Ghost in the Shell: S.A.C Vol. 2

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Bildcopyright: Production I.G., Panini Video

In drei weiteren Episoden von „Ghost in the Shel: Stand Alone Complexl" macht Sektion 9 weiterhin Jagd auf den Lachenden Mann und einen gesuchten Revolutionär. Wir haben Volumen 2 der achtteiligen DVD-Reihe getestet.

Inhalt

Wer fürchtet sich vorm Lachenden Mann? Nachdem dieser einen Anschlag auf den Generalinspektor der Polizei angekündigt hat, ist nicht nur Sektion 9, sondern auch die Polizei hinter dem mysteriösen Terroristen her. Diese hält einen Angestellten der Firma Serano, einen gewissen Nanao, für den Täter. Sektion 9 ist sich jedoch sicher, dass er nur ein Drahtzieher ist. Damit beginnen Recherchen und die Überwachung des Verdächtigen. Major Kusanagi beschützt inzwischen den Generalinspektor. Doch Nanao ist Klüger als gedacht und schickt sogar Sektion 9 auf eine falsche Fährte...
Schnell stellt sich heraus, dass Nanao einen Virus losgeschickt hat, der das Cyberbrain eines Bodyguards des Generalinspektors infiziert. Kusanagi und ihre Leute können den Leibwächter zwar schnell überwältigen, doch dann geschieht Seltsames: zufällig Anwesende behaupten urplötzlich, der Lachende Mann zu sein und versuchen den Inspektor zu töten. Und dann finden Batou und Togusa Nanao ermordet auf... Was geht hier vor? Konnte sich das Virus verbreiten? Aber erste Nachforschungen ergeben, dass die Menschen, die sich plötzlich für den Terroristen hielten, nicht extern beeinflusst wurden. Es stellt sich die Frage, ob der echte Lachende Mann wirklich je existierte...
Sektion 9 soll den ehemaligen Revolutionär Marcelo Jarti, der in letzter Zeit auffällig oft nach Japan gekommen ist, beschatten. Der Mann ist eine Legende und gilt als quasi unsterblich, da er bereits sechs Attentate überlebt hat. Hat Jarti etwa mehrere Doppelgänger? Major Kusanagi und ihre Leute sollen herausfinden, was er in Japan vorhat. Erste Anzeichen ergeben, dass Jarti mit der hiesigen Drogenmafia zu tun hat...

Details

Die ersten beiden Folgen von Volumen 2 spinnen die komplizierte Story rund um den Lachenden Mann weiter. Doch kaum scheint ein Teil des Puzzels gefunden zu sein, wird man eines besseren belehrt: das Blatt dreht und wendet sich ständig. Jede Spur scheint uns in die Irre zu führen. Es bleibt spannend und viele Fragen sind noch offen.
Episode sieben ist eine „stand alone episode" und somit in sich abgeschlossen. Ein hoch verehrter Volksheld aus dem Ausland scheint Verbindungen mit der Mafia zu haben. Action kommt in dieser Folge nicht zu kurz, soviel ist klar. Und auch diesmal gilt: nicht immer ist alles so, wie man es auf den ersten Blick vermuten will. Eine interessante Story mit unerwartetem Ausgang.
Zusammenfassend sind auch diese drei Episoden action- und spannungsreich und knüpfen reibungslos an das futuristische Krimi-Schema der Serie an. Inhaltlich wurde leider nach wie vor wenig auf die Hauptcharaktere eingegangen, was wünschenswert wäre. Äußerlich kann sich die Serie wirklich sehen lassen. Tolle Designs und fließende Computeranimationen machen sie zu einem wahren Augenschmaus.

Production I.G., Panini Video

Umsetzung

Wie zu erwarten, ist die Qualität der Serie sehr gut: das gilt sowohl für das Bild als auch für den Ton. Die Bildschärfe ist ausgezeichnet, auch die Farben sind kontrastreich. Der Ton aller drei Tonspuren ist gut abgemischt und ertönt klar aus den Boxen. Synchronisationen sind zwei vorhanden: die Original-japanische und die Deutsche. Letztere kann mit den Synchronsprechern der Serie „Stargate" aufwarten, wie es bereits beim Film der Fall war. Die Sprecher passen sehr gut zu ihren Rollen und können auch sprachlich überzeugen. Das gilt auch für sämtliche Nebenrollen. Für die japanische Version gilt dasselbe. Auch sie ist von sehr guter Qualität. Auffällig ist jedoch, dass in der deutschen Version leider auf die Verzerrung der Stimmen verzichtet wurde, wenn sich die Protagonisten über das Netz unterhalten. Die deutschen Untertitel sind weiß mit schwarzen Outlines, großteils fehlerfrei (der einzige den ich gefunden habe, war in Episode fünf: anstatt „2024" wurde einmal „2004" angegeben) und gut im Timing.

Production I.G., Panini Video

Packung

Auch diesmal bilden das Covermotiv Major Kusanagi und ein Tachikoma. Das Bild wird von Grau- und Baige-Tönen dominiert. Wie gewohnt zieren die Rückseite Screenshots, DVD-Daten und eine Inhaltsangabe. Beim Öffnen der durchsichtigen Amaryhülle fällt leider auf, dass auch diesmal kein Booklet beigelegt wurde.

Production I.G., Panini Video

Extras

Auf der DVD finden wir zwei Interviews, oder besser Monologe, denn der Interviewer meldet sich nie zu Wort und Panini-Trailer sind als Bonusmaterial mit dabei: Das erste Interview wurde mit Synchronsprecher Osamu Saka, Sprecher von Aramaki, geführt, der viel über seine Figur und die Serie spricht. Interview Nummer zwei wurde mit Yoko Kanno, die unter anderem für Soundtracks wie die von Arjuna oder Wolfs Rain verantwortlich war, geführt. Sie spricht knapp elf Minuten über die Musik in Ghost in the Shell, in meinen Augen einer der meist herausragenden Anime-Soundtracks der letzten Jahre.

Fazit!

Spanndend und actionreich geht die SciFi-Krimiserie rund um Sektion 9 weiter: der Fall rund um den Lachenden Mann wird immer komplexer und wirft viele neue Fragen auf. Kaum glaubt man, eine sei beantwortet, dreht sich die Story in eine komplett andere Richtung. Auch die alleinstehende siebente Episode hat einiges an Action vorzuweisen.
Technisch gesehen ist alles im Lot, auch die Interviews als Bonusmaterial machen was her. Einzig ein Booklet fehlt, um das Ganze perfekt zu machen.

Inhalt
4
Bild
2
Ton
2
Synchronisation
4
Untertitel
4
DVD-Menü
3
Extras
4
Preis-/Leistungsverhältnis
4
Gesamt
4

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