Ghost in the Shell: S.A.C Vol. 3

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Bildcopyright: Production I.G., Panini Video

Sektion 9 hat diesmal mit illegalen Organhändlern und einem grausamen Serienmörder zu tun. Auch rund um den Fall des Lachenden Mannes gibt es neue Informationen. Wir testeten Volumen 3 mit drei neuen Episoden der spannenden SciFi-Krimiserie Ghost in the Shell: Stand Alone Complex.

Inhalt

Ein kleines Mädchen bekam nach einem Unfall ein neues Herz, der Spender war ebenfalls ein Kind, allerdings gab dieser es unfreiwillig her, so die Ermittlungen. Sektion 9 weiß, was das bedeutet: illegaler Organhandel. Die Spur führt zuerst zu einer Firma, die sich auf Organherstellung spezialisiert hat, aber schnell finden Major Kusanagi und ihr Team heraus, dass die Täter normale Studenten sein dürften, die sich mit Organen ihr Taschengeld aufbessern wollen...

Obwohl der Fall des Lachenden Mannes vorerst auf Eis gelegt wurde, forscht Kusanagi weiter und besucht einen Chatroom, in dem von Fans über den Lachenden Mann diskutiert wird. Existiert er wirklich? Was sind seine Ziele? Und ist der Lachende Mann derselbe wie der von vor sechs Jahren? Die Chatter rollen und analysieren alle vorhandenen Daten, doch einer der Anwesenden scheint mehr zu wissen als die anderen...

Ein Serienkiller häutet seine Opfer bei lebendigem Leib und lässt dann Videoaufnahmen seiner schrecklichen Tat von Obdachlosen verkaufen. Der Täter ist vermutlich ein amerikanischer Ex-Marine. Die CIA bittet daher Sektion 9 den Kerl unschädlich zu machen. Es stellt sich jedoch heraus, dass der Mann irgendetwas mit Batous Vergangenheit gemeinsam hat... Ist der Fall etwa eine Falle der CIA?

Details

Endlich erfahren wir, zumindest ansatzweise, etwas mehr über die Vergangenheit der Hauptfiguren Batou und Kusanagi. So war Batou früher ein Soldat bei den Marines und Kusanagi bekam schon als Kind einen Cyberkörper, Grund bis dato unbekannt. Mit diesen neuen Details werden endlich die Figuren ein wenig interessanter und bekommen einen individuellen Touch, was ihnen bisher gefehlt hat. Neben den beiden stand alone episodes widmet sich die neunte Folge dem Fall des Lachenden Mannes, auch wenn handlungsmäßig kaum etwas weitergeht. Fans des Terroristen diskutieren über Existenz und Taten ihres Helden in einem virtuellen Chatroom und rollen damit alle bekannten Fakten über ihn noch einmal auf. Dennoch nicht uninteressant, da sie in ihren Analysen viele neue Blickwinkel und Infos aufwerfen. Die für die Serie sonst so typische Action bleibt jedoch in diesem Fall aus.
Ansonsten enttäuschen auch diese drei Episoden nicht: spannend sind sie in jedem Fall und man kann nur hoffen, dass sich bald wieder mehr in punkto Lachender Mann tut.

Production I.G., Panini Video

Umsetzung

Die Qualität der Serie ist wie bisher sehr gut. Das gilt sowohl für das Bild als auch für den Ton. Synchronisationen sind zweierlei vorhanden: die Original-japanische und die Deutsche. Letztere kann mit den Synchronsprechern der Serie „Stargate" aufwarten, wie es bereits beim Film „Ghost in the Shell" der Fall war. Die Sprecher passen sehr gut zu ihren Rollen und können auch sprachlich überzeugen. Für die japanische Version gilt dasselbe. Auch sie ist von sehr guter Qualität. Auffällig ist jedoch, dass in der deutschen Version leider auf die Verzerrung der Stimmen verzichtet wurde, wenn sich die Protagonisten über das Netz unterhalten.
Die deutschen Untertitel sind weiß mit schwarzen Outlines, fast fehlerfrei (ein kleines Detail muss ich bemängeln: anstelle von „Kaufmann von Venedig" steht in den Untertiteln in Episode acht „Kaufmann von Ninawa") und gut im Timing. Der Sinn des Gesprochenen wird stets wiedergegeben, auch wenn sich einige Details zwischen deutscher Synchro und den Untertiteln des Öfteren unterscheiden (ein Beispiel: „Einheit 9" anstatt „Sektion 9")

Production I.G., Panini Video

Packung

Auch wenn sie auf den ersten Blick nicht als solche erkennbar ist, die hübsche junge Frau auf dem dunkelblauen Cover ist Major Kusanagi, jedoch in Gestalt ihrer Chatfigur aus Episode neun. Die Rückseite beinhaltet wie üblich Screenshots, DVD-Daten und eine Inhaltsangabe (Detail am Rande: Bei den Daten wurde fälschlicherweise als Extra „Interview mit der SprecherIN von Batou" angegeben. Akio Otsuka ist jedoch mit Sicherheit keine Frau.)
Leider ist auch diesmal kein Booklet mit dabei.

Production I.G., Panini Video

Extras

Auf der DVD findet man als Bonusmaterial ein Interview mit Batou-Sprecher Akio Otsuka und das textlose Opening das Anime von Yoko Kanno.

Fazit!

Die Serie verliert nicht an Spannung und endlich wird auch mehr auf die Hauptfiguren eingegangen. Der Fall des Lachenden Mannes scheint zwar momentan im Stillstand zu verharren, aber das wird sich mit Sicherheit bald ändern. Die beiden allein stehenden Episoden haben wie gewöhnt eine Menge an Action zu bieten und können interessante Storys vorweisen. Technisch gesehen hat sich nichts verändert, die Boni haben aber ein wenig nachgelassen, da nur noch ein Interview dabei ist. Auf Booklets wurde generell verzichtet, was sehr schade ist

Inhalt
3
Bild
2
Ton
4
Synchronisation
4
Untertitel
4
DVD-Menü
3
Extras
5
Preis-/Leistungsverhältnis
4
Gesamt
4

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