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Und auch dieses Jahr hat unsere Redaktion keine Mühen gescheut, euch ihre Highlights des ausklingenden Jahres 2018 zu präsentieren und damit dem einen oder anderen vielleicht einen Denkanstoß zu geben, was er seinen Liebsten zu Weihnachten unter den Baum legen könnte...!

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Paper Mario Sticker Star

Originaltitel: Pēpā Mario Sūpā Shīru / ペーパーマリオスーパーシール
 
Es ist Sticker-Zeit. Bereit für ein Abenteuer rund um einen Klempner, Papier, Sticker, rundenbasierter Kämpfe, eine Krone, eine Reise und Sterne? Wer Lust auf eine Runde „anderes“ „Mario“ Spiel hat, der sollte diesem Titel für den 3DS vielleicht eine Chance geben.
Inhalt Das Pilzkönigreich ist in freudiger Erwartung, denn ein besonderes Fest steht bevor: Das Stickerfest. Nur am Abend dieses besonderen Festes, fällt ein großer Stickerkomet vom Himmel. Man sagt, wenn alle sich beim Blick auf den Kometen ganz fest etwas wünschen, gehen all diese Wünsche in Erfüllung. Kein Wunder also, dass alle sehr gespannt sind. Doch, wo freudige Ereignisse im Pilzkönigreich stattfinden, ist ein gewisser Bösewicht nicht weit, um diese zu zerstören.

Kaum ist der Stern an seinem Ehrenplatz für diese Nacht gelandet, springt Bowser auf die Bühne und versucht, ihn zu erhaschen. Zwar probieren die kleinen Toads noch, das große Ungetüm davon abzuhalten, leider vergebens. Er erreicht den Kometen, doch dieser reagiert nicht wie gedacht.

Er schwebt in den Himmel und zerspringt in sechs gleiche Teile, die sich über die Pilz-Welt verteilen. Ein Teil, in Form einer Krone, fällt genau auf Bowsers Kopf, der plötzlich ungeahnte Kräfte entwickelt und das Fest in eine Katastrophe verwandelt.
Natürlich ist Mario nicht weit, um ihn vorerst zu stoppen, das hilft allerdings nur bedingt.

Als Mario am nächsten Morgen zu sich kommt, ist er vollkommen zerknüllt und hört seltsame Rufe. Auf einem Schild in der Nähe findet er einen silbernen Kronen-Sticker, der ihm erst einmal vorwirft, den Kometen angefasst zu haben. Kersti, so der Name der Sticker-Dame, erzählt dem Klempner von den Royal-Stickern. Sie, die Verwalterin der Royal-Sticker, weiß, dass diese eigentlich die Wünsche erfüllen, die an den Kometen gerichtet sind, aber nun sind sie überall verstreut.

Jetzt liegt es an Mario, der Dame in Not zu helfen. Immerhin kann sie nur dann zurück zu ihrem Stern, wenn alle Royal-Sticker wieder in Freiheit und beisammen sind. Da diese zufällig nicht in der Stadt gelandet sind, beginnt ein kleines Abenteuer.
Paper Mario: Sticker Star
Erscheinungstermin:07.12.2012
Preis (Amazon):27,00 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:RPG
Konsole:Nintendo 3DS
Dt. Publisher:Nintendo
Entwickler:Nintendo
Sprache:Deutsch
Altersfreigabe:USK: 0
Multiplayer-fähig:Nein
Spieleranzahl:1
Spielzeit:20+

UmsetzunG Wer sich nun wundert, warum dieses Spiel ein „anderes Mario Spiel“ ist, der sollte vielleicht erst einmal wissen, dass es sich um eine Art Rollenspiel mit rundenbasierten Kämpfen und kleinen Rätseln handelt.

„Paper Mario Sticker Star“ ist nicht das erste „Paper Mario“ sondern der vierte Teil der beliebten Reihe. Allerdings ist es einer, über den man sich ein wenig wundert, sollte man vorherige gespielt haben. Denn einige Elemente, die in den Vorgängern nicht nur gängig, sondern auch sehr beliebt waren, wurden für dieses Spiel verändert.
Eine der größten Änderungen ist wohl das Belohnungssystem für Gegner. Während es in vorherigen Teilen Erfahrungspunkte gab, geben erfolgreich ausgefochtene Schlachten hier „nur noch“ Münzen. Das macht das Spiel hier und da ein wenig problematisch, denn gerade, wenn es dem Spieler nicht an Münzen fehlt, sieht man oftmals keinen Grund für Kämpfe. Dieser Umstand wird noch durch einen weiteren Punkt verstärkt.




Während der gesamten Reise findet man überall in der Welt verstreut mal sehr versteckte, mal ziemlich offensichtliche Sticker. Grund für die Vielfalt ist, dass diese Sticker die einzige Methode sind, Gegner anzugreifen. Dabei gibt es eine große Vielfalt. Es gibt Hämmer, Schuhe, Koopa-Panzer, Feuer- und Eis-Blumen und noch eine Menge mehr. Selbst die einzelnen Kategorien ändern sich. So gibt es Hämmer, die einen einzelnen Gegner mehrfach treffen, welche die Einschläfern, andere, die eine ganze Reihe von Feinden trifft und noch einige mehr. Hier wird also für Abwechslung gesorgt.
Gelagert werden diese wichtigen Bildchen also – wie es sich gehört – in einem Sticker-Album, welches jedoch mit der Zeit schnell voll läuft. Das bedeutet, wenn man einigermaßen gute Sticker gefunden hat, sortiert man schwächere aus, bis man irgendwann eine gute Sammlung beisammen hat.
Somit erscheint wieder das nächste Problem mit kleineren Kämpfen. Nun hat man sich ein Album aus guten Stickern gesammelt, hat aber plötzlich einen Kampf gegen eine Gruppe Gumbas, welche nichts außer ein paar Münzen geben. Trotzdem muss man gute Sticker verwenden, die sie im Normalfall sofort außer Gefecht setzen -das möchte man natürlich nicht. Also ärgert man sich, oder versucht kleineren Gegnern aus dem Weg zu gehen.

Möchte man allerdings kämpfen, so lohnt es sich, nach alter „Super Mario“ Manier auf den Kopf der feindlichen Kreaturen zu springen oder ihnen mit dem Hammer - den man zu Anfang des Spiels zum Untersuchen der Umgebung bekommt - eines Abreibung zu verpassen. So erhält man den „Erstschlag“ und ist natürlich im Vorteil. Als nächstes wird ein Sticker aus dem Album ausgesucht, den man gegen den oder die Gegner verwenden möchte. Je nach Sticker wird dann das Rhythmusgefühl gefragt, denn drückt man die A Taste im richtigen Takt, so kann man mehr, oder öfter hintereinander Schaden anrichten.
Dies sind allerdings Fakten, die man erst einmal herausfinden muss. Leider geizt das Spiel gerade am Anfang sehr mit Erklärungen und wer diesen kleinen Trick nicht aus vorherigen Spielen kennt, der wird ein wenig allein gelassen. Erst nach und nach, dank Schildern in der ersten Welt, wird dem Spieler erklärt, was genau er eigentlich von Anfang an hätte tun können – hätte er es denn gewusst. Somit wird der Anfang für neue Spieler der Reihe schwer und ein wenig verwirrend – zumindest weit mehr, als es hätte sein müssen. Man muss also aufpassen, dass man keines der Schilder übersieht, denn darauf hingewiesen wird man nicht. Liest man also eines nicht, könnten für den Rest des Spieles wichtige Informationen fehlen.
Natürlich gibt es zudem sehr seltene, starke Sticker und Endbosse, die schwer zu knacken sind. Doch Vorsicht! Sämtliche Gegner und Sticker resetten sich, beim neuen Betreten!




Ein großer Pluspunkt des Spiels ist allerdings die Welt, in der es spielt. Zwar scheint die Geschichte dieses Mal leider etwas dünner gesät zu sein, als bei den Vorgängern, dafür merkt man recht schnell, dass die Liebe für Details voll und ganz der Welt zugute kam.
An jeder Ecke findet man kleine Rätsel, versteckte Sticker und Münzen und man kann sich wirklich lange in einer Szene aufhalten, um sie einfach nur zu untersuchen. Dabei hilft der Hammer, den man direkt zu Anfang des Spiels bekommt. Mit ihm lassen sich Papierbüsche umwerfen, Matten umdrehen oder Blöcke und Kisten kaputt machen. Immer wieder gibt es etwas zu sehen.
Wer die Augen genau aufhält, findet „verdächtige“ Orte, an denen man unsichtbare Blöcke finden kann oder sogar Gebiete, an denen man einen Sticker aus seinem Album platzieren kann, um ihn zu stärken. Wer also gerne ein wenig herumsucht, der ist hier genau richtig.
Und die Augen sollte man gern genauer aufhalten, denn hin und wieder findet man einen Toad, der eine kleine Nebenaufgabe für den Klempner hat. Diese sind extrem wichtig: da keine Erfahrungspunkte verteilt werden, gibt es augenscheinlich keine Möglichkeit, stärker zu werden und seine Lebenspunkte zu erhöhen. Trotz allem werden die Feinde immer stärker.
Erledigt man jedoch Nebenaufgaben oder starke Gegner, so kann man mit etwas Glück mehr Lebenspunkte oder sehr starke Sticker bekommen. Es lohnt sich also, ein guter Nachbar zu sein.




Wer nun Angst hat, dass das Spiel durch die selten steigenden Punkte zu schwer ist, der sei beruhigt. Die Entwickler hatten im wahrsten Sinne des Wortes ein Herz für ihre Spieler, denn sie haben großzügig „Herz-Blöcke“ verteilt, gegen die man springen kann, um sich wieder vollständig zu heilen. Gespeichert wird mit den Speicherblöcken.

Optisch hat sich einiges getan. Die ganze Welt scheint aus Papier und Karton zu bestehen. Das ist ein großer Vorteil, denn so kann man sich noch mehr in der Welt von „Paper Mario“ verlieren. Es ist alles so liebevoll designt, dass man gar nichts übersehen will und so gibt es wieder einen Grund mehr, einfach alles zu untersuchen. Selbst an kleine Details wurde gedacht – so glitzern beispielsweise die Glitzer-Sticker im Album auf dem Touch-Screen, wenn man den Nintendo 3DS bewegt.

Und letztlich sind es genau dieses Details, die den Spieler an das Spiel binden.
Verpackung Verpackt wurde das Spiel in eine der gewohnten Nintendo 3DS Hüllen. Auf dem Cover sieht man den Schriftzug des Spieles und einige der wichtigen Elemente.
Innen findet sich neben den wichtigen Hinweisen zu Gesundheit und den technischen Hinweisen noch ein kleines Heftchen mit Werbung für andere Spiele und eine Kurzanleitung zum Spiel. Diese hat auf der Vorderseite einige Tipps für die Feldsteuerung, auf der Rückseite für den Kampf.
Wer diese normalerweise eher übersehen würde, dem sei geraten, vielleicht einmal kurz drüber zu sehen, da die Erklärungen im Spiel gerade in den ersten Minuten ein wenig dürftig sind.
Ansonsten gibt es nur noch die Spielkarte zu entdecken.
<br />
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+ Schöne, interaktive Umgebung
+ Viele unterschiedliche Sticker
+ Überall kleine Rätsel
- Kaum Belohnungen für Kämpfe
- Etwas dünne Geschichte
- Anfangs dürftige Erklärungen
Fazit Sicherlich nicht das, was die meisten Spieler, die bereits einen Teil der Reihe gespielt haben, erwartet hätten, jedoch ein Spiel, dass viel Spaß machen kann, wenn man sich darauf einlässt. Während die Kämpfe manchmal etwas „im Weg stehen“ können, ist die Welt so liebevoll gestaltet, dass man sich darin verlieren kann, nach kleinen Geheimnissen zu suchen. Das Ganze wird durch das Design und die Musik noch ein wenig mehr unterstrichen. Wer also genau nach einem solchen Spiel sucht, der sollte sich an „Paper Mario Sticker Star“ versuchen.
Selbst alteingesessene „Paper Mario“ Spieler sollten dem Spiel eine Chance geben, denn auch wenn es einige Änderungen gab, scheint der alte Charakter dennoch durch.
Grafik
Grafik
1

Sound
Sound
2

Steuerung
Steuerung
2.5

Story
Story
3.5

Gesamtnote


2.3
Gamedesign
Gamedesign
2



Umfang/<br>Bonus
Umfang/
Bonus
3

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
2

Autor: /  Celest_Camui
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Denise Augustin /  Sunny-Ray
Datum d. Artikels: 09.08.2018
Bildcopyright: Nintendo


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