Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Unsere Chefredakteurin Kathia hat inzwischen ihr drittes Buch auf den Markt gebracht. Wir wollten den Anlass nutzen und haben ihr ein paar Fragen über ihre Schreibarbeiten gestellt.

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The Garden of Sinners Film 7 ~ Mordverdacht Teil 2

Originaltitel: Gekijouban Kara no Kyoukai (空の境界)
 
Das Ende der düsteren Filmreihe wird eingeläutet und verspricht noch einmal alles zu geben. Was geschah an dem Tag, als Shiki ihren Unfall hatte wirklich und warum wollte sie Mikiya überhaupt töten? „The Garden of Sinners Film 7 ~ Mordverdacht Teil 2“ – der Vorhang schließt sich.
Inhalt Wieder einmal gibt es eine Serie von Morden, die alles andere als normal sind. Die Leichen werden übel zugerichtet und teilweise anscheinend auch verspeist. Das allein ist eigentlich schon eine beunruhigende Tatsache, doch Mikiya hat noch eine andere Sorge. Immer, wenn dieser Mörder unterwegs war, konnte er Shiki nicht erreichen. Langsam aber sicher fragt er sich, ob nicht vielleicht sie diejenige sein könnte, die für all diese grausamen Taten verantwortlich ist. Das Thema lässt ihm keine Ruhe und er beschließt, selbst Nachforschungen anzustellen. Das Ergebnis stellt ihn aber alles andere als zufrieden: An jedem der Tatorte wurde eine Person im Kimono gesehen. Außerdem scheinen die Morde auch etwas mit einer neuen Droge zu tun zu haben, die so stark ist, dass sie eigentlich gar nicht vom Körper aufgenommen werden kann. Somit ist sie im Normalfall die letzte Droge, die Süchtige nehmen.
Mikiya versucht etwas von den Drogendealern zu erfahren, allerdings gibt es lediglich eine einzige Händlerin, die nicht mit der neuen Droge dealt und ihm nach einigem hin und her Informationen gibt, die ihn doch überraschen. Ein alter Freund von ihm verkauft die Droge und höchstwahrscheinlich ist auch er der Täter. Dabei war er doch immer so harmlos…
Auch Shiki hat gefunden, was sie sucht: Den Täter, der tatsächlich Mikiyas alter Freund ist. Doch kaum hat sie ihn entdeckt, verliert sie auch schon das Interesse an ihm. Das gefällt dem jungen Herrn gar nicht, denn er ist in Shiki vernarrt. Seiner Meinung nach ist sie genau wie er, von der gleichen Art: Eine kaltblütige Massenmörderin. Doch Shiki will sich nicht mit diesem Kerl auf eine Stufe stellen und lässt ihn noch einmal gehen. Er denkt nun, dass Shiki nur durch Mikiya so weich geworden ist und beschließt, ihn auszuschalten. Nun haben wir ein sehr seltsames Beziehungsdreieck: Mikiya möchte seinen alten Freund retten, der ihn für Shiki aus dem Weg räumen will, weil er denkt, er blockiere ihren Mordtrieb. Shiki wiederum hat sich vorgenommen den Killer mit den ungewöhnlichen Kräften mit ihren eigenen Händen zu ermorden, damit Mikiya sicher ist. Unter diesen Umständen kommt langsam aber sicher die Wahrheit einer alten Geschichte zum Vorschein…
Garden of Sinners Vol. 7: Mordverdacht ~ Teil 2 (+ CD-Soundtrack)
Dt. Publisher:Kazé
Erscheinungstermin:30.09.2011
Preis (Amazon):24,99 €
Synchronfassungen:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Spiellänge:119 Minuten
FSK:Ab 16 Jahren
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Fantasy, Horror, Action
ProduzentenAniplex, Kodansha, Notes, ufotable
Animationsstudioufotable
Animexx:DVD-Eintrag

Details Auch der letzte Film der herausragenden Reihe ist düster und brutal, allerdings wird dieses Mal auch ein klein wenig auf den Ekelfaktor gesetzt. Schade ist jedoch, dass es ein wenig so wirkt, als würde man ein überstürztes Ende anstreben. Nicht nur wird in Windeseile alles aus der Vergangenheit herausgekramt, sondern die Personen entwickeln sich für ihren Charakter eher untypisch und das so schnell, dass es etwas unglaubwürdig wirkt.
Während der Anfang des Films noch so wirkt wie seine Vorgänger, ändert sich das gegen Ende hin schnell. Auf einmal gibt es Liebesszenen aus der Vergangenheit, die man sich eher schlecht vorstellen kann und Shiki wird sehr emotional und scheint ein wenig unter Liebeskummer zu leiden. Auch wird sie wie ein unschuldiges Lamm hingestellt.
Manche Fragen werden ebenfalls nicht beantwortet, zum Beispiel was es mit den Puppen und mit Shikis Körper auf sich hat. Das Ende wirkt ein wenig abrupt und plötzlich. Eigentlich schade, denn ansonsten war alles beinahe perfekt.









Umsetzung Wie immer gibt es hier eigentlich nichts auszusetzen. Das Bild ist sehr schön und wirkt auch in dunklen Szenen sehr detailliert und ausgereift. Wieder einmal wurde schön mit Licht und Schatten gespielt und mit allem gearbeitet, was zur Verfügung stand. Interessante Kameraeinstellungen und Perspektiven sind zu sehen. Das Bildformat ist natürlich 16:9, alles ist störungsfrei und auch der Ton kann sich hören lassen. Als Sprache haben wir Deutsch und Japanisch zur Auswahl, beides sowohl in DD 2.0 als auch in DD 5.1. Es wurde eine sehr gute Balance zwischen Stimmen, Soundeffekten und Musik gefunden. Letztere passt sich –nahtlos und nicht dominant– gut an den Film an und unterstreicht die Atmosphäre, die dieser schafft. Lediglich die Untertitel sind wieder einmal ein bisschen zu grell für den dunklen Film und können vielleicht ein klein wenig die Stimmung ankratzen. Sie sind gelb mit schwarzen Outlines, zeitlich gut abgestimmt, keine Dubtitel und fehlerfrei. Alles in allem also eigentlich gut. Anwählbar sind sie in Deutsch.
Menü Wieder einmal bekommen wir zur Begrüßung das Kaze-Logo, die rechtlichen Hinweise und die Erklärungen zur FSK zu sehen. Nach einer kleinen Animation landen wir dann im totenstillen Hauptmenü. Dieses Mal sehen wir die Großstadt. An den Hochhäusern bekommen wir nun die Auswahl, die wir im Hauptmenü haben. Es regnet, alles ist schön und dezent animiert. Nun hat man hier folgende Möglichkeiten: Man kann hier direkt den Film ablaufen lassen, die Ton- und Untertitel-Einstellungen vornehmen, oder in das Kapitel-Untermenü wechseln. Dies geschieht mit einer kleinen Animation und auf einen neuen Bildschirm. Zurück in das Hauptmenü geht es dann jedoch ohne fließenden Übergang. Wenn man möchte, kann man sich auch die Credits ansehen, die weiß, auf einem schwarzen Hintergrund ablaufen. Das Menü wirkt vielleicht ein wenig „kalt“ aber genau das unterstreicht die Serie wirklich gut. Ein sehr passendes Menü also.



Verpackung Die Verpackung des siebten Films passt sich natürlich an die vorangegangenen an. Das Cover zeigt Shiki mit einem für sie ungewöhnlich emotionalen Gesichtsausdruck. An und für sich ist wieder eine etwas drückende Stimmung zu sehen. Der Rückentext mitsamt Screenshots, technischen und rechtlichen Hinweisen lassen sich abnehmen und geben ein weiteres sehr schönes großes Artwork frei. Die eigentliche Hülle im Schuber ist wieder dezent und dunkel gehalten. Nur wenige Bilder zieren die Ummantelung, die Platz für die DVD und den Soundtrack bietet. Diese ist wieder in einer Papphülle auf dem Schuber befestigt, auf den auch das FSK-Logo aufgedruckt ist, welches somit abnehmbar ist.
Extras Als Extra gibt es auch dieses Mal wieder eine Soundtrack CD, die jedoch hier wohl am meisten Songs hat. Ganze 40 Titel finden sich auf der Scheibe, die zumeist sehr dramatisch oder ruhig, fast schon bedrohlich wirken. Wieder einmal schaffen sie eine spürbare Atmosphäre. Die Länge reicht von um die 30 Sekunden bis hin zu über fünf Minuten. Wieder ein sehr, sehr schönes Extra, das bei vielen sicher auch gute Verwendung finden wird.

Fazit Eine großartige Filmreihe mit herausragender Umsetzung und viel Stoff zum Grübeln. Nichts für sanfte Gemüter, denn es kam sehr viel psychisch kranke Kost zum Vorschein. Und doch ist das Ende ein wenig überstürzt und wird leider für einige Fans der Reihe vielleicht unrealistisch oder nicht nachvollziehbar wirken, da einige Charaktere sich nicht ganz so verhalten, wie man es von ihnen erwarten würde. Abschließend kann man diese Reihe jedoch nur jedem Fan des Genres ans Herz legen.
Inhalt
Inhalt
2

Bild
Bild
1

Ton
Ton
1

Synchronisation
Synchronisation
1

Gesamtnote


1.9
Untertitel
Untertitel
1

DVD-Menü
DVD-Menü
2.5

Extras
Extras
3

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
3

Autor: /  Celest_Camui
Lektor: Christine Schäffer
Grafiker: Andreas Williger /  Minorou
Datum d. Artikels: 27.12.2011
Bildcopyright: Aniplex, Kodansha, Notes, ufotable, Kaze


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