Utawarerumono – Heldenlied Vol. 3

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Bildcopyright: Oriental Light and Magic, UTAWARE Partners, ADV Films

Es scheint, als wäre Frieden keine Option. Immer wieder sehen sich Hakuoro, seine Freunde und sein Volk mit Bedrohungen konfrontiert und man stellt sich in Volume 3 von Utawarerumono – Heldenlied die Frage: Wird Hakuoro je in Ruhe leben können?

Inhalt

Ein kleiner Erfolg zeichnet sich ab. Urutori und Munto kommen mit der Botschaft zu ihm, dass die Nachbarländer Tuskurus bereit sind, einen gemeinsamen Bund gegen Niwes Übermacht zu schließen. Gerade als Vertreter der Nationen sich versammelt haben, taucht Teoro im Palast auf und verkündet die schockierende Nachricht: Sie werden angegriffen. Schnell sind die Feinde besiegt, es ist jedoch auszuschließen, dass sie zu Niwe gehören. Wer sind die fremden Krieger?
Tuskurus Truppen ziehen in die Schlacht gegen ihre Feinde, die sich als Krieger Kuccha Kecchas herausstellen. Eine Schlacht im Rahmen derer Schockierendes ans Licht kommt, scheint der Feind doch über Hakuoros bisheriges Leben Bescheid zu wissen. Ein Leben, in dem der nun gnädige Kaiser wohl ein Verräter und Mörder mit Namen Rakshain war.
Aus Gründen, die er nicht kennt, unter einem Namen, den er nicht trägt und durch Taten, an die er sich nicht erinnern kann, hat Hakuoro sich demnach zahlreiche neue Feinde gemacht. Die Gefährlichste unter ihnen dürfte wohl Touka, eine der Evankluga, einem mächtigen Kriegervolk, sein. Diese Tatsache allein verwirrt das Volk Tuskurus, sind die Evankluga doch berühmt dafür, im Namen der Gerechtigkeit zu kämpfen. Ist ihr Kaiser letztlich doch ein böser Mensch?
Nach und nach kommen weitere Stücke der Wahrheit ans Licht. Niwe hatte seine Hände im Spiel, seine Armee ist für den Krieg bereit und auch der Magie scheint er sich zu bedienen. Was ist sein Plan? Und wie viel hat er davon schon umgesetzt? Den Kopf kann man sich nicht lange darüber zerbrechen, denn Shikeripechim ist schon im Begriff, Unschuldige wahllos abzuschlachten. Während der Krieg mit Kuccha Keccha also ein plötzliches Ende nahm, muss das Reich Tuskuru nun mit dieser neuen, alten Gefahr zurechtkommen. Können Kaiser Hakuoro und sein Volk dem Druck standhalten?

Details

Zwei Aspekte stehen diesmal im Vordergrund. Einerseits tritt eine weitere zentrale Figur erstmals auf – Touka, die Evankluga. Andererseits erfahren wir endlich mehr über Hakuoros Vergangenheit. Wie nicht anders zu erwarten, ist diese alles, bloß nicht angenehm. Interessant war auch ein Augenblick, indem Hakuoro plötzlich ein anderer Mensch, oder überhaupt etwas gänzlich anderes, nicht menschliches, zu sein schien. Dieses herzlose Wesen war nicht der Hakuoro, den wir im Verlauf der Serie kennen gelernt haben.
Was nicht heißt, dass dieser ein Unschuldslamm ist. Der Krieg zeigt seine Schattenseiten, denn Hakuoro muss nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seiner Freunde und seines Volkes immer wieder aufs Spiel setzen. Schweren Herzens ist er gezwungen, verwundete und erschöpfte Männer in die Schlacht zu schicken.Eine Stütze ist ihm in dieser schweren Zeit seine Familie und vor allem Eluluu. Es ist schön zu sehen, dass sich das Unvermeidliche endlich weiterentwickelt und dass sie nicht mehr nur vehement jegliche Gefühle abstreitet und Berührungen vermeidet, sondern tatsächlich dieses eine Mal aktiv Hakuoros Nähe sucht.

Oriental Light and Magic, UTAWARE Partners, ADV Films

Umsetzung

Die Animationen sind erstklassig und auch die Computeranimationen fallen weiterhin nur positiv auf. Einige stören wird vielleicht der etwas ungewöhnliche Animationsstil von Episode 14. Dieser setzt auf weniger Details, dafür aber weit flüssigere Bewegungen.
Am Ton kann man ebenfalls nach wie vor nichts aussetzen. Zwar ist, wie bisher, lediglich die deutsche Fassung in DD 5.1 vorhanden, während die japanische nur in DD 2.0 vorliegt, aber dennoch sind beide Versionen angenehm zu hören.
Auch die Synchronisation in beiden Sprachen ist praktisch makellos. Hier und da gibt es einige Rollen die besonders positiv auffallen, so etwa Hakuoro in beiden Fassungen. Die Sprecher jener Figuren, die auf Volume 2 ihre ersten kurzen Auftritte hatten, scheinen sich ebenfalls in ihre Figuren eingelebt zu haben und auch Touka, als die zentrale neue Figur dieser DVD, ist äußerst gut getroffen.
Und dann sind da noch die Untertitel, derer es zwei gibt. Einmal werden hier nur Episodentitel und Lieder übersetzt, während die anderen Untertitel auch die Dialoge beinhalten. Die Untertitel sind gelb mit schwarzer Umrahmung und gutem Timing.

Oriental Light and Magic, UTAWARE Partners, ADV Films

Packung

Der Hintergrund auf Vorder- und Rückseite (grün, bis auf ein paar kleine Blümchen die zwischen dem grünen Gras wachsen) ist gleich geblieben, nur ziert diesmal Oboro das Cover. Das Logo der Serie findet man hier ebenfalls wieder.
Auf der Rückseite findet man erneut zehn Screenshots, über die die Maske gelegt wurde. Ansonsten gibt es hier noch einen Text der einen ein wenig in die Handlung einführt und natürlich die üblichen DVD-Daten.
Öffnet man die Verpackung, entdeckt man sowohl auf der Rückseite des Covers ein Miniposter, welches diesmal Oboro und Yuzuha zeigt, als auch ein Booklet. In diesem findet man auf sechs Seiten einige interessante Informationen sowie mehrere Interviews.

Oriental Light and Magic, UTAWARE Partners, ADV Films

Extras

Es gibt Extras wie eine weitere Episode des Omake Theater (welches sich diesmal in erster Linie mit Camus befasst, aber auch die anderen Figuren haben ihre kurzen aber witzigen Momente – seltsam ist lediglich der Abspann des Omake Theaters, welcher einzig dem Fanservice dient, da er die Damen der Serie beim Baden zeigt), vom Text befreite Intro- und Outro-Animation, erweiterte Episodenpreviews, eine Galerie mit Charakterillustrationen, einen Glossar der Begriffe sowie einen Einblick zu weiteren Anime, die bei ADV Films erschienen sind und schließlich auch die DVD Credits. Abgerundet wird all das durch das erwähnte Booklet.

Fazit!

Auch Volume 3 von Utawarerumono – Heldenlied überzeugt. Spannende Unterhaltung, ansehnliche Animationen, großartige Synchronisation und das Bonusmaterial ist auch nett. Wenn man von dem etwas knappen Bonusmaterial absieht, gibt es eigentlich gar nichts, das negativ auffallen würde. Ja, der Abspann des Omake Theaters war in dieser Form ein wenig unnötig und ja es sind nur noch 4 Episoden pro DVD, aber es gibt nichts, worunter die Qualität ernsthaft zu leiden hätte. Auch bei dieser dritten DVD kann ich wieder nur betonen, dass es sich bei Utawarerumono – Heldenlied um einen Anime handelt, den man nicht verpassen sollte.

Inhalt
3
Bild
2
Ton
3
Synchronisation
3
Untertitel
3
DVD-Menü
7
Extras
5
Preis-/Leistungsverhältnis
4
Gesamt
4

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