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Am 10. September ist "Welttag der Suizid-Prävention". Aus diesem Anlass veröffentlichte Egmont Manga jüngst den Einzelband "My broken Mariko" von Waka Hirako. Wir möchten euch dieses besondere Werk nicht vorenthalten und stellen es hiermit vor...!

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Sengoku Basara: Samurai Heroes

Originaltitel: Sengoku Basara 3 (戦国Basara 3)
 
Sechzehn Samurai-Krieger, sechzehn verschiedene Kampfstile, hunderte Gegner, eine epische Mission - Japan wieder zu vereinen. Wer hierbei hellhörig wird, ist bei "Sengoku Basara: Samurai Heroes" definitiv richtig: Folgt uns in ein pompöses Hack'n'Slay-Gemetzel!
Inhalt In vergangenen Tagen wurde Japan durch verschiedene interne Konflikte vollständig gespalten. Während des Honno-ji-Vorfalls wurde Nobunaga Oda schließlich durch Mitsuhide Akechi zum Suizid gezwungen. Diese Epoche wurde als die Sengoku-Zeit bekannt.
Als Nobunaga schließlich versuchte, das Land mittels Waffengewalt wieder zusammenzuführen, scheiterte er kläglich. Hideyoshi Toyotomi tat es ihm gleich und versuchte sein Glück mit roher Gewalt. Hideyoshis Armee übertraf die Stärke Nobunagas bei weitem und so verging nicht allzu viel Zeit und Hideyoshi vermochte das gesamte Land unter seine Kontrolle zu bringen. Beflügelt durch seinen Erfolg und seiner Kampfeslust konnte er jedoch nicht einfach aufhören und wollte noch mehr Macht erlangen. Er begann mit der Eroberung fremder Hoheitsgebiete.
In seinen Reihen gab es jedoch eine Person, die dies nicht einfach so hinnehmen konnte – Ieyasu Tokugawa. Er wandte sich gegen seinen Anführer und nach einer langen, blutigen Schlacht besiegte er schließlich Hideyoshi. Infolge dessen gerieten die Hoheitsgebiete Japans wieder auseinander und Chaos breitete sich aus.
Nun - und hier setzt das Spiel an - stehen sich zwei Fronten gegenüber. Auf der einen Seite der fest entschlossene Ieyasu Tokugawa, welcher kein anderes Ziel verfolgt als Japan wieder zu einen. Auf der anderen Seite steht sein größter Widersacher – Mitsunari Ishida – der wiederum Hideyoshi rächen will. Denn diesen hat Mitsunari über alle Maßen verehrt - bis er von Ieyasu besiegt wurde.







Beteiligt sind neben den beiden bereits erwähnten Rivalen - Mitsunari Ishida und Ieyasu Tokugawa - unter anderem auch Yukimura Sanada, dem die Zukunft seines Landes überlassen wurde, nachdem Shingen Takeda aufgrund der Konfrontation mit Ieyasu krank wurde. Doch ohne dessen weise Führung ist Yukimura nicht fähig sein Land vernünftig zu regieren.
Mit von der Partie ist auch Masamune Date, der wie auch Ieyasu in direktem Konflikt mit Mitsunari steht. Während Hideyoshis Herrschaft versuchte Masamune gemeinsam mit seiner Armee eine entscheidende Schlacht zu gewinnen, um sich nicht Hideyoshi unterwerfen zu müssen. Sein damaliger Gegner auf dem Schlachtfeld war Mitsunari Ishida, welcher ihn gnadenlos in die Flucht zwang. Nun kennt Masamune Date nur noch eins: Rache!
Somit sind die Fronten erhärtet und die Schlachten können beginnen. Vielleicht kann Japan dadurch endlich einer friedlicheren Zukunft entgegenblicken.
Sengoku Basara: Samurai Heroes
Erscheinungstermin:15.10.2010
Preis (Amazon):44,95 €
Bestellen:Bei Amazon
Genres:Action, Hack & Slay
Konsole:Playstation 3
Dt. Publisher:Capcom
Entwickler:Capcom
Sprache:englische u. japanische Synchr. mit dt. Bildschirmtext
Altersfreigabe:USK: 12
PEGI: 16
Multiplayer-fähig:Am selben Gerät
Spieleranzahl:1-2
Spielzeit:50 Stunden
Vergleichbares:Bleach: Soul Resurrección

UmsetzunG Fans von DynastyWarriors werden beim Plot vielleicht den Eindruck gewinnen, die Spielemacher hätten sich dessen Handlung bedient. In der Tat ist dort zwar wirklich alles recht ähnlich, außer dass es sich dort um China dreht - ABER: Sengoku Basara basiert auf wahren Begebenheiten, denn die Sengoku-Zeit gab es wirklich (Sie begann ca. 1477 mit dem Onin-Krieg und fand ca. 1573 ihr Ende durch die Einigung Japans) und auch die erwähnten Charaktere haben ihren Ursprung tatsächlich hier gefunden.







Diese ganzen geschichtlichen Fakten wurden sehr schön in Szene gesetzt und originell umgesetzt.
Spielerisch muss der Titel zweigeteilt gesehen werden. Auf der einen Seite wird hier ein sehr rasantes, actiongeladenes Spiel mit einer großen Portion japanischen Charmes gespickt. Es beginnt damit, dass man sich einen der verschiedenen Feldherren aussucht. Auf der Weltkarte wählt man dann schließlich eines der Schlachtfelder aus, bei denen man die Abfolge zum Teil auch mitbestimmen kann. Danach findet man sich - wie bei Hack'n'Slays üblich - in Third-Person-Perspektive hinter seinem Helden wieder. Begleitet wird dieser übrigens von einem treuen Gefolgsmann. Nun geht es im Missionsverlauf darum, verschiedenste Festungen des Feindes zu stürmen und einzunehmen, indem ihr deren Kommandanten besiegt. Hierbei könnt ihr mit etwas Geschick auch eure Truppen vergrößern. Nachdem man bestimmte Stützpunkte oder eine gewisse Anzahl dieser übernommen hat, eröffnet sich der Weg zum Endgegner. Seid ihr zu langsam, werden eure Festungen jedoch wieder durch den Feind zurückerobert. Während ihr wild durch Gegnermassen fegt, stehen euch verschiedene Combos und Spezialfähigkeiten zur Verfügung, was der Sache ein sehr hohes Spaßpotenzial verschafft. Innerhalb von Minuten werden Könner auf Combos mit Anzahl von Hits jenseits der 1000-Grenze kommen. Sollte es einmal brenzlig werden stehen dann noch die verheerende Basara-Attacke und die Heldenzeit, welche die Zeit um euch zusätzlich verlangsamt, zur Verwendung offen. Diese kann man nicht unbegrenzt nutzen, sie laden sich im Kampfverlauf aber wieder auf.







Die Bosskämpfe sind sehr gut gestaltet - jeder beginnt mit einer schön inszenierten Videosequenz und vom Schwierigkeitsgrad unterscheiden diese sich auch stark vom Rest der Missionen und können schon teils schwierig werden.
Nach jeder Mission erhält man verschiedene Gegenstände, die man während der Mission gefunden oder durch Erfüllung bestimmter Aufgaben freigeschaltet hat. Darunter befinden sich Waffen, aber auch Gegenstände, mit denen Attribute der Ausrüstung verbessert werden können.
Auf der anderen Seite wird dieses Spielprinzip leider schnell eintönig, es fehlt an Abwechslung. So wie beschrieben läuft exakt jede Mission ab, man entwickelt somit eine Routine und das eigentlich charmante Spiel verliert an Reiz. Die verschiedenen Charaktere besitzen zwar alle verschiedene Angriffe und Waffen, jedoch bleibt die Grundstruktur trotzdem bei jedem Lauf leider unverändert und ihr bestimmt im Prinzip lediglich, wer denn nun Japan wieder zusammenführen möchte.

Lichtblick ist der Multiplayer-Modus, welcher leider nicht online spielbar ist, jedoch offline im Split-Screen sehr überzeugen kann. Der zweite Spieler kann den Gefolgsmann steuern und somit macht das Gemetzel erstens noch mehr Spaß und auch die Bosskämpfe lassen sich so wesentlich besser bestreiten, da die KI des Kameraden nicht immer optimal ist.







Die Grafik ist nicht auf dem neuestem Stand - dies ist aber auch gar nicht gewollt, denn der umgesetzte Stil reiht sich sehr gut in bereits existierende Japano-Games ein und wirkt gerade für Fans der Serie ohnehin viel freundlicher als eine realistische Grafik. Das Spiel war anfänglich für die Wii geplant und erst später wurde die PS3-Version bestätigt, was auch ersichtlich ist. Zwar wurden die Texturen leicht verbessert, prinzipiell spielt es sich aber wie der Wii-Titel inklusive HD-Grafik. Durch besagte Comicgrafik sollte dies aber nicht weiter tragisch sein.
Auch der Sound sowie die Hintergrundtracks sind gut umgesetzt worden und können dauerhaft überzeugen. Wer möchte, kann sogar die Synchronisation von Englisch auf Japanisch umstellen. Deutsch steht hier leider nicht zur Auswahl, jedoch liegen sämtliche Texte in deutscher Sprache vor. Manko des deutschen Bildschirmtextes ist leider die Qualität der Übersetzung. Gerade wenn beispielsweise Minibosse besiegt werden, erscheint die Meldung, der Gegner wäre "zernichtet" worden, was sehr darauf schließen lässt, dass die Übersetzer es wohl eilig hatten. Dies mag zwar anfangs belustigend sein, wirkt aber später doch eher nervend, da dieser Fehler immer besteht.
Die Spielzeit gestaltet sich je nach Spielertyp recht variabel: Will man lediglich die Grundhandlung erfahren, ist man vielleicht etwas vom Spiel enttäuscht, denn man benötigt mit einem Charakter wohl ca. 3 Stunden Durchspielzeit. Allerdings können dadurch Spieler, die gerne jeden Charakter spielen und kennenlernen wollen, mit einer Spielzeit von ungefähr 50 Stunden rechnen, da sage und schreibe 16 verschiedene Charaktere spielbar sind.







Verpackung Auf dem Cover der Hülle prangt oben zentriert das "SengokuBasara: Samurai Heroes"-Logo, platziert wurde es auf dem Himmel des Coverbildes. Dieses stellt eins der legendären Schlachtfelder dar und man kann Masamune Date dabei bewundern, wie er gerade einige feindliche Samurai eines größeren Trupps in ungeahnte Höhen schleudert.
Auf der Rückseite sind verschiedene Screenshots des Spiels zu sehen, welche durch ihr Layout und Design sehr auf das actionreiche Gameplay rückschließen lassen. Neben einer kurzen Erläuterung des Spiels ist hier außerdem in imposanten Lettern "Tausende stehen dir gegenüber… Tausende werden fallen!" zu lesen.
Die CD hingegen ist sehr schlicht gehalten - der Hintergrund stellt einen simplen Boden dar, ohne Gras oder sonstiges. Darüber ist auch hier wieder das Logo des Spiels zu finden.
Auf dem Handbuch befindet sich ein exaktes Abbild des Frontcovers der Hülle, außerdem ist die Anleitung sehr übersichtlich gestaltet und enthält alle nötigen Infos.
In dieser findet man wie immer die allgemeinen Hinweise vor dem Spielen, Steuerung, mögliche Aktionen, Regeln, Spielmodi, Menüerläuterungen sowie eine Einleitung in die geschichtlichen Geschehnisse und vier der Charaktere.
Extras liegen dem Spiel nicht bei, allerdings ist es möglich im Spielverlauf neue Charaktere freizuschalten und auf der PS3-Version können Trophäenjäger aufblühen, denn es gibt hier einige knifflige Trophäen zu ergattern.




+ Originelle Umsetzung einer echten Begebenheit
+ Charmanter Grafikstil
+ Japanische Synchronisation wählbar
- Sehr simples Gameplay
- Rechtschreibfehler im Bildschirmtext
- Multiplayer leider nicht online spielbar
Fazit Sengoku Basara: Samurai Heroes ist bereits der dritte Teil der "Sengoku Basara"-Reihe und gewiss nichts für jeden. Wer auf komplizierte Combos und massig freischaltbare Inhalte hofft, wird vom Spiel enttäuscht werden. Es gibt zwar freischaltbare Wafen, Combos und Gegenstände, aber die Variationen sind ziemlich eingeschränkt. Hat man erst einmal einige Zeit gespielt und weiß, welche Angriffe effektiv sind und worauf zu achten ist, wird das Gameplay im Buttonsmashing
ausarten. Wen dies und das wiederkehrende Spielprinzip nicht stört, wird mit diesem Titel seine helle Freude haben und auch Kenner der beiden anderen Teile werden sicherlich nicht enttäuscht.
Grafik
Grafik
2

Sound
Sound
1

Steuerung
Steuerung
2

Multiplayermodus
Multiplayermodus
2.5

Gesamtnote


2.1
Gamedesign
Gamedesign
2.5

Story
Story
1.5

Umfang/Bonus
Umfang/Bonus
3

Preis/Leistung
Preis/Leistung
2

Autor: /  -Camui-
Lektor: Kathrin Hommel
Grafiker: Bianca Weickert /  Celest_Camui
Datum d. Artikels: 17.11.2010
Bildcopyright: Capcom


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