Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Nicolas Chauvat hat uns zum Erscheinen seines Ratgebers "Genki: Die 10 goldene Regeln aus Japan" Rede und Antwort gestanden. Erfahrt in unserem Interview, warum er sich entschieden hat, dieses Buch zu schreiben und woher seine Leidenschaft für das Land der aufgehenden Sonne rührt!

Weiterlesen

Datenbank: 123 | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

Der Schattenläufer und die Rätsel des dunklen Turms

Kage no Tō (影の塔)
 

Mysteriöse Schatten huschen durch einen gewaltigen Turm. Der Schatten eines Jungen, abgetrennt von seinem Körper, macht sich auf den Weg, um die verborgenen Geheimnisse zu lüften ...

Inhalt

Hoch oben auf einem mächtigen Turm schwebt ein bewusstloser Junge. Ein stämmiger Krieger mit verhülltem Gesicht und einem sonderbaren Beil tritt auf ihn zu. Ein Hieb geht auf den leblosen Körper herab, dem Kind geschieht jedoch sonderbarerweise nichts. Die geheimnisvolle Waffe hat etwas anderes bewirkt: Zu den Füßen des Kriegers kauert, abgelöst von seinem Körper, der Schatten des namenlosen Jungen.

Der Krieger wirft den Schatten von der Spitze des Turms und die Reise des Schattenjungen beginnt. Auf seiner Such nach seinem Körper begleitet ihn das kleine Lichtwesen „Spangle“, welches eine nützliche Gefährtin ist, da sie noch ein Wesen der wahren Welt und nicht der Schattenwelt ist.

„Der Schattenläufer und die Rätsel des dunklen Turms“ ist vom Spielprinzip ein klassischer 2D-Plattformer. Es wird gelaufen, gesprungen und geklettert, auch an Gegnern, die mit Schwerthieben vernichtet werden, mangelt es nicht. Das Besondere findet sich im Spieldesign. Der Vordergrund des Spiels ist in Pastellfarben gehalten und bietet eine 3D-Grafik, während die eigentliche Spielewelt jedoch der Hintergrund ist. Dieser gestaltet sich zweidimensional und zeigt eine dunkle, in Grautönen gehaltene Umgebung. Eine Lichtquelle sorgt dafür, dass Objekte aus dem Vordergrund einen Schatten werfen, wodurch ein Pfad erzeugt wird, auf dem sich der Schattenjunge bewegen kann. Im Spiel trifft man auch auf scheinbar unüberwindbare Hindernisse, sei es ein Schatten, der den Weg versperrt, oder eine unerreichbare Plattform.

Hier kommt „Spangle“ zum Einsatz, mit ihrer Hilfe ist es möglich, bewegliche Gegenstände aus dem Vordergrund zu verschieben und so einen neuen Schatten zu bilden, der dem Schattenjungen das Vorankommen ermöglicht. An anderen Stellen des Spiels kann man mit der Hilfe der Fee die Lichtquelle verschieben, damit wird der Lichteinfall verändert und folglich das Aussehen der Schatten.
Die Lebensenergie wird über das Gewicht des Schattenjungen bestimmt. Die Zunahme erfolgt über gewonnene Kämpfe, aber auch über das Einsammeln von verlorengegangenen Erinnerungen des Jungen, die in jedem Level verteilt sind.

Details

Die Inspiration für das Spiel lieferte das altbekannte Kinderspiel „Fangen“, welches in vielen Varianten gespielt wird. Bei einer dieser Spielarten muss der Fänger auf den Schatten eines Mitspielers treten. Osamu Tsuchihashi, Direktor und Entwickler des Spiels, fielen Fotos eines stillgelegten Turms in Tokio sowie einer verlassenen Rennstrecke in Negishi in die Hände. Er war so beeindruckt, dass er das Aussehen und die Atmosphäre der Örtlichkeiten in das Spieldesign einfließen ließ. Beim besten Spielergebnis liegt das Endgewicht des Schattenjungen bei 21 Gramm, für diesen Wert würde eine Theorie von Duncan MacDougall zurate gezogen. Der amerikanische Arzt versuchte im frühen 20. Jahrhundert, das Gewicht der Seele zu ermitteln, indem er sterbende Patienten wog und setzte schließlich den genannten Wert fest.
Autor:
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Julia Kefenhörster
Veröffentlichung:
30.09.2012
Konami, Hudson Soft


X