Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Am 10. September ist "Welttag der Suizid-Prävention". Aus diesem Anlass veröffentlichte Egmont Manga jüngst den Einzelband "My broken Mariko" von Waka Hirako. Wir möchten euch dieses besondere Werk nicht vorenthalten und stellen es hiermit vor...!

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Shadow of Memories

Shadou obu Memorīzu (シャドウ・オブ・メモリーズ)
 

Was passiert mit einem Toten, der sein Schicksal nicht akzeptieren kann? Manchmal werden sie zu ruhelosen Geistern und manchmal wachen sie in einem Kirchturm auf.

Inhalt

Ein sonniger Tag in der idyllischen deutschen Kleinstadt namens „Lebensbaum“. Es ist 14 Uhr und Eike hat gerade das Café „Zur Sonne“ verlassen und macht sich auf den Heimweg, als er plötzlich von hinten mit einem Messer erstochen wird. Der Tod ist allerdings nicht das Ende und so wird Eike noch eine Chance gewährt. Als er die Augen aufschlägt, findet er sich im Inneren eines Kirchturms wieder.

Dort unterbreitet ihm der mysteriöse Homunculus das Angebot, in der Zeit zurückzureisen und seinen Tod zu verhindern. Nach anfänglichem Misstrauen nimmt Eike schließlich das Angebot an, doch er stellt schnell fest, dass der Tod hartnäckig ist und es nicht ausreicht, diesen zu überlisten. Um sein Überleben zu sichern, muss er die Person, die ihm nach dem Leben trachtet, finden. Doch wo beginnt man mit der Suche, wenn es keine Hinweise auf den Täter oder auch nur auf ein Motiv gibt? Dann muss man wohl der eigenen Lebensgeschichte auf den Grund gehen und darauf hoffen, dass sich dort etwas finden wird. Als Hilfsmittel bekommt Eike das sogenannte „Digipad“ - dieses Gerät, das an ein Buch erinnert, ist eine tragbare Zeitmaschine und ermöglicht Eike weitere Zeitsprünge.

Um dem Geheimnis des Mörders auf die Spur zu kommen, muss Eike sogar bis ins Mittelalter zurückreisen und findet dort Verbindungen zu dem Alchemisten Dr. Wagner und dessen Familie. Besonders seine Tochter Magarete entwickelt eine Sympathie für den hübschen Jungen und dessen Zeitepoche und so erfahren wir von ihr mehr über die Experimente ihres Vaters und auch sie selbst wird zu einer wichtigen Schlüsselfigur.

Eher ungewöhnlich ist wohl, dass niemand dieses Spiel schaffen kann, ohne zu sterben. Manchmal wird Eike sterben, weil der Spieler nicht schnell genug die Lösung parat hatte, aber andere Todesszenen gehören fest zur Geschichte und können somit nicht umgangen werden. Nach jeder erneuten Todessequenz erwacht Eike erneut im Kirchturm und es folgt eine Unterredung mit dem Homunculus. Das Spiel läuft in Echtzeit ab, für jede gestellte Aufgabe, um dem Tod zu entkommen, erhält man eine halbe Stunde Zeit und diese läuft in realer Geschwindigkeit ab. Manche Entscheidungen, die getroffen werden, beeinflussen den Verlauf des Spieles. Insgesamt sechs verschiedene Enden, kann man im Hauptspiel freischalten. Hat der Spieler sich die Zeit genommen und alle diese Varianten ausgeschöpft, so werden noch zwei Bonuslevel freigeschaltet, womit auch noch zwei weitere Schlussszenarien einhergehen.

Details

„Shadow of Memories“ beweist wieder einmal, dass die Japaner die westliche Kultur gerne für ihre Medien verwenden. Nicht nur findet man im Spiel den Charme der deutschen, verschlafenen Kleinstädte wieder, auch eine literarische Inspiration wird deutlich – Vorhang auf für Goethes „Faust II“. Dies spiegelt sich nur in den Namensgebung wieder, sondern auch in der Geschichte, von der hier natürlich nicht zu viel verraten werden soll, selbst. Das Design der Stadt ist lose an die bayerische Stadt Rothenburg ob der Tauber angelehnt, bis 2005 war hier eines der bekannte „Goethe-Institute“ beheimatet. Eine kleine Auffälligkeit ist auch, dass insgesamt 13 Personen namentlich benannt sind.
Autor:
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Julia Kefenhörster
Veröffentlichung:
08.02.2012
Konami


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