Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Unter maritimen Motto legte die „S. S. Animuc“ vom 26. bis 28. April für eine Rundfahrt durch Anime, Comic und Games ab. Passend dazu war das Wetter zum Teil stürmisch – was der Stimmung keinen Abbruch tat.

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Ergo Proxy 03 Cytotropism

Originaltitel: エルゴプラクシー
 
„Sag mir deinen Namen, sag mir, welcher Herold du bist!“ – „Ich bin Ergo Proxy, der Herold des Todes.“ Ich denke, also bist du. Willkommen in „Ergo Proxy“ Vol. 3…
Inhalt Allein sein ist schrecklich. Tagelang allein zu reisen mit einem Cogito-Virus infiziertem Kinder-Autoreiv, ohne zu wissen, ob man sich in einer solchen Situation als einsam bezeichnen darf, ist seltsam. Wer weiß, wie lange es Vincent noch in dieser trostlosen Gegend ausgehalten hätte. In der letzten Zeit hatte er vieles gesehen und erlebt. Der Tod vieler, grundlose Beschuldigungen und das Gefühl, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Gerade erst hatte er Menschen gefunden, die ihm Essen gaben und ihm eine Art Unterschlupf boten, als er auch hier wieder des Mordes verdächtigt wurde. Kurze Zeit, nachdem sie ihn gefangen genommen haben, passiert etwas Schreckliches. Er verwandelt sich in einen Proxy und kämpft gegen einen seiner Sorte. Die Proxy-Frau ist ihm unterlegen und stirbt.
Als Vincent wieder zu sich kommt, ist er Gast bei einem seltsamen Kameraden. Angeblich ist er der Regent einer großen Stadt, doch ehe sich der geschwächte, gerade erst erwachte und verwirrte Ex-Immigrant wirklich freuen kann, fallen ihm und Pino seltsame Dinge auf. Ihr vermeintlicher Retter besitzt eine Armee von Autoreivs, die auch die Menschen in dem Fort angegriffen hatten. Auch die Stadt, in der sie sich angeblich befinden sollten, gibt es nicht mehr. Sie ist schon lange ausgestorben. Auch ist der Regent ein Proxy und der Geliebte der Umgekommenen. Eigentlich nimmt er es Vincent nicht übel, dass er sie getötet hat, doch als dieser vorgibt, kein Proxy zu sein, verflucht er ihn. Angeblich soll er seine Erinnerung ausgelöscht und somit alle seine Artgenossen betrogen haben. Es kommt zu einem Kampf….
„Sag mir deinen Namen, sag mir, wer du wirklich bist! Welcher Herold bist du…?“
Cytotropism
Dt. Publisher:SPVision
Erscheinungstermin:01.10.2008
Synchronfassungen:Deutsch, Englisch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Spiellänge:100 Minuten
FSK:Ab 16 Jahren
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Drama, Horror, Science Fiction
ProduzentenGeneon Entertainment (USA) Inc., Geneon Entertainment, Inc., Manglobe, WOWOW
AnimationsstudioManglobe
Episoden:9 - 12 Episodentitel
Animexx:DVD-Eintrag

Details Je weiter das Knäul der ersten Geheimnisse sich entwirrt, desto mehr wird man in ein Netz aus Intrigen und weiteren Fragen gezogen. „Ergo Proxy“ weiß den Zuschauer vor den Bildschirm zu fesseln und ihm eine Wahrheit vor Augen zu führen, die niemals existiert hat. Auch die Gefühle werden immer undurchsichtiger. Die Liebe von Vincent zu Re-L, deren Verhältnis zu Daedalus und dessen Bündnis mit Raul, der sich anscheinend selbst gerne gegen Gesetze stellt. Je mehr man versteht, desto mehr verschließt sich. Das düstere Thema rund um Tod und Existenzberechtigungen bleibt bestehen, auch wenn ein genauer Handlungsfaden hin und wieder ein wenig verloren geht und man nicht genau weiß, was man eigentlich am Ende des Weges zu finden hofft. In dem dritten Volume wird wieder eine Parallelhandlung zwischen Re-L und Vincent aufgenommen, ebenso wie man Handlungen aus Romdeau wieder zu sehen bekommt. Zwar basiert dieser Anime nicht wie viele seiner Art direkt auf einer Manga-Vorlage, aber wer doch etwas zu lesen sucht, wird mit dem Manga „Ergo Proxy: Centzon Hitchers and Undertaker“ fündig. Er umfasst zwei Tankobon und baut auf der Serie auf.









Umsetzung Grau, Braun und fahl. Das ist der Haupteindruck, den das Bild und Design vermittelt. Dies wirkt jedoch keines Falls störend, sondern fügt sich perfekt in das Gesamtbild von Story und Artwork ein. Im Gegensatz dazu wird in Romdeau gern auf helle und strahlende Farben gesetzt. Beides verfehlt seinen Zweck nicht und lässt das Zusehen zum Vergnügen werden, was nicht zuletzt auch an dem fehlerfreien Bild liegt, das auch bei schnellen Szenen nicht überladen wirkt. Ebenso kann man auch bei dem Ton nicht meckern. Er ist frei von Störungen, kann allerdings, wenn man auf die deutsche Synchronisation setzt, „nur“ in DTS oder DD 5.1 angewählt werden. Die ebenfalls vorhandene japanische und englische Version sind auf DD 2.0 verfügbar. Alle Synchronsprecher haben eine gute Stimme zu ihrem Charakter und arbeiten gut an die Lippensynchronisation heran. Leider bekam jedoch im Deutschen der eigentlich männliche Doktor Daedalus eine weibliche Stimme verpasst, was für einige Verwirrung sorgt. Untertitel gibt es auf Deutsch. Dank ihrer weißen Farbgebung sind diese auf den meist dunkeln Hintergründen gut zu lesen und sollte doch einmal helle Farbe dominieren, so kann man sie auf Grund ihres schwarzem Randes trotz allem gut erkennen.
Menü Nach den rechtlichen Hinweisen in Englisch und diversen Logos landet man endlich im Hauptmenü. Im Hintergrund läuft wieder die mittlerweile bekannte dramatische Melodie mit dem Gesang, der sich ein wenig nach Kirche und Verschwörung anhört. Hinter dem Menü spielen sich schnell und unklar ein paar Szenen der Serie ab. Auch das Muster an der Seite bewegt sich und man findet hier den Titel der DVD wieder. Auswahl hat man aus folgenden Punkten: „Play“, „Setup“, „Episodes“ und „Extras“. Ersterer spielt alle Episoden hintereinander ab, beim zweiten kann man seine Ton- und Untertiteleinstellungen vornehmen. „Episodes“ listet alle Folgen auf und gibt die Möglichkeit, sie an verschiedenen Stellen abspielen zu lassen. Unter „Extras“ finden sich lediglich drei Trailer zu anderen Animeserien. Der Weg in die Untermenüs wird begleitet von einer kleinen, mit einem Soundeffekt unterlegten Animation, welche plötzlich auftaucht, das Logo zur Serie zeigt und dann wieder genauso überraschend verschwindet und das Menü freigibt. Zurück in das Hauptmenü wechselt man direkt ohne Übergänge.



Verpackung Erneut erscheint die DVD im dünnen Pappschuber im Handel. Dieses Mal ist das Thema ganz schwarz und lila, die Hauptfigur ist Pino mit ihrem Musikinstrument in den Händen. Auch das etwas verstörend wirkende „Ergo Proxy“ Logo findet sich hier wieder und die Bezeichnung der DVD „CYTOTROPISM“. Der Rücken zeigt als Hintergrund ein Bild aus der Serie, auf dem man noch einen Screenshot von Proxy sehen kann. Hier findet man auch noch einen kurzen und prägnanten Rückentext und die technischen Daten zur DVD. Holt man die Hülle nun aus ihrem Schutz, hat man die gleiche Aufmachung noch einmal vor Augen. Auch die DVD selbst hält das Design-Thema von einer lila Fontäne auf einem schwarzen Hintergrund.
Extras Als Extra liegt ein vierseitiges „Booklet“ bei, das auf der Vorderseite in gewohnt unheimlichem Design die Titelliste der DVD wiedergibt. Aufgeklappt hat man wie auch schon im Vorgänger ein Miniposter von Raul und seinem Autoriev vor sich – dieses Mal in dunkleren, aber etwas klareren Farben. Die letzte Seite zeigt zwei Screenshots.

Fazit Zwar zieht sich die ganze Geschichte ein wenig in die Länge, doch trotz allem bleibt sie nach wie vor spannend. Die Tatsache, dass man zwar immer wieder Wissensbrocken vorgeworfen bekommt, diese aber nur Hunger auf noch mehr machen, hilft dabei, alles interessant zu gestalten. Auch an der Umsetzung lässt sich kaum etwas aussetzen. Allerdings würde sich der ein oder andere sicher die deutsche Tonspur in DD 2.0 wünschen, aber das tut dem ganzen keinen Abbruch. „Ergo Proxy“ schafft es, eine ganz eigene Atmosphäre aufzubauen und immer wieder Lust auf mehr zu machen.
Inhalt
Inhalt
1

Bild
Bild
1

Ton
Ton
1.5

Synchronisation
Synchronisation
1

Gesamtnote


2.1
Untertitel
Untertitel
2

DVD-Menü
DVD-Menü
2

Extras
Extras
5

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
4.5

Autor: /  Celest_Camui
Lektor: Kathrin Hommel
Grafiker: Bianca Weickert /  Celest_Camui
Datum d. Artikels: 03.04.2011
Bildcopyright: Geneon Entertainment (USA) Inc., Geneon Entertainment, Inc., Manglobe Inc., WOWOW, SPVision


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