Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Ob Schauspieler, Regisseur oder Komponist: Nur der Nihon Media e.V. schafft es, dreißig Filmschaffende aus Japan an einem Abend gleichzeitig in Hamburg auf die Bühne zu bringen. Wir wurden eingeladen, um über diese großartige Veranstaltung und die erste von ihnen ausgeführte Preisverleihung zu berichten.

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Ni no Kuni II: Schicksal eines Königreiches

Originaltitel: Ni no Kuni: Revananto Kingudamu 二ノ国II レヴァナントキングダム
 
Ein Land welches alle vereinen soll, in Frieden und Freundschaft. Genau das wünscht sich der junge König Evan. Mit Hilfe seiner Freunde Shanty und Roland macht er sich daran, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Aber wer ist der fremde Mann, der die Beschützer der Königreiche in Bestien verwandelt?
Inhalt Das Königreich Katzbuckel erlebt einen Putsch und Evan, der zukünftige junge König, ist gezwungen, zu fliehen. Zusammen mit Roland, einem jungen Mann aus einer komplett anderen Welt und Shanty, der Tochter der Luftpiraten, macht er sich auf die Reise, um ein neues Königreich zu gründen und den Frieden übers Land zu bringen, wie er es seinem Kindermädchen versprochen hat.
Evan muss dazu eine Prüfung ablegen, um einen Wächter zu bekommen. Remmi wird der Beschützer des neuen Königreiches Minapolis und Evan macht sich mit seinen neuen Freunden und Mitstreitern auf den Weg, die Herrscher der einzelnen Königreiche zu besuchen. Mit ihnen will er „Aklavans Abkommen“ für Frieden in ihrer Welt schließen. Doch warum sollte es einfach sein? Ein zwielichtiger Mann ist unterwegs, den Königreichen ihre Beschützer zu stehlen. Er verwandelt die Wesen in Zerstörer, die Evan besiegen muss. Was hat der Mann vor und kann Evan ihn mit seinen Freunden aufhalten?




Ni No Kuni 2: Schicksal eines Königreichs
Erscheinungstermin:23.03.2018
Preis (Amazon):59,99 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Adventure, RPG
Konsole:Playstation 4
Dt. Publisher:Namco-Bandai
Entwickler:Level 5
Altersfreigabe:USK: 12
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:Single
Spielzeit:ca. 40 Stunden

UmsetzunG „Ni no Kuni 2: Das Schicksal eines Königreiches“ hat trotz des Namens nicht wirklich etwas gemein mit dem Vorgänger „Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin“. Bekannte Charaktere sucht man vergebens und die Parallelen zum Vorgänger sind womöglich noch am ehesten die kleinen Gnuffis, welche im neuen Teil die Rolle der Feen einnehmen. Sie unterstützen Evan und Roland bei Kämpfen und können entweder gefunden oder im späteren Spielverlauf in der eigenen Gnuffiküche des Königreiches, hergestellt werden. Der Aufbau eines Königreiches mit Hilfe von Talenten und Feldzügen erinnert an Brettspiele wie „Risiko“ oder auch an PC-Spiele wie „Die Siedler“.
Evan braucht eine Armee, um sein Königreich zu stärken, mit der er kleinere Feldzüge bestreitet und Talente, mit denen er die einzelnen Gebäude seines Landes ausbauen kann. Diese findet er im Verlauf der Hauptgeschichte, in zahlreichen Nebenmissionen oder dem Auftragsexpress. Dabei handelt es sich unter anderem um Köche, Feldherren, Schneider oder Magier, die in den dazugehörigen Gebäuden bestimmte Gegenstände erforschen und herstellen, welche im Spielverlauf wichtig sein können.
„Ni no Kuni 2: Das Schicksal eines Königreiches“ ist ein reines Singleplayer Spiel. Das Gameplay wurde überarbeitet und ist nicht länger ein rundenbasiertes System wie im Vorgänger. Die Gegner greifen permanent an und viel Zeit zum Aussuchen und Überlegen des Angriffes bleibt nicht.

Das Hauptspiel ist mit einer Spielzeit von knapp 15 Stunden recht schnell durchgespielt. Will man wirklich alles erreichen, dann sind fast 40 Stunden oder mehr von Nöten, um die Nebenmissionen ebenfalls zu bewerkstelligen. Wie schon im ersten Teil, sind viele davon optional, andere wiederum gehören zum Storyverlauf. Diese bringen Abwechslung in das Spiel und sind eine gute Methode, um den Charakter aufzuleveln.

Während es im ersten Game „Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin“ mit dem Hauptcharakter Oliver möglich ist, zwischen der Parallelwelt und der realen Welt zu wechseln, fehlt diese Möglichkeit im zweiten Teil gänzlich. Die Story ist jedoch liebevoll erzählt und ohne Ungereimtheiten. In der Geschichte selbst wird nichts von Olivers damaligen Abenteuern in Katzbuckel berichtet. Es ist wie eine andere Welt ohne Zusammenhang.
Ein neues Element des Games zeigt sich in der Verbindung mit Tabletop-Elementen wie „Die Siedler“. Um Evans Königreich aufzubauen, ist ein Strategiespiel mit eingearbeitet, bei dem man wie in anderen Aufbauspielen Feldzüge gegen andere Invasoren anführt, Gebiete besiedelt und aufbaut. „Mineapolis“, wie das Königreich dann heißt, wird über die Bewohner und deren Talente und Fähigkeiten aufgebaut. Gebäude platzieren, Aufträge der Bewohner erfüllen und Ressourcen erhalten und verwenden. Alles erinnert an die bekannten Aufbausimulationsspiele.

Das Menü und die Menüführung sind recht übersichtlich gestaltet. Es gibt auf der Landkarte Reisepunkte, die das schnelle Wechseln zwischen schon besuchten Schauplätzen ermöglicht. Neue Schauplätze werden nach einem erstmaligen Besuch und der Aktivierung hinzugefügt. 

Mit dem Kampfequalizer kommt ein neues Element hinzu. Damit kann man die Gruppe gegen bestimmte Elemente stärken oder ihre Angriffe unterstützend verändern.
Insgesamt gibt es 51 Achievements welche man gar nicht verpassen kann und die im kompletten Spielverlauf freigeschaltet werden können. Der Zeitrahmen, dies zu erreichen, ist höher gesetzt als jener, das Spiel komplett durchzuspielen.





Die Steuerung im Hauptgame ist einfach und recht intuitiv. Die Angriffe im Kampf werden anfangs leicht verständlich mit einem Tutorial erklärt. Dies hilft ungemein, wenn man in Live-Kämpfen nicht sonderlich bewandert ist.
Bei den sogenannten Feldzügen ist die Steuerung der unterschiedlichen Kampfeinheiten etwas komplizierter und anspruchsvoller, da diese sich auf die eingesetzten Ressourcen stützen.

Die Grafik besticht durch klare Farben und Formen. Das Charakterdesign ist detailliert ausgearbeitet und sehr gut animiert. In den einzelnen Videosequenzen ist die Animation flüssig. Die Hintergründe des Spiels sind detailliert und erwecken einen dreidimensionalen Eindruck und eine filmische Atmosphäre. Fehler im Design oder den Frames sind nicht aufgefallen.
Der Sound ist klar, verständlich und sauber. Die Soundeffekte und Kampfgeräusche kommen auf den Punkt und passen ins Timing. Leider wurde an der Synchronisation etwas gespart. Dialoge der einzelnen Charaktere im Game beginnen größtenteils mit einem einfach „Hm…“, „Uhm…“ oder „Ah…“ bevor sie durch den geschrieben Text in Sprechblasen abgelöst werden. Die Hintergrundmusik ist eingängig und erinnert an den ersten Teil „Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin“.
Es gibt die Möglichkeiten der japanischen Synchronisation sowie einer englischen Sprachausgabe. Untertitel sind in beiden Versionen in Deutsch verfügbar. Durch die dürftige Synchronisation im Gameplay sind die Texte die einzigen Anhaltspunkte zur Geschichte und recht passend gewählt. Eine Übersetzung der Filmsequenzen im Spiel ist ebenfalls sehr gut gewählt und ohne auffällige Übersetzungsfehler.
Verpackung Dazu ist es uns nicht möglich, etwas zu sagen, da uns nur ein Promo-Exemplar vorliegt.
<br />
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- Einfache Steuerung
- Abwechslungsreiches Spiel durch verschiedene Spielmodi
- Liebevoll animierte Charaktere und Umgebungen
- an der Synchronisation wurde gespart
- Gleiche Schauplätze wie Vorgängerspiel jedoch absolut unterschiedliche „Welten“
- Die Vermischung verschiedener Spielarten (Tabletop und Kampfspiel) ist vermutlich nicht jedermanns Geschmack
Fazit „Ni no Kuni: Schicksal eines Königreiches“ ist, für sich selbst betrachtet, ein gelungenes Game mit allen Facetten. Animation, Story und Charaktere sind passend aufeinander abgestimmt und gut durchdacht. Die Musik untermalt die filmischen Szenen treffend.
Wenn man dazu in der Lage ist, das Spiel - trotz des irreführenden ähnlichen Titels zum ersten Teil - als eigenständig zu betrachten, so ist es ein stimmiges Spiel, welches mitunter durch seinen Aufbau stundenlang zu beschäftigen weiß.
Grafik
Grafik
1

Sound
Sound
2

Steuerung
Steuerung
2

Story
Story
2

Gesamtnote


2.2
Gamedesign
Gamedesign
3





Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
3

Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 13.06.2018
Bildcopyright: Bandai Namco / Level 5


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