Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Natürlich fand auch 2017 das jährliche Filmfest der Nihon Media e.V. statt. Mit über achtzig Filmproduktionen wurde dieses Jahr das Thema „Zwischen Hart und Zart – Japans Kino der verlorenen Unschuld" vom 31.05. - 04.06.2017 gewählt.

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Glossar

#0-9

-chan (jap. ちゃん)
-chan ist eines der vielen Suffixe der japanischen Sprache, die an den jeweiligen Vornamen angehängt werden, um Beziehungen und Hierarchien im alltäglichen Leben auszudrücken. Es eine Verniedlichungsform und wird meistens für kleine Mädchen oder von Liebespaaren verwendet. Aber auch in höheren Altersstufen sprechen sich Mädchen häufig untereinander mit dieser Nachsilbe an, immer dann, wenn eine besonders lange und enge Bekanntschaft besteht. Darüber hinaus gilt das Suffix als kawaii, niedlich. Man betitelt darum auch andere niedliche Dinge, wie z.B. Katzen („nekochan“), mit der Nachsilbe -chan. Jungen werden hingegen eher mit dem Zusatz -kun bedacht.

Autor: Jennifer Brox

 

 

-dono (jap. 殿)

Dieses Anredesuffix ist heutzutage eher unüblich und drückt einen enormen Respekt aus. Das Suffix wird nur noch als Anrede für Regierungsmitglieder verwendet. Ursprünglich Bezeichnung für eine Adelsresidenz wurde es später das Anredesuffix für die Adligen selbst.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

-kun (jap. 君)

Gebräuchliche japanische Anredeform unter Jungen und Männern im gleichen Alter, die sich lange kennen. Das -kun wird dabei an den Vornahmen gehängt, Lehrer fügen den Zusatz hingegen meistens an den Nachnamen ihres männlichen Schülers an. Ältere Schüler und Studenten werden von ihren Klassenkameraden respektvoll als -sempai bezeichnet, jüngere bzw. später in die Schule eingetretene als kōhai.

Autor: Jennifer Brox

 

 

-sama (jap. 様 oder さま)
Ist die höflichste Anredeform im Alltagsjapanisch. Hohe oder wichtige Persönlichkeiten werden mit -sama angesprochen, aber auch Kunden. Man verwendet dieses Suffix zudem in Briefen als Anrede des Adressaten. Selbstredend, dass diese Nachsilbe an den Nachnamen gesetzt wird. Oft liest man auch kami-sama (神様) als Bezeichnung für Gottheiten.

Autor: Jennifer Brox

 

 

-san (jap. さん)

Geschlechtsneutrales Anredesuffix, das an den Familiennamen gehängt wird. Im Deutschen häufig mit „Herr“ oder „Frau“ übersetzt. Manchmal wird die Silbe auch hinter Vornamen gestellt, um Respekt, aber gleichzeitig auch Vertrautheit auszudrücken. In Verbindung mit einem Berufsnamen wird –san als generische Anrede verwendet (Bsp. sakana-san „Fischhändler").

Autor: Jennifer Brox

 

 

-sempai (jap. 先輩)

-sempai ist ein weiteres Anredesuffix der japanischen Sprache, das Respekt ausdrückt. Es kann an den Vor- und Nachnamen gehängt werden, meistens ist letzteres der Fall. Viel häufiger wird das Wort aber alleinstehend verwendet. Ein Sempai (nach anderer Umschrift auch Senpai) ist ein durch seine Erfahrung höhergestellter Mitschüler, Kommilitone oder Arbeitskollege. Er kann älter sein, muss es aber nicht. Ausschlaggebend ist die längere Erfahrung, d.h. ist ein Schüler länger an der Schule, wird er zum Sempai der unteren Klassen oder neu hinzugekommen Schüler. Er hat die Aufgabe, seinen Kohais ein gutes Beispiel zu sein, sie anzuleiten oder zu beschützen. Er nimmt somit die Rolle eines älteren Geschwisterteils in der öffentlichen Welt ein.

Autor: Jennifer Brox

 

 

-sensei (jap. 先生 „früher geboren“)

Die Anrede -sensei (oft auch als eigenständiger Titel Sensei) wird im Deutschen häufig mit „Lehrer“ oder „Meister“ übersetzt. Tatsächlich wird der -sensei in Japan als höfliche Anrede für Akademiker (Ärzte, Lehrer etc.) benutzt. Auch Kollegen oder Vorgesetze, von denen sich etwas „lernen“ lässt – auf Grund von Alter oder Erfahrung – werden häufig mit dieser Anrede bedacht.

Autor: Jennifer Brox

A

A/N
Abkürzung für Author’s Notes („Notizen des Autors“). Bezeichnet Anmerkungen des Autors an seine Leser, die ans Ende seines Werkes gestellt werden. Die A/Ns können einen persönlichen Inhalt haben, sich auf das Werk an sich beziehen oder aus Danksagungen und Grüßen bestehen.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Ahoge („törichtes Haar")
Als Ahoge werden einzelne Haarsträhnen, die aus der Frisur ragen, bezeichnet. Oft befinden diese sich oben auf dem Kopf. Gängig sind auch zwei Haarsträhnen, die an das Aussehen von Insektenfühler erinnern. Ahoge spiegeln meist eine sorglose, positive Persönlichkeit wider. Sehr typisch ist das Zucken der Haarsträhnen bei Emotionen des Besitzers.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Aizōban (jap. 愛蔵版 „Liebhaberausgabe“)
Ein Aizōban (auch: Aizouban) ist eine Sammler-Edition, die in der Regel in limitierter Auflage erscheint. Die Edition weist in den meisten Fällen Besonderheiten auf, wie z.B. eigens angefertigte Cover, besonders hochwertiges Papier oder kleine Dreingaben. Der Preis ist dementsprechend sehr viel höher als bei monatlich erscheinenden Magazinen oder anderen Ausgaben und da sie nur in geringer Stückzahl auf den Markt kommen, steigt der Wert später noch zusätzlich an. Natürlich werden nur sehr populäre Serien mit einer solchen Liebhaberausgabe bedacht.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Akanbe (jap. あかんべ)
Dabei handelt es sich um eine kindische Geste, die Spott ausdrückt. Die Geste wird oft in Verbindung mit dem Ausruf einer Beleidigung wie „Idiot" verwendet.
Ausgeführt wird die Grimasse, indem mit dem Zeigefinger das untere Augenlied heruntergezogen und die Zunge herausgestreckt wird.

Autor: Jennifer Brox

 

 

AMV (kurz für: Anime Music Video)
Ein AMV ist ein Musikvideo, das von Fans erstellt wird. Dazu werden in der Regel Szenen aus Anime genommen und passend zu einer extra gewählten Musik arrangiert. Die betreffende Musik muss nicht unbedingt etwas mit dem Anime zu tun haben, es kommt auch häufig vor, dass die AMVs mit aktuellen Pop-Songs unterlegt werden. Außerdem werden oft verschiedene Anime zusammengeschnitten, um z.B. eine Liebesbeziehung zwischen Charakteren unterschiedlicher Serien zu thematisieren. Durch den Zusammenschnitt und die Titelwahl entsteht oftmals eine persönliche Interpretation der betreffenden Serien. In den Anfängen waren AMVs noch abhängig von einschlägigen Conventions, auf denen sie gezeigt wurden. Mit der zunehmenden Verbreitung des Internets änderte sich das. Heute sind AMVs fester Bestandteil der Anime/Manga Szene und eine eigene, kleine Kunstform für sich.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Aneki (jap. 姉貴 „große Schwester")
Sehr respektvolle Anrede für eine ältere Schwester. Kann aber genauso dazu benutzt werden, eine Anführerin anzusprechen. Auch in der Yakuza-Szene ist Aneki zu finden. Man kann die Anrede zudem als Suffix (-aneki) an den Namen anhängen. Das Pendant dazu ist Aniki.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Aniki (jap. 兄貴 „großer Bruder")
Ist eine sehr respektvolle Anrede für einen älteren Bruder, wird aber ebenso als Anrede eines Anführer verwendet. Auch bei der Yakuza findet Aniki Verwendung. Ebenso kann die Anrede als Suffix (-aniki) an den Namen angehängt werden. Das Pendant hierzu ist Aneki.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Anime (jap. アニメ)
Als Anime bezeichnet man aus Japan stammende Animationsfilme. Das Wort leitet sich vom englischen Begriff animation ab, der auch Einzug in die japanische Sprache gehalten hat und dort in etwa animēshon ausgesprochen wird. Anime ist demnach eine verkürzte Form. In Japan werden mit diesem Begriff sämtliche Animationsfilme (sowohl gezeichnete als auch andere Arten der Animation) bezeichnet, ungeachtet ihrer Herkunft. Außerhalb Nihons - besonders im Westen - gebraucht man das Wort allerdings, um gezielt animierte Filme oder Serien, die in Japan produziert wurden, zu bezeichnen. Auf diese Art entsteht eine Abgrenzung zu anderen, meist amerikanischen, aber auch europäischen Trickfilmen.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Aniparo
Aniparo setzt sich aus den Worten Anime und Parodie zusammen und beschreibt ein Subgenre des Dojinshi. Der Inhalt dieser Dojinshis parodieren Anime oder Charaktere dieser.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Artbook
Das Wort Artbook ist aus den beiden englischen Begriffen für Kunst (art) und Buch (book) zusammengesetzt. Als Artbook bezeichnet man im Anime/Manga-Bereich Bildbände, die großformatige Zeichnungen eines Mangaka enthalten. Meistens sind sie einer bestimmten Serie zugeordnet.

Während die Manga in schwarz-weiß gehalten sind, liefern die Zeichner in den Artbooks farbige Zeichnungen ab, die auf hochwertigem Hochglanzpapier gedruckt sind. Teilweise werden sie extra für das Artbook angefertigt. Neben den Bildern enthalten die Bücher außerdem zusätzliche Informationen zum Herstellungsprozess der Zeichnungen, wie Storyboards und erste Entwürfe, aber auch Hintergrundinfos zu Charakteren oder der Storyline. Manchmal findet der Leser im Anhang auch eigens für die Artbook-Veröffentlichung gezeichnete Kurz-Manga.

Es gibt zudem Anime-Artbooks, die Bilder der Anime-Serie sowie Vorlagen für die Animatoren beinhalten. Nicht zu verwechseln mit Filmcomics, die ebenfalls Bilder aus dem Anime enthalten. Allerdings werden diese Filmcomics in einem kleineren Format herausgebracht (meist Taschenbuchformat) und geben den Inhalt einer Episode in mehreren, mit Sprechblasen versehenen Einzelbildern wieder.

Autor: Jennifer Brox

B

Background Music
Background Music bedeutet übersetzt Hintergrundmusik und bezeichnet Musikstücke, die im Hintergrund eines Animes laufen. Gemeint sind hier allerdings nur instrumentelle Stücke. Oft wird Background Music, oder auch kurz nur BGM genannt, auch auf CD veröffentlicht.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Baka (jap. 馬鹿)
Bei Baka handelt es sich um ein japanisches Schimpfwort, welches häufig in Anime und Manga verwendet wird. Zu deutsch heißt Baka soviel wie Idiot oder Trottel. Meist ist das Wort ein Ausdruck von Wut und soll nicht zwingend verletzen.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Baka (jap. 馬鹿)
Bei Baka handelt es sich um ein japanisches Schimpfwort, welches häufig in Anime und Manga verwendet wird. Zu deutsch heißt Baka soviel wie Idiot oder Trottel. Meist ist das Wort ein Ausdruck von Wut und soll nicht zwingend verletzen.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Banzai (jap. 万歳 „zehntausend Jahre“)
Banzai ist ein Hochruf, welcher Freude und Glück für 10.000 Jahre bringen soll. Der Ausruf wird aber auch zur Verkündung eines Sieges verwendet. Ursprünglich stammt das Wort aus dem Chinesischen und wurde zu Ehrung des Kaisers verwendet.
In Deutschland ist das Wort vor allem durch die Manga-Anthologie Banzai aus dem Hause Carlsen bekannt geworden.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Bentō (jap. 弁当)
Ein Bentō (oder auch O-Bentō) ist die japanische Art, Speisen für unterwegs anzurichten. Dabei werden verschiedene Gerichte in ein Kästchen mit Trennwänden gelegt, damit sich nichts berührt und die Geschmäcker nicht vermischt werden. Ursprünglich bestanden diese Kästen aus Holz, später auch mit einer Lackierung. Heute gibt es Bentō-Boxen in jeder Variation, natürlich auch in Plastik und mit beliebten Anime-Motiven darauf. Auch bei der Füllung sind heute keine Grenzen mehr gesetzt, wichtig ist nur, dass das Essen ansprechend angerichtet ist. So gibt es spezielle Utensilien wie Würstchen-Schneider und Reisförmchen, mit denen man die betreffende Speise in die gewünschte Form bringen kann. Traditionell besteht ein Bentō jedoch aus Reis als Hauptgericht und verschiedenen kleinen Beilagen, wie eingelegtem Gemüse – es sollten mindestens sechs an der Zahl sein.

Bentō kann man in Japan fast überall fertig zubereitet kaufen, sei es am Bahnhof oder im Kombini um die Ecke. Wirklich besonders sind aber natürlich nur selbstgemachte Boxen. In Anime sieht man häufig, dass Mädchen dem Jungen, in den sie verliebt sind, ein spezielles Bentō kochen. Auf diese Art zeigen sie ihre Zuneigung. Das Bentō ist also mehr als nur Essen. Die aufwändigen Formen der Speisen und die Anrichtung zeugen von einem hohen Maß an Zeitaufwand und Mühe.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Bishōnen/Bishōjo (jap. 美少年 „schöner Junge“ / jap. 美少女 „schönes Mädchen“)
Ein Bishōnen ist ein Junge oder junger Mann, der dem japanischen Idealbild eines „schönen“ Jungen entspricht. Diesem Ideal folgend sollte der Bishōnen androgyn sein, also von schlanker, zarter Gestalt sein und weiche, feminine Gesichtszüge haben. Bishōnen tauchen häufig in Shōjo Manga auf, sehr oft auch in der Untergattung des Shōnen Ai.

Ein Bishōjo ist das weibliche Pendant zum Bishōnen. Es verkörpert die japanische Idealvorstellung einer schönen, jungen Frau. Vorzugsweise tauchen im Manga und Anime solche Bishōjo im Schulmädchenalter auf. Denn das weibliche Ideal schließt auch das „Kawaii-Sein“ ein, das Niedlichsein.

Autor: Jennifer Brox

C

Caption
Unter Caption (engl. Bildlegende) versteht man Zusatzinformationen. Eingefügt werden sie in der Regel ober- oder unterhalb eines Panels. Im Manga sind es oft Erklärungen für bestimmte japanische Traditionen oder Beschreibungen von typischen Delikatessen.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Catgirl
Ein Catgirl ist eine spezielle Ausformung des Kemonomimi. Dabei handelt es sich – wie der Name schon vermuten lässt – um Mädchen, die bestimmte Merkmale von Katzen aufweisen, wie z.B. Ohren oder Schwänze.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Cel
Cel ist die Abkürzung von Celluoid und bezeichnet die Originalzeichnung eines Anime. Die durchsichtigen Folien werden heute nicht mehr zwingend für die Animation eines Zeichentrickfilms benötigt. Früher war es nötig, die Bleistiftzeichnungen auf eine Cel zu übertragen, diese wurden dann entsprechend eingefärbt. Nach dem Trocknen werden die fertigen Cels vom Kameramann genau nach Plan auf den gemalten Hintergrund gelegt und abgefilmt.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Chanbara (jap. チャンバラ oder ちゃんばら)
Mit Chanbara (auch Chambara) bezeichnet man das Genre des Schwertkampffilms. Der Begriff ist lautmalerisch und soll das Geräusch wiedergeben, das beim Zusammentreffen zweier Klingen entsteht: chanchan barabara. Inhaltlich drehen sich diese Schwertkampffilme hauptsächlich um das Leben und die Kämpfe (herrenloser) Samurai. Dabei stehen Begriffe wie Ehre und andere althergebrachte Werte im Vordergrund. Bekannte Chanbara Anime sind z.B. Rurouni Kenshin, Vagabound oder Sword of the Stranger.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Chibi (jap. ちび „klein, winzig, zwergenhaft“)
Regelmässig findet dieser Stil Verwendung, wenn es um die Darstellung von starken Emotionen, z.B. Wut oder Verliebtheit, geht. Der Charakter wird dann in einer kindlichen Form gezeichnet, wobei Merkmale wie Haare und Kleidung gleichbleiben. Ausserdem sind die Zeichnungen hierbei drastisch vereinfacht.

Chibi ist nicht zu verwechseln mit Super Deformed , wobei Charaktere in einer sehr verzerrten Weise dargestellt werden.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Comicket (jap. コミケット; kurz für Comic Market コミックマーケット).
Der Comicket ist die weltweit größte Messe für Doujinshi und wird zweimal im Jahr in Tokyo abgehalten – einmal im Sommer und einmal im Winter. Die Veranstaltung im August wird als NatsuComi (夏コミ) bezeichnet, die Messe im Dezember als FuyuComi (冬コミ). Jährlich besuchen knapp eine halbe Million Menschen den Comicket.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Coming-of-Age
Coming-of-Age ist ein Genre, in dem das Erwachsenwerden thematisiert wird. Die Konflikte der jugendlichen Hauptpersonen speisen sich darum hauptsächlich aus den Problemen, die beim Heranwachsen entstehen (die erste Liebe, Freundschaften, Probleme mit den Eltern etc.). Meistens richtet sich das Genre auch an ein überwiegend jugendliches Publikum, da es häufig Identifikationsfiguren (Typen) liefert.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Con-Hon
Das Wort Con-Hon leitet sich von den Begriffen „Convention“ und „Hon“ (jap. 本 Buch) ab. Es sind kleine Bücher mit leeren Seiten, die auf Conventions herumgereicht werden, damit verschiedene Leute (Manga-) Zeichnungen oder Grüße eintragen können. Das Prinzip funktioniert wie bei einem Poesiealbum.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Convention (Kurzform „Con“)
Eine Convention (engl. für Zusammenkunft) ist eine mehrtägige Veranstaltung, auf der sich Fans treffen, um gemeinsam ihrem Hobby nachzugehen und unter Gleichgesinnten zu sein. Ausgerichtet werden die Cons in den meisten Fällen von Vereinen oder Verlagen und bieten ein umfangreiches Programm. So gehören Händlerraum, Bring and Buy Bereich, Videovorführungen, Cosplay-Wettbewerbe, Showacts und Workshops schon zum festen Standardprogramm einer Anime/Manga Convention. Die Veranstaltung findet zumeist über ein Wochenende statt und abseits der Wettbewerbe erscheinen viele Besucher auch im Kostüm.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Crossover (engl. Überkreuzung)
Ein Crossover ist eine Mischung aus zwei oder mehr Serien. Dabei wird an den ursprünglichen Serien nicht viel geändert: Oft treffen lediglich die verschiedenen Charaktere aufeinander und erleben ein neues Abenteuer. Besonders beliebt ist dabei das Konzept der „Weltenreise“. Ein Beispiel für ein bekanntes Crossover ist „Kingdom Hearts“.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Cyberpunk
Der Begriff Cyberpunk wird für ein Genre, welches sowohl im Film als auch in der Literatur verwendet wird. Es ist eine Unterkategorie des Science-Fiction. Doch ist die Welt des Cyberpunks ist oft düster und nicht steril-sauber, wie in den sonstigen Utopien des Science-Fiction-Genres.
Meist ist es so, dass die vorgeschrittende Technologie nicht für das Wohle der Gesellschaft benutzt wird, sondern um diese zu unterdrücken und zu kontrollieren. Ein Beispiel für den Bereich des Animes ist „Battle Angel Alita".

Autor: Julia Kefenhörster

D

Dakimakura (jap. 抱き枕 „Umarmungskissen“)
Dabei handelt es sich um lebensgroße Kissen mit Abbildungen von Animecharakteren. Meist zeigen die Aufdrucke weibliche Charaktere in freizügigen Posen. Die Formen der Kissen sind zwar unterschiedlich, haben aber eins alle gemeinsam: Man kann sie zum Schlafen umarmen, was dazu führt, dass sie deshalb eher nicht als Kopfkissen verwendet werden.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Desu (jap. です)
Desu ist eigentlich ein sogenanntes Kopula der japanischen Sprache, ein Bindewort, das meist mit dem Verb „sein“ übersetzt wird. In Verbindung mit anderen Wörtern kann es ganz unterschiedliche Bedeutung haben (Genki desu = Mir geht es gut; Daijoubu desu = Alles in Ordnung etc.) In der Anime/Manga Szene wird desu oftmals aber auch als eine Art Running Gag gebraucht, als sog. Internet Meme in Verbindung mit einem Bild des „Rozen Maiden“ Charakters Suiseiseki. Wenn also z.B. in einem Forum ein Thema ausgereizt ist, spammen manchmal User ihren Post mit desu zu.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Doujinshi (jap. 同人誌)
Doujinshi sind Manga, die nicht aus kommerziellen Gründen heraus gezeichnet worden sind. In der Regel werden sie von Fans im Heftformat hergestellt. Dabei untersteht der Zeichner keinem Verlag, sondern produziert in Eigenverantwortung. Der Begriff „doujin" beschreibt eine Gruppe, die eine gemeinsame Interesse teilen; „shi" steht für Heft.

Professionelle Mangaka zeichnen manchmal Doujinshi außerhalb ihrer kommerziellen Werke, um kleine Bonus-Geschichten (おまけ omake), oder ihre unfertigen Zeichnungen und Skizzen (お絵描きoekaki) zu veröffentlichen.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Dubtitel

Der Begriff Dubtitel setzt sich aus den englischen Wörtern für Synchronisation (dubbing) und Untertitel (subtitle) zusammen und bezeichnet Untertitel, die lediglich eine Übertragung des synchronisierten Tons sind. Allgemein wird es als qualitativ hochwertiger angesehen, wenn die Untertitel eine direkte Übersetzung der originalen Dialoge darstellen und nicht nur die Synchronisation wiedergeben. Denn Untertitel stellen andere Anforderungen an den Text als eine Synchronisation, bei der u.a. auf Lippen-Synchronizität geachtet werden muss. Eine direkte Übersetzung ist darum sinngenauer.

Autor: Jennifer Brox

E

Ecchi/Etchi (jap. エッチ etchi)
Ecchi ist die japanische Aussprache des Buchstabens „H“. Der Ausdruck wird beschönigend für alles verwendet, was mit Sex zu tun hat und kann als Adjektiv, Substantiv und Verb genommen werden. Adjektivisch benutzt man es im Sinne von „schmutzig“ oder „frivol“. In der Verbform (ecchi suru) hat es die Bedeutung „miteinander schlafen“ und als Substantiv verwendet man es, um jemanden als Perversen zu schimpfen. Der Ursprung dieses Begriffes ist nicht geklärt, jedoch besagt die gängigste Theorie, dass es eine Art Kurzform von Hentai darstellt.

Im Westen wird Ecchi hingegen als eine Genrebezeichnung verwendet. Das Genre bezieht sich auf Anime und Manga, die einen leichten erotischen Inhalt (aufreizende Kleidung, Nacktheit) haben, jedoch weder das Geschlecht noch Geschlechtsverkehr darstellen.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Ero
Mit Ero werden in Japan Werke bezeichnet, die einen erotischen Inhalt haben. Es ist also eine Genrebezeichnung und charakterisiert Medien, die keinen Geschlechtsverkehr darstellen. In Japan ist Ero das, was im Westen unter Ecchi bekannt ist.

Autor: Julia Kefenhörster
F

Fanart
Die von Fans gezeichneten Werke werden mit dem Begriff Fanart betitelt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Anhänger einer Musikgruppe, eines Autors, einer Fernsehserie oder ähnlichem handelt. Auch wenn vor allem im Bereich Anime und Manga Fanarts eine große Beliebtheit genießen. Die Bedingung für ein Fanart ist natürlich, dass das gewählte Motiv einen Zusammenhang zur entsprechenden Leidenschaft des Fans hat. Wobei es sich nicht um eine einfache Kopie handeln muss, oft werden die Figuren auch ganz bewusst anders in Szene gesetzt und sogar eigene Handlungsstränge zu ihnen entwickelt. Das Urheberrecht verbietet allerdings eine kommerzielle Verbreitung.

Ebenfalls ein von Fans geschaffenes Werk sind die sogenannten Fanfictions , dabei handelt es sich allerdings um eine schriftliche Form.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Fandub
Fandubs bezeichnen von Fans hergestellte Synchronisationen eines Anime. Die Verbreitung von Fandubs ist ebeso illegal auf Grund der Verletzung des Urheberrechts, wie die Verteilung von Fansubs . Solange der Anime in Deutschlang nicht lizenziert ist, wird es meist toleriert.

Meist sind im deutschen Raum Fandubs eher bei Parodien zu finden als bei ernsthaften Synchronisationen.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Fanfiction
Eine Fanfiction beschreibt ein schriftliches Werk, welches von einem Fan verfasst wurde. Ebenso wie bei dem Fanart ist hierbei nicht wichtig, ob es sich um ein literatisches Werk, ein trivialliterarisches Werk oder eine real existierende Person handelt. In dieses Geschichten werden entweder die Originalwerke weitergesponnen oder es werden die Figuren in eigenständige Geschichten eingebunden. Aufgrund des Urheberrechts ist eine kommerzielle Nutzung allerdings strengens untersagt.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Fanservice
Unter Fanservice (von engl. service = Dienst; also Fandienst) versteht man im Allgemeinen Elemente in Manga oder Anime, die nicht maßgeblich die Story vorantreiben. Es sind zusätzliche Informationen oder Szenen, die entweder unwichtiges Detailwissen vermitteln oder aber den Blick auf die (meist weibliche) Anatomie der Figuren ermöglichen. Meistens ist Letzteres der Fall. Ein Beispiel für den gebräuchlichsten Fanservice sind Dusch- oder Onsen-Szenen, in denen die Figuren tiefe Einblicke gewähren. Aber auch Kameraeinstellungen, bei denen man den weiblichen Protagonisten unter die Röcke schauen kann, sind sehr beliebt.

→ siehe auch Panty-Shot

Autor: Jennifer Brox

 

 

Fansub
Anime, die von Fans mit Untertiteln versehen wurden, werden als Fansub bezeichnet. In der deutschen Szene ist es meist üblich, dass die englischen Versionen als Vorlage für die Übersetzung dienen. Die Verbreitung von Fansubs ist illegal, ebenso wie die Verbreitung von Fandubs , da das Urheberrecht verletzt wird. Aber meistens toleriert man die Verbreitung, solange in Deutschland keine Lizenzierung vorliegt.

Deutsche Fansubgruppen folgen meist einem "Ehrenkodex" und stellen die Verbreitung von Folgen sofort ein, wenn der Anime lizenziert wurde. In den USA hingegen ist es gang und gäbe, dass auch lizenziertes Material von Fans mit Untertiteln versehen und folglich auch verbreitet wird.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Fanzine
Fanzines sind Zeitschriften, die von Fans für andere Fans gemacht werden. Es gibt sie zu den unterschiedlichsten Themen und in den verschiedensten Qualitäten. Neben der Papierform hat sich auch die digtale Form, welche über das Internet verbreitet wird, durchgesetzt. Magazine, die auf dem elektronischen Weg verbreitet werden, nennt man E-Zines.
Eine Sonderform der Fanzines sind die sogenannten Egozine. Diese werden nur von einer einzigen Personen geschrieben und verbreitet.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Featurette
Featurette sind Filme, die zwar länger als Kurzfilme sind, dennoch nicht die Spiellänge von handelsüblichen Filmen erlangen. Normalerweise liegt die Spieldauer zwischen 20 und 40 Minuten. Bei DVDs finden sich Featurette als Bonusmaterial und können als Dokumentationen, wie z.B. Making-of, auftauchen.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Filler
Vor allem im Westen ist der englische Begriff Filler (engl. Füllmaterial) eingebürgert. Gemeint sind damit Füllfolgen- Folgen, die abseits des eigentlichen Handlungsstranges spielen. Gerade bei Anime, die auf einer unfertigen Manga-Serie beruhen, kommt es zu einer großen Anzahl an Füllfolgen, teilweise sogar über mehrere Staffeln hinweg. In Japan ist es üblich, eine Serie mit einer Folge pro Woche auszustrahlen. Diese werden auch dann nicht vorläufig abgesetzt, wenn es keine bzw. nur geringes Vorlagematerial gibt.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Fujoshi (腐女子 „verdorbenes Mädchen")
Fujoshi wird in Japan, wie die deutsche Übersetzung schon deutlich macht, abwertend und auf die weibliche Fangemeine verwendet. Der Begriff des Otakus hingegen wird stereotypisch auf die männliche Gemeinschaft verwendet. Wird der Begriff Fujoshi nicht für eine allgemeine Abwertung genutzt, sind damit vor allem Fans von den Genres Yaoi und Shonen-Ai gemeint.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Furry

Furry kommt aus dem Englischen und bedeutet "pelzartig". Es ist der Sammelbegriff für eine internationale Interessen-Gruppierung, die an anthropomorphen Tieren in Schrift, Bild und Ton interessiert ist. Anders als bei Kemonomimi, wo nur vereinzelte Tiermerkmale auftauchen, handelt sich bei Furry wirklich um Tiere, die vermenschlicht wurden.
Furries, wie die Fans sich selbst oft nennen, stammen größtenteils aus USA, Japan, Großbritannien und Deutschland. Mitte der Neunziger Jahre erreichte das Phänomen die Menschen, blieb jedoch lange nicht mehr als eine Randnotiz. Aktuell wird die Größe der deutschen Szene auf 3000-4000 Mitglieder geschätzt.

Autor: Julia Kefenhörster

G

Gekiga (jap. 劇画 „Bilderdrama“ oder „dramatische Bilder“)
Gekiga sind Manga, die einen realistischen Zeichenstil besitzen und ernsthafte Erzählungen wiedergeben. Da sich die Manga an ein erwachsenen Publikum richten, werden sie oft mit Seinen oder Josei gleichgesetzt.

Bis 1957 wurden in Japan keine Comics für Erwachsene gezeichnet, die Zielgruppe waren somit nur Kinder. Yoshihiro Tatsumi entschloss sich deshalb, seine Werke an ein älteres Publikum zu richten und nannte diese Arbeiten nun nicht Manga , sondern betitelte sie mit dem Wort Gekiga.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Gore
Bei Gore (engl. durchbohren, aufspießen) handelt es sich um ein Genre. Im Mittelpunkt der Filme stehen die Auswirkungen von Gewalttaten. Diese werden in detallierten Großaufnahmen wiedergegeben. Zerstückelungen, Ausweidungen, das Herausquellen von Organen und ähnliches sind Bestandteile der Filme. Verhältnismäßig häufig wird Gore in Horrorfilmen und Yakuza-Filmen verwendet, aber auch andere Genre spielen mit diesem Stilmittel. Ein bekanntes Beispiel im Bereich Anime wäre „Hellsing".

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Graphic Novel
Eine Graphic Novel (von engl. graphic = grafisch; und engl. novel = Roman) ist ein illustrierter Roman. Der in den USA geprägte Begriff ist jedoch nicht vollkommen klar definiert. Meistens sind Graphic Novel Einzelbände und grenzen sich von anderen (heftartigen) Comics dadurch ab, dass ihr Inhalt relativ komplex und die Themenwahl anspruchsvoller ist. Im Regelfall sind sie auch länger als ein handelsübliches Comic-Heft. Nicht immer sind es aber in sich abgeschlossene Geschichten. Oft stellen Graphic Novel auch ein Special oder eine Ergänzung zu einem bereits bestehenden Serien-Universum dar. Ein Beispiel hierfür sind Neil Gaimans „Sandmann“-Bände.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Gutter
Gutter, aus dem Englischen für Regenrinne, bezeichnet den Abstand zwischen den Panels. Um einen starken Kontrast zum schwarzen Panelrahmen und damit eine scharfe Abgrenzung zu bewirken, ist die Lücke üblicherweise weiß.

Autor: Julia Kefenhörster

H

Harem-Anime / Harem-Manga (jap. ハーレム Hāremu)
Harem ist ein unscharf abgegrenztes Anime/Manga Genre, in dem eine Situation wie in einem arabischen Harem geschaffen wird: Ein Protagonist ist umringt von einer Vielzahl Menschen des anderen Geschlechts (meistens handelt es sich dabei um einen männlichen Hauptcharakter), mit denen er Beziehungen aufbaut bzw. mit denen Beziehungen in Aussicht gestellt werden. Ein Beispiel für einen Harem-Manga ist „Love Hina“.

Wird das typische Geschlechterverhältnis umgedreht (also gibt es einen weiblichen Hauptcharakter und männliche Bezugspersonen) spricht man informell auch von einem Reverse Harem oder Gyaku-Hāremu (逆ハーレム).

Autor: Jennifer Brox

 

 

Hentai (jap. 変態 „abweichend, anormal")
Im Westen versteht man unter Hentai ein Genre, welches in der Regel Anime, Videospiele und Manga mit pornografischem Inhalt bezeichnet. Auch wenn es als eigener Genrebegriff genutzt wird, ist anzumerken, dass darunter ganz unterschiedliche Genres wie Fantasy, Science-Fiction oder Magical-Girl bedient werden.
In Japan wird diese Sparte anstelle von Hentai vielmehr mit dem Begriff juuhachi-kin (18禁, verboten zum Verkauf an Jugendliche unter 18 Jahren) versehen.

Hentai ist in Japan ein negativ gefärbtes Wort und wird eigentlich dazu verwendet, etwas als abnormal oder pervers zu bezeichnen.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Hikikomori (jap. ひきこもり „sich einschließen")
Bezeichnet in Japan Menschen, die sich aus freien Stücken vollständig zurückziehen und den Kontakt zu Menschen meiden. Der Begriff bezeichnet sowohl die Betroffenen als auch das Phänomen selbst. Obwohl der gesellschaftliche Rückzug Jungen und Mädchen gleichermaßen betrifft, sind es vorallem die Jungen, die mit ihrem Verhalten Besorgnis und Aufmerksamkeit erregen.
Hikikomori können mit dem Otakutum in Verbindung stehen; das Ursachenspektrum ist jedoch breit gefächert. Oft handelt es sich um eine übermässige Ausübung von Druck.

Ausführlich behandelt wird das Thema zum Beispiel im Anime „Welcome to the NHK“.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Host-Club
Ein Host-Club ist eine Art Bar für Frauen, in der man neben Getränken auch Unterhaltung in Form von hübschen Männern kaufen kann. Diese „Hosts“ (engl. Gastgeber) umgarnen ihre weibliche Kundschaft, machen ihnen Komplimente, treiben Konversation oder singen Karaoke. Oft animieren sie die Frauen auch bei kleinen Spielen zum Trinken, denn die Kundin bezahlt alle Speisen und Getränke, die zusammen verzehrt werden. Entgegen der landläufigen Meinung sind die Hosts keine Prostituierten, sondern Animateure, die nur für ihre Gesellschaft bezahlt werden.

Autor: Jennifer Brox

I

Imagesong
Unter Imagesongs versteht man Lieder, die im Hintergrund eines Animes laufen. Allerdings anders als bei Background Music sind diese Stücke nicht rein instrumentell, sondern besitzen Gesang. Im Allgemeinen werden solche nur in aufwendigeren Produktionen geboten.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Imouto (jap. 妹; いもうと „kleine Schwester")
Imouto bezeichnet eine jüngere Schwester. Es muss nicht unbedingt eine Blutsverwandschaft bestehen, so wird der Begriff auch auf jüngere Mädchen, zu denen man ein geschwisterliches Verhältnis hat, verwendet.
Der Otaku meint damit meistens die kleinen Moe Schwestern in Anime-Serien, die nicht in der Realität existieren.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Inflektiv
Als Inflektive werden Lautäußerungen, Geräusche oder Gesten und Handlungen, die im Comic oder Manga verwendet werden, bezeichnet. Ein paar Beispiele sind: grins, seufz, gähn.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Internet Meme
Ein Meme ist ein Internet-Hype, der sich in Form eines Links, eines Bildes oder einer Videodatei schnell über das Netz verbreitet. Dieser Hype kann sich auf einzelne Wörter oder Bilder, aber auch auf ganze Blogs oder Homepages richten. Das betreffende Objekt (der Content) bewegt sich manchmal auch über die Grenzen des Internets hinaus und wird in anderen Medien aufgegriffen. So kann z.B. aus einem Musikvideo ein Flashmob entstehen.

Autor: Jennifer Brox

J

Josei (jap. 女性 „junge Frau“)

Josei ist ein japanisches Mangagerne, welches sich an jungen Frauen richtet. Die Leserinnen stehen in der Regel bereits im Berufsleben und/ oder sind verheiratet. Die Zeichnerinnen sind meist erwachsene Frauen. Dementsprechend handeln die Geschichten in diesen Manga von den unterschiedlichen Erfahrungen in der Familie, vom Arbeitsleben oder es handelt sich um Liebesgeschichten.
Das Genre, welches sich im Gegenzug speziell an junge Männer richtet, nennt sich Seinen.

Autor: Julia Kefenhörster

K

Kanzenban (jap. 完全版 „vollständige Ausgabe“)
Ähnlich einem Aziōban ist auch ein Kanzenban eine Manga-Sonderausgabe. Während ein Aziōban den Wert der Edition betont, steht allerdings beim Kanzenban die Vollständigkeit im Vordergrund.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Kawaii (jap. かわいい „süß", "niedlich")
Kawaii ist ein Ausdruck für „süß", „niedlich" und dergleichen. Es können leblose Gegenstände, aber auch reale bzw. fiktive Personen damit bedacht werden. Wird meistens von Mädchen verwendet, da Jungen Moe bevorzugen. Allerdings sind beide Wörter keine direkten Entsprechungen zueinander. Denn Moe signalisiert immer eine empfundene Attraktivität, während dies bei Kawaii nicht gegeben sein muss.

Heutzutage steht Kawaii auch für ein Konzept, das Unschuld und Kindlichkeit betont und sich auf alle Bereiche der japanischen Gesellschaft ausgedehnt hat.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Kemonomimi (jap. 獣耳 (獣 „Tier"; 耳 „Ohr"))
Kemonomimi bezeichnet menschliche Charaktere, die zusätzlich Merkmale von Tiere haben. Allerdings werden nur vereinzelte Merkmale, wie Ohren oder Schwänze, verwendet. Das wohl bekannteste Beispiel für Kemonomimi sind die sogenannten Catgirls.
Auch können solche Elemente nur kurzzeitig auftauchen, z.B. wenn ein Charakter schelmische Gedanken hat, wird er oft mit Katzenmerkmalen versehen.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Kodomo (jap. 子供 „Kind“)
Das Genre Kodomo richtet sich speziell an Kinder bis zum Mittelschulalter. Die Geschichten besitzen meistens einen moralischen Nährwert. Dabei wird mit starken Übertreibungen und größenteils witzigen Elemente gearbeitet, damit die Geschichten für Kinder interessant sind.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Kōhai (jap. 後輩)
Als Kōhai bezeichnet man jemanden, der nach einem selber in eine Firma oder Schule eingetreten ist. Es ist das Pendant zum Sempai, allerdings wird das Wort Kōhai im Gegensatz dazu nicht als Anrede verwendet.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Kotodama (jap. 言霊)
Der Begriff Kotodama stammt aus der Religion bzw. dem Kampfsport und bezeichnet Wörter, denen magische Wirkung zugeschrieben wird. Manchmal bezeichnet der Begriff auch direkt die Wirkung an sich, die verschiedener Natur sein kann. So gibt es zum Beispiel Wörter, denen Heilkräfte zugeschrieben werden. Andere können wiederrum angeblich bis in die Seele von Objekten eindringen und sie so beeinflussen.

Autor: Jennifer Brox

L

Lemon
Lemon ist ein Fanfiction-Genre, in dem es zum Geschlechtsverkehr kommt. Die abgeschwächte Form des Lemon wird als Lime bezeichnet.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Lime
Im Fanfiction-Genre Lime wird im Gegensatz zum Lemon der Geschlechtsakt nur angedeutet, nicht aber explizit beschrieben.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Live-Action
Eine Live-Action (von engl. live = leben; und engl. action = Aktion/Handlung) ist ein Realfilm, also ein Film mit realen Schauspielern. Man verwendet diesen Begriff hauptsächlich, um Produktionen von ihren gezeichneten oder animierten Anime-Pendants zu unterscheiden. Es gibt Live-Action Movies zu vielen verschiedenen Anime, wie z.B. „Cat’s Eye“, „Sailor Moon“ oder „Bleach“.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Lolicon (jap. ロリコン)
Lolicon ist die Abkürzung für den Begriff „Lolitakomplex“ (ロリータ・コンプレックス), der wiederrum auf den Roman „Lolita“ von Vladimir Nabokov zurückgeht. Beim Lolicon werden eindeutig minderjährige Mädchen in sexuell aufreizenden Posen oder bei eindeutigen sexuellen Handlungen gezeigt. Außerdem wird der Begriff auf Menschen bezogen, die ihre sexuelle Fixierung sowohl auf reale als auch auf fiktive Minderjährige gerichtet haben. In Deutschland bezeichnet der Begriff hingegen lediglich ein Anime/Manga-Genre, das seinen Schwerpunkt auf die sexuelle oder erotische Darstellung von weiblichen Minderjährigen legt.

Autor: Jennifer Brox

M

Magical Girl (jap. 魔法少女 oder 魔女っ子 „magisches Mädchen“)
Magical Girl ist ein Hauptgenre des Shōjo-Mangas. Die Hauptfiguren sind – wie der Name schon sagt – normale Schulmädchen, die durch einen magischen Gegenstand übernatürliche Kräfte erlangen. Fortan agieren sie als eine Art Superheld (meist in Verkleidung, die durch eine Verwandlung entsteht) und müssen die Welt vor den Mächten des Bösen schützen. Neben dieser Aufgabe haben sie zusätzlich mit alltäglichen Problemen wie Liebe oder Schule zu kämpfen. Das wohl bekannteste Magical Girl in Deutschland ist „Sailor Moon“. Aber auch „Kamikaze Kaito Jeanne“ oder „Wedding Peach“ sind Vertreter dieses auf Mädchen ausgerichteten Genres.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Maid (engl. „Dienstmädchen“)
Der Begriff Maid bezieht sich auf einen in Manga und Anime verbreiteten Kleidungsstil, der sich an typischen Dienstmädchen-Outfits orientiert. Üblicherweise zählt dazu ein schwarzes Kleid, das mit einer weißen Schürze kombiniert wird, dazu eine Spitzenhaube. Die Maids ziehen sich durch alle Genres, wobei die latente erotische Komponente in Hentais in explizite Fetische umschlägt. Aber Maids müssen nicht zwingend mit Sex oder Erotik in Zusammenhang gebracht werden. Häufig trifft man in Anime und Manga auf „normale“ Dienstmädchen, die im westlichen Stil gekleidet sind, um damit den Niedlichkeitsfaktor zu erhöhen.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Maid-Café (jap. メイド喫茶, meido kissa oder メイドカフェ, meido kafe)
In einem Maid-Café bedienen Kellnerinnen in Dienstmädchen- oder Schulmädchenuniformen. Dabei verhalten sie sich so, als wären sie tatsächlich das Dienstpersonal und der Kunde der Hausherr. Der Service ist dementsprechend erstklassig, der Herr und „Gebieter“ (jap. ご主人様 go-shujin-sama) wird angehimmelt und von vorne bis hinten bedient. Man kann auch Fotos mit den Mädchen machen lassen, der Kunde bestimmt dabei die Pose. Maid-Cafés finden sich überwiegend in Tokyo, Ōsaka und Akihabara. Viele Anime-Conventions bieten zudem auch außerhalb Japans ein Maid-Café als besonderen Programmteil an. So kann man sich z.B. auf der „Hanami“ von den hübschen Dienstmädchen bewirten lassen.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Manga (jap. 漫画 „zwangloses Bild“)

Als Manga bezeichnet man im Westen aus Japan stammende Comics. Markante Merkmale sind das kleinere Format (Taschenbuch), der Schwarz-Weiß-Druck sowie die japanische Leserichtung (von rechts nach links), die sich mit der Zeit auch bei uns durchgesetzt hat. Außerdem werden in Manga bestimmte Stilelemente, wie zum Beispiel die berühmten überproportionierte Augen, verwendet.

Wie bei dem Wort Anime verwendet man Manga in unseren Breitengraden gezielt, um japanische Comics von westlichen abzugrenzen. In Japan existiert der Terminus Manga hingegen parallel neben dem Wort Comic (コミック komikku) und bezieht sich auf alle Arten von Comics.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Manga-ka (jap. 漫画家)

Der Begriff Manga-ka (auch Mangaka) setzt sich zusammen aus dem Wort Manga (japanischer Comic) und dem Kanji „-ka“ 家 („Schöpfer“, „Macher“). Folgerichtig bezeichnet das Wort professionelle Manga-Zeichner, die für einen Verlag arbeiten. Autoren, die nicht zeichnen, sondern „nur“ Geschichten schreiben, nennt man hingegen (Manga) Gensaku-sha ([漫画]原作者).

Autor: Jennifer Brox

 

 

Manga Kissa (jap. 漫画喫茶)
Manga Kissa oder auch Manga-Cafés sind Einrichtungen in Japan und bilden eine Mischung aus Café und Bücherei. Meist zu finden sind sie in Großstädte und nehmen dort oft mehrere Stockwerke ein. Neben unzähligen Manga gibt es häufig auch andere Annehmlichkeiten wie Spielkonsolen, DVD-Player und Internetzugang. Teilweise stehen sogar Massagesessel, Duschen und Waschmaschinen zur Verfügung. Die Einrichtungen haben rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr geöffnet.
Die Kosten orientieren sich an der Besuchsdauer, wobei eine Stunde immer voll bezahlt werden muss. Ab der 61 Minute wird im fünfzehn Minuten-Takt abgerechnet. Es gibt auch Pauschalpreise für eine ganze Nacht. Diese Möglichkeit wird manchmal als Alternative zur Übernachtung in einem Hotel verwendet.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Mangazasshi (jap. 漫画雑誌)
Mangazasshi sind telefonbuchdicke Mangamagazine in Japan. Meist werden Mangaserien zuerst in diesen Magazinen veröffentlicht. Die Magazine umfassen zwischen 200 bis über 1000 Seiten und haben bis zu 40 verschiedene, einfarbig gedruckte Geschichten in einer Ausgabe. Die Papier- und Druckqualität ist dabei gering. So werden auch die Kosten niedrig gehalten, denn die Mangazasshi sind dazu gedacht, nach dem Lesen weggeworfen zu werden. Nach einer Beliebtheitswahl durch die Leser per beigelegter Postkarte werden die erfolgreichsten Manga-Geschichten gekürt, die dann als Taschenbuch erscheinen sollen. Je nach Erscheinungsart werden die Magazine als Gekkanshi (monatlich) bzw. Shuukanshi (wöchentlich bzw. zweiwöchentlich) bezeichnet.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Manhua (chin. 漫畫 oder 漫画)
Ein Manhua ist ein chinesischer Comic, der im Gegensatz zum Manga meist vollfarbig ist. Die Entstehungszeit des Manhua fällt in die Periode zwischen 1867 und 1927. Wie bei seinem japanischen Pendant wird der Begriff außerhalb Chinas ausschließlich auf chinesische Comics bezogen, innerhalb Chinas bezeichnet er jedoch alle Arten von Comics. Die meisten chinesischen Comics werden in Taiwan oder Hong Kong produziert, da dort die künstlerische Freiheit angeblich am größten ist. Einen Manhua-Zeichner nennt man Manhuajia.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Manhwa (kor. 만화 oder한국 만화)
Manhwa sind Comics aus Südkorea. Im Gegensatz zu Manga werden sie von links nach rechts gelesen, denn die koreanische Leserichtung entspricht der unseren. Der Stil der Manhwa ähnelt denen der Manga sehr, da die japanischen Comics großen Einfluss auf den koreanischen Markt hatten. Die Wurzeln des koreanischen Comics liegen allerdings in der chinesischen Kunst. Als Manhwaga bezeichnet man die Zeichner der Manhwa.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Mecha
Ein Mecha ist nach der Wortherkunft ein mechanisches Gerät, das vorwiegend in Anime und Manga des Science-Fiction Genres auftritt. Dabei kann es sich um Fahrzeuge aller Art handeln (zumeist panzerähnlich) oder um Riesenroboter, wie man sie aus der Serie „Transformers“ kennt. Die Mechas können von Menschen gesteuert werden oder ein Eigenleben besitzen. Eine besonders elegante Ausformung erreichten sie in der Serie „Neon Genesis Evangelion“.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Mobile Suit
Ein Mobile Suit ist eine Sonderform des Mecha. Wie der Name impliziert (engl. mobile = mobil; engl. suit = Anzug) handelt es sich dabei um eine Art Ganzkörper-Rüstung, die mit verschiedenen Waffen und Funktionen ausgestattet ist. Der Träger wird durch das Anlegen sozusagen selbst zu einer Art Mecha. Anime, deren Protagonisten Mobile Suits tragen, sind unter anderem „Bubblegum Crisis“ und „Gundam“.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Moe (jap. 萌え „Knospe", "keimen", "sprießen“)
Mit Moe wird ein Gefühl der Zuneigung, welche auch fetischer Natur sein kann, ausgedrückt. Gebräuchlich ist es vorwiegend für weibliche Charaktere aus Manga, Anime oder Videospielen. Dies können allgemeine, aber auch spezielle Charaktere sein. Nekomimi-moe (猫耳萌え, wörtl. Katzenohren-Moe) bezeichnet die Zuneigung zu menschlichen Charakteren mit Katzenohren.
Innerhalb der Szene wird Moe auch als Ausruf genutzt, wenn ein Charakter als niedlich und liebenswert empfunden wird. Während Frauen eher zu dem Ausruf Kawaii neigen, wird von Männern Moe bevorzugt.

In den letzten Jahren nahm der Begriff Moe auch Einzug in andere Bereiche und wird nun oft allgemein für eine Leidenschaft bzw. ein Hobby einer Person verwendet. So steht zum Beispiel Tetsudou-moe (鉄道萌え) für das leidenschaftliche Interesse an Zügen.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Models
Als Models bezeichnet man 3-D Modelle, die von Anime/Manga-Charakteren im Spritzgussverfahren hergestellt werden. Das verwendete Material kann Vinyl oder Kunstharz (Resin) sein. Unter dem Begriff Model Kit kann man diese Figuren in Einzelteilen erwerben und selbst zusammenbauen. Die fertigen, zusammengeklebten Modelle werden später aufwändig per Hand mit Pinsel oder im Airbrushverfahren bemalt.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Mukku (jap. ムック)
Bei Mukku handelt sich um Bücher zu einem Anime. In diesen Bücher finden sich weitergehende Informationen, Interviews und eine Vielzahl an Fotos. Der Druck geschieht meistens auf Hochglanzpapier, die allgemeine Verabreitung der Werke ist hochwertig.

Autor: Julia Kefenhörster

N

Novel (auch Nippon Novel oder Light Novel)

Novel ist das englische Wort für „Roman“. In der Anime/Manga-Szene hat sich der Begriff in den letzten Jahren für die aus Japan stammende Light Novel (jap. ライトノベル) eingebürgert, die sich vorwiegend an ein jüngeres Publikum richtet und Illustrationen im Manga-Stil beinhaltet. Die Romane werden häufig, ähnlich den Manga, in literarischen Magazinen über mehrere Ausgaben hinweg veröffentlicht. Es handelt sich dabei aber wirklich um Romane, die lediglich mit ein paar Bildern illustriert sind. Es existieren Novels zu vielen bekannten Manga wie z.B. „Death Note“. Oft werden Light Novel auch als Vorlage für einen Anime oder Manga verwendet.

In Deutschland werden die Romane von den Verlagen Tokyo Pop und Carlsen vertrieben. Letzterer hat sie in Taschenbuchformat unter dem Namen Nippon Novel (Japan-Roman) im Programm. Mit Light Novel zu den Serien „Love Hina“ und „Inuyasha“ versuchte sich EMA bereits einige Jahre zuvor an einer Etablierung auf dem deutschen Markt, stellte die Romane aber auf Grund zu geringer Nachfrage ein.

Autor: Jennifer Brox

O

ONA (jap. オリジナルネットアニメ; Original Net Anime)
In Anlehnung an OVAs, deren Erstveröffentlichung ausschließlich auf Video/DVD erfolgt, sind ONAs (kurz für Original Net Animation) für ein direktes Release im Internet konzipiert, ohne eine vorherige TV- oder Kinoausstrahlung. Der Begriff ist relativ neu und die ersten Veröffentlichungen, die man als ONAs bezeichnet könnte, waren zumeist Fanworks. Mittlerweile werden aber immer mehr Trailer und Pilotfolgen professioneller Produktionen gestreamt. Dabei sind diese Folgen in der Regel wesentlich kürzer als herkömmliche Fernseh-Episoden.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Onee-, Onii-
Das Wort (o)nee bedeutet „ältere Schwester“ und (o)nii „älterer Bruder“ auf Japanisch. Das „o“ ist optional; im Japanischen wird es Worten vorangestellt, die man sehr mag. Je nach Vertrautheitsgrad können an den betreffenden Ausdruck die Nachsilben –chan, -san oder -sama angehängt werden. Onee-chan wäre demzufolge eine sehr vertraute Anrede für die eigene Schwester, die man eventuell mit dem deutschen „Schwesterlein“ übersetzen könnte. Oft liest man auch die Zusammenziehungen -neechan oder -neesan ( 姉ちゃん) und -niichan oder -niisan (兄ちゃん). In diesem Fall bilden die Wörter ein eigenes Suffix, das an den jeweiligen Namen gehängt wird. Beispiel: Mayumi-neechan.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Opening/Ending
Opening bezeichnet den Vorspann und Ending somit den Abspann. Diese sind mit Musik unterlegt und meist wird auch gesungen. Die Texte spiegeln meist die Geschichte wieder und sind oft annähernd zwei Minuten lang.
Die Bezeichnung wird sowohl dafür verwendet, wenn man nur die Musikstücke meint, oder die Musikstücke samt den Vorspann- bzw. Abspannanimationen.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

OST
OST bezeichnet die Originalmusik eines Films: Der Original Soundtrack also. Dieser Begriff wird übrigens nicht nur bei Animes verwendet, die Abkürzung OST gibt es auch bei allen sonstigen Filmarten.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Otaku (jap. オタク „Ihr Haus“ bzw. „Ihre Familie“)
Otaku ist eine japanische Bezeichnung für Fans, die ihr Hobby schon fast besessen ausüben. Das Wort hat somit eher eine negative Färbung, die außerhalb von Japan nicht vorhanden ist. In Deutschland beispielsweise wird Oktaku meistens nur dazu verwendet, deutlich zu machen, dass man Anime und Manga mag.
Betrachtet man sich die Übersetzung, also „Ihr Haus“ bzw. „Ihre Familie“, wird deutlich, dass mit einem Otaku eine soziale Inkompetenz einhergeht. So sind Oktakus, Stubenhocker und betrachten die fiktiven Charaktere als ihre Familie und Freunde.

In Japan wird ein Lehnwort verwendet, wenn man die Beziehung von Fan und Hobby nicht so negativ darstellen will. Mania oder maniakku (engl. maniac), zum Beispiel ist ein Gundam-Mania jemand, der sich besonders für die Serie Gundam interessiert.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

OVA (jap. オリジナル・ビデオ・アニメーション)
Als OVA (kurz für Original Video Animation) bezeichnet man Anime, die ausschließlich für den Videomarkt produziert werden und keine erste Veröffentlichung im Kino oder TV erfahren. Zumeist handelt es sich dabei um einzelne Filme oder Serien mit einer geringen Folgenzahl, deren Qualität oftmals höher ist als die von Fernsehproduktionen. OVAs können eine eigenständige Produktion bilden oder sich auf einen Anime oder Manga gründen.

Zu Anfang war noch der Begriff OAV (Original Animation Video) in Japan gebräuchlich. Jedoch bestand bei dieser Bezeichnung die Gefahr einer Vertauschung mit sogenannten AVs (Adult Videos – Pornofilme), sodass diese Abkürzung weitestgehend aus dem aktiven Gebrauch verschwand.

In Deutschland wird der Begriff OVA auch weiterhin für DVD Veröffentlichungen verwendet, obwohl sich in Japan bereits der Ausdruck OAD (Original Animation DVD) zu etablieren beginnt. Dabei handelt es sich um OVAs, die auf DVD zusammen mit einem Mangaband herausgebracht werden.

Autor: Jennifer Brox

 

P

Panel
Panel werden die einzelnen Bilder eines Mangas genannt. Meistens werden sie durch Rahmenlinien voneinander abgetrennt. Ein Comicstrip besteht meistens nur aus drei oder vier Panels. Die Panels eines Comics sind meist in Zeilen aufgeteilt und bilden somit das Muster einer Ziegelsteinmauer, hingegen sind die Mangas, was die Verteilung der Panels angeht, weniger starr und die Einteilung varriert stark.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Panty-Shot
Panty-Shot heißt übersetzt etwa “Höschen-Foto“ oder „Höschen-Schnappschuss“ (engl. panty = Höschen/Unterhose; engl. shot = Foto). Wie der Name also schon verrät, ist damit der freie Blick auf weibliche Unterwäsche in Anime und Manga gemeint. Häufigste Ursachen für einen Panty-Shot sind kurze Röcke in Zusammenspiel mit Windböen oder Stürzen. Panty-Shots sind weit verbreitet, ziehen sich durch alle Genre und gehören in die Kategorie des Fanservice. Ein Anime, in dem der Panty-Shot reichlich Gebrauch findet, ist zum Beispiel „Agent Aika“.

Autor: Jennifer Brox

Q
 
R

Rasterfolie

Diese Folien sind einseitig bedruckt und selbstklebend. Die Motive, die auf Rasterfolien dargestellt werden, reichen von simplen Grautönen über Farbverläufe und Muster bis hin zu ganzen Bildhintergründen. Durch Aufkleben auf Zeichnungen können so Schattierungen und andere Effekte erzeugt werden. Früher wurden Rasterfolien in vielen Bereichen der Grafik eingesetzt. Heutzutage sind es vor allem Manga-ka, die Rasterfolien verwenden.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Recap-Episode

Eine Recap-Episode (von engl. recap = Wiederholung) ist eine Anime-Folge, die fast vollständig aus einem Zusammenschnitt von bereits gezeigtem Bildmaterial besteht. Oft handelt es sich dabei um Erinnerungs-Rückblenden.

Recap-Material wird aber auch in regulären Folgen verwendet, um die Produktionskosten niedrig zu halten. Zum Beispiel wurden in der Serie „Sailor Moon“ die jeweiligen Attacken wiederholt eingefügt und nicht neu gezeichnet. Auf diese Art entsteht zudem ein Wiedererkennungseffekt.

Autor: Jennifer Brox

S

Scanlation

Das Wort Scanlation ist aus „(to) scan" (engl. scannen) und „translation" (engl. Übersetzung) zusammengesetzt. Es sind digitale Kopien von japanischen Manga, die per Nachbearbeitung übersetzt wurden. Meist geschehen solche Übersetzungen im englischsprachigen Raum.
Die Verbreitung dieser Dateien stellt eine Urrheberrechtsverletzung dar.
Die Fanszene behilft sich mit der Aussage, dass die Verbreitung der Online-Übersetzungen gestoppt werden sollte, sobald die Manga in westlichen Ländern lizensiert worden sind.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Seinen (jap. 青年 „junger Mann“)

Ein japanisches Mangagenre, welches sich speziell an junge Männer richtet. Die Zielgruppe bilden Leser zwischen 18 und 30 Jahren. Einige Manga sind aber auch gezielt auf Geschäftsmänner ausgerichtet. Diese Werke werden dann von Männer um die 40 konsumiert. Mit den beschriebenen Themen, die weit gefächert sind, wird seriöser und glaubhafter umgegangen als in Manga, die sich eher an Kinder und Jugendliche richten.
Dem gegenüber steht das Josei; Manga für erwachsene Frauen.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Seiyuu / Seiyū (jap. 声優)

Ein Seiyū ist ein japanischer Synchronsprecher, der Anime- oder Gamesfiguren seine Stimme leiht. Er kann aber auch beim Radio tätig sein oder bei realen Filmproduktionen mitwirken. Wie in Deutschland verleiht er dort in ausländischen Filmen den Charakteren Stimme und Ausdruck. Seiyū besitzen in Japan häufig eine große Popularität und die bekanntesten unter ihnen haben sogar eigene Fanclubs.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Seme (jap.攻め)

Die Wörter Seme und Uke stammen ursprünglich aus dem Kampfsport. Dabei ist der Seme der Angreifer und der Uke der Empfänger der Attacke. Im Shōnen-Ai bzw. Yaoi Genre haben sich die Begriffe für die beiden Partner einer homosexuellen Beziehung eingebürgert. So ist der Seme der aktive (und meist auch maskulinere) Part, während der Uke die passive, weibliche Rolle einnimmt.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Sentai (jap. 戦隊 „Einsatztruppe“)

Sentai sind Superhelden-Gruppen von mindestens vier oder fünf Personen, die gegen das Böse kämpfen. Dabei wird jeder Figur eine eigene Farbe oder Symbol zugeordnet (ferner auch eines der vier Elemente). Meistens können sich die Kämpfer mittels eines Gegenstandes in ihr maskiertes Alter-Ego verwandeln, aus dem sie ihre Kraft schöpfen. Ein populäres Beispiel sind die „Power Rangers“. Sentai bildet mittlerweile ein eigenständiges (Anime) Genre.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Shinigami (jap. 死神 „Todesgott“)

In der japanischen Kultur ist Shinigami die Bezeichnung für den personifizierten Tod. Wobei die wörtliche Übersetzung Todesgott nicht mit unseren Vorstellung eines Gottes gleichzusetzen ist, deshalb wird auch häufig eine Umschreibung wie „Todesengel“ verwendet. Die Shinigami werden in der japanischen Kultur nicht wie die Götter der westlichen Traditionen als allmächtig angesehen.
Shinigami führen verstorbene Seelen ins Todesreich und sind somit mit dem Sensemann gleichzusetzen.

Bekannte Beispiele für Shinigami in Anime und Mangas sind: Bleach, Death Note oder Fullmoon wo Sagashite.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Shōjo (jap. 少女 „Mädchen”; bzw. Shōjo Manga 少女漫画 „Mädchencomic“)

Der Begriff Shōjo (auch Shoujo) bezeichnet eine Überkategorie von Manga, die sich speziell an (junge) Mädchen richten. Beliebte Themen sind dabei Liebe und Liebeskummer sowie Freundschaft. Auch tauchen in diesen Manga häufig Stilelemente wie Seifenblasen oder fliegende Rosenblätter auf, die Hauptfiguren sind zudem meist weiblich. Einige Unterkategorien des Shōjo Manga sind Magical Girl oder Shōnen-Ai . Das männliche Gegenstück ist der Shōnen Manga.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Shōjo-Ai (少女愛 „Mädchenliebe“)

Shōjo-Ai bezeichnet ein Genre, welches sich mit der homosexuellen Lieben zwischen Frauen beschäftigt. Anders als bei Yuri, welches pornografischer Natur ist, liegt hier das Augenmerk auf Emotionen und charakterliche Entwickung. Auch stehen die gesellschaftlichen Probleme, die eine solche Bindung mit sich bringen kann, im Vordergrund.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Shōnen (jap. 少年 „Junge“;bzw. Shōnen Manga少年漫画 „Jungencomic“)

Shōnen Manga richten sich an ein überwiegend männliches Publikum im heranwachsenden Alter. Dabei liegt der inhaltliche Schwerpunkt meistens auf Action und Kämpfen, aber auch auf den Alltagsproblemen jugendlicher Jungen. Bekannte japanische Shōnen Magazine sind z.B. “Shōnen Jump” und “Shōnen Sunday”.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Shōnen-Ai (jap. 少年愛 „Jungenliebe")

Das Genre Shōnen-Ai thematisiert die homosexuelle Liebe zwischen Männern. Im Vordergrund stehen hier die Emotionen und die Charakterentwicklung. Oft ist auch ein wichtiges Thema, welche gesellschaftlichen Probleme die Homosexualität mit sich bringt.
Die pornografische Variante des Shōnen-Ai ist Yaoi.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Shotacon (jap. ショタコン)

Shotacon ist die männliche Variante des Lolicon. Der Begriff setzt sich zusammen aus dem englischen Wort Complex und dem japanischen Wort Shōtarō (正太郎), was eine gängige Bezeichnung für männliche Manga/Anime-Charaktere ist. Zusammengefasst ist mit Shotacon also die Fixierung auf männliche Jugendliche gemeint. Der Begriff hat häufig sexuelle Implikationen, was allerdings nicht dem Wortursprung entspricht. Ebenso werden Personen mit dieser speziellen Fixierung Shotacon genannt.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Slash

Slash ist ein Subgenre der Fanfictions und behandeln die homosexuelle Anziehung zwischen Charakteren. Dabei werden Charaktere genutzt, die in den Originalwerken keine Zuneigung zueinander empfunden haben. Oft sind die Originalcharaktere auch nicht homosexuell.
Da die gebildeten Pärchen gerne mit einem Schrägstrich, zum Beispiel Kaito/Yuki, angegeben werden, haben die Geschichte auch ihren Namen von diesem erhalten. Denn der Schrägstrich heißt im englischen "Slash".
Für Geschichten, die ein weibliches homosexuelles Paar thematisiert, kann der Begriff Femslash verwendet werden.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Slice-of-life (wörtlich „Stück aus dem Leben”)
Slice-of-life bezeichnet ein Genre, in dem ein bestimmter Abschnitt im Leben des Protagonisten beleuchtet wird (ähnlicher einer Kurzgeschichte). Dabei handelt es sich meist um ganz alltägliche Ereignisse und seltener um außergewöhnliche Vorkommnisse. Die Momentaufnahme dient dazu, den Blick des Zuschauers auf das Besondere in gewöhnlichen Abläufen zu lenken. Das Ende ist meistens offen.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Spin-off

Ein Spin-off (von engl. to spin = drehen und engl. off = von etwas weg) ist ein Ableger einer bereits existierenden Serie. Manchmal bilden diese Ableger die Fortsetzung der Ereignisse der Originalserie, meistens werden aber lediglich Charaktere in ein neues Handlungsfeld überführt. Dabei kann es vorkommen, dass Nebenfiguren zu Helden der neuen Serie gemacht werden. Diese verlassen dazu im Regelfall die ursprüngliche Serie, um einen anderen Handlungsstrang zu verfolgen.

Einen Spezialfall bilden sogenannte Franchise Spin-offs, bei denen zwar das Konzept der Originalserie übernommen wird, aber keine der alten Charaktere auftreten. Auf diese Art können eigenständige Serien entstehen, die dennoch einen Bezug zu einem bereits existierenden Serien-Universum haben. Inhaltlich sind sie jedoch losgelöst.

Autor: Jennifer Brox

 

 

Subtitles

Subtitles (abgekürzt auch sub) ist das englische Wort für Untertitel. Man hört diesen Begriff häufig im Zusammenhang mit ausländischen Anime-Releases oder im Bereich der Fanworks (Fansubs).

Autor: Jennifer Brox

 

 

Super Deformed (SD) (engl. Super Deformed „übermäßig verzerrt")
Die gezeichneten Figuren werden in einer extrem verzerrten Art dargestellt und somit proportional nicht realistisch. Meist wird der Kopf überdimensional vergrößert abgebildet. Der Stil wird in humoristischen Szenen verwendet und stellt übertriebene Reaktionen oder Emotionen dar. Sehr häufig wird es bei gewaltigen Wutausbrüchen verwendet.

Super Deformed wird häufig mit dem Begriff Chibi verwechselt, dabei wird bei Chibi den Charakteren nur ein vereinfachtes und kindliches Aussehen verliehen.

Autor: Julia Kefenhörster

T
Tankobonōbon (jap. 単行本)
In Japan werden damit allgemein Bücher bezeichnet, die in sich abgeschlossen sind und somit kein Teil einer Serie sind. Aber der Begriff findet auch im Bereich Manga Verwendung und betitelt hier Taschenbuchausgaben mit Schutzumschlag. Dabei spielt es keine Rolle, ob es Einzelbände sind oder es sich um Bestandteil eines weiterführenden Werkes handelt. Im Regelfall sind sie 120 x 170 mm groß und umfassen mehrere Kapitel erfolgreicher Serien, die vorab in Magazinen abgedruckt wurden. Die Druckqualtiät ist entsprechend höher und oft sind die ersten Buchseiten farbig und ein kleines Klappposter ist eingebaut. Hin und wieder gibt es auch Sonderauflagen, diese beinhalten dann weitere Beigaben, wie Figuren, Mousepads, Postkarten oder ähnliches.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Tweening (jap. 受け)

Tweening oder auch Inbetweening (von engl. in between= dazwischen) genannt, bezeichnet ein Verfahren, das bei der Herstellung von Animationen verwendet wird. Zwischen zwei Schlüsselbildern einer Animation werden mehrere Einzelbilder eingefügt, damit ein flüssiger Übergang wahrgenommen werden kann. Die zwischen den Schlüsselbildern entstandenen Bilder nennt man In-betweens.

Autor: Julia Kefenhörster

U
Uke
Der Uke ist das Gegenstück zum Seme. Er ist der passive Part einer homosexuellen Beziehung in Shōnen-Ai bzw. Yaoi Anime. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Kampfsport, wo Uke übersetzt in etwa „der Empfänger“ (einer gegnerischen Attacke) bedeutet.

Autor: Jennifer Brox

V
Vierte Wand
Die Vierte Wand ist eine unsichtbare Wand zwischen den Ereignissen im Manga und dem Leser. Die Wand wird durchbrochen, wenn sich Charaktere der Geschichte direkt an den Leser richten oder beispielsweise die gezeichnete Hand des Zeichners selbst im Bild zu sehen ist.

Autor: Julia Kefenhörster

W
Waidoban (jap. ワイド版)
Waidoban oder auch Wideban ist ein Buchformat, welches dem Aizōban ähnlich ist. Mit 130 x 190 mm ist es allerdings etwas kleiner, außerdem ist es qualitativ nicht so hochwertig. Bei dieser Veröffentlichungsart werden mehr Kapitel, als bei der ursprünglichen Edition, zusammengefasst. Die Bände sind auch entsprechend dicker (engl. wide = umfangreich) und folglich werden für die Komplettierung weniger Ausgaben benötigt.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Wasei-eigo (jap. 和製英語 „in Japan geschaffenes Englisch“)
Als Wasei-eigo bezeichnet man sog. Scheinanglizismen, also Wörter, die den Anschein haben, als kämen sie aus dem Englischen. In Wahrheit sind es aber dem Englischen entlehnte „Kunstwörter“, die in dieser Bedeutung nicht im englischen Wortschatz zu finden sind. Ein Beispiel wäre das ōpun kā (オープンカー), also das „open car“, das ein Cabrio bezeichnet. Im Anime/Manga Bereich zählen u.a. die Wörter Boy's Love und Girl's Love dazu.

Autor: Jennifer Brox

X
 
Y
Yaoi (jap. やおい)
In Yaoi geht es um die gleichgeschlechtliche Liebe zwischen Männern. Allerdings verwendet dieses Genre selten viel Zeit auf die Entwicklung von Charaktere oder Handlungsstränge. Der Schwerpunkt liegt hier auf dem Geschlechtsverkehr- somit wird das Thema eher pornografisch dargestellt. Shōnen-Ai wiederum hält den Fokus auf die Emotionen der Charaktere gerichtet.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Yonkoma (jap. 四コマ漫画, yonkoma manga „Vier-Bilder-Comic“)
Yonkoma, auch 4-koma, ist ein japanisches Format des Comicsstrips. Dieses besteht immer aus vier Panels und erzählt eine abgeschlossene Geschichte. Meist lässt sich Yonkoma im Genre Komödie finden. Die einzelne Panels sind wie folgt aufgeteilt: Einleitung, Entwicklung, überraschende Wendung und Schluss.

Veröffenlicht wird diese Form in Manga-Magazinen, Zeitungen und Zeitschriften. Nur selten werden sie in Form von Sammelbänden zusammengefasst.

Autor: Julia Kefenhörster

 

 

Yuri  (jap. 百合 „Lilie")
Yuri bedeutet Lilie und ist eigentlich ein sehr beliebter Vorname für Mädchen. Allerdings hat das Wort sich auch für die Bezeichnung eines Genre verbreitet: Yuri thematisiert homosexuelle Beziehungen zwischen Frauen. Anders als bei Shōjo-Ai, wo eher die Emotionen im Vordergrund stehen, liegt hier das Augenmerk auf dem Geschlechtsakt und ist daher pornografischer Natur.

Autor: Julia Kefenhörster

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