auf der Suche nach dem Netzwerk-Gen. Dabei begegnet er der Siedlung der Elektro-Fischer…
Inhalt
Die Welt ist in ihrer Perfektion verendet. Die Menschheit erkrankte an einem Virus, wodurch sie auch die Kontrolle über ihre digitale Regierungsbehörde verlor. Seitdem entwickelten diese ein Eigenleben und erweitern die trostlose Metropole immer weiter, bis ins Unendliche, während sie Jagd auf die Menschen machen.
 
Die Siedlung der Elektro-Fischer steht vor ihrem Ende: die Nahrung ist knapp und neue zu beschaffen, erfordert die Reise außerhalb der Siedlung, wo die Elektro-Fischer nicht vor der Schutzwacht und deren Vertilgern geschützt sind.
 
Trotzdem machen sich die junge Zuru und weitere Jugendliche auf, um doch noch irgendwo Nahrung aufzutreiben. Schon bald kommen sie in eine Lage, die ihre Opfer fordert. Wäre Killy nicht in der Nähe, wäre allerdings die ganze Mission in einem Desaster geendet. Nach einem knappen Austausch von Personalien und Zielen begleitet der stille Wanderer die Jugendlichen mit in die Siedlung – wird er etwas an den dortigen Umständen ändern?
Blame!
Dt. Publisher:Universum Anime
Erscheinungstermin:23.02.2018
Preis (Amazon):22,99 €
Synchronfassungen:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Spiellänge:106 Minuten
FSK:Ab 12 Jahren
Bestellen:Bei Amazon
Animexx:DVD-Eintrag

Details
„Blame!“ ist eine Adaption des gleichnamigen Manga von Tsutomu Nihei. Dieser entstand im Jahr 1998 und wurde mit zehn Bänden abgeschlossen. Im Jahr 2015 gab es mit sechs Bänden eine Neuveröffentlichung, auch in Deutschland fand bei den Verlagen Egmont Manga & Anime und Cross Cult eine Publikation statt.
 
Der Film entstand 2017 und wurde erstmals über Netflix gezeigt. Er erzählt eine Handlung, die dem ursprünglichen Plot zwar nicht unähnlich ist, jedoch viele Elemente von diesem nicht aufgreift. Einerseits geht ein wenig des Flairs des Originals flöten, andererseits entsteht durch diese Entscheidung in der Produktion ein kohärenter Plot, der im Prinzip keiner weiteren Erklärungen bedarf – denn die Erzählstruktur der Vorlage ist wesentlich unübersichtlicher.
 
Tatsächlich ist dieser Film nicht das erste animierte Projekt von „Blame!“. Schon in den Jahren 2002 und 2007 entstanden kürzere Projekte.






Umsetzung
Das Filmprojekt von „Blame!“ verzichtet in diesem Zeitalter der modernen Animationstechnik natürlich nicht auf CGI-Effekte, allerdings weiß man diese auch für sich zu nutzen. Das Bild ist knusprig-scharf und flüssig, insbesondere die Zeitlupenabschnitte kommen gut zur Geltung.
 
Der Ton muss hingegen mehr Haarspalterei über sich ergehen lassen. Die Hintergrundmusik ist eingängig und rückt nicht zu stark im Vordergrund. Es ist ein klares Thema zu erkennen, das der Handlung teilweise eine Epik verleiht, die sie gar nicht besitzt. Problematischer ist jedoch die deutsche Synchronisation. Während die Nebenrollen adäquat besetzt wurden, wirken die Hauptrollen, allen voran Protagonist Killy, in eine akustische Ecke gedrängt, die auf Biegen und Brechen für Heranwachsende „cool“ klingen muss, was dem Film ein wenig die Seriosität nimmt. Zum eigentlich enthaltenen Originalton und Untertiteln kann keine Aussage getroffen werden, da lediglich ein Streaming-Code zur Verfügung stand.
Menü Hierzu ist keine Angabe möglich, da das Rezensionsmuster aus einem Streaming-Code bestand.
Verpackung Zur Verpackung lässt sich leider ebenfalls wenig sagen. Es handelt sich in jedem Fall um eine Amaray-Hülle mit den Figuren Killy und Cibo inmitten der Megastruktur von „Blame!“.
Extras Aus erster Hand ist hierzu kein Bericht möglich, jedoch sollen dem Film als Bonusmaterial ein Making Of, original japanische Teaser, Trailer und TV-Spots beiliegen.
Fazit „Blame!“ gehört zu den besseren Filmadaptionen eines Manga. Idealerweise eignet sich der Film gut dazu, in die düstere Welt der Vorlage hineinzuschnuppern. Grafisch braucht sich die Produktion nicht zu verstecken. Eher negativ fällt lediglich die deutsche Synchronisation auf – insgesamt also ein Werk, bei dem sich die Geister scheiden?
Inhalt
Inhalt
2.5

Bild
Bild
1

Ton
Ton
3

Synchronisation
Synchronisation
3

Gesamtnote


2.4
Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
2.5

Autor: /  RobbPlus
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Denise Augustin /  Sunny-Ray
Datum d. Artikels: 18.01.2018
Bildcopyright: Polygon Pictures


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